Wasserstoff

  • wie bezeichnest du jemanden, der nur fordert, aber nichts gibt bzw. selbst unternimmt?

    Wo fordere ich? Und woher willst Du wissen, was ich alles unternehme oder nicht?



    Wo zuviel Förderung ist, gibts halt auch mehr Missbrauch... offenbar isses momentan schon zuviel?

    Das ist so. Vielleicht ist einfach noch der Zeitpunkt unpassend für eine nachhaltig sinnvolle Wasserstoffstrategie. Es mangelt an Netz und EE.



    passiert aber leider erst 2027.

    Geduld! Planungssicherheit ist wichtiger als der letzte Euro. Ich bin da zuversichtlich. Geld hat immer eine ausgezeichnete Lenkungsfunktion.



    Momentan ist der KTF leer… was du H2 gibst, nimmst du anderswo weg

    Das ist von heute auf morgen lösbar. Zumal die Mittel nicht heute zur Verfügung stehen müssen.


    Nicht das es da nicht genug klimaschädliches gäbe, wo man leicht Subventionen streichen könnte… Wollen aber genau die gleichen nicht, die nach H2-Industrieförderung betteln

    Bitte nicht verallgemeinern.


    Davon abgesehen interessiert mich das wirklich (persönlich, und nicht etwa als Freizeit-Moderator

    Vielleicht sollte das dann in dem Zusammenhang auch passend kommuniziert werden. So kam es ausgesprochen beleidigend rüber. Ich erwarte zukünftig eine Bedeutung von H2 und sehe die gleichen Startschwierigkeiten wie bei EE, trotzdem möchte ich mich nicht indirekt beleidigen lassen, weil ich einen Blick in die Zukunft geworfen habe.

  • @ragtime.....die Vollasstunden etwaiger Elektrolysateure nach Zeiten von negativen Strompreisen an der Börse gleichzusetzen ist völlig unseriös und dss weißt du selber auch ganz genau. Bei sinnvoll zugeschnitten Preiszonen sähe das völlig anders aus.....

    Soll ich echt nochmal Zahlen aus meiner Region rausholen? Nur die Aussage über 30% der offshore Leistung abgeregelt! Tennet schafft es nicht mal bis 2040 die offshore Leistung über die Elbe zu bringen.

    Ihr müsst mal etwas über euren Tellerand weggehen. Ich fange bald mal an Buch zu führen wann meine sichtbaren WKAS abgeregelt sind. Aus dem Bauch sage ich 100h waren es schon im April und Mai <X


    Gerade geschaut 10 von 12 x6,5 Mw steht still :cursing:

  • Gerade geschaut 10 von 12 x6,5 Mw steht still

    Physical Flow mit DK1 zwischen 16:45 und 17:00 606MW...nicht wirklich am Limit - und das ist Bezug aus DK1; DK2 auch den ganzen Tag von DK2->DE

    11/2016 Ioniq electric - 07/2018 29 x 320Wp QCells Duo - Kostal Piko BA - BYD 7,7 kWh

  • Damit kann sich auch ein Elektrolyseur mit einigen hundert Stunden Betriebsdauer im Jahr lohnen.

    Weshalb sollte sich am grundsätzlichen Effizienzproblem der H2 Erzeugung durch eine etwaige Verbesserung der Weiterverwertung des Gases etwas ändern?

    Ben-in-Eternit:

    Ich kann nur vermuten, dass Du meinen Beitrag gründlich missverstanden hast.

    Mir ging es nicht gegen einen Massenverbreitung von Elektrolyseuren für grünen Wasserstoff, sondern um einen Blick auf die Realität und die fragwürdigen Lobby- /Mediendarstellungen von "grünem" Wasserstoff /Elektrolyseuren heute und in naher Zukunft - also in den nächsten ca. 10 Jahren.


    Das Selbe wurde über PV und WKA gesagt. Zu teuer, ineffizient, unnötig.


    Ein Blick über den Tellerrand zeigt: Massenhaft eingesetzt wird Technologie günstiger.

    Den hervorgehobenen Teil würde ich nie bestreiten.

    Nur finde ich auch außerhalb des Tellerrandes kaum wirtschaftlich arbeitende Elektrolyseure.


    Allerdings solltest Du den Unterschied bei den Stückzahlen in der Betrachtung akzeptieren und danach einmal das mögliche Kostensenkungspotential für Elektrolyseure versuchen abzuschätzen.


