Fragen zur Zählersetzung

  • Hallo zusammen,


    Kann mir jemand sagen was da auf mich zukommt?


    Meine Anlage ist so gut wie Betriebsbereit.

    Laut dem Elektriker ist alles fertig. Es müssen nur Sicherungen am Schaltkasten und der Wechselrichter eingeschaltet werden.


    Die Anlage besteht aus Kostal plenticore plus 10, den Stromverbrauchszahler Smart Energie Meter, 9880 Watt Peak Solarpanel Leistung und byd 16,6 Hvm.


    Der Antrag wurde am Mo endlich versendet an Stromnetz Berlin


    Nun zu den eigentlichen Fragen:


    1) Es muss ein Zähler von Stromnetz Berlin montiert werden. Dieser kann immer abgelesen werden von Anbieter?


    Das wäre mir zu Gläsern, dort könnten ja theoretisch Hacker sehen wann man im Urlaub ist.

    Geht nicht ein Zweirichtungszähler der von mir Jährlich genau mitgeteilt wird?


    2) können irgendwelche Kosten an mich gestellt werden bei Zählersetzung?


    Lieben Gruß

    Hans

  • Es müssen nur Sicherungen am Schaltkasten und der Wechselrichter eingeschaltet werden.

    Dann mach das. Noch kannst du bisschen Strom ernten für heute und dich daran freuen! NOCHMAL: SCHALT DEINE ANLAGE JETZT EIN! ES IST LEGAL selbst wenn der Zähler noch zu tauschen ist.

    Geht nicht ein Zweirichtungszähler der von mir Jährlich genau mitgeteilt wird?

    Ist noch Standard, wird aber durch iMS abgelöst.


    15 kWh Akku an 10 kWp PV - da wurdest du m.E. nicht so gut beraten. Passt aber auch zum Installateur, der vml. behauptet die Anlage dürfte noch nicht laufen.


    Was dein gMSB für den Zählerwechsel berechnet sollte er veröffentlicht haben.

  • Ist noch Standard, wird aber durch iMS abgelöst

    Also muss ich die Daten eingeben und diese werden nicht automatisch übermittelt?

    Habe nämlich gelesen das die Digitalen 120€ im Jahr kosten sollen? Aber für was? Ich will umgehen komplett überwacht zu werden.

  • Das kannst du dir nicht aussuchen, wird irgendwann kommen, aber im Moment gibt es noch die normalen 2RZ.


    Wenn die Anlage angeschlossen ist, kannst du sie einschalten. Ein Zähler ist dazu nicht erforderlich, ist das Problem des VNB, den rechtzeitig zu setzen. Du solltest alllerdings so kooperativ sein, und die Zählerstände und die Erzeugung so gut du kannst zu dokumentieren. Dass das so geht, hat die Clearingstelle mehrfach "gecleart".


    EINSCHALTEN, DIE SONNE SCHEINT!

  • EINSCHALTEN, DIE SONNE SCHEINT!

    Wenn ich eingeschaltet habe (und natürlich auch alles entsprechend dokumentiert habe), wie trete ich da am sinnvollsten an den VNB bezüglich Vergütung heran? In den Unterlagen die man nach Zählersetzung bekommt gibt es natürlich keine Abfrage entsprechender alter Zählerstände..


    Gibt es hier ein von euch erprobtes Vorgehen, dass möglichst "reibungsarm" funktioniert?

  • Zählerstände kann man ohne Abfrage formlos oder im Portal mitteilen.

  • In den Unterlagen die man nach Zählersetzung bekommt gibt es natürlich keine Abfrage entsprechender alter Zählerstände..

    Das macht der Zählermonteur. Bei uns hat er die sogar auf einem Vordruck, der mit in den Plombendraht eingebunden ist, nochmal notiert.

    Schadet natürlich nicht das selbst auch nochmal zu melden.

  • Für den Einbau von digitalen Zählern durch den gMSB gelten die Preisobergrenzen nach MsbG. bundesnetzagentur - FAQ_Kosten_Preisobergrenze


    Der Einbau darf nicht gesondert in Rechnung gestellt werden, da dieser in den Jährlichen Gebühren für den Messstellenbetrieb eingepreist ist.

    in dem von dir verlinkten Text steht das Gegenteil:

    "Die Kosten für den Einbau und den Betrieb aller Messeinrichtungen trägt der Kunde bzw. Verbraucher oder Anlagenbetreiber."

  • in dem von dir verlinkten Text steht das Gegenteil:

    "Die Kosten für den Einbau und den Betrieb aller Messeinrichtungen trägt der Kunde bzw. Verbraucher oder Anlagenbetreiber."

    Nein, das meint nicht das Gegenteil.


    Der Kunde hat die Kosten zu tragen; aber diese Kosten sind durch die Preisobergrenze gedeckelt. Das MsbG ist hier eigentlich eindeutig:


    MsbG §3 (2) Der Messstellenbetrieb umfasst folgende Aufgaben:

    1.Einbau, Betrieb und Wartung der Messstelle ...

    MsbG §7 (1) Grundzuständige Messstellenbetreiber legen für die Erfüllung ihrer Aufgaben ein Entgelt fest, das die Preisobergrenzen dieses Gesetzes einhält...


    Die Kosten für den Einbau sind nach dem MsbG in dem Messstellenentgelt enthalten, da der Einbau zu den Aufgaben des Messstellenbetriebs gehört. Wenn der Einbau gesondert in Rechnung gestellt wird, würde der Kunde zweimal für die selbe Leistung zahlen.


    Es gibt einige Netzbetreiber, die das auch so handhaben und andere leider nicht. Mit meinem lokalen Netzbetreiber hatte ich zweimal den Fall, dass der Einbau einer modernen Messeinrichtung gesondert in Rechnung gestellt wurde und beides mal wurde die Rechnung storniert.