Wasserstoff

  • Wie kurzfristig Lösungen gebraucht werden, hängt ja 1:1 mit der Geschwindigkeit des EE Zubaus zusammen.

    Wenn man sich die traurigen Zubauzahlen aktuell und der der letzten Jahre anschaut, braucht es kurzfristig wenig ausser Netzausbau.



    Das kann sich aber auch schnell ändern wenn der Zubau (hoffentlich) wieder an Fahrt aufnimmt. Vor ein paar Tagen hatten wir angeblich eine negative Residuallast. Zugegeben nur ein Tag, aber die Tage werden zunehmen und dann irgendwann der Regelfall werden. Dann braucht es Lösungen, eine zusätzliche Option wäre Wasserstoff ...

    *** 21,55 kWp ** 17,5 kWh Speicher als Hobby und für die Nacht ** Zoe ***

  • Vor ein paar Tagen hatten wir angeblich eine negative Residuallast. Zugegeben nur ein Tag, aber die Tage werden zunehmen und dann irgendwann der Regelfall werden. Dann braucht es Lösungen, eine zusätzliche Option wäre Wasserstoff ...

    Moin.


    Grundsätzlich muss für eine wirksame Reduktion der Treibhausgase auf das Verbrennen von Fossilen verzichtet werden, und das schnell. Der einzige im notwendigen Zeitrahmen gangbare Weg ist der mit sofort verfügbarer Technik anzugehende Umbau der Hauptanwendungsgebiete, Wärmeerzeugung und Verkehr. Dazu bedarf es einfach nur Strom. Der wiederum wird durch den gleichzeitig erfolgenden Umbau der Energieerzeugung auf EE bereitgestellt. Wenn das gleichmäßig durchgeführt wird gibt es innerhalb der realistisch anzusetzenden nächsten 2 Jahrzehnte erstmal keine nennenswerten "Überschüsse" die wie auch immer weggespeichert werden müssten. Schnelle Regelenergiemal aussen vor, aber die muss keinesfalls Saisonal vorgehalten werden. Das Szenario auf die H2 Schiene umgelegt bedingt mindestens die doppelte Ausbaugröße bei den EE, eher die 3-fache. Dazu noch die Weiterentwicklung und Bereitstellung von Großtechnik die gerade in D ja so effizient und Planmäßig funktioniert hat, wie diverse Beispiele von Opernhäusern, Bahnhöfen und Hauptstattflughäfen gezeigt haben...


    Das "kleine" Problem dabei ist halt das die derzeitigen Großverbraucher von fossil erzeugtem H2 und die Branchen die wegen der Klimathematik auf diesen Energieträger umsteigen müssen (um noch dreckigere zu ersetzen) die Investition dazu scheuen. Daher wäre es aus deren Sicht sehr schön wenn der Staat, also wir, das alles finanzieren würden und die dabei entstehenden zeitlichen Probleme ein festhalten am derzeitigen Geschäftsmodell "leider unumgänglich machen".


    Bis dahin passiert nichts... ausser das unmengen Geld in die falsche Richtung gelenkt wird.


    Daher ja auch so "nette" Ansätze wie eine Tankerflotte oder eine H2 Pipeline aus Afrika nach Mitteleuropa... eine dicke HGÜ um in Zukunft Industrie-H2 vor Ort herzustellen würde ja eventuell den Nebenefekt haben das man garnicht so viel H2 braucht, wenn die erstgenannten Anwendungen bereits Jahrelang direkt mit Strom laufen...


    Sowasaberauch!

    Grüße,
    Klaus


    9,18 kWp 34xPlus SW 270 Mono, Symo 7.0.3M O/W 39°

    4,72 kWp 16xPlus SW 295 Mono, Symo Hybrid 4.0-3 s O 39°
    7,48 kWp 22xIBC Monosol, Symo 10.0.3M W 39°

    Weitere 5,1kWp in Selbstbauplanung - Dach voll rulez!

    ST abgebaut, Heizung Panasonic Aquarea J WP 5kW

    Elektrischer Zimmerer, und Haustechniknexialist :mrgreen:

  • Vor ein paar Tagen hatten wir angeblich eine negative Residuallast. Zugegeben nur ein Tag, aber die Tage werden zunehmen und dann irgendwann der Regelfall werden. Dann braucht es Lösungen, eine zusätzliche Option wäre Wasserstoff

    Das hat doch aktuell absoluten Seltenheitswert, auch wenn es ein paar mal im Jahr vorkommt wird halt ans Ausland verkauft. Es kommen ja noch ein paar GW an Leitungen dazu wie NordLink, NorGer usw. und der Verbrauch wird voraussichtlich auch steigen, entgegen dem was Altmaier sagt. Die Notwendigkeit hier mit H2 kurz- und mittelfristig fuer noch hoehere Last zu sorgen sehe ich im Moment nicht.

    Bei Rückfragen bitte direkt addressieren ( qwerty) oder zitieren, damit ich benachrichtigt werde.

  • Die H2-"Strategie" von Altmaier und .Co soll unter dem Deckmäntelchen des großen Wurfs eine Art Status Quo des "Seht her, wir machen ja was, alles wird gut, keiner muss sich gravierend umstellen, laaaangsaaaam!" wählerwirksam unters Volk sickern lassen.

