Wasserstoff

  • Das Gerät erzeugt aus derm H2 im Erdgas Strom, der Rest an brennbarem Gas wird verheizt im Brennwertkessel.

    Das hast du glaub ich falsch verstanden.

    Das ist ne Brennstoffzelle mit Brennwerttherme zur Spitzenabdeckung. Der H2 wird aus dem Erdgas reformiert.

    11/2016 Ioniq electric - 07/2018 29 x 320Wp QCells Duo - Kostal Piko BA - BYD 7,7 kWh

  • Ja, gibt es schon seit wenigstens 3...4 Jahren. Ist aber (mir!) noch zu kostspielig und man bekommt Null Auskunft, wie lange das wichtigste und warscheinlich teuerste Teil, die Hochtemperatur-Polymembran (HTPEM), durchhält.

    Ob es überhaupt eine Zukunftschance gegen die Wärmepumpen-Technik hat? Bei einem Preis zwischen 15 ... 22 T€ habe ich so meine Bedenken...

    Claus

  • Ist aber (mir!) noch zu kostspielig

    Es ist nicht nur sehr teuer, sondern meines Erachtens auch noch vollkommen sinnlos, da es zumindest teilweise erneuerbar hergestellten Strom durch fossile Energie ersetzt. Das ist ein Versuch der Gaslobby, irgendwie modern zu wirken, und investitionsbereite und schlecht informierte Idealisten abzuzocken. Letztendlich ist es nur ein weiterer Schritt in die fossile Sackgasse. Dazu kommt, dass man zwangsläufig noch eine recht große Batterie dazu installieren muss, da die elektrische Leistung zwar dauerhaft anliegt, meist aber um oder unterhalb von 1 kW liegt. Die Wärme ähnlich. Da das im Winter natürlich vorne und hinten nicht reicht, wird dann noch ein Brennwertkessel zugeschaltet, und die 100% fossile Versorgung in Strom und Wärme ist perfekt.


    Also lieber Claus, bitte streich das "noch" aus deiner Aussage und lass es besser bleiben.

  • Elcore gibt es nicht mehr.

    Danke für die Info!

    Viel gute Bewertungen haben die nicht bekommen! Da sind einige Nutzer ganz gewaltig auf die Nase gefallen.


    Z.B.

    "Jedoch ist meine Brennstoffzelle nie gelaufen, da diese seit Anfang an nur defekt war. Bevor es zu einer Reparatur kam ist die Firma elcore Insolvent gegangen und seid dem sitze ich auf einer defekten Brennstoffzellenanlage."


    Claus

  • Dachte du hast deinen Link gelesen:

    Den Rahmen, in dem diese Restaurationspolitik als Gesetzeskonstrukt formuliert wird, bildet das sogenannte öffentliche Netz. Dieses ist ein Relikt aus der Nazizeit, das mit dem Energiewirtschaftsgesetz von 1935 die Bildung von Energiemonopolen überhaupt erst ermöglicht hatte. Zwischenzeitlich war es 1998 durch die sogenannte Liberalisierung in seinem reaktionären Charakter entkernt worden.

    Oder Worte wie "Netzoligarchen" ... Solche Formulierung lassen dich nicht zusammenzucken?

    Natürlich habe ich diesen Blogbeitrag /Kommentar gelesen und fand ihn sehr treffend formuliert.

    Wenn natürlich das Energiewirtschaftsgesetz von 1935 nicht die Basis für die Bildung der Großkonzerne von Energieversorgern /Netzbetreibern wäre, dann wäre die Formulierung natürlich schon fragwürdig.

    Dazu müsstest Du aber die Behauptung widerlegen.

    Bis dahin lassen mich solche Formulierungen zu historischen Zusammenhängen in einem Blogbeitrag /Kommentar nicht zusammenzucken.

    Allerdings war für mich vor allem die Darstellung der aktuellen Fakten und Zusammenhänge im Beitrag wichtig.


    Siehst Du die Netzbetreiber mit ihrem risikolosem Geschäft und der staatlich garantierten Rendite etwa als gesellschaftliche Wohltäter? Herrschen für Dich im Energiesektor marktwirtschaftliche Prinzipien oder eher oligopole Strukturen ?

    Wer glaubst Du wohl, hat die Politik zur breiten Einführung der Smartmeter oder zu den für die heutigen PV-Betreiber ungünstigen (EU-Recht widersprechenden!) Anschlussregelungen gedrängt?

    Wenn wir (sauberen) Wasserstoff wollen - brauchen wir möglichst viel (inländischen) EE-Strom.

    Schreibt ja u.a. auch Agora in der von Dir verlinkten Studie.

    Den Widerspruch zu den aktuellen pol. Entscheidungen darfst Du mir gern auflösen.

    Ich kann es nicht.


    Mich lassen also die aufgezeigten Fakten, die Du geflissentlich ignorierst, eher erschauern.

    Diesen Beitrag sollten m.M.n. möglichst viele hier im PV-Forum lesen und durchdenken, und sich überlegen, wie es wohl für sie selbst weitergeht wenn die sicheren EEG-Jahre vorbei sind - für die eigene PV (oder gar WKA) - also die dezentrale, bürgernahe Energiewende.

    Leider bist Du auf meine entsprechende Nachfrage nicht eingegangen.


    Was hab ich unterstellt ausser, dass es neben der von dir erwähnten Lobby auch andere sehr fundierte Meinungen (Fraunhofer, Argora, ... ) zu Wasserstoff gibt?

