Transformation des europäischen Stromnetzes für mehr Erneuerbare Energien (EE)

  • Moin, also mir nicht wirklich. Deine Meinung zum hiesigen Strommarktdesign ist bekannt und Deine egal welches Thema betreffend innigen persönlichen Kontakte und vorzüglichen Kenntnisse der lokalen Situation auch, aber eine überzeugendere These bezüglich der Ablehnung von SE als die hier von hfrik genannten und von Dir als "Quatsch und naiv" befundenen

    konnte ich da jetzt ehrlich gesagt nicht entdecken.

    Die Vor- und aber auch so manche Nachteile von mehreren Strompreiszonen sind hier ganz gut aufgerdröselt,

    so 100% positiv wie Du das siehst scheint es dann doch nicht zu funktionieren, auch nicht in Skandinavien.

    Zumindest bei mir bleibt aus diesen Erklärungsversuchen hauptsächlich hängen dass ein schneller Netzausbau gefolgt von starkem EE-Zubau allerhöchste Priorität haben. Einmal und vordringlich natürlich um die Klimaziele auch nur ansatzweise zu erreichen aber auch um "gerechte" Preise am Strommarkt zu ermöglichen, allerdings etwas längerfristig gedacht als Du es

    vielleicht bei den hohen Netzentgelten für den windreichen Norden tust.

    Und da kommt die These von hfrik wieder ins Spiel, die Ablehnung der Leitung zum Schutz der schwedischen Atomkraft

    um nicht von billigen EE aus dem Markt gedrängt zu werden. Und m.Meinung nach ist alles was AKWs irgendwo auf der Welt

    länger am laufen hält in höchsten Maße "ungerecht" weil diejenigen die letzlich dafür unerträglich teuer bezahlen müssen

    überhaupt nicht davon profitieren können - weil der produzierte Strom dann halt schlicht schon längst verbraucht ist.


    lg,

    e-zepp

  • Chance verpasst, aber die Null steht, die Schuldenbremse als Zukunftsbremse.


    Kein Geld da: Bund kann Tennet-Stromnetz nicht kaufen
    Lange wurde über den Verkauf des Stromnetzes des niederländischen Betreibers Tennet an den Bund verhandelt. Nun ist der Deal gescheitert - an der Haushaltslage…
    www.br.de


    Zitat

    Kein Geld da: Bund kann Tennet-Stromnetz nicht kaufen

    "Wir bedauern, dass die Gespräche mit der niederländischen Regierung über einen vollständigen Erwerb der Tennet Deutschland durch den deutschen Staat zu keinem einvernehmlichen Ergebnis geführt haben", sagte Wirtschaftsstaatssekretär Philipp Nimmermann in Berlin. Tennet erklärte, die Gespräche mit der Förderbank KfW im Auftrag der Bundesrepublik seien "aufgrund von Haushaltsproblemen" auf deutscher Seite "erfolglos" geblieben.


    Zitat

    Dämpfer auf dem Weg zur großen "Netz AG"

    Dies ist für die Bundesrepublik von großer Bedeutung, denn Tennet ist der größte der vier Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland und ist für große Teile der deutschen "Stromautobahnen" verantwortlich, unter anderem für einen Nord-Süd-Korridor von der Nordsee bis zur österreichischen Grenze. Das führt dazu, dass ein erheblicher Teil des Netzausbaus mit der niederländischen Regierung ausgehandelt werden muss.

    Zitat

    Habeck: "Müssen nochmal von vorne nachdenken"

    Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sagte am Rande einer Ostasien-Reise in Seoul, er bedauere, dass es nun nicht gelungen sei, Tennet, 50Hertz, Amprion und TransnetBW in einer Gesellschaft zusammenzufassen. Dies hätte den Strom in Deutschland günstiger gemacht, weil man Synergien hätte nutzen können.

    Zitat

    Grüne und DGB machen die Schuldenbremse verantwortlich

    Der Energieminister von Schleswig-Holstein, Tobias Goldschmidt (Grüne), sieht im Scheitern des Tennet- Deals sei "ein weiteres Beispiel dafür, wie sehr die Schuldenbremse zu einer Zukunftsbremse verkommen ist". Ähnlich äußerte sich Stefan Körzell, Vorstandsmitglied beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB): "Der Einstieg des Bundes bei Tennet wäre wichtig gewesen, um den Netzausbau voranzutreiben." Verantwortlich machte er das "von der FDP verursachte Haushaltschaos".

    Einige nennen es Ideologie, es ist Haltung.

    <unbekannter Autor>

  • Wer was von Buchführung versteht, der weiss, dass das Ausreden sind. Das Netz stellt einen Wert dar, der auf der Haben-Seite verbucht wird. Dem gegenüber steht der Kaufpreis auf der Soll-Seite. Unterm Strich gleicht sich das aus - falls der Kaufpreis dem Wert der Netze angemessen ist.

  • Weiß ich, erkläre es Lindner.

    Das gleiche gilt übrigens auch für Schulgebäude oder Brücken oder Schienen.

    Einige nennen es Ideologie, es ist Haltung.

    <unbekannter Autor>

  • Ach, diese sog. Parteien der Wirtschaftsexperten verstehen doch die banalste Grundgleichung nicht:

    Schulden = Geld

    0 Schulden = 0 Geld

  • Lesen ... hilft.


    Zitat

    Der Bund wollte Tennet vollständig übernehmen, um den Trassen-Ausbau, der laut Bundesnetzagentur bis 2045 rund 320 Milliarden kosten dürfte, besser steuern zu können. Der Tennet-Erwerb sollte ein Schritt auf dem Weg zu einer deutschen "Netz AG" sein, über die der Bund Anteile an allen Übertragungsnetzbetreibern halten könnte. