Wasserstoff


  • Wieso denn? Was verursacht denn hohe Fixkosten beim Elektrolyseur?


  • Wieso denn? Was verursacht denn hohe Fixkosten beim Elektrlyseur?

    Der Elektrolyseur :)


    Nein, der Elektrolyseur sind 2 Elektroden und bisschen drumrum, der kostet fast nix.

  • Nein, der Elektrolyseur sind 2 Elektroden und bisschen drumrum, der kostet fast nix.

    Du stellst dir das ein bisschen einfach vor. Dazu braucht es schon etwas mehr. Angefangen von der Wasseraufbereitung, den Edelmetallelektroden, der Membran, Gasreinigung, Hochdruckverdichter, Speicher, eine Halle, technisches Personal, ....

  • Nein, der Elektrolyseur sind 2 Elektroden und bisschen drumrum, der kostet fast nix.

    Du stellst dir das ein bisschen einfach vor. Dazu braucht es schon etwas mehr. Angefangen von der Wasseraufbereitung, den Edelmetallelektroden, der Membran, Gasreinigung, Hochdruckverdichter, Speicher, eine Halle, technisches Personal, ....


    Das sind fast alles Initialkosten. Wegen dem Zeug ist es egal ob die 80.000 Vollaststunden in 20 Jahren zusammenkommen oder in 1000 Jahren.

  • Wenn du der Meinung bist, dass Initialkosten keine Rolle spielen, dann kannst du dir ja gerne einen Elektrolyseur hinstellen und die Investition über 1000 Jahre abschreiben. Viel Spaß bei der Finanzierung.

  • Laut Potentialstudie Wasserstoffwirtschaft, rechnet man bei 10 Jahren Nutzungsdauer mit diesen Preisen:

    Bei 500h/a Auslastung und kostenlosem Strom:

    24€/kg = 0,72€/kWh (heutige Elektrolysekosten)

    15€/kg = 0,45€/kWh (Eletrolysepreis 2030)


    Bei 4000h/a Auslastung und 3ct/kWh Strompreis:

    4€/kg = 0,12€/kWh (heutige Elektrolysekosten)

    3€/kg = 0,09€/kWh(Eletrolysepreis 2030)


    Wenn man die Wärme noch verwerten kann, wird es etwas günstiger. In diesen Preisen sind aber auch noch keine Logistik und keine Steuern enthalten. Damit der Wasserstoff nicht zu teuer wird, müssen die Anlagen also möglichst lange produzieren, Überschüsse aus PV und Wind lassen sich damit nicht günstig speichern.

    Man kann auch gut sehen, dass es sich zukünftig nicht lohnen wird, Häuser mit Wasserstoff zu beheizen oder damit Auto zu fahren, der Wasserstoff ist viel zu teuer. Wenn sowieso fast immer genug EE-Strom im Netz ist, um Wasserstoff herzustellen, ist es viel besser damit direkt eine WP zu betreiben oder ein E-Auto zu laden.

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE,

    Nibe F1155-6 mit RGK im sanierten Altbau von 1909

  • Wenn du der Meinung bist, dass Initialkosten keine Rolle spielen, dann kannst du dir ja gerne einen Elektrolyseur hinstellen und die Investition über 1000 Jahre abschreiben. Viel Spaß bei der Finanzierung.


    Initialkosten fallen nur am Anfang an. Auf Dauer wichtig für die angestrebten jährlichen Volllaststunden sind die mittleren jährlichen Fixkosten.


    Wenn man am Anfang gerne 4000 VLH/a möchte um die Initialkosten zu amortisieren, dann lässt man eben 10GW mit 4000 VLH/a laufen, und nach und nach 100 oder 200 bereits amortisierte GW für 1000VLH/a. Die 2000TWh Windkraft und Solarstrom werden ja nicht in 10 Jahren zugebaut.


    Und ansonsten gibt es noch die ein oder andere Möglichkeit, die Initialkosten anders aufzubringen als über den Verkauf von Wasserstoff in den ersten 10 Jahren.

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    Man kann auch gut sehen, dass es sich zukünftig nicht lohnen wird, Häuser mit Wasserstoff zu beheizen oder damit Auto zu fahren, der Wasserstoff ist viel zu teuer. Wenn sowieso fast immer genug EE-Strom im Netz ist, um Wasserstoff herzustellen, ist es viel besser damit direkt eine WP zu betreiben oder ein E-Auto zu laden.


    So sieht das aus. Natürlich wird Wasserstoff in der chemischen Industrie benötigt, insbesondere für Stickstoffdünger. Aber erstens spielt der Wasserstoffpreis da in der Regel keine so entscheidende Rolle, und zweitens kann Stickstoff auch anders in den Boden gebracht werden.


    Allerdings wird Wasserstoff im öffentlichen Diskurs benutzt, um Wärmepumpen- und IR-Heizungen, E-Mobilität und Netzausbau zu verschleppen.