Norddach / Verschattete Module

  • Hallo,


    Ich wollte unabhängig vom Stromversorger werden, wegen der zukünftig zu erwartenden Blackouts und wegen der stets steigenden Strompreise. Ich wollte mich nicht mit den gesetzlichen Vorgaben zu neuen Einspeise-Solaranlagen herumärgern und auf keinen Fall wollte ich eine Firma beauftragen, um meine Autarkie voranzutreiben. Also habe ich meine Solaranlage selbst gebaut. Das hatte auch den Vorteil, dass ich mich während Corona nicht gelangweilt habe.

    Auf meinem Süddach ist kein Platz mehr, weil dort Photovoltaikmodule (Volleinspeisung) und Solarthermie installiert sind. Also habe ich auf dem Norddach (30 Grad Neigung) 48 Maxeon Module zu je 400 Watt installiert. Die Module liefern so um die 60-70V pro Stück. Große Abstände zu den Schatten werfenden Bauteilen habe ich nicht eingehalten, da ich die Module parallelgeschaltet betreibe. Der Vorteil gegenüber einer Serienschaltung der Module ist, dass einzelne verschattete Module sich nicht so stark auf die Gesamtleistung auswirken.


    Die Module sind in Gruppen zu je 8 Stück parallelgeschaltet, also 6 Strings zu je 8 Module. Diese Strings habe ich mit 12 Quadratmillimeter-Kabel ins Haus in den Technikraum geführt und dort weiter verschaltet, je 2 Strings an einen Insel-Wechselrichter.


    Die Module werden durch zwei Kamine und eine größere Klimaanlage verschattet, was bei Reihenschaltung sehr störend gewesen wäre, bei Parallelschaltung aber nicht nennenswert stört, da dann halt die verschatteten Module nichts zur Gesamtleistung beitragen, die unverschatteten Module aber nicht beeinträchtigt werden.


    Die Anlage ist so konzipiert, dass sie auch im Winter noch einigermaßen den Selbstverbrauch decken soll. Dadurch hat sie im Sommer natürlich viel zu viel Leistung für meinen Verbrauch (ca. 7000 kWh pro Jahr), aber das stört mich nicht. In der Übergangszeit kann ich elektrisch zuheizen, wenn ich Überschußstrom habe.

    Gerade dann, wenn man sowieso zu wenig Licht hat, z.B. bei Bewölkung, bringt die Anlage dann immer noch ausreichend Leistung für mich. Bei Wolken zählt der Wirkungsgrad der Solarmodule und die Fläche. Die Ausrichtung, also ob Nord oder Süd, ist dann egal. Und Schatten gibt es dann auch nicht, so dass alle Module die selbe Leistung bringen.

    Um das Ziel der Autarkie auch bei schlechtem Wetter zu erreichen, ist das Norddach super geeignet, der Ertrag ist gleichmäßiger als bei einem Süddach, also genau das was ich wollte.


    Ich habe die Anlage (mit 20kWh-Akkus zur Pufferung) noch nicht lange in Betrieb (1 Monat), aber bisher hat sie an jedem Tag 100% des selbst verbrauchtes Stromes souverän geliefert, die Akkus waren spätestens jeden Nachmittag voll geladen. Und das, obwohl wir nachts die Akkus zu ca. 40% leer saugen. Heute waren den ganzen Tag dunkle Wolken am Himmel, und trotzdem waren meine Akkus mittags voll. Nachmittags habe ich dann den Backofen und ein paar Herdplatten eingeschaltet um zu heizen und auszuprobieren, wieviel Leistung die Solaranlage (Norddach, dunkle Wolken, 20kWPeak) sogar bei diesen widrigen Bedingungen bringt, es waren ca. 5 Kilowatt. Nun bin ich gespannt auf den Herbst und den Winter.


    Norddächer, auch mit Verschattungen, sind also geeignet ausreichend Eigenstrom zu produzieren wenn die Fläche und der Wirkungsgrad stimmt. Die Schwankungen zwischen Sonne und Bewölkung ist auf Norddächern geringer als auf Süddächern.


    Ich bin begeistert!


    ...Klaus

  • oh man....

    Das mit der Reihen und Parallelscjaltung kann man so pauschal nicht sagen. Nur wenn das richtig macht ist, ergibt das Sinn.


    Wieso soll es denn zukünftig blackouts geben? Und wegen der steigenden Strompreise erzeugst du dir jetzt für 50 cent/kWh den Strom selbst?

    Was läuft denn alles nachts bei dir, dass du den Riesen Akku so leer saugst? Frei dich mal auf den Winter wenn der Akku trotz großer Anlage nicht voll wird.

  • Magst du die Anlage mal mit ein paar Bildern (Dach, Batteriespeicher etc.) vorstellen?


    Würde mich und bestimmt auch andere interessieren.


    Speicher selber gebaut? 20KWh ist ja schon mal eine schöne Grösse ...


    Kosten wären natürlich auch interessant.

  • Kosten: 40k€









  • Das ist von allem was ich bisher gesehen habe die größtmögliche Geldverschwendung. Punkt.


    Welche Blackouts? Warum defizitärer Speicher? Warum keine Überschusseinspeisung?


    Anders: Wie soll sich diese Anlage jemals ökologisch und ökonomisch rechnen? =O

    43 x Canadian Solar KuPower CS3K 295Wp Poly, SMA STP10.0-3AV-40, 21 x Ausrichtung 85°Az, Dachneigung 28°, 22 x Ausrichtung -95°Az, Dachneigung 38° IBN 9/2019, 14 x Canadian Solar KuPower CS3K 305 Wp Poly, SMA SB3.0-1AV-41, 10 x Ausrichtung -5°Az, Dachneigung 0°, 4 x Ausrichtung -5°Az, Fassade, IBN 07/2009
    Renault ZOE R110 Z.E. 50 IBN 10/2019

  • also ich sehe viel Technik liebevoll mit recht viel "Kleingeld" und Enthusiasmus zusammengebaut.


    Allerdings sehe ich auch Gefahren (Brand / Kurzschluss) bei den Batterien da in Holzeinhausung.

    Genügen Abstand zu anderen Brennbaren Gegenständen? Eher nicht ...

    Sind das LiPos? Wie sollten die jemals gelöscht werden im Fall der Fälle?


    Aber trotzdem: Respekt!