Wasserstoff

  • Das ist eine Frage mit vielen möglichen Antworten, die jedoch am Ende auf eine enttäuschende Antwort hinausläuft.

    Enttäuschend doch nur für die H2 Apostel. Kein Betreiber von Gasnetzen wird Riskieren das eine Leitung sehenden Auges zerreißt. Und die kompletten letzten Meilen Gasleitung austauschen? Wird auch jedes Gewinnorientierte Unternehmen größtmöglichen Abstand halten!

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  • Stimmt!

    Enttäuschend also für Politiker!

    Denen gaukelt die Energielobby eine "schnelle" einfache Lösung vor (im Eigeninteresse zu ihrem Nutzen)

    Politiker nehmen so etwas gerne auf!

    Wenn die Konsequenzen der Fehlentscheidung zu tragen sind, sind sie entweder nicht mehr im Amt,

    oder das Wahlvolk hat den Verursacher vergessen.

    Energiewende ist ein dickes Brett das zu bohren einen langen Atem braucht.

    In Zeiten von zunehmenden Popllismus

    mit dem Anspruch auf einfache Lösungen ist das dem Wahlvolk schwer zu verkaufen.

    Sind die Politiker zu dumm es zu verkaufen,

    oder ist der durchschnittliche Wähler zu faul / dumm es zu verstehen?

    Ich befürchte fast letzteres, denn alle Politiker die ich persönlich kenne sind ziemlich intelligent.

    Ab 12.07.1996 bis 24.04.2019 = 2,64 kWp

    Ab 25.04.2019 = 9,75 kWp.

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  • Es wird aber eh gemacht werden, da es die Großindustrie pudert.

    Wird ein typischer Fall von "aus den falschen Gründen etwas Richtiges machen".

    Das Richtige ist in diesem Fall die weitere Erforschung der Möglichkeiten, H2 Großindustriell ohne Beteiligung fossiler Ausgangsstoffe möglichts günstig herzustellen. Diesen H2 dann in Massen zu speichern und zu transportieren und schlussendlich effizient zu verwenden.

    Teile der Schwerindustrie werden damit Kohlenstoff ersetzen können. Und ja, es wird auch helfen, Dunkelflauten abzumildern. Ganz wird man da nicht drumrumkommen. Auch in manchen Verkehrsbereichen ist H2 sinnvoll einzusetzen. Und wenn man einen Schritt weiter geht und CH4 aus dem H2 herstellt, hat man auch keine Probleme mit dem Erdgasnetz. Auch hier ist weitere Forschung wünschenswert, um die Wirkungsgrade der Umwandlung zu verbessern.


    Letztendlich wird man etliche Milliarden in den Sand setzen, weil die exzessive Nutzung und der massive Energieimport via H2 ne Luftnummer ist. Aber die Forschung wird eben vorangebracht. Und an Geld mangelt es nicht. Sind nur Einser und Nullen auf dem Konto.


    Im Endeffekt ist die direkte Nutzung elektrischer Energie natürlich immer besser als die Wasserstoffwirtschaft. Nur in den Nischen, in denen das nicht möglich ist, ist H2 sinnvoll. Aber diese Nischen gibt es eben, und die müssen auch bedient werden. Was wie gemacht wird, kann man über den Preis regeln. Strom direkt zu verwenden, wird auf Dauer die billigste Möglichkeit sein. Und wo es nicht anders geht, muss man halt den teuren H2 nehmen, damit man überhaupt überlebensfähig bleibt. Das verhindert dann, dass man H2 auch dort einsetzt, wo es mit Strom direkt auch ginge. Man muss nur vermeiden, dass Strom künstlich noch teurer gemacht wird und H2 billiger, als es tatsächlich ist.


    Erforderlich ist natürlich der beschleunigte Ausbau von EE. Das will der Altmeyer ja gerne vermeiden und das H2 aus dem Ausland beischaffen. Das Ausland wird ihm da aber eine lange Nase drehen, die werden sich erst mal selber versorgen wollen mit ausreichend grüner Energie.

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    Kostal Piko 15 70% hart

  • Darum wäre es interessant zu wissen,ob die momentan neu verlegten Gasleitungen (von der Stadt zu den Ortschaften ( bei uns) schon zum Transport von Wasserstoff ausgelegt werden?


