alte Solaranlage erweitern, möglich? was wird benötigt?

  • Hallo,


    ich habe mich gerade neu angemeldet und auch gleich ein paar fragen.

    Als Hintergrund aber erstmal zur Anlage und den Intentionen:

    Folgende Anlage besteht:

    28 x Solarmodul Solpower 185W Silvretta GM572L-185

    1 x WR SMA SB 3000TL-20

    1 x WR SMA SB 2000 HF

    Sunny Beam

    Erstellt im Mai 2011 und seit dem ohne Probleme mit einem Ertrag von 42,6MWh


    Meine Intentionen:

    Wir bekommen im Herbst 2 E Fahrzeuge. Diese möchte ich über die Solaranlage laden. Bis dahin alles kein Problem.


    Allerdings möchte ich gleichzeitig mein Eigenverbrauch verbessern und wenn möglich das ganze automatisieren.


    Bis dato steuert meine Frau es so, dass Sie in den Himmel schaut und z.B. die Waschmaschine anmacht wenn die Sonne scheint.

    Das ganze hat allerdings viele Begrenzungen:

    1. Meine Frau geht halbtags arbeiten, ist also gar nicht immer zu Hause um die Geräte anzustellen, wenn die Sonne scheint

    2. müssen an manschen Tagen mehrere Maschinen gleichzeitig laufen (Waschmaschine und Trockner und/oder Spülmaschine)

    3. kommen jetzt noch die Autos


    Das ganze brachte mich, nach 9 Jahren, dazu mal über die Solaranlage genau zu schauen. Also was geht und was nicht.


    Dabei habe ich jetzt leider festgestellt, so einfach ist das nicht, da ich überhaupt keine Ahnung, die Altanlage wurde von einer Firma geplant und auch installiert, von der Materie habe, außer das ich im Studium unter anderem Elektrotechnik hatte und selber eine Solaranlage auf mein Wohnmobil gebaut habe.


    Nun zu meinen Fragen:


    1. Gibt es eine Möglichkeit meine bestehende Anlage "Smart" zu machen?

    2. Wenn nicht, was müsste alles geändert werden?

    3. Was macht Sinn und was macht kein Sinn bezogen auf die Kosten und den zu erwartenden Ersparnissen ?

    4. Wie kann ich die Ladung der Fahrzeuge am besten einbinden?

    5. Geht das zur Zeit überhaupt schon, oder warte ich besser mit dem Kauf einer Wallbox?


    Ich hoffe mir kann da einer ein bisschen Licht ins dunkle bringen.


    Danke

    mfg

    woupi

  • Smart ist, Verbrauch so weit möglich zu senken.

    Siehe 1. Messkonzept in meiner Signatur am PC.

    Bitte lies die FAQ im Wissen.

    Autos gemütlich zu festgelegten Zeiten laden.

  • Hallo. woupi ,


    Stelle ALLE deine freien Dächer vor.

    Mit dem, was du vor hast, kommst du bei diesen Verbrauchern nicht weit.

    Falls keine weiteren Dächer vorhanden sind, bleibt nichts Anderes übrig, also alle Verbraucher möglichst auf den Tag verteilt laufen zu lassen. Geht händisch, also "zu Fuß", oder mit Zeitschaltuhr am einfachsten.

    ICH persönlich halte nichts von "smart" oder Ähnlichem. MIR viel zu kompliziert, teuer, und wenn was nicht funktioniert, fängt man an zu suchen ...

    Bei deiner Anzahl von (insbesondere zukünftigen) Verbrauchern kommst du ohnehin nicht um eine Vergrößerung der PV-Anlage herum. Oder du lässt es so, wie es ist. Dann kommst du wenigstens auf einen hohen Eigenverbrauch von über 30 Prozent, dann bekommst du, da Anlage aus 2011, wenigstens für den über 30%igen Anteil eine etwas höhere Vergütung.


    ICH würde, falls vorhanden, ALLE Dächer vollmachen.


    lg

    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 3045x

  • Lies dich mal bei openWB ein. (Forum) Die kann PV geführtes Laden auch mit zwei Ladepunkten (mit Lastmanagement) und auch noch zusätzlich eine Steckdose( zB.für Waschmaschine) steuern.

    Grundsätzlich sollte das mit jeden WR funktionieren. Da kommt einfach noch ein Zähler in den Schrank und wenn der genug Überschuss misst, wird das Auto geladen, die Ladeleistung passend geregelt/die Steckdose eingeschaltet...

    Ob das die Kosten wieder einspielt, hängt von vielen Faktoren ab. z.B. Eigenbau/Förderung Ladepunkte usw.


    Ob deine PV Anlage reicht, hängt natürlich auch davon ab, wie viel Strecke ihr jeden Tag mit den Autos fahrt.

    Achtung, gefährliches Halbwissen!;)

  • Hallo,


    erstmal vielen Dank für die schnellen Antworten.


    pflanze

    Zitat

    Siehe 1. Messkonzept in meiner Signatur am PC.

    wenn ich dich richtig verstanden habe, meinst Du dies hier:

    Simple Eigenverbrauch-Messkonzepte: Zählerkaskade: Min. 2 EEG-Anlagen an nur 2 Zählern, samt Eigenverbrauchs-Vergütung & MIM


    Das werde ich mir dann gleich mal durchlesen, habe mir bis jetzt nur mal das Diagramm angesehen.


    citystromer

    Im Grunde sind die Dächer bei mir, die Sinn machen, voll. Ich könnte noch was auf das Dach von unserem Schuppen bauen, da bin ich auch schon an den Überlegungen dran.


