Abnahmevoraussetzugen

  • Guten Abend liebes Forum,


    Ich brauch mal dringend Eure Hilfe und nein, ich habe nicht die Hilfe genutzt. Habe gerade einen ziemlichen Turm auf dem Kopf, weil der Nachwuchs jetzt da ist und irgendwie so richtig nix klappt mit der PV Anlage.

    Ich fass es mal kurz zusammen: Sommer 2017 Mietvertrag mit MEP über Solaranlage - 20 Module Rec285TP BLK auf meiner Flachdachgarage mit 170°Ausrichtung

    September 2017 geliefert und montiert - Solarseitig alles fertig - Module haben eigene Erdung. Wechselstromseitig passierte nix, kein zugelassener Elektriker an dem Tag verfügbar

    September bis November 2017 Theater und viele Mails, weil Anlage nicht fertig installiert und Mietbeginn rückte näher. Passiert ist nix

    Mitte November 2017 Rücktritt vom Vertrag durch mich und Übergabe an RA zur Klärung.

    Bis Februar 2020 sinnlose Post mit Kaufangeboten wider jeder Vernunft. Mein Standpunkt: MEP kann die Anlage wiederhaben, wenn Sie mein Dach instandsetzen.

    Februar 2020 MEP meldet Insolvenz an. Ich habe meinen Schaden angemeldet und dem Insolvenzverwalter klar gemacht, dass ich von meinen Forderungen zurücktreten, wenn er mir die Anlage überlässt - Ergebnis steht noch aus.

    Mit Hilfe des Forums konnte ich jetzt die Anlage fertig stellen. Habe mir einen Kostal Plenticore Plus 7.0 gekauft und eine BYD HVS 12.8 (Fördermittel vom Land) Die Anlage verfügt über einen KSEM in meinem Hausstromkasten, in meiner Garage habe ich einen zweiten Zählerkasten installiert. Zusätzlich noch die "Energiebox" von MEP mit der separaten Sicherungstechnik.

    Es ist alles fertig installiert und funktioniert einwandfrei. Die Werte sind realistisch und da ich den KSEM bei der Einspeisung auf 0 gesetzt habe, regelt der das System auch ab.

    Ab jetzt wird es einfacher - dachte ich.


    Ich brauche ja nun eine Abnahme durch einen Elektriker oder Solateur. Hab einfach bei MyHammer einen Auftrag zur Abnahme reingesetzt. Es meldet sich eine Ing.Büro mit einem Angebotspreis knapp 2000 Euro. Kurz geschluckt und gefragt wie man auf diesen Preis kommt. Er hat mir dann gesagt, was für eine Abnahme alles so notwendig ist und jetzt brauch ich Eure Hilfe.

    Was ist denn für eine Abnahme notwendig, damit ich die Anlage beim Netztbetreiber anmelden kann?

    Hier mal ein Auszug vom Ing.Büro:

    Was davon brauche ich wirklich? Ich könnte echt kotzen <X

    Mir sitzt die Zeit im Nacken wegen der Fördermittel. Zusätzlich fehlt mir die Zeit, um wieder zu suchen und mir alles selbst zu erarbeiten (der Nachwuchs)


    Ich bin für jeden Tipp und jede Hilfe Dankbar.

    Bilder von den Kästen mache ich morgen hier rein.

    20 Module REC 285TP BLK mit 170° Ausrichtung 5,7 kWP, Kostal Plenticore Plus 7,0, BYD HVS 12.8 ( in der Anlieferung)

  • Ohje, da hast du dich ordentlich schlecht beraten lassen.

    Code
    Antrag EDIS: 350,00
    Programmierung Wechselrichter bzw. Kontrolle ob richtig programmiert € 120,00

    Sind 470 EUR. Das ist ca. ein Manntag netto für einen Elektriker. Das ist doch dreist! Solange braucht man niemals.

    Frag paar Elektriker im Ort.

    Wurde das NAB (vgl. FAQ in meiner Signatur am PC) gemailt bzw. liegt schon eine Einspeisezusage vor? Wenn ja regel ihn auf 70% weich statt 0% weich! Schade um den wertvollen Strom.

    Die Vergütung ist durch Inbetriebnahme gesichert worden. Was hast du für einen Zähler?


    Den "Papierkram" für den VNB kannst du weitgehend selbst vorbereiten damit der Elektriker nur noch unterschreiben braucht. Viele VNB halten dafür Checklisten bereit.


    Der defizitäre Speicher ist viel zu groß für deine Anlage.