    Viele Grüsse

  • Kein Mensch wird in den Ortschaften Wasserstoff brauchen. Wozu denn? Wenn man dafür Leitungen braucht, dann maximal zu Industriezentren. Die Ortsnetze sind doch heute schon absehbar eine gestrandete Investition. Im Neubau ist Gas so gut wie tot, und das wird auch im Altbau kommen. Und auf je weniger Kunden sich der Unterhalt des Netzes verteilt, desto schneller werden die verbliebenen abspringen.

  • Darum wäre es interessant zu wissen,ob die momentan neu verlegten Gasleitungen (von der Stadt zu den Ortschaften ( bei uns) schon zum Transport von Wasserstoff ausgelegt werden?


    Viele Grüsse

    Nun definitiv ncht auf grössere Mengen Wasserstoff ausgelegt sind die derzeit verbauten Heizungen, die dann bei einer erhöhung des wasserstoffgehalts durchweg ausgetasucht werden müssten. Allein deswegen kann die Beimisschung entweder nur in Homöopatischen Dosen erfolgen, oder aber man muss ein Transportnetz für H2 parallel zum Methannetz aufbauen, und dann in den Verteilnetzen jeweils einzeln zumischen. Womit man dann per transportnetz relevante Industriebetriebe direkt anschliessen würde (im Ruhrgebiet gibt es ja bereits ein Wasserstoffnetz) und bei den verteilnetzen würde man es vermutlich wegen ausufernder Kosten unterlassen, und dann das Veteilnetz sterben lassen.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Die Ortsnetze sind doch heute schon absehbar eine gestrandete Investition. Im Neubau ist Gas so gut wie tot, und das wird auch im Altbau kommen.

    Nur bei uns am Rande: im natuerlich ebenfalls voellig verschleppten digitalen Infrastrukturausbau haben hier die Gasversorger einen neuen Weg gefunden, Gas in die Haushalte zu bringen.


    Die sind also die einzigen, die im laendlichem Gebiet Glasfaser verlegen, nachdem die Telekom und andere jahrzehntelang untaetig waren und kein Interesse gezeigt haben. Das gibt es aber nur im Zusammenhang mit einem Gasanschluss, den eigentlich kein Mensch braucht. Bezahlen muss man trotzdem beides. Ein Teil der Kosten wird sogar von Buergerinitiativen uebernommen. So sollte das Internet alleine schon rentabel sein, da es eine hohe Quote an Zusagen gibt. Es ist zwar teuer aber die Alternative ist ja einfach "kein Breitband" von der Telekom.


    So werden hier ganze Gemeinden, die bisher gut ohne auskamen jetzt noch "vergast".


    Und gut, solange der Unsinn noch derart gefoerdert wird, wird sicherlich noch der ein oder andere von Oel auf Gas umsteigen. Ich muesste mal in Erfahrung bringen, wie viele neue Gasheizungen daraus jetzt tatsaechlich resultieren.

    Bei Rückfragen bitte direkt addressieren ( qwerty) oder zitieren, damit ich benachrichtigt werde.

  • Kein Mensch wird in den Ortschaften Wasserstoff brauchen. Wozu denn? Wenn man dafür Leitungen braucht, dann maximal zu Industriezentren. Die Ortsnetze sind doch heute schon absehbar eine gestrandete Investition. Im Neubau ist Gas so gut wie tot, und das wird auch im Altbau kommen. Und auf je weniger Kunden sich der Unterhalt des Netzes verteilt, desto schneller werden die verbliebenen abspringen.

    Aber leider werden in meiner Nähe gerade neue Gasleitungen zu Neubaugebieten verlegt...? (Man rechnet mit mindestens 30 Gasanschlüssen)

    Genau wie qwerty es oben beschreibt läuft das ab.

    Wobei in einer anderen Gemeinde wohl schon auf WP im Neubaugebiet gesetzt wird.


    Viele Grüsse

  • Letztens die Frage: wie kann man PV in Neubaugebieten fördern... Naja wie wäre es z.B kein Gasnetz zu installieren und Außenaufstellung von Gastanks nicht zu genehmigen? Fertig.

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Frage deine Stadtverwaltung und deine Stadtwerke was dieses Unsinnsprojekt denn eigentlich soll, und wie sich das jemals rechnen soll wenn die Leute in wenigen Jahren ihre Anschlüsse wieder abmelden (CO2 besteuerung)?

    In älteren Erdgasnetzbereichen hat man ja fast 100% Anschlussquoten weil lange Jahre Erdgas schlicht billiger war als Öl (und es WP real noch nicht gab) so man denn eine Leitung hatte. Das wird man bei heute neu gebauten Netzabschnitten nie mehr Ansatzweise erreichen.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)