    Und ja, die 30% Regel habe ich und bin da auch immer drüber, aber halt nicht viel. Das ist genau der Punkt, den ich gerne optimieren würde.

    Meine Frau achtet meistens schon darauf, dass die Geräte nacheinander laufen, allerdings hat sie keine einfache Möglichkeit, außer über Sunny Beam, die aktuelle Produktion zu sehen.

    Wenn ich das irgendwie übers Netzt sehen könnte, dann könnte ich eventuell einzelne Geräte auch von der Arbeit steuern (Miele@Home). Aber auch ich kann nie sehen wieviel die Anlage gerade Produziert.


    fratz

    Auch Dir Danke für die Links. Auch das werde ich mir die nächsten Stunden mal durchlesen.

    Das was Du schreibst hört sich zu mindestens schon so an, als würde es in die richtige Richtung gehen.

    Zähler ist kein Problem, die kosten nicht die Welt nur mit der Installation muss ich mich dann mal genauer auseinander setzen.


    Mit den Fahrzeugen ist genau so wie Du schreibst, es hängt von den km ab. Die werden beide im Kurzstreckenbetrieb bewegt und kommen auf max. 100km in der Woche (ca. 12,5kwh).


    mfg

    woupi

  • Alle Dächer vorstellen und FAQ lesen, dann sehen wir weiter.

  • Zitat

    Alle Dächer vorstellen

    Es ist nur der Schuppen frei und nutzbar, dessen Dachfläche ist ca. 7m x 2,4m (breite x höhe), Ausrichtung 5°, Neigung 20°.

    Luftbilder habe ich leider nur ein sehr altes und nicht digital.


    Ich habe gerade mal ein Foto vom Garten aus gemacht. Ich hoffe das Hilft.



    FAQ arbeite ich durch, da bin ich allerdings ein paar Wochen mit beschäftigt, wenn ich mir das so ansehe.


    mfg

    woupi

  • Wenn ich das irgendwie übers Netzt sehen könnte

    Da gibt es natürlich mindestens 10 Möglichkeiten wie das gehen könnte. Eine Variante wäre einen Stromzähler von Commetering zu bestellen, dann weißt du Bescheid, bei vielen Zählern ist das aber auch viel teuer.


    Eine deutlich günstigere Variante ist ein Eigenzähler. Zum Beispiel ein Shelly 3EM. Denn musst du dir in den Sicherungskasten bauen (lassen von einem Elektriker) und mit einem WLAN verbinden, dann kannst du immer auf deinem Schlaufon nachschauen was Sache ist (wenn du die Cloudfunktion nutzt auch unterwegs). Hat nebenbei auch MQTT-Support, weswegen man das ganz gut mir Automatisierungslösungen verheiraten kann.


    Noch günstiger ist es sich sowas wie den Shelly 3em selbst zusammen zu bauen. Bastelanleitungen findet man, aber man muss dann schon etwas Spaß am Basteln haben.

    Und ja, die 30% Regel habe ich und bin da auch immer drüber, aber halt nicht viel. Das ist genau der Punkt, den ich gerne optimieren würde.

    Hast du die den weich oder hart? Wenn du die weich hast, dann musst du schon irgend ein Messgerät haben, welches misst wieviel eingespeist wird und dann kann man das ggf. auch leicht sichtbar machen. Wenn du hart hast, dann kannst du da auch wenig optimieren.

  • Hast du die den weich oder hart?

    Ich weiß zwar nicht genau was Du damit meinst, kann es mir aber vorstellen, allerdings wüsste ich nicht wo ich das genau nachsehen kann, also ob das hart oder weich bedeutet.

    Ich kann ersehen, dass bis zu einem Eigenverbrauch von 30% der Gesamtproduktion ein kleinerer Betrag gezahlt wird und für alles was dann über 30% geht, bekomme ich mehr. Ich vermute, dass meinst Du mit Hart, oder?


    Zitat

    und bin da auch immer drüber,

    Habe gerade, als ich nach dem Hart bzw Weich gesucht habe, festgestellt, dass ich doch nicht immer über den 30% bin sondern nur 4 Jahre war, also 4 Jahre war ich nicht drüber.

  • Ich kann ersehen, dass bis zu einem Eigenverbrauch von 30% der Gesamtproduktion ein kleinerer Betrag gezahlt wird und für alles was dann über 30% geht, bekomme ich mehr. Ich vermute, dass meinst Du mit Hart, oder?

    Nein. Du redest offenbar von der Selbstverbrauchsvergütung aus dem EEG 2009. Ich dachte jetzt dagegen an das Einspeisemanagment nach EEG-2014 §9 Absatz 2. Gut, dass wir drüber gesprochen haben ;-).


    Du müsstest entweder einen Rundsteuerempfänger (RSE) haben, mit dem der Netzbetreiber bei drohender Netzüberlastung deine Anlage runterfahren kann oder deine Einspeiseleistung müsste auf 70% der Nennleistung begrenzt sein. Wenn letzteres (bei so einer kleinen Anlage eher wahrscheinlich), dann können die 70% "hart" sein, d.h. die Wechselrichter regeln einfach bei 70% ab oder es kann "weich" sein, dann muss ein Energiezähler irgendwo sein, der misst wieviel gerade eingespeist wird und dann regelt der Wechselrichter nur dann ab, wenn tatsächlich andernfalls mehr als die 70% ins Netz gehen würden. Durch die weiche Regelung kannst du mit Eigenverbrauch die 30% die sonst abgeregelt werden noch selbst verfeuern.