Wasserstoff

  • Funktioniert wegen der gigantischen Transaktions- und Risikokosten nicht die du so erzeugst. Wäre volkswirtschafftlich komplett irrsinnig. Aber halt schöner Trivial/Paläoliberalismus.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Die H2 Erzeugung hat kein Effizienzproblem, nur die Verwendung.

    .. wäre mir neu...


    In diesem Fall kann (immer häufiger) vorkommender billiger (Überschuss-)Strom unter Verwendung bestehender Infrastruktur in eine langzeitspeicherbare Form gewandelt werden.

    ... Strom, bestehende Infrastruktur... gings da nicht um H2 zu CH4 Wandlung? Woher kommt das H2, aus welchen bestehenden Erzeugern? Und mit welchem Wirkungsgrad wird das da erzeugt, und mit welcher Wirtschaftlichkeit (Auslastung)?

  • Damit kann sich auch ein Elektrolyseur mit einigen hundert Stunden Betriebsdauer im Jahr lohnen.

    Weshalb sollte sich am grundsätzlichen Effizienzproblem der H2 Erzeugung durch eine etwaige Verbesserung der Weiterverwertung des Gases etwas ändern?

    In diesem Fall ist mit "Effizienzproblem" wohl vor allem die Wirtschaftlichkeit gemeint.

    Bei den heute großtechnisch hauptsächlich eingesetzte Elektrolyseverfahren (Chloralkali-Elektrolyse zur Herstellung von Natronlauge und Chlor) ist der Wasserstoff eher Nebenprodukt und der Wirkungsgrad der Wasserstoffproduktion bescheiden.

    Die H2 Erzeugung hat kein Effizienzproblem, nur die Verwendung.

    Elektrolyseure zur Wasserstoffproduktion existieren vor allem in den Medien und als Argumentationshilfe für Lobbyisten. Ca. 95% allen hergestellten Wasserstoffen stammen aus Dampfreformation (Erdgas, Kohlegas), ca. 3,9% aus der Nebenproduktion - bspw. der oben erwähnten Chloralkali-Elektrolyse und 0,5% aus sonstiger Produktion - bspw. H2 aus BioGas.

    Damit kann jeder abschätzen, wie groß der Anteil Ektrolyse-H2 an den 2 Mio. Tonnen H2 ist, die Deutschland jährlich produziert.


    Alle (seriösen) Studien, die ich kenne stellen ganz klar einen sehr deutlichen Zusammenhang zwischen Laufzeit des Elektrolyseurs und den Gestehungskosten für das H2 heraus. Denn die Elektrolyseure und auch die Anlagen zur Wasseraufbereitung kosten richtig Geld, welches erst einmal wieder erwirtschaftet werden muss.


    Die technische Effizienz mag bei neuen Verfahren zur Wasserstoffelektrolyse (-> "Kappilarelektrolyse") sehr hoch sein - ohne Chancen auf Wirtschaftlichkeit werden diese nicht eingesetzt. Für ein paar hundert Stunden im Jahr dürfte so eine Anlage ja fast nichts kosten ...

    EEG-PVA: 7,65kWp, Kostal Pico 8.3 seit 11/2009
    Insel-PVA: 6kWp, 2xTriStar MPPT60 +PIP2424MSX+Staplerakku
    Hotzenblitz, Stromos, ...(Überschussverwerter)
    Datensammler bei "Jäger im Detail"
    Kaiserlicher Jäger-König:89(D:13,T:3,Q:1)

  • Das kann und wird in einer halbwegs freien sozialen Marktwirtschaft niemals funktionieren.

    Massenhaft eingesetzt wird Technologie günstiger.

    Ja und? Auch wenn das sicher auch mal deutlich günstiger geht macht es wenig Sinn jetzt EE mit grottigem Wirkungsgrad

    in H2 zu verwandeln wenn der Strom an anderer Stelle mit wesentlich höherem WG direkt verbraucht werden und/oder fossile Energieträger substituieren kann.

    lg,

    e-zepp

  • Wir sollten so langsam begriffen haben, das Grundbedürfnisse und Kapitalismus nicht sehr gut zusammen passen.

    Wasser, Nahrung, Wohnraum, Wärme, Strom, soziale Kontakte - DAMIT ZOCKT MAN NICHT!!!!!!

    So etwas führt zu Unruhen, Spaltung und waren immer der Nährboden von Radikalismus.

  • Apropos Wasserstoff und deren Möglichkeiten der massenhaften Erzeugung, des Transportes und der Verwendung alternativ zum Erdgas.


    Hörenswert, wie ich finde. Liefert gute Fakten und Argumente bei Diskussionen.


    Luftnummer Wasserstoff? - wissenschaftspodcasts.de
    Die Erdgaswirtschaft und Teile der Politik suggerieren, grüner Wasserstoff wäre die Lösung, um Gasheizungen und den Straßenverkehr klimaneutral zu machen.…
    wissenschaftspodcasts.de

  • macht es wenig Sinn jetzt EE mit grottigem Wirkungsgrad in H2 zu verwandeln

    Woraus schließt Du, dass ich das JETZT den massenhaften Ausbau von H2-Kapazitäten sehe? Weil ich einen Vergleich mit anderen ebenfalls damals unwirtschaftlichen Technologien in der Vergangenheit gezogen habe?


    Leicht fördern, EE-Überschüsse verwerten und langsam skalieren lassen, bis wir bei ähnlichen spezifischen Kosten für die Elektrolyse angekommen sind. Weg analog zu PV und WKA.


    Bei ausreichend Überschüssen wird EE-H2 irgendwann günstiger als Fossil mit CO2-Kosten. Ab da läuft es von alleine.