Wasserstoff

  • Ich wollte auch eher diejenigen ansprechen die absolut nichts vom Wasserstoff wissen wollen.

    Da fühl ich mich derzeit, für die nächsten 10-20 Jahre - angesprochen...zu mindest was Verkehr, Speicherung, Wärme angeht.

    Ich gehe jedoch stark davon aus dass diese noch gut nach oben gehen wenn die Technik verstärkt gefördert und eingesetzt wird.

    Woher der Optimismus? Wo siehst du konkret Potential beim WG?

    Wie kommt es dass du erst in 10-20 Jahren etwas von Wasserstoff wissen willst und nicht jetzt schon? Was lässt dich jetzt noch zweifeln was es dann nicht mehr gibt?


    Der Optimismus kommt daher dass es bis jetzt immer Fortschritte in der Technik geben hat wenn es notwendig und die Zeit dafür reif war. Bei den aktuell zugegebenermaßen noch etwas niedrigen Wirkungsgraden ist einfach noch ein gutes Stück Luft nach oben. Siehe Beispiel PV-Module. Da werden heute, 20 Jahre nach Einführung des EEG, noch Fortschritte gemacht bzw. wurden enorme Fortschritte gemacht. Warum sollte es beim Wasserstoff anders sein?

  • Um auf die Wärmeversorgung durch WP zurück zu kommen. Wie gesagt, im Neubau ist es die beste Lösung, bei Sanierung so weit möglich auch. In dicht besiedelten und hoch bebauten Gebieten ist es nicht so einfach. In Innenstädten können Erdsonden nur schwer gesetzt werden und die luftgekühlten sorgen oft für Überschreitungen der Lärmschutzauflagen. Habe das schon öfter bei Planungen mitbekommen. Ein Hochhaus mit 50+ Stockwerken mit Wärmepumpe heizen Stelle ich mir sehr schwer vor.

    Ist Dir schon mal aufgefallen in welchen geografischen Regionen Großstädte üblicherweise liegen? Was so die Mindestvorrausetzungen dafür waren das sich größere Ansiedlungen bilden konnten? Kleiner Tip es ist eine ganz simple Resource: Wasser. Und jetz Überlege was in einem dicht bebauten Umfeld wohl die sinvollste Möglichkeit ist Wäme / Kälte bereitzustellen ohne das jeder "Block" ein eigenes "Kraftwerk" betreiben muss: Stromleitungen und ein Heizwasser / Kaltwassernetz. Also wieviel Energie kann man dem Rhein, der Elbe, der Spree etc. entnehmen wenn man sie nur um 1°C abkühlt ...

    Gruß Matthias

    Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.
    5 kWp Solarworld / SMA

  • Also in dicht und hoch bebauten Innenstädten dominiert weit., weit die Fernwärme, da gibts fast keine Öl- oder Gasheizungen. Dort könne man mit Grösswärmepumpen arbeiten, wobei man die Temperaturen im Netz von ca. 90-130° im Vorlauf auf etwa 60° senken sollte, dann läuft das prima. In der Scheiz setzt ma in solchen Fällen aber auch gern mal ne einzelne Bohrung, die dann aber auch mal 1000m tief wird. Womit man dann die Flächenheizungen ohne WP warm bekommt- und mit WP sehr effizient heizen kann.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)


  • Du hast dich offensichtlich noch nie mit Wasserstoff beschäftigt. Wasserstoff Pipelines und Netze sind Standardtechnik. Und Wasserstofftankstellen gibt es mittlerweile fertig zu kaufen.


    Die Kalkulation sieht ungefähr so aus:


    2,0 €/kg H2 Produktion im Süden per PV

    0,5 €/kg Pipeline

    0,8 €/kg Wasserstoffnetz innerhalb Deutschland

    ------------------------------------------------------------------

    3,3 €/kg H2 in Deutschland an der Tankstelle


    Ein H2 Auto braucht ca. 0,8 kg/100km H2

    3,30 €/kg * 0,8 kg/100km = 2,64 €/100km


    Elektroauto Strom ab Steckdose

    17 kWh/100km * 0,25€/kWh = 4,25 €/100km


    Nochmal untereinander damit es deutlich wird:

    Wassesrtoffauto H2: 2,64 €/100km

    Elektroauto Strom: 4,25 €/100km


    Wer glaubt das BEV hätte bereits gewonnen und das Wasserstoffauto keine Chance, der hat es noch nicht kapiert.

  • Moin Windradler,


    die Geschichte mit den Äpfeln und den Birnen ist Dir bekannt?


    Du vergleichst nach meiner Interpretation den H2-Nettopreis (ohne alles bis auf das Netz) mit dem Strom-Bruttopreis (EEG-Umlage, diverse kleinere Umlagen, Stromsteuer, MwSt., Vermarkungskosten, Gewinne der Vertreiber).


    Mach doch den Vergleich noch mal, diesmal aber bitte für den Börsenstrompreis+Netzentgelte. Was dann auf den jeweiligen Energieträgerpreis noch oben drauf kommt ist ein rein politisches Thema. In der Zukunft werden sich die Preisbestandteile von EE-H2 und EE-Strom sicherlich noch mehrmals ändern und Anlass für heftige Debatten sein.


    Viele Grüße

    crink

  • Wir waren hier irgendwie schon weiter. Oder die Diskusssion verläuft nach dem Motto "es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht in jedem Thread".