    Der Vergleich mit PV-Modulen, die in vielen Millionen /Milliarden Stück von hochautomatisierten Fließbändern purzeln, ist nicht wirklich zutreffend. Außerhalb vom Labor oder Prototypen wurden PV-Module schon immer in Serie gefertigt und für eine einzige PVA werden eben dutzende /hunderte /tausende Module /Gleichteile benötigt. Noch dazu sind PV-Module recht einfach /aus vergleichsweise wenigen Komponenten aufgebaut.

    PV-Wechselrichter werden auch in Massen gefertigt - aber da ist die Kostendegression schon deutlich geringer.

    So ähnlich verhält es übrigens auch mit den gerade boomenden PV-Batterien - denn die Zellen sind mittlerweile auch Massenware.


    Windräder /WKA sind beim Fertigungsaufwand eher zum Vergleich mit Elektrolyseuren geeignet. Auch da gibt es Serien - aber deutlich kleiner und eine WKA ist deutlich komplexer (aber längst nicht so komplex wie eine Anlage zur Elektrolyse). Da skalierte eher die Leistung /Größe nach oben, weniger die Anlagenkosten nach unten.


    Natürlich werden also die Anlagenkosten für die Elektrolyse in Serienfertigung sinken und wohl auch die Anlagengrößen steigen. Nur neben diesen Faktoren ist halt zu beachten, dass Elektrolyseure laufend Strom und Wasser benötigen und auch diese Kostenfaktoren (die es bei PVA /WKA gar nicht gibt) beeinflussen nun einmal die Wirtschaftlichkeit eines Elektrolyseurs.

    Mal abgesehen davon, dass es bspw. bei den gut regelbaren PEM-Elektrolyseuren mit der Verfügbarkeit des Katalysatormetalls Iridium hapert.


    Den fast kostenlosen EE-Strom für den grünen Wasserstoff gibt es real (noch) nicht. Nirgends auf der Welt. Die stundenweisen Abregelungen in Deutschland sind eher fehlendem Netzausbau und schlechtem Strommarktdesign geschuldet. Es fehlt schlicht der für den Dauerbetrieb der Elektrolyseure benötigte fast kostenlose Strom.

    Es ist m.M.n. völliger Nonsens anzunehmen, dass Elektrolyseure jemals als Spitzenlastsenken arbeiten werden. Denn damit ist keine Wirtschaftlichkeit zu erreichen. Eher wird man m.M.n. in der Zukunft Elektrolyseure dauerhaft laufen lassen und bei Erzeugerflauten /hoher Stromnachfrage den Betrieb zeitweise drosseln.


    Aber so lange die entsprechenden EE-Stromerzeugerkapazitäten (die die H2-Lobbyisten meist als gegeben voraussetzen, statt sie aktiv mit aufzubauen) nicht vorhanden sind - so lange wird sich am Anteil des Elektrolyse-H2 bei der Gesamterzeugung nichts grundsätzliches ändern. Da müsste sich CO2 /Erdgas /Kohle schon massiv verteuern ...


    Aber Elektrolyseure "mit einigen hundert Stunden Betriebsdauer im Jahr" können sich unter marktwirtschaftlichen Bedingungen nie "lohnen" /wirtschaftlich arbeiten.

    Physik, Chemie und Ökonomie lassen sich halt nicht betrügen.

    EEG-PVA: 7,65kWp, Kostal Pico 8.3 seit 11/2009
    Insel-PVA: 6kWp, 2xTriStar MPPT60 +PIP2424MSX+Staplerakku
    Hotzenblitz, Stromos, ...(Überschussverwerter)
    Datensammler bei "Jäger im Detail"
    Kaiserlicher Jäger-König:89(D:13,T:3,Q:1)

  • @Litholas.......lass mich kurz rechnen .....6 Stunden täglich.......30 Tage pro Monat.....April-oktober.....6 Monate sind.....irgendwo 1000 h damit schon mal Faktor 10 höher als die oben genannten 100 h .......das bei Stand jetzt.....

    Soll ich jetzt nochmal unsere Zubauraten in SH nur für WKA rausholen......

    Nein wollt ihr ja immer nicht hören

  • Sag doch mal was zu dem Grund warum bei dir 10 von 12 WKA heute nicht gelaufen sind.

    11/2016 Ioniq electric - 07/2018 29 x 320Wp QCells Duo - Kostal Piko BA - BYD 7,7 kWh

  • @Litholas.......lass mich kurz rechnen .....6 Stunden täglich.......30 Tage pro Monat.....April-oktober.....6 Monate sind.....irgendwo 1000 h damit schon mal Faktor 10 höher als die oben genannten 100 h .......das bei Stand jetzt.....

