Krüppelwalmdach maximal bestücken

  • Hallo,


    ich lese mich schon einige Zeit hier schlau. Ich plane eine PV-Anlage auf meinem Krüppelwalmdach in Hamburg. Ausrichtung ist Süd 168° (also leicht S-S-O).

    PVGIS sagt:


    Nordseite: 449kWh

    Krüppel W-O: 777kWh / 670 kWh (Lohnt meiner Meinung nach nicht, da auf Westseite noch ein Dachfenster verbaut ist und dort max. 1 bzw. 2 Module hinpassen würden, außerdem oft im Schatten der Nachbargebäude.


    Erstmal die wichtigsten Infos als Bilder:


    Ich habe sowohl mit Millimeterpapier als auch mit PVSOL rumprobiert, Tetris gespielt und kam auf folgende Lösung, mit der ich 29 Module (1.7m x 1m) unterbringen konnte, also nach meiner Rechnung in Summe zwischen 9,57kWp und 10,15kWp:


    Hier meine erste Frage: Ist das so machbar? Oder ist das mit den Randabständen zu knapp? Stichwort Überhänge, Stichwort dritte Reihe von unten und Krüppelkante. Stichwort Traufe/Wasser/Regenrinne.


    Ach ja, hier noch die Verschattung nach PVSOL, der Wallnussbaum, den man auch auf dem Foto sehen kann, erzeugt den Hauptschattenanteil, der ist aber auch stutzbar (solange es die Frau des Hauses nicht bemerkt...), ich habe den jetzt eher konservativ gerechnet:


    Hier noch zur Vervollständigung ein Luftbild:



    Ich habe nach Lesen der FAQ erstmal schonmal proaktiv die "Pflanze"-E-Mail an den VNB geschrieben (wegen der 8 Wochen und NAB). Da kam dann nur ein Hinweis auf deren Homepage und die Formulare, die ich auszufüllen hätte. Außer der maximalen kWp-Angabe und meiner Adresse habe ich allerdings noch keine Infos, ich wollte erstmal eure Kommentare abwarten, bevor ich 3-5 Solarteure anspreche zwecks Angebotsabgabe.


    Falls ich irgendetwas vergessen, falsch, besser machen könnte bis hierhin, wäre ich um Kommentare dankbar. Da es Südausrichtung ist, habe ich verstanden, sollte man 70% weich machen und kein Solaredge, richtig?

  • oben drei senkrecht zwischen die Fenster und zwei weglassen. Dann kommst du auf knapp 10kwp, die überschreiten lohnt bei dir nicht. Auch die Montage ist dann bezahlbar, Einzelmodule anders montiert lassen sich die Monteure sonst gerne versilbern.

  • Danke für den Tipp. Wenn man ganz knapp rechnet und alle Randabstände gegen Null gehen lässt, könnte man sogar über den drei von dir hochkant vorgeschlagenen Modulen zwischen den Fenstern noch die 3 liegenden Module verbauen. Also theoretisch.


    Ok, dann mal schnell gerechnet:


    30 x 330Wp = 9,9kWp (knappe Kiste)

    29 x 330Wp = 9,57kWp

    29 x 340Wp= 9,86kWp (meine bisherige Lösung)

    27 x 350Wp= 9,45kWp (deine Lösung, Erratika)


    Das könnte ich ja den Solarteuren als Alternative geben. Dann würde ich sehen, was das für einen Preisunterschied ausmacht.

    Ach ja, das Haus ist in Windzone 2.


  • Formulare, die ich auszufüllen hätte

    Dann zitier denen das EEG. Frist von 8 Wochen läuft.

    Kompliment, sehr gut vorbereitet. Hol Angebote ein, nicht jeder bietet jedes Modul an.

    Ob es um die Fenster so knapp geht kann ich nicht sagen. Beim Rest hätte ich keine Bedenken wenn das Dach stabil gebaut ist.

    8-10 kVA WR, je nach Verbrauch tags.

  • Danke für den Hinweis mit dem WR, bei dem Thema muss ich mich noch reinfressen, ist echt nicht mein Fachgebiet.


    Habe jetzt mal online um Angebote gebeten, sollen laut Vermittler am Montag 3-5 eintrudeln. Werde heute Nachmittag mal eine kleine Fahrradtour machen, stumpf bei Leuten in der Umgebung klingeln, die eine PV-Anlage auf dem Dach haben und fragen, welcher Anbieter die ihm aufs Dach gesetzt haben. (Erschreckend viele haben nur so ein paar Module auf einem sonst jungfräulichen Dach....).

  • Alibi-Anlagen, die meisten mit Verlust bringendem Speicher :(

    DAA? Kannste vergessen. Geh selbst auf regionale Firmen zu.

    Ggf. Enerix in deiner Region.

  • Verdammt ja, DAA, na das macht ja Hoffnung. Dann suche ich mal parallel weiter. Beim Rumfragen in der Nachbarschaft wurde "geosolar" und "Adfontes" als Anbieter genannt, mit beiden waren die Besitzer zufrieden.

  • Danke für die Tipps, Enerix und Clen-Solar sind abgefragt, sunforfree habe ich mir erstmal gespart, die schreiben selbst, dass sie mind. 5 Monate Vorlaufzeit brauchen wegen Überlastung.

  • Ich habe jetzt den ersten Kontakt, der Kollege kommt morgen vorbei. Das übliche, Speicher ganz toll, Cloud ganz toll, machen sie es jetzt.... Egal, wo ich mir unsicher wurde:

    Ich überlege (wenn 350Wp Module kaum teurer sind als 330Wp), die 350Wp Module zu nehmen, dann käme ich aber auf 10,5kWp. Nun habe ich die FAQ von pflanze gelesen und verstehe das so, dass ich alles physikalisch in einem Rutsch aufs Dach hauen lasse, aber 2 Module noch nicht anschließe, sondern diese erst 1 Jahr später anstöpseln lasse.


    Laut des Verkäufers brauche ich dann zwingend einen zweiten Wechselrichter, weil das ja als eigene Anlage gilt. Die FAQ verstehe ich aber anders, nämlich dass ich den einen WR nur entsprechend auslegen sollte, sprich, einer reicht, auch in diesem Falle. Richtig?


    Außerdem überlege ich jetzt doch (alles Eure Schuld mit "planVOLL" und so weiter), die beiden Ost-West-Krüppel zu bestücken. Da passen wie gesagt nur jeweils 2 Module a 1,7x1m nebeneinander liegend drauf. Ich lasse mir beide Alternativen morgen als Angebot geben (nur Südseite oder Südseite und beide Krüppel). Dann käme ich in Summe auf bestenfalls 34 Module, also rund 11.5kWp.


    Ich vermute, dass sich der Mehraufwand nicht rechnet, mal schauen.