Anlage macht mir Kummer....

  • Hallo zusammen!
    Ich habe seit Februar eine Inselanlage in meinem Garten in Betrieb genommen.

    Dies war mit einigen Missverständnissen und Hürden verbunden.....

    Bis jetzt funktionierte aber Alles einwandfrei.

    Nun tauchen einige Probleme auf!

    Am besten Fange ich mal am Anfang an:


    Ich habe mir ein Solarset bestellt:
    ECO-Worthy 480W Off Grid Solarmodul Kit
    bestehend aus

    - 4 Monomudulen a 120W

    - einem 30A PWT Laderegler Kabeln usw.

    - Powerinverter 1500W /3000W


    Eine Batterie/Akku war nicht im Lieferumfang!

    Also habe ich mir eine Solarbatterie bestellt

    Langzeit Solar SMF 12V 280AH C100


    Ich wollte die Anlage auf 12V Basis aufbauen weil in der Herstellerbeschreibung auch angegeben war, das mann mit dem Set ein 12V oder 24V System aufbauen kann.


    Dies bezog sich aber nur auf die Module und den Laderegler:(.

    Der Inverter ist nur für 24V Betrieb ausgelegt !!!!!

    Also habe ich eine zweite Batterie des gleichen Typs bestellt, schien mir der einfachste (wenn auch nicht kostengünstigste) Weg.


    Ich habe dann die 4 Module in einer Reihen/Paralellschaltung aufgebaut

    Und die Beiden Akkus in Reihe geschaltet.


    Bei gutem Wetter erhalte ich jetzt laut aussage des Ladereglers 13A Ladestrom.

    Bis vor wenigen Tagen hat auch alles gut ausgesehen trotz intensiver Nutzung.


    Ich hatte einen Batteriewächter installiert zwischen Akkus und Inverter.

    Sowie eine Digitale Voltanzeige mit Ladungskapazitätsanzeige!

    Beides sowohl für 12 wie auch für 24V Systeme geeignet.


    Jetzt kommen die Probleme......


    Erstens habe ich festgestellt, das An der Klemme des Ladereglers, wo die +Leitung der Solarpanels angeklemmt ist, die Plastikabdeckung angeschmolzen ist!!!
    Wie kann das bei 24V 13A max Strom und einer 4mm Leitung passieren???

    Trotz dieser Feststellung lief die Anlage einwandfrei!

    Die Batteriespannung lag immer um die 24-25V


    Seit gestern Ging der Inverter auf Störung wenn ich einen größeren Verbraucher angeschlossen habe.... 700W Gartenpumpe.

    Die Akkuanzeige zeigte 23,5V und 100% Ladung im Lastfreien Zustand an.
    Beim einschalten der Pumpe viel die Spannung kurzzeitig auf 19,5V ab und der Inverter ging in Störung!

    Ich habe dann die Spannung der einzelnen Akkus gemessen! Beide hatten nurnoch 11,7V =O

    Der Batteriewächter war ebenfalls angeschmolzen!

    Habe diesen jetzt entfernt!


    Ich habe jetzt folgende Vermutungen. Bitte sagt mir ob diese richtig oder falsch sind...

    1. Der Batteriewächter ist weggeschmolzen, weil wenn ich z.B. die Maximalleistung des Inverters 1500W abrufe, in einem 24V System, ich ca.60A durch den Batteriewächter jage, der aber nur max 25A verpacken Kann. Richtig?


    2. Die Batterieladeanzeige ist Mist ! Weil diese mir bei 23,5V Spannung 100% Batterieladung anzeigt, obwohl die beiden Akkus jeweils nur noch 11,7V haben.

    Richtig ?


    3. Die Maximale Ladestromstärke von 13A (über den Tag verteilt bewege ich mich zwischen 0,5 - 13A ) Reicht nicht aus um die Batterien trotz sehr gutem Wetter nachzuladen .

    Richtig


    4. Warum der Kontakt an dem LAderegler angekokelt ist....???? Keine Ahnung.


    OK. Ich schätze ich habe da grundlegende Fehler in meiner Konfiguration eingebaut um bitte inständig um Lösungshilfen ;(

  • . Der Batteriewächter ist weggeschmolzen, weil wenn ich z.B. die Maximalleistung des Inverters 1500W abrufe, in einem 24V System, ich ca.60A durch den Batteriewächter jage, der aber nur max 25A verpacken Kann. Richtig?

