Wasserstoff

  • Es ist schwierig, die Verbräuche von Zügen zu erfahren.


    Aber Züge haben einen deutlich geringeren passagierspezifischen Luftwiderstand und einen geringeren passagierspezifischen Rollwiderstand als PKW - die sollten sich deutlich besser mit Akkumulatoren betreiben lassen als PKW.

  • Aber Züge haben einen deutlich geringeren passagierspezifischen Luftwiderstand und einen geringeren passagierspezifischen Rollwiderstand

    Das gilt aber nur, wenn sie voll besetzt sind. In der Realität brauchst du im BEV weniger pro Person und km.


    Aber sag doch mal, was für Speicherpreise nimmst du für diese Szenarien an?

  • Ich glaube manche übertreiben es ein wenig mit ihrer Ablehnung von Wasserstoff. Man kann einerseits klar sagen dass es im PKW-Bereich Unsinn ist und trotzdem sinnvolle Anwendungsgebiete dafür sehen in Nischen die eben schwer oder schlicht unmöglich zu elektrifizieren sind. Und Flugzeuge werden nicht mit Batterien über den Atlantik fliegen, das geht sich selbst bei den optimistischten Annahmen um den Faktor 10 nicht aus. Vielleicht auf der Kurzstrecke in 10-20 Jahren.

    Na da irrst du dich glaub ich wenns um Elektrisches Fliegen geht. Laut Elon Musk reicht eine Speicherdichte der Akkus von 500 Wh/kg damit Flüge von der Westküste zur Östküste der USA möglich sind. Und das sind immerhin ~4000km.

    Die 500Wh sollten in den nächsten Jahren (vermutlich so ab 2025) erreicht werden.


    Hier ist nen englisches Videos in dem die über Elektisches Fliegen & Batterietechnik allgemein reden

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  • Es ist schwierig, die Verbräuche von Zügen zu erfahren.

    Aber Züge haben einen deutlich geringeren passagierspezifischen Luftwiderstand und einen geringeren passagierspezifischen Rollwiderstand

    Das gilt aber nur, wenn sie voll besetzt sind. In der Realität brauchst du im BEV weniger pro Person und km.


    Aber sag doch mal, was für Speicherpreise nimmst du für diese Szenarien an?


    Ich nehme überhaupt keine Speicherpreise an. Weisst Du wie teuer das Oberleitungsnetz ist?

  • Nein, weiß ich spontan nicht, aber ich bin mir sehr sicher, dass es Stand heute wesentlich billiger ist als Speicher für alle Züge. Deswegen frage ich dich ja, welche kommenden Veränderungen du da annimmst, wenn du solche Zukunftsvisionen zeichnest. Ich will dich nicht angreifen oder bloßstellen, ich will nur deinen Gedanken verstehen. Oder denkst du dabei gar nicht an Ökonomie und Rohstoffverfügbarkeit und spekulierst nur ins Blaue?

  • Es war eigentlich Intuition. Die Oberleitungen verbrauchen nicht nur Material, sondern auch Raum, und stellen eine erhebliche Gefährdung dar.


    Jetzt hab ichs mir genauer angesehen - die Fahrdrähte z B haben 120mm² und bestehen aus Kupfer. Pro 10.000km Leitungen (die Länge des Streckennetzes beträgt 33.000km) macht das etwa 8000t Kupfer aus. Dem gegenüber stehen 1200 Lokomotiven. Auf eine Lokomotive kommen dabei also allein schon 6,7t Kupfer. Und der Verschleiss an Kupfer dürfte erheblich sein.


    Dazu kommt ein Mehrfaches an Stahl und Beton. Ausserdem benötigt ein so ausgedehntes Leitungsnetz sicherlich sehr viel Wartung.


    Dem gegenüber würden die Aufwände für etwa 2000 Akkumulatoren von etwa 50 bis 100 Tonnen stehen. Und zehntausende Akkus von einigen Zentnern. Damit würden allerdings gleichzeitig eine Menge dieselgetriebene Schienenfahrzeuge ersetzt.

  • die Dinger sind doch zumeist Dieselelektrisch? Diesel raus, Akku rein, fertig. Nicht optimal aber wenn Oberleitung nunmal zu teuer oder was auch immer ist.

    Die ganzen Anhänger elektrifizieren hört sich dagegen nach einer Mammutaufgabe an. Warum habe ich nicht verstanden wenn es auch ohne geht.

  • die Dinger sind doch zumeist Dieselelektrisch? Diesel raus, Akku rein, fertig. Nicht optimal aber wenn Oberleitung nunmal zu teuer oder was auch immer ist.

    Die ganzen Anhänger elektrifizieren hört sich dagegen nach einer Mammutaufgabe an. Warum habe ich nicht verstanden wenn es auch ohne geht.


    Dadurch sind die Dinger selbstfahrfähig, und in die Lokomotive müssen nicht so starke Motoren. Die Traktion der Antriebsräder ist viel besser, und der Schlupf der Antriebsräder ist viel geringer, was die Schienen und die Räder schont. Ausserdem hat dann jeder Waggon eine eigene autarke Stromversorgung.


    Die Kurvenradien können wahrscheinlich geringer sein. Und man spart die Rangierlokomotiven ein.