    Du hast mit Deiner Antwort den Studien von Agora / Fraunhofer unterstellt, dass diese dem Wirkungsgrad /der Effizienz von Wasserstoff ("bei 100% EE-Stromversorgung") keine /eine geringe /eine untergeordnete Bedeutung zuweisen würden.

    Denn genau darum ging es in meiner Antwort an 123Solar - um nichts anderes.

    DAS ist ganz schlicht falsch und ich habe es Dir aufgezeigt.


    Es ist recht häufig die Argumentation der "Wasserstoff-Lobby", dass Effizienz durch die Nutzung von EE nachrangig würde.

    Die Nutzung von EE rechtfertigt nie Energieverschwendung!

    Genau das ist es aber, wenn man Wasserstofftechnologien in Bereichen einsetzt, in denen es bessere /ökologischere /nachhaltigere Lösungen gibt - also i.d.R. effizientere Lösungen.

    EEG-PVA: 7,65kWp, Kostal Pico 8.3 seit 11/2009
    Insel-PVA: 6kWp, 2xTriStar MPPT60 +PIP2424MSX+Staplerakku
    Hotzenblitz, Stromos, ...(Überschussverwerter)
    Datensammler bei "Jäger im Detail"
    Kaiserlicher Jäger-König:89(D:13,T:3,Q:1)

  • Hallo Joe-Haus,


    mein Eindruck ist, das 42kb, wir selbst und auch andere Betreiber mit noch langer EEG-Rest-Laufzeit im Gegensatz zu Euch frühen PV-lern diesen Aspekt "des aus dem Markt drängen" funktionaler, aber eben nicht mehr mit Einspeisevergütung versehenen Anlagen einfach noch nicht so klar vor Augen haben, da es eben nicht die eigene Anlage betrifft!


    Aber klar, dass die großen (Erzeuger-) Konzerne die Macht wieder verstärkt in ihre Hände bekommen wollen, ist einleuchtend und folgt dem Prinzip der Zerstörung kleinteiliger Wirtschaftsstrukturen.


    Und gemäß "Teile und Herrsche" wird dann eben z.B. der "privilegiert PV-Ler mit EFH, Elektroauto und Speicher" gegen die "Rentnerin in der Mietwohnung" ausgespielt. Oder der Neid auf die "Frühen PV-Ler mit den 50 ct-Einspeisevergütung" geschürt. Ja, und auch auf "Solidarität", die "Kostenbeteiligung am Netz" und "Gerechtigkeit" wird gepocht, damit ausreichend Zwietracht unter Menschen gesät wird, die aber sehr viel mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede aufweisen.


    Gruß


    ElektroZW

  • Leider bist Du auf meine entsprechende Nachfrage nicht eingegangen.

    Da Offtopic hier, keine Ahnung was Deine Frage daher soll - der EEG Thread zum EEG2021 ist woanders - kannst du gerne dort beitragen.

    Ich mach mir keine wirtschaftlichen Sorgen um meine Post-EEG-Zeit - eher ums Klima.


    Aber trotzdem

    DANKE, dass DU das alles aufgezeigt hast :thumbup:

    *** 21,55 kWp ** 17,5 kWh Speicher als Hobby und für die Nacht ** Zoe ***

  • Ich mach mir keine wirtschaftlichen Sorgen um meine Post-EEG-Zeit - eher ums Klima.

    Bei derzeit >95% H2 aus fossiler Herstellung ist Wasserstoff da zumindest keine kurzfristige Option.

    Da Offtopic hier, keine Ahnung was Deine Frage daher soll ...

    Zu schwierig für Dich?

    Ohne deutlich mehr EE als bisher kein sauberer Wasserstoff.

    Ohne sauberen Wasserstoff kein positiver Beitrag durch Wasserstoff zur Klimarettung /CO2-Senkung.


    Abschaltungen /Außerbetriebnahmen von älteren EE-Erzeugungsanlagen (PVA +WKA), weil durch den Gesetzgeber ohne wirtschaftliche Aussichten - helfen nicht gerade bei der Schaffung einer Basis für "grünen" Wasserstoff.

    Deine 21kWp PVA lassen sich weder durch Eigenverbrauch in einem Inselsystem, noch mit den derzeit beschlossenen gesetzlichen Regelungen sinnvoll weiter betreiben.

    Auch nicht mit Akku.

    Zumindest nicht maximal sinnvoll für das Klima bzw. für grünen Wasserstoff...


    Nur die Wasserstoff-Lobby (die mit Klimaschutz m.M.n. nicht wirklich etwas am Hut hat), negiert den Einfluss der Effienz /des Wirkungsgrades und redet ihn in den Medien klein. Gleichzeitig versucht man "blauen" und "violetten" Wasserstoff salonfähig zu machen.

    Solche Ansichten sollten wir m.M.n. im PV-Forum nicht übernehmen.


    Aber ich klinke mich hier aus.


    Wichtig war mir klarzustellen, dass Dein Beitrag völlig deplaziert war.

    Weder Agora Energiewende noch Fraunhofer ISE sind der Meinung, dass die Effizienz bei den Wasserstofftechnologien eine untergeordnete Rolle spielen würden - was Dein Beitrag fälschlicherweise andeutete.

    EEG-PVA: 7,65kWp, Kostal Pico 8.3 seit 11/2009
    Insel-PVA: 6kWp, 2xTriStar MPPT60 +PIP2424MSX+Staplerakku
    Hotzenblitz, Stromos, ...(Überschussverwerter)
    Datensammler bei "Jäger im Detail"
    Kaiserlicher Jäger-König:89(D:13,T:3,Q:1)