    Vielleicht machen sich die Neuen, die hier überfallartig den Windkraftthread zu einem Wasserstoff- und BEV-Thread machen, Binsen, und Allgemeinplätze verbreiten (Danke an ragtime für den "Container Eulen" :)), und postulierte Meinungen bekämpfen, die ich hier nirgends sehe, erst mal die Mühe, ein bisschen zu lesen, auch in anderen Threads. Diese Grundaggresivität gegen alles und jeden auf den letzten Seiten ist recht unschön.


    Im Wasserstoffthread habe ich z.B. mal einige Fakten zu den physikalischen Eigenschaften von H2, dessen Erzeugung, Lagerung und Transport zusammengetragen, die sich durch keinen Fortschritt der Welt verändern werden.

  • Wer glaubt das BEV hätte bereits gewonnen und das Wasserstoffauto keine Chance, der hat es noch nicht kapiert.

    Wer meint, ein Wasserstoffauto hätte ohne Batterie eine Chance, der hat nicht kapiert wie sehr sich BMW mit dem H2-Zwölfzylinder blamiert hat.


    Wer meint, ein Wasserstoffauto mit Brennstoffzelle hätte ohne Batterie eine Chance, der hat nicht kapiert dass der Akku für kurzzeitige hohe Leistung und vor allem für die Rekuperation unverzichtbar ist. Daher braucht man die Brennstoffzelle nur, um auf sehr langen Strecken oder in Lieferwagen, LKW usw. den Akku nachzuladen, mit konstant 20 bis 30 kW, wodurch die BZ wesentlich günstiger und kompakter wird als wenn man 100 kW oder mehr verbauen muss - und übrigens auch kühlen.


    Und dann noch die Tanks. Für H2 braucht man entweder Behälter für tiefgekühlten verflüssigten H2 (wie früher im BMW), oder eben Zylinder für hochkomprimierten 700 bar H2. Alles platzraubend, schwer, teuer. Dagegen kann man Methanol ganz regulär als Flüssigkeit tanken, wie Benzin bzw. E85. Allerdings kommt dann CO2 aus der Direktmethanol-BZ, was für viele ein KO-Kriterium ist, auch wenn das Methanol erneuerbar hergestellt wurde, P2L oder Bio.


    Daher ist die Frage: was wird sich als Reichweitenverlängerer bei Langstrecken-BEV bewähren, technisch, ökonomisch, ökologisch? Ein Kolbenmotor mit Atkinson-Zyklus wie bei den Japan-Hybriden, befeuert mit Benzin, E85, Methanol oder einem Gas? Ein kompakter Wankel? Mikro-Gasturbine? Oder doch Brennstoffzellen?

    Smart Electric Drive EZ 2013 mit 17,6-kWh-Akku (SOH ca. 90%) und 22-kW-Lader (ausgetauscht)

    Solmate G mit vier Modulen (zwei Ost, zwei West) und Minispeicher

    Für 1 Liter Kraftstoff an der Tankstelle wurden ca. 1,6 bis 2 kWh Energie verbraucht, größtenteils als Brennstoff und in der Raffinerie. Wer von "42 kWh Strom" redet hat keine Ahnung und plappert Fehler nach!

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    Um auf die Wärmeversorgung durch WP zurück zu kommen. Wie gesagt, im Neubau ist es die beste Lösung, bei Sanierung so weit möglich auch. In dicht besiedelten und hoch bebauten Gebieten ist es nicht so einfach. In Innenstädten können Erdsonden nur schwer gesetzt werden und die luftgekühlten sorgen oft für Überschreitungen der Lärmschutzauflagen. Habe das schon öfter bei Planungen mitbekommen. Ein Hochhaus mit 50+ Stockwerken mit Wärmepumpe heizen Stelle ich mir sehr schwer vor.


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    Dicht besiedelte Gebiete sind perfekt geeignet für Niedertemperatur-Fernwärme/Fernkälte. Da holt die WP die gewünschte Wärmeenergie aus dem Transportmedium - oder gibt sie daran ab. Und das Transportmedium kann über Luft- und Erdwärmetauscher temperiert werden.

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    2,0 €/kg H2 Produktion im Süden per PV


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    Man kann also Wasserstoff durch Elektrolyse aus EE-Strom erzeugen, und die kumulierten Kosten von Strom plus Elektrolyse mit 20% Verlust betragen 6ct/kWh. Aber der Strom ohne Verlust und Elektrolyse kostet 25ct.


    Kann es sein, dass es Interessenverbände gibt, die aus irgendwelchen Gründen unbedingt eine Wasserstoffwirtschaft wollen, obwohl das viel aufwändiger ist als eine reine Elektrizitätswirtschaft? Denen ihre persönlichen Interessen so wichtig sind, dass ihnen die enorme volkswirtschaftliche Verschwendung mehr oder weniger egal ist?

  • Kann es sein, dass es Interessenverbände gibt, die aus irgendwelchen Gründen unbedingt eine Wasserstoffwirtschaft wollen, obwohl das viel aufwändiger ist als eine reine Elektrizitätswirtschaft? Denen ihre persönlichen Interessen so wichtig sind, dass ihnen die enorme volkswirtschaftliche Verschwendung mehr oder weniger egal ist?



    JA

    12,6 kwp - 72 x Sunline SH-M 175
    2 SMA SB1700 + 2 SMA SB3800
    17,15 kwp - 98 x VTA M175
    2 SMA SB4000TL-20 2 SMA SB2500 1 SMA SB2100
    18 kwp - 144x Inventux mikromorph Dünnschicht
    3 x SMA SMC 5000A-11

    29,7kwp - 108 x Axitec GmbH AC-270P/156-60S

    1xSMA Sunny Tripower 25000TL-30