    Ja.


    Die Batterieladeanzeige ist Mist ! Weil diese mir bei 23,5V Spannung 100% Batterieladung anzeigt, obwohl die beiden Akkus jeweils nur noch 11,7V haben.

    Richtig ?

    Ja, das stimmt.


    4. Warum der Kontakt an dem LAderegler angekokelt ist....???? Keine Ahnung.

    Zu lange ein zu hoher Strom, der die Kontakte erhitzt hat.

  • Zu lange ein zu hoher Strom, der die Kontakte erhitzt hat.

    Erstmal Danke für die Antwort !

    Aber wie kann das sein?? Der LAderegler ist für max 30A Ladestrom ausgelegt!

    Da sollte ich doch Über die normalen Sonnenstunden am Tag meine 13A über den Kontakt schicken können?

    Meine grobe Beobachtung zwischen 8:00Uhr und 19:00Uhr wahren das der LAdestrom nach Sonnenaufgang so mit 0,5A startet sich dann über 3, 5, 7 A hocharbeitet bis 13A, diese dann ca.3h liefert und dann langsam wieder abnimmt.

    Was nutzt da ein 30A Laderegler ????


    Irgendeine Idee, bezüglich der Akku Ladung und Lösungsvorschläge?

  • Bei dem Set war ein Laderegler CMG-2420 dabei.
    Merke gerade ich hab einen Fehler bei den Daten gemacht.....
    Der kann nur Max 20A Ladestrom! nichts destotrotz sollten dem die 13A dann doch nix ausmachen.....

  • "Ich habe dann die 4 Module in einer Reihen/Paralellschaltung aufgebaut

    Und die Beiden Akkus in Reihe geschaltet."


    Zuerst die beiden Akkus in Reihe verkabeln und dann mit dem Laderegler verbinden.

    Der LR erkennt die Systemspannung 24 V.

    Danach die Module mit dem LR verbinden.

    Als nächsten Schritt den Inverter mit dem Akku verbinden.

    Wie war der Akkuzustand nach der Inbetriebnahme?

    Falls nicht voll, den Akku erst mal 2 Tage (bei Sonne) ohne Last fahren.

    Welche Lasten sind an den Inverter angeschlossen?

    Gartenpumpe 700 W hattest du erwähnt. Wie viel h pro Tag ist die in Betrieb?

    Welche anderen Verbraucher sind angeschlossen, wie hoch ist der Tagesverbrauch?

    Kannst du ein paar Fotos einstellen?

    Bei dem jetzt sonnigen Wetter beträgt der Ertrag der Module je nach Ausrichtung und Anstellwinkel bis zu 6 kWh/kWp.

    Dh, du bekommst brutto ca 3 kWh pro Tag in die Akkus, durch Umwandlungsverluste sind dann um die 2 kWh nutzbar.

    An weniger sonnigen Tagen ist der Ertrag geringer, bei 5 kWh/kWp beträgt der nutzbare Ertrag nur noch 1.6 kWh.

    Das würde ca 2 1/2 h Betrieb deiner Pumpe entsprechen. Wie sieht da deine Bilanz aus?

  • Der Akkuzustand war Voll geladen.

    Der Laderegler ist quasi im Erhaltungsladungsmodus gegangen.


    Ich betreibe mit der Anlage Licht für meine Gartenlaube, einen klenen Springbrunnen und Meinen Mähroboter.

    Im Alles keine Großen Sachen die viel ziehen.

    Höstens der Springbrunnen der der läuft von morgens bis Abends und zieht laut Energiekostenmesser ca.30W.


    Die Brunnenpumpe hat eine Leistung von 700W.

    Während des Betriebs zieht die im Schnitt 550W.

    In der jetzigen heißen Phase, lass ich den Rasensprenger Abends ne Stunde laufen, alle zwei Tage.

    Pool für die Kids auffüllen etc. wenn ich das mal so auf die Woche verteilt runter rechne, würde ich sagen die Pumpe ist ca. 2h am Tag in Betrieb.


    Hier noch ein paar Bilder

  • Ach, da werden Erinnerungen wach. Ja, ich habe auch schon solch Teile verheizt.

    Im Grunde sehe ich 3 Fehler im Bild.

