Wasserstoff

  • "Die Wasserstoffgesellschaft ist unausweichlich"

    Ohne Wasserstoff ist die Klimakrise nicht zu bewältigen, meint Bosch-Forschungsleiter Thomas Kropf. Die Zeit für das saubere Gas sei gekommen.


    https://www.heise.de/news/Die-…aily.2020-09-11.link.link


    ... Stimmungs mache ... will da jemand Fördergelder für's Tode Pferd? :-? wenn die Chinamänner da aussteigen, kann man sich sicher sein das es nix bringt. Die haben schnell dazu gelernt und sind effizienter bei solchen Entscheidungen ... eigentlich traurig wie Deutschland Zeit verschenkt und sich Solar von China wegnehmen ließ ... nun sind wir auch hier keine Vorreiter mehr sondern Konsumenten :saint:

    3.2018 40 x BenQ Solar Sun Vivo PM060MB2 -> 12kWp bei DN 38° mit ca. -18 ° SO

    8.2019 22 x Ja Solar JAM60s03 - 325 WP mit 22 X SE P370 + SMI35-> 7,15 kWp bei DN 10 mit ca. -18° SO

    WR 25000TL-30 mit SHM 2.0 + SBS 3.7 und BYD HV 10,2 kWh
    PVGIS - Prognose 980 kWh/kWp (für die 12 kWp)

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  • Ohne Wasserstoff ist die Klimakrise nicht zu bewältigen, meint Bosch-Forschungsleiter Thomas Kropf. Die Zeit für das saubere Gas sei gekommen.

    Leider ist Bosch nicht nennenswert in der Stahlherstellung oder der Chemieindustrie involviert, wo regenerativ hergestellter Wasserstoff zuerst Sinn macht.

    Darum versuchen die halt, auf diese Weise ein Stück vom Kuchen abzukriegen.


    Wäre für Bosch sinnvoller gewesen, nicht aus der WR-Sparte auszusteigen . . .

  • vielleicht sollte man auch energieintensive Anwendungen dahin verlegen wo die Energie am wenigsten transportiert werden muss...

    Stahlproduktion funktioniert nachweislich mit Wasserstoff - ohne Kohle - wenn man sich anschaut woher ein Deutsches Stahlwerk seine Rohstoffe bekommt - dann kann man sich fast nur an den Kopf fassen wie weit das transportiert wird.

    Dann wäre es deutlich Sinnvoller so etwas dort aufzubauen wo viel zuviel Sonne scheint... Wasserstoff somit wirtschaftlicher produziert werden kann... und man könnte die weiteren Schritte dann auch noch durch Induktionsöfen einleiten.

    Alles Techniken die es gibt - aber man müsste halt mal wirkliche Entwicklungshilfe leisten... Die dabei frei werdenden Arbeitskräfte könnten auch in der Veredelung eingesetzt werden... bzw im Aufbau von weiteren EE-Anlagen ;-)

    Hätte vielleicht auch den Vorteil das man dortige Systeme (politische) stabilisieren kann und den Menschen eine Zukunft bietet ohne in Boote steigen zu müssen.

    (wenn ich mir das selbst durchlese - könnte ich ja fast schon diese blaue Partei deren Name ich nicht schreiben will... sowohl für EE als auch für Entwicklungshilfe begeistern können? )

  • Man kann ja auch bestehende 400kV-Leitungen etwas verbreitern und damit von 2x1,4 GW auf 4x3,6GW gehen,

    Man kann die natürlich "verbreitern", nur wäre der Aufwand dafür wahrscheinlich in vielen Fällen größer als zB. einen "HGÜ-Mast" danebenzustellen. Dein "Netz" mit Singapur und Kapstadt existiert wohl eher theoretisch als in der Realität...

    Man könnte mit dem Netzausbau und mit dem EE-Ausbau aktuell unbegrenzt Gas geben, es fehlt nur am politischen Willen.

    Da stimme ich dir im Prinzip zu. (Wobei ein internationaler "politischer Wille" in diese Richtung ja eben doch eher "Star-Trek"-mäßig ist, oder nicht?)

    Bevor man einen idealen Netzzustand (weltweit) herstellt, kann man aber mMn auch Projekte in sog. "Entwicklungsländern" fördern, und damit die Produktion von ohnehin benötigtem Wasserstoff nebenbei. (Dieses "Regierungskonzept" mal außen vor gelassen...)

    Also, vom Genehmigungstechnischen ist es etwas sehr viel anderes einen zweiten MAst mit entsprechendem Abstand zwischen den trassen aufzustellen, oder einen bestehenden MAst zu verbreitern. Dabei wird zwar der MAst komplett getauscht, aber das Problem ist ja nicht das bauen, das ist eher trivial, sondern das Genehmigungsverfahren.