    Nicht Stand jetzt, sondern...

    daran werden wir uns gewöhnen müssen.


    Natürlich müssen die Zeiten von EE-Überschüssen zunehmen, bis dies irgendwann mal viele Tausend Stunden im Jahr sind und wir tendenziell von dem hier sprechen können:

    Eher wird man m.M.n. in der Zukunft Elektrolyseure dauerhaft laufen lassen und bei Erzeugerflauten /hoher Stromnachfrage den Betrieb zeitweise drosseln.


    Klar ist aber auch, dass grüner Wasserstoff niemals ein echtes Schnäppchen sein wird, womit sich das elende Gerede von Wasserstoff im Transport- oder privaten Wärmesektor auch für die ferne Zukunft disqualifizieren sollte. Der stoffliche Bedarf an Wasserstoff wird natürlich nicht mehr fossil erzeugt werden dürfen und dementsprechend teurer kommen als heute, so dass nach den Gesetzen der Marktwirtschaft die Nachfrage nach Wasserstoff sinken wird.


    Gleiches gilt für grüne Treibstoffe für den Flug- oder Schiffsverkehr. Es ist ja nicht in Stein gemeißelt, dass ein jährlicher Flugurlaub von vielen als menschliches Grundbedürfnis betrachtet wird und der Transport einmal rund um den Globus noch nicht einmal einen Euro pro Kilogramm kosten darf.


    Wir werden deutliche Einschnitte in unseren materiellen Lebensstandard und das Ablegen liebgewonnener Gewohnheiten hinnehmen müssen, fragt sich nur, welcher Grad an Unbewohnbarkeit des Planeten erforderlich sein wird, bis diese Erkenntnis auf breiter Basis um sich greift und die populistischen Menschenfänger aller Couleur endgültig in die Wüste geschickt werden. Ich fürchte, es wird sehr ungemütlich werden, bis uns mehrheitlich die Einsicht einholt.

  • Roland81 Ganz einfach......fehlende Netzkapazitäten.....

    Du hast allerdings recht das liegt in diesem Fall nicht an der fehlenden Link-Trasse sondern daran das die geplante Ostküsten-Anbindung noch nicht fertig ist.

    Möchtest du noch mehr Details?

    Diese Ostküstenanbindung wird geplant seit 2015. Damals ist man von einem Zubau x Mw bis 2023 ausgegangen. (Die genauen Zahlen müsste ich jetzt raussuchen) Dieser Zubau ist bis heute rein von der WKA Leistung doppelt so hoch ausgefallen. Nochmal betont nur Windkraftausbau bis heute doppelt so hoch wie 2015 als Planungsgrundlage genommen hat. Mittlerweile werden hier aber sogar auch PV Anlagen errichtet. Bedeutet wenn sie dann fertig ist, ist sie wahrscheinlich schon wieder zu klein.

    Ähnlich sind übrigens die neuesten Aussagen der Tennet zur Link Trasse.

    Ich habe auch manchmal das Gefühl wir diskutieren hier, wenn es um den Netzausbau geht über ganz andere Grundlagen. Netzausbau sind nicht nur die 3-4 link Projekte, die gesamten 380-220 KV Trassen und Anbindungen gehören auch dazu bis hin zur Verstärkung der VNB. Das sollte dir als Süddeutscher, bei den PV Abregelungen in gewissen Regionen bewusst sein.

    Wenn wir eines Tages soweit sind Überkapazitäten an EE aufgebaut zu haben, können wir gerne über Abregelungen diskutieren aber solange wir immer noch fossile Kraftwerke anschmeißen, sogar Braunkohle verbrennen, weigere ich mich das zu akzeptieren. Und wenn wir dann in den Bereichen wo diese Überkapazitäten dauerhaft absehbar auftreten den nächsten Schritt gehen und in die Elektrolyse einsteigen. Die wir für die Dekarbonisierung sowieso brauchen verstehe ich so über überhaupt nichts gegen einzuwenden. Wenn es dann noch über private Invest wie im Fall Neumünster geschieht, dann ist doch alles richtig.

  • Eben. Lokales Problem. Lässt sich vor Ort mit Netzausbau lösen. Da hilft Aktivität vor Ort.

    Da haben von dir oft erwähnte Strompreiszonen oder flexible Strom- oder Netzentgelte nicht mit zu tun...

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