Wasserstoff

  • Nun, die Eu, schreibt aber sinnvoller, was sie mit dem Wasserstoff machen will: Stahl herstellen, Chemische Industrie betreiben, eventuell Flugzeuge fliegen lassen. NICHT Häuser heizen, Autos damit fahren lassen.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Nun, das Wirtschaftministerium beschreibt es eigentlich auch recht gut:


    Geplante Verwendungsbereiche:

    1. Im Verkehrssektor: insbesondere im Fern- und Schwerlastverkehr, in der Schiff- und Luftfahrt (Stichwort „mobile Brennstoffzelle“).
    2. Als Grundstoff für weitere gasförmige und flüssige synthetische Energieträger und Grundchemikalien (unter anderem im Raffinerie- und Chemiebereich).
    3. Für emissionsarme Fertigungsprozesse in der Industrie (Stahl, Metallverarbeitung).
    4. In der Zement-, Glas- und Keramikherstellung in Kombination mit Kohlenstoffquellen (Carbon Capture and Usage CCU).

    Hätte man explizit den PKW-Verkehr ausgeschlossen, wäre der Thread vermutlich halb so lang.

    Die Reihenfolge könnte der Punkte könnte auch anders sein.


    In anderen Publikationen finden sich auch solche Grafiken :




    Quelle S 17 BMWi "Ergebnispapier Strom 2030"


    Es scheint kein kompletter Blindflug der Regierung zu sein, einen Markhochlauf zu initiieren.

    *** 21,55 kWp ** 17,5 kWh Speicher als Hobby und für die Nacht ** Zoe ***


  • Das wird sich selbstverständlich nicht rechnen. Es gibt nahe Deutschlands keine signifikanten Wassertiefen, und solche Betonkugeln im Wasser erzeugen sehr hohe Installations- und Instandhaltungskosten. Für wenige Vollzyklen im Jahr.

  • ...


    Die Verbindung nach Kapstadt wird in der vollen Länge nie benötigt werden, aber als Sommer-Winter-ausgleich kann man sich das dazu denken - aber benötigt wird das nicht Solare Winterüberschüsse gibt es bereits im südlichen Europa. Da brauche ich nur zu meiner Schwester nach Portugal schauen.


    ...


    Das Problem ist nicht die Maximalleistung, sondern die Taglänge im Winter.

  • Zum Vergleich - Deutschland plant 5 GW Elektroloyseleistung bis 2030.

    Passt doch zu den 40 GW der EU-Planung?! (Schland hat ja auch ca. ein Achtel der Bevölkerung.)


    Die von dir in #510 aus dem Tagesspiegel zitierte Machbarkeitsstudie (Australien) ist aber doch eher Comedy? Oder nicht?!? :shock:

  • Zum Vergleich - Deutschland plant 5 GW Elektroloyseleistung bis 2030.

    Passt doch zu den 40 GW der EU-Planung?! (Schland hat ja auch ca. ein Achtel der Bevölkerung.)


    Die von dir in #510 aus dem Tagesspiegel zitierte Machbarkeitsstudie (Australien) ist aber doch eher Comedy? Oder nicht?!? :shock:

    Hmm, in 510 war vo der Wasserstoffstrategie die rede. Das 3800km Kabel ist eigentlich in Singapore beschlossen und der Planungs- und Vermessungsauftrag für den Leitungsbau ist draussen. Ebenso wie das Nachbarprojekt von Mcquarie eine feste Finanzierung hat.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
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    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Na dann rechnen wir mal: (ich hoffe ich habe Fehler gemacht denn das Ergebnis wäre niederschmetternd)


    100-110MWp PV vermutlich in O-W-Aufstellung für langen Tagesbetrieb. Dazu passt die Nennung des 80MW Elektrolyseurs.

    Pro MW O-W in Westaustralien ca. 1.600MWh p.a., macht bei 100MW 160.000MWh, ergibt 2000 Vbh/a = 25% Auslastung

    Der Elektrolyseur kostet somit ca. 1.500€/kW Invest, normaler Preis (100Mio für PV, 200MioA$ = 120Mio€ für Elektroly.)


    Bei 60kWh Energieaufwand pro kg H2 ergibt sich eine Jahresproduktion von 2.666.000 kg = 2.700 to H2

    Bei 20 Jahren Betriebsdauer 54.000 to (PV hält länger, aber Elektrolyseur nicht)

    Macht bei 300Mio USD Invest für PV und Elektrolyseur einen Investpreis von 5,6Aus$/kg = ca. 3,50€/kg H2


    Das ist der reine Investpreis, ohne Zinsen, Betriebskosten für Wasser und Kalilauge, ohne Wartung, ohne Personalkosten, Leitung und Durchleitungsgebühren zum Seehafen, Tanker, Leitung und Durchleitungsgebühren vom dt. Seehafen zum Verbraucher, ... , und ganz wichtig: noch ohne Gewinnaufschlag.

    Energiesteuer müsste der Fairness halber auch noch drauf, oder alternativ für D der EE-Aufschlag beim Strompreis weg.


    Der Gesamtpreis pro kg H2 ist nicht vermittelbar.

    Was wird also gemacht werden ? Die jährlichen Vbh (Vollbetriebsstunden) erhöhen !

    Teils vielleicht mit Windstrom, aber vermutlich nach viel Rumgeheule und Lobbyarbeit überwiegend mit Kohlestrom.


    Also kompletter Unsinn. Der einzig gangbare Weg ist europäischen EE-Überschussstrom nach sinnvollem Netzausbau und dezentralen PtH-Einheiten in Elektrolyseure neben Stahl- und Ammoniumwerke zum Direktverbrauch zu geben.

    Oder diese Werke rücken in die Nähe von großen EE-Überschussstromzonen. Je nachdem was mittelfristig sinnvoller ist.

    PV 10kWp + Offgrid 140Wp
    Brauchwasser-Wärmepumpe Ariston Nuos 80, Heizungswärmepumpe Panasonic Geisha 5kWth,
    aWATTar (.de) variabler Strompreis ("Hourly"), Kia Soul EV

  • Der Elektrolyseur kostet somit ca. 1.500€/kW Invest, normaler Preis (100Mio für PV, 200MioA$ = 120Mio€ für Elektroly.)

    Die Investitionskosten sind Stand heute realistisch, wobei die Bandbreite in der Grafik auch fast die Hälfte für möglich hält. Bei PEM bräuchte es keine Kalilauge.


    Quelle S. 26 dena Hintergrundpapier "Dialogprozess Gas 2030"



    Macht bei 300Mio USD Invest für PV und Elektrolyseur einen Investpreis von 5,6Aus$/kg = ca. 3,50€/kg H2


    Das ist der reine Investpreis, ohne Zinsen, Betriebskosten .....


    Das deckt sich auch mit dem ich gefunden hab, nach o.g. Grafik wären deine 3,5 €/kg Investitionskosten umgerechnet 10,5 ct/kWh H2. Zielpreis wäre demnach um 1-3 €/kg.


    Quelle S.9 Wissenschaftliche Dienste Bundestag "Kosten der Produktion von grünem Wasserstoff"


    So wie ich es verstanden habe, ist es nicht das Ziel jetzt in die große Produktion einzusteigen, sondern zu Forschen, Entwickeln und den regulatorischen Rahmen zu schaffen um 2030 eventl. einen Marktstart zu ermöglichen.


    Unsinn wäre meiner Meinung nach nicht zu Forschen und zu Entwickeln (nun halt mit expliziter staatlicher Förderung).


    Das Stromnetz wird richtigerweise ja eh ausgebaut.

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