    Genau das scheint die Strategie zu sein. Die Lobby arbeitet dabei im Hintergrund, in Branchen wie Automobilbau und Energiewirtschaft und bei Entscheidungsträgern. Die Arbeitnehmer, die regelmäßig damit "beweihräuchert" werden, sind für sachliche Argumentation kaum noch zugänglich.

    Möglichst diffus, schön jenseits der eigenen Verantwortungszeiträume, und nicht vor der eigenen Haustür soll die Illusion von der quasi mit links zu erzeugenden H2-Versorgung verkauft werden. Bis dahin brauchts nach dieser Logik dann nur noch "Übergangsweise" ein, zwei Jahrzehnte!! sprachlich schön hingebasteltes "blaues" H2, ...

    Ja, da kann einem übel werden, wenn sogar der Verbrennungsmotor plötzlich mit H2 wieder salonfähig gemacht werden soll ...

    EEG-PVA: 7,65kWp, Kostal Pico 8.3 seit 11/2009
    Insel-PVA: 6kWp, 2xTriStar MPPT60 +PIP2424MSX+Staplerakku
    Hotzenblitz, Stromos, ...(Überschussverwerter)
    Datensammler bei "Jäger im Detail"
    Kaiserlicher Jäger-König:89(D:13,T:3,Q:1)

  • KKB68 Da uns beiden das mit der Sektorenkopplung bewusst ist, betreiben wir das ja privat schon.


    Jetzt mal ganz ketzerisch: Wäre der EE Strom den wir für unsere private Sektorenkopplung verwenden nicht CO2 wirksamer an anderer Stelle, sollten wir nicht warten bis der Anteil EE höher ist? Mit was laden wir in der Dunkelheit?


    Um ketzerisch zu bleiben: Wollen wir deine Ausführung bzgl. Grossprojekten im Bezug auf den Netzausbau diskutieren?


    qwerty danke für das Wiederholen des Gesagten mit anderen Worten.


    Ich verabschiede mich mal aus den Thread, es dreht sich im Kreis und man hat eher ein Problem- als ein Lösungsbewusstsein (Wer den Thread von vorne liest weiss das ich nicht zwingend ein Befürworter der Strategie bin) Ich persönlich glaube aber, dass wir in 5 - 10 Jahren nennenswerte Überschüsse im Stromnetz haben und dann Stück für Stück auch fossile Primärenergie ersetzt wird.


    Schönes Wochenende

    *** 21,55 kWp ** 17,5 kWh Speicher als Hobby und für die Nacht ** Zoe ***

  • Verlierer sind alle anderen und dieser kleine, blaue Planet der irgendwann einmal "Dune" heißen wird. X/

    Dann spielt Frank Herberts Roman "Dune" (Davon gibts ja 6 Bände, nich nur drei ;-) gar nicht irgendwann irgendwo in irgendeiner Galaxis, sondern hier in mittelferner Zukunft...<X

    Genauer gibt es eher 10. Und irgendwann wird mal erklärt, das der Wüstenplanet durch die Einkapselung der Wasserreserven im Gewürzzyklus zum Wüstenplaneten wird bzw. am Anfang keiner ist und dann keiner mehr ist, weil *begrünt* und zum Schluss - kurz vor der Sterilisation wieder einer ist weil das Gewürz gewinnbringender als Lebensmittel ist.

  • durch die Einkapselung der Wasserreserven

    Das ist mir noch in Erinnerung. Daher ja auch der "planetare Ökologe". Lange gerätselt was seine Aufgabe auf einem Wüstenplaneten eigentlich ist.



    Genauer gibt es eher 10

    Jetzt waren Band 4 bis 6 schon etwas schwerer zu bekommen. Und (meiner bescheidenen Meinung nach) recht hart zu lesen. Gleich mal die nächsten suchen.... gibt's die in deutscher Übersetzung?

    12,6 kwp - 72 x Sunline SH-M 175
    2 SMA SB1700 + 2 SMA SB3800
    17,15 kwp - 98 x VTA M175
    2 SMA SB4000TL-20 2 SMA SB2500 1 SMA SB2100
    18 kwp - 144x Inventux mikromorph Dünnschicht
    3 x SMA SMC 5000A-11

    29,7kwp - 108 x Axitec GmbH AC-270P/156-60S

    1xSMA Sunny Tripower 25000TL-30

  • durch die Einkapselung der Wasserreserven

    Das ist mir noch in Erinnerung. Daher ja auch der "planetare Ökologe". Lange gerätselt was seine Aufgabe auf einem Wüstenplaneten eigentlich ist.



    Jetzt waren Band 4 bis 6 schon etwas schwerer zu bekommen. Und (meiner bescheidenen Meinung nach) recht hart zu lesen. Gleich mal die nächsten suchen.... gibt's die in deutscher Übersetzung?

    Ähm - lasse es lieber. Die sind vom Junior und der kann nicht besondersgut Geschichten erzählen.

    Es gibt scheinbar sogar noch mehr - aber ich habe da irgendwann aufgegeben. Vielleicht zu früh ...

  • Auch bei negativer Residuallast besteht da kein Handlungsbedarf, denn eine negative Residuallast sollte es etwa 50% der Zeit geben, immer dann wenn wir eine hohe EE-Erzeugung haben, und andere Länder eine Niedrige, und daher Strom von Uns zu Denen fliesst. Erst wenn wir mehr als 50% der Zeit eine negative residuallast haben ist die Wasserstofferzeugung fällig. Vorher baucht es "nur" den Netzausbau.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)