    Aber ich gehe erst mal auf deine Vermutungen ein:

    1. (Wegschmelzen wegen Überlast), Ja, Deine Vermutung ist richtig. Aber bei der Rechnung würde ich noch eins drauf setzen. Für die Dauerleistung passt es, aber zB deine Pumpe hat 600W "Nennleistung" der Anlaufstrom wird um ein vielfaches höher liegen. (mein Kühlschrank gönnt sich 66W, aber beim Anlaufen des Kompressors 1,25kW)

    2. (falsche Anzeigewerte) Die Anzeige wird sicher richtig anzeigen, nur unter welchen Betriebzuständen? Wenn keine Last dran hängt (kein Ladestrom, kein Entladestrom) werden die Werte plausibel sein. Aber wenn du zB ausm Akku Leistung entnimmst, also Strom fließt, dann fließt der Strom durch alle Komponenten. (Stromkreis, wer hätte das gedacht?) Es fließt also nicht nur Strom durch den Wechselrichter, sondern auch durch die Verkabelung, Akku und Kontakte. Und überall wo Strom fließt, stellt das Materieal nun mal etwas Wiederstand in den Weg. Deine 24V fallen über den Gesammtwiederstand von dein Stromkreis ab. Dh, die 24V werden (entsrechend des Wiederstandes) auf die Verbraucher aufgeteilt. Beispiel 2V über den Innenwiederstand des Akkus + 0,5V Übergangswiederstände an den Kontakten + 0,1V Leitungswiederstände + 21,4V am Verbraucher. (Ich hoffe du kommst soweit hinterher) Inzwischen hast du ja bestimmt an einigen Kontakte schon etwas Korrosion und sind verschmort. Die Übergangswiederstände haben also zu genommen. Auch deine Batterie wird verschlissen sein und der Innenwiederstand hat zugenommen. Dh, unter Last verschiebt sich jetzt die Aufteilung der einzelnen Spannungsabfälle. Es bleibt weniger fürn Wechselrichter übrig und der geht auf Störung.

    Die "Lichterkette"/Wiederstandskette hat genauso Gültigkeit beim aufladen. Dh, dein Regler regelt eigtl. bei der Ladeschlußspannung ab (deine Anzeige), aber am Akku selber kommt nicht genug Spannung an.

    3. (nicht genug Ladung übern Tag verteilt) Es gibt gute und schlechte Tage. Aber eher greift meine Beschreibung zuvor.

    4. (verschmorter Kontakt) Das erklärt sich aus deiner Installationsqualität. Angenommen, du hast an den Kontakt wirklich den oben beschriebenen halben Volt Spannungsabfall. Bei 13A sind das dann 6,5W. Glaub mir, mit ein 6W-Lötkolben bekommt mann Metall geschmolzen.


    Also die 3 Fehler im Bild, die ich gesehen habe, sind der Anlaufstrom, die Installationsqualität und die Akkuauswahl.

    Tipps: Mach erst mal die Installation besser. Nimm Kabelschuhe, (Gabel o. Öse) oder mind. Adernendhülsen. Wenn du noch dazu Pol- u. Kontaktfett nimmst, dann kommt weniger Sauerstoff in die Kontaktflächen und du hast länger was davon. Die Kabelquerschnitte vom Regler gehen noch, aber zum WR dürfen es ruhig etwas mehr sein. Aber die Querschnitte kannst du später noch anpassen. Die Batterien sind vermutlich patt. (meine haben damals auch nur n halbes Jahr geschaft. Da steht zwar Solar und Zyklenfest drauf. Auf meiner Milch stecht auch "haltbar" drauf. Aber nach den Beschreibungen zu deinen Batterien sollen die auch als Starterbatterien geeignet sein. Und das passt nicht zusammen. Mach aber erst mal die Verkabelung, und schau die die Ladung an der Batterie erst mal an. Evtl. brauen die nur mal etwas Zuwendung.


    Gruß Randalph

    Dach SO/NW-Ausrichtung mit 15° mit 2x 1,5kWp belegt (mehr geplant) (neben A10) - ca. 4h Vollaststunden im Sommer/Sonne (Wolken/Winter entsprechend weniger) (nur 4h, da Baumschatten) - LiFePo derzeit 9kWh Eigenbau, mehr in Arbeit - Laderegler dezentral (jedes Panel 1 MPPT) - DC/AC mit derzeit PIP (reine Insel) - Verbrauch ca. 4-5kWh/Tag inkl. Mobilität (Roller) u. Klima bei Sonne