  • Danke für die schnelle Antwort. Ich finde das auch ziemlich heftig.

    Ich hatte die Anlage September 2017 bei der Bundesnetzagentur und der Edis angemeldet, die sind aber eben noch offen. Einspeisezusage habe ich noch nicht, ehrlich gesagt will ich für die 9,3 Cent auch nicht mehr einspeisen. Der Papierkrieg mit Steuer und EEG Umlage auf eigen genutzten Strom ist mir momentan zu viel Aufwand für wenig Nutzen. Ich dachte mehr an die Komplette Eigennutzung, deswegen der Speicher. Der soll dann auch für die Hausanlage sein, deswegen ist er so groß. Die Hausanlage ist aber derzeit nur ein Gedanke. Ich schick Dir ein Foto von meinen Zählern. Sind noch gute alte analoge Drehstromzähler aus 2010.

    Was ist mit dem Überspannungsschutz? Muss der sein?

    Danke Dir

    20 Module REC 285TP BLK mit 170° Ausrichtung 5,7 kWP, Kostal Plenticore Plus 7,0, BYD HVS 12.8 ( in der Anlieferung)

  • ÜSA muss. Nicht einspeisen ist kurzsichtig bzw. dumm. Die Vergütung bezahlt die Anlage! Speicher ist defizitär!

    Wie kommst du bei 6 kWp auf EEG-Umlage??? Nein! DIe fällt nicht an.


    Bitte lies - mehrfach als "Gold wert" gelobt - FAQ - wertvolle Informationen zu PV-Anlagengröße, Stromspeicher, Wirtschaftlichkeit, Eigenverbrauch, Optimierung, Simulation, erwartbarer Ernte, Auslegung, Wärmepumpe, rechtlichen und steuerlichen Grundlagen, Netzanschlussbegehren zwecks EEG-Vergütung uvm

    Für unabhängige Beratung stell bitte Luftbild, Maße, Dachneigung, Belegungsplan, sonstige Dächer, Garagen, Carports, Foto Zählerschrank usw. ein.

    Bitte lies BEIDE Einträge in Stromspeicher, Akkus und Cloud-Anbieter


    Wenn du den Speicher stornieren kannst stornier ihn!

    Die Vergütung 2017 (oder seit wann läuft die Anlage) hast du dir gesichert. Möglicherweise ist deine Anmeldung beim VNB den Vorgaben eines NAB entsprechend - dann ist sogar rückwirkende Vergütung möglich. Fällt aber Flach da du Strom auf dem Dach liegen lässt.

    Einspeisevergütung willst du nicht, machst dir aber Gedanken wegen der Kosten für einen Elektriker? Versteh ich nicht.


    Lös dich mal von dem Unsinn "für die 9,3 Cent auch nicht mehr einspeisen." denn du bist noch total auf dem Holzweg.

  • Guten Morgen Pflanze,


    Da hab ich erstmal ne ganze Menge zu lesen. Danke für die Empfehlungen. Vielleicht hab ich mich wegen der Vergütung falsch ausgedrückt. Soweit ich jetzt auf Stand bin, bekomme ich xx Cent pro KWh eingespeist Strom, muss doch aber dann meinen selbstverbrauchten Solarstrom den ich beim "Unternehmen PV-Anlage" "kaufe" gegenrechnen oder? Deshalb wollte ich das nicht machen mit der Einspeisung. Ich bin kein Einspeisegegner, im Gegenteil, ist für mich nur ziemlich verworren das Ganze.

    Auch der Start der Vergütung liegt ein wenig im Nebel. An das Wechselstromnetz angeschlossen habe ich die Anlage erst dieses Jahr im Mai. Die Anmeldung beim Versorger war im Oktober 2017. Welches Datum zählt?

    Speicher kann ich nicht stornieren.

    Den ÜSA muss ich dann noch nachrüsten.

    Die Daten für die Beratung reiche ich umgehend nach.


    Danke nochmal und schönen Start in die Woche

    20 Module REC 285TP BLK mit 170° Ausrichtung 5,7 kWP, Kostal Plenticore Plus 7,0, BYD HVS 12.8 ( in der Anlieferung)

  • Moinsen,


    ab Zeile 28 ist alles ok so.


    Streiche Zeile 3 und 14-16.


    Zeile 5-9 könnt ich anbieten, wenn ich das als Wegeunfall von der A7 deklarieren kann. Wo wohnt die Anlage? (Jeder andere Solarteur auch!!!!!!! - da muss es was geben bei dir auf der Gegend.) Liest sich für mich so, als würden sie dafür extra anrollen, deswegen 250€...