    Und nein, die Realität ist nicht Utopie. Das Netz existiert, du kannt daran entlanglaufen und es auf ganzer Länge inspizieren wenn Du es nicht glauben kannst. Dass es noch kräftig erweitert werden muss, ist auc richtig, aber beim umstieg auf EE stehtjedes Land vor dem Punkt, dass eine starke Verbindung zu den Nachbarn die versorung mit EE-Strom verbilligt. Entsprechend geschehen auch Netzverstärkungen.

    Die von Dir gewünschte Wasserstofferzeugung in Drittweltländern ist weit mehr Utopie, de dafür braucht man noch viel mehr Infrastruktur, die zudem den Leuten vor Ort nicht direkt nutzt. Die Leitungsverbindung nützt immer alle, sie wirkt an beiden Enden und an jedem Knotenpunkt zwischendrin. Das bringt man dann auch in den Entwicklungsländern viel leichter durch. Deswegen ist ja auch Deserttec gescheitert, wird aber nur mit anderen Bauherren und mit mehr Blick auf die lokale Versorgung doch gebaut.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Also, vom Genehmigungstechnischen ist es etwas sehr viel anderes einen zweiten MAst mit entsprechendem Abstand zwischen den trassen aufzustellen, oder einen bestehenden MAst zu verbreitern. Dabei wird zwar der MAst komplett getauscht, aber das Problem ist ja nicht das bauen, das ist eher trivial, sondern das Genehmigungsverfahren.

    Wo wir wieder beim Thema Politik sind sozusagen... :)

    Und nein, die Realität ist nicht Utopie. Das Netz existiert, du kannt daran entlanglaufen und es auf ganzer Länge inspizieren wenn Du es nicht glauben kannst.

    Irgendwie gibt es Verbindungen, klar, nur die benötigten Energiemengen ausfallsicher auszutauschen ist ja eher das Problem.

    Die von Dir gewünschte Wasserstofferzeugung in Drittweltländern ist weit mehr Utopie, [...]

    Ich wünsche mir die gar nicht, es ist mMn nur eine nicht komplett schlechte Idee, eine wie o.g. "Win-Win-Situation" zu schaffen.

    Lokale Nutzung > Überschuss in H2 z.B.

    Darf in "Drittweltländern" keine Industrie entstehen, die H2 weiterverarbeitet?

    Deswegen ist ja auch Deserttec gescheitert, wird aber nur mit anderen Bauherren und mit mehr Blick auf die lokale Versorgung doch gebaut.

    Von China? Die machen das bestimmt völlig uneigennützig dann. :/

  • Ad 1) ja, es geht im wensentlichen "nur" um politik, technisch und ökonomisch ist das Durch, aber in vielen Köpfen wird das als ganz unmöglich angesehen - das wurde ja jahrzehntelang so eingehämmert. Ich erinnere mich da an ein Papierchen eines Energietechnk Profs, der für die EE-Gegner einen nachweis geschrieben hat dass man mit Wechselstrom bei 400kV den Strom nur einige hundert km weit transportieren kann, wegen der immer weiter anwachsenden Blindleistung. Das ist als Rechenübung für Studenten ja auch ganz richtig, aber das nächste Vorlesungskapitel heist dann "Blindleistungskompensation", in dem man lernt warum in Umsapnnwerken oft die Kompensationsspulen stehen, die die Blindleistung kompensieren damit genau das nicht passiert. Das macht man seit etwa dem 1. Weltkrieg. Gemäss dieser Rechnung hätte die 1926-129 gebaute Nord-Süd-Leitung der RWE nie funktionieren düften - sie funktioniert aber seit fast 100 Jahren..... Daher bedarf es in diesem Bereich viel Aufklärung bei veielen Leuten, damit die Möglichkeiten und die Notwendigkeit des Netzausbaus endlich verstanden wird. Kernaussage ist: Netzausbau substituiert Langzeitspeicher und ist um Grössenordnungen billiger.

    Ad 2) Ja die Verbindungen gibt es, und sie weirden auch zum Energieaustausch genutzt, für die Energiewende sind diese Energiemengen noch zu klein. Es hält einen aber niemand davon ab die Energiemengen praktisch unbegrenzt zu erhöhen.

    Ad 3) Es spricht überhaupt nichts dagegen jeweils lokal Wasserstoff zu erzeugen und auch zu nutzen. Braucht man ja für die Stahlherstellung, die Chemieindustrie, etc. Es ist dann aber keine Wasserstofferzeugung rein für den Export nach D, wenn da für den Export mal was übrig bleibt ist das eher Zufall. Das ist also, abgesehen davon dass Wasserstoff erzeugt wird, eine ganz andere Art von Projekt.

