Energiemanagement allgemein (PV-Analge max. 100 kWP mit max. 10 Ladepunkten)

  • Hallo ihr Lieben,


    könnte mir jemand vielleicht Helfen und mir ein paar Fragen zu einem allgemeinen Energiemanagementsystem mit einer PV-Analge gekoppelt mit der Ladeinfrastruktur und ggf. weiteren Komponenten geben?


    Folgende Faktern:

    - max. 100 kWp PV-Anlage

    - max. 10 Ladepunkte


    Meine Fragen wären, um das System genauer zu verstehen:

    - Wie setze ich es um, damit alle Komponenten mit einander kommunizieren? (Hardware)

    - Brauche ich eine bestimmte Schnittstelle? (Backend, Ladecontroller?)

    - Ich habe schon von verschiedenen Protokollen gehört (KNX, OCPP, EEBUS,....). Welches Protokoll benötige ich, um dieses herstellerunabhängig umzusetzen?

    - Welche Vorraussetzungen brauchen die Komponenten?


    Mit einer Anwort würdet Ihr mir sehr helfen!


    Lieben Grüß

  • kommt auf die betriebsfuehrungsstrategie an.

    was sind denn da die randbedingungen?

    darf nicht eingespeist werden?

    darf kein strom bezongen werden?

    darf ein gewisser anschlusswert nicht ueberschritten werden?

    muessen ladepunkte mit einer gewissen mindestleistung vorhanden sein?

    darf das system heruntergeregelt werden?


    falls nicht, wozu denn ein energiemanagement?

  • Schon einmal Danke für die Antwort.


    Es handelt sich um ein Unternehmen und unternehmen erhalten ihren Strompreis über Leistungsspitzen, weshalb ich an einem Energiemanagement interessiert bin (genauen Anschlusswert kenne ich aber noch nciht, aber bei 10x 22 kW kann der denke ich mal schon schnell überschritten werden).

    Ich weiß, dass es Lademanademanagements gibt extra für die Ladeinfrastruktur, aber hier sollen die Ladepunkte mit der PV-Anlageund ggf. Stromspeicher gekoppelt werden. Die Parkplätze sind in der Nähe der PV-Anlage (max. 50 m).

    Klar darf Strom bezogen werden, aber am besten so wenig wie möglich (Einspeisevergütung ist geringer als der Strompreis, somit würde man mehr zahlen, wenn man vorher den Strom einspeist und diesen dann wieder bezieht.


    DIe Mindestladeleistung der LP sollte schon 11-22 kW betragen (zukunfstsicher denken), außerdem soll der Strom auch dritten Personen angeboten werden, die ggf. auf eine schnelle LAdung hoffen. Aber klar darf die Ladeleistung auch runtergeregelt werden, sodass die Leistungsspiten nicht überschritten werden (daher das Managementsystem).


    Kennt ihr vielleicht eine SOftware/Backend, welches gleichzeitig:

    - Lademanagement

    - Authentifizierung mit Abrechnung

    - Energiemanagement


    anbietet? Ich finde immer nur Software, die entweder Lademanagement mit Energiemanagement (fürs Gesamte Gebäude) ohne Abrechnung der einzelnen Nutzer oder reines Lademanagement mit Abrechnung anbietet. Aber nie das Gesamtsystem.

    Bzw. kennt ihr kostengünstige Backends (auch wenn es nur Lademanagement mit Abrechnung wäre)?


    Freu mich auf eine Antwort!

  • nein,...., so schreibt jemand, der gerne mehr darüber wissen will bzw. Interesse hat, was eine sinnvoll umsetzbare und zukunftsichere Option ist. Wir sind gerade am Konzept erstellen (daher ist der Hausanschluss gerade auch noch nicht bekannt) und am überlegen was wir alles brauchen, um überhaupt uns Angebote reizuholen zu können und was möglicherweise auf uns zukommt. In der Ausführung sind wir noch nicht.


    Und wieso wird das als Schul-Szenario abgetan? Was ist denn falsch daran so etwas zu fragen?

  • was ist denn genau der unternehmerische Plan hinter den kryptischen Fragen ?

    100 kWp PV auf ein Dach bauen, 10 Ladestationen auf den Parkplatz stellen ?

    das kommt mir jetzt nicht besonders "tragfähig" vor ...

  • Auf die Bezugsspitzen (Lastspitzen) wird der Strompreis ausgelegt.


    Ich verstehe Ihre Frage mit tragfähig" nicht? Wieso soll das nicht funtkionieren? Die Ladeinfrastruktur soll natürlich nicht nur mit PV-Strom geladen werden (das ist ja auch nicht möglich), sondern bevorzugt PV-Strom und wenn dieser nicht ausreicht ist, soll aus dem Netz Strom bezogen werden. Ist zu viel vorhanden, soll dieses ins Gebäude oder ins Netz gespeist werden. Ich kenn mich nur nicht mit den Schnittstellen aus.

    Wie bekomme ich das geregelt? Welche Hardware brauche ich dafür, damit ich solch eine Regelung hinbekomme bzw. die Anlagen müssen ja miteinander kommunizieren können (Datenlogger? Smart Meter?). Es gibt so viele Begriffe und Bezeichnungen, die ich nicht zuordnen kann.

    Zudem würde ich gerne die Option haben in Zukunft mein Gebäude smart zu gestalten, sodass alle Geräte miteinander kommunizieren können. Dafür muss sicher gestellt sein, dass die Geräte alle mit der selben "Sprache" sprechen bzw. selben Protokolle besitzen.

    Deshalb bin ich auf der Suche nach der geeigneten Hardware und Software und ich dachte hier haben sich schon einige damit auseinader gesetzt bzw. getestet und können mir dazu Informationen geben.

  • Du brauchst gar kein Management.

    Du baust einen 100kWp Überschusseinspeiser und deine Ladepunkte.

    Du musst die Maximalleistung des Anschlusses auf die minimale garantierte Leistung der Ladepunkte auslegen.


    Extrem Beispiel:

    Der WR der 100kWp wird weich auf 30kW abgeregelt sodass keine Wandlermessung nötig wird (max Dauerstom 44A).

    Hast du dann Nachts 10 Fahrzeuge an den Ladern - können da nur rund 4A also nichtmal 1kW fließen. (wird in der Praxis so nicht funktionieren.

    Hast du Tags eine PV Leisung von 60kW könntest du mit max 10*9kW laden - wenn nur 3 Autos dran hängen mit 3*22kW (wenn das deine "zukunftsfähige Maximalleistung" sein soll) und beziehst dabei 6kW aus dem Netz.


    Wenn keine Ladeleistung abgegeben werden kann wird die PV auf die Einspeiseleistung von 30kW gedrosselt - Überschüsse gehen verloren.


    In der Praxis wird es komplexer - aber bei weitem nicht so wie du dir das vorstellst - PV und Ladepunkte sind getrennt zu betrachten.

    Eine Wallbox hat idR einen Stromsensor oder liest via Modbus (im Fall von OpenWB) aus - wie die Priorisierung der Ladeleistung bei multiplen Wallboxen funktioniert habe ich keine Ahnung.

    Achtung Schattentheoretiker!