    Potentialausgleich war fertig, folglich Zeile 20-22 weg.


    Zeile 31 ist dein Part.


    Zeile 25-27 ist Quatsch, genau wie DC Überspannungsschutz. Prüfen ob bei Kostal an Bord.


    Überhaupt überlegen, ob man die Anlage unter Androhung der Ersatzvornahme ggü IV wegräumt. Dachpacht verlangen, entgangene Einspeisevergütung auch. IV Druck machen.


    Gruß, Andreas

    Andreas Witt
    Industrieservice und Montage
    Am Dorfplatz 7, 24214 Neudorf
    Tel.: +49 151 44 555 285
    a.witt@pvservice.net
    USt-ID: DE 292086601, Handwerkskammer zu Flensburg


    Dienstleistungen rund um Photovoltaik: Wartung, Repowering, Datenlogging, Direktvermarktung, Anlagenplanung und -Neubau

  • Soweit ich jetzt auf Stand bin, bekomme ich xx Cent pro KWh eingespeist Strom, muss doch aber dann meinen selbstverbrauchten Solarstrom den ich beim "Unternehmen PV-Anlage" "kaufe" gegenrechnen oder?

    Ich denke du überwertest einiges.


    Bei der Steuer ist zu unterscheiden zwischen EKSt und USt.

    In der EKSt ist der selbstverbrauchte Strom (EV) wie der eingespeiste Strom zu bewerten. Von den Einnahmen sind die Ausgaben (Abschreibung) abzuziehen. Damit landet man in den allermeisten Fällen mit PV auf dem eigenen Wohnhaus bei einem Gewinn unter 410€. Dafür brauchst du dann keine Steuer zahlen solange es keine weiteren Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit gibt.


    Bei der USt kannst du wählen ob mit KUR (Kleinunternehmerregelung) oder ohne KUR falls deine Umsätze unter bestimmten Grenzen liegen, was bei den meisten PV-Anlagen auf eigenem Dach der Fall sein wird.

    Mit KUR brauchst du keine USt auf deinen EV zahlen bekommst allerdings auch nicht die USt aus dem Kaufpreis erstattet.

    Ohne KUR sind ca. 50€ je 1000kWh EV USt fällig. Normalerweise rechnet es sich auf die KUR 5 Jahre zu verzichten bei deinem großen Speicher und damit hohen EV ist es evtl. günstiger gleich bei der KUR zu bleiben.

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

  • Moin Moin,


    Meine Anlage wohnt in 16515 Oranienburg. Ich heiße Dich gerne Willkommen, da ich keine Prüfprotokolle habe.

    Der Kostal hat einen FI an Bord, soweit bin ich schon.

    Bei den Solateuren hier in der Umgebung habe ich bisher einen erreichen können und das war Firma Sonnen. Die wollten die gesamte Anlage übernehmen.

    Zum Überspannungsschutz. Welcher ist denn nun Pflicht?

    Das mit der Räumung habe ich 2 Jahre lang versucht. Jetzt kann ich nix mehr erreichen, da eine Firma bei einem Investfonds massive Schulden hatte. Der Große Teil der Forderungen liegt bei denen und da mache ich beim Abbau noch mehr Minus als wenn ich sie drauf lasse.


    Viele Grüße

    20 Module REC 285TP BLK mit 170° Ausrichtung 5,7 kWP, Kostal Plenticore Plus 7,0, BYD HVS 12.8 ( in der Anlieferung)

  • Jetzt ist es endlich klar. Danke für den kleinen Exkurs. Ich stell dann gleich mal den Antrag auf Einspeisung:):danke:

    20 Module REC 285TP BLK mit 170° Ausrichtung 5,7 kWP, Kostal Plenticore Plus 7,0, BYD HVS 12.8 ( in der Anlieferung)

  • Antrag auf Einspeisung

    Was meinst du damit?

    Anmelden musst du beim VNB mit entsprechenden Formular (NAB sollte bei deinem Dauerläufer hoffentlich längst eingereicht sein beim VNB). Der VNB ist nach EEG verpflichtet deinen Überschuss zu vergüten.


    Spätestens 4 Wochen nach IBN musst du dich auch im MaStaR registrieren.


    Beim Finanzamt gibt es ein Formular zum Anmelden deines Unternehmens (Ausfüllhilfen gibt es hier im Forum in anderen Threads). :)

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)