    Ad 4) Nein China übernimmt das nicht, das wird von den lokalen Staaten ausgeschrieben, und da sind europäishe Firmen durchaus im Geshäft, Die Interkonnektoren werden meist bilateral ausgeschrieben. Dass dort auch China etwas verkauft ist heute normal, Aber China ist nicht federführend. China wäre da gerne federführend beim Ausbau des weltweiten Stromnetzes. Aber das ist eine andere Geschichte - und wir sollten selbst shneller ausbauen, bevor China das übernimmt.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • ibt es denn überhaupt genug "Aufstaumöglichkeiten" irgendwo um das Speicherproblem alleine mit Pumpspeichern zu lösen? :/

    Es braucht nicht unbedingt einen Pumpspeicher. Viele der skandinavischen Speicher sind beispielsweise keine Pumpspeicher, sondern im Prinzip Laufwasserkraftwerke mit großem Stausee davor. Da geht es darum die Speicher nicht anzapfen zu müssen während weiterhin von oben Wasser nachfließt und den Speicher füllt und erst dann wieder die Leistung zu erhöhen wenn sie gebraucht wird. Das ist viel günstiger wenn das die Natur macht und nicht eine Pumpe.

    Nicht umsonst legen die Kriegstreiber von rechts und ganz links (die eigentlich auch rechts sind) so grossen Wert ihre Länder Autark zu bekommen.

    Mit jemandem unter einem Dach Leben zu müssen mit dem man das beispielsweise nicht will erscheint mir nicht sonderlich erstrebenswert.

    Die H2-"Strategie" von Altmaier und .Co soll unter dem Deckmäntelchen des großen Wurfs eine Art Status Quo des "Seht her, wir machen ja was, alles wird gut, keiner muss sich gravierend umstellen, laaaangsaaaam!" wählerwirksam unters Volk sickern lassen.

    Genau das scheint die Strategie zu sein. Die Lobby arbeitet dabei im Hintergrund, in Branchen wie Automobilbau und Energiewirtschaft und bei Entscheidungsträgern. Die Arbeitnehmer, die regelmäßig damit "beweihräuchert" werden, sind für sachliche Argumentation kaum noch zugänglich.

    Stellt sich die Frage was für Deutschland a) billiger b) besser ist: Überschüsse verschenken zu müssen, oder dank gutem Netz Überschüsse günstig entgegen zu nehmen und z.B. zusätzlich in Wasserstoff zu speichern. Ich weis, ein stark vereinfachter Gedankengang, aber man sieht ja wie in dem PV Boom-Jahren sinnlos viel Geld versenkt wurde, obgleich die selbe Geldmenge jetzt viel Klimawirksamer (mehr GW pro Euro) hätte eingesetzt werden können damit im wesentlichen Planet Erde davon einen Nutzen hat.


    PS: Nein, bisher überzeugt mich H2 nicht.

    Nur 20 Prozent der deutschen Autobahnen haben ein fixes Tempolimit: Link

    Nur 8% der Unfälle finden auf Autobahnen statt: Link

  • Die 5ct/Tag stimmen für das einlagern der kwh im Pumpspeicherkraftwerk.

    Gibt es denn überhaupt genug "Aufstaumöglichkeiten" irgendwo um das Speicherproblem alleine mit Pumpspeichern zu lösen? :/

    Die Probleme liegen hier hauptsächlich im Umweltbereich. Daher möchte Norwegen nicht.


    https://taz.de/Energiewende-in-Europa/!5111153/


    vg Dietmar

    Anlage 1 : 7.85 kwp SW 55° DN45°

    Anlage 2 : 4.4kwp SW 55° DN45° und 5.4kwp NO -125° DN45° (gesamt 9.76 kwp)

    Senec-G2+ 8kwh netto (Blei) 6 J alt + 2kwh "Grundlastakku" 3Stck. Qbatteries 8DC-170 >2.5J alt

    12V 55Ah AGM "Inselchen" für Gartenhaus, Victron 350W WR, 2x50W Panel poly

    12V 28Ah Panasonic AGM für Sabo Rasenmäher

    12V 7Ah Panasonic AGM für Bilgepumpe

  • Klassische Pumpspeicherkraftwerke mit Ober- und Unterbecken sind in Deutschland ökologisch kaum noch vertretbar.

    Da gibt's noch mehr Gegenwind wie bei Strommasten und Windkraftanlagen - mit gutem Grund.


    Das Mittel der Wahl sind Kugelpumpspeicher in der Nähe von Offshore-Windparks, da werden schon sehr interessante Projekte geplant.

    https://forschung-energiespeic…umpspeicher_unter_Wasser/


    Ob sich das rechnet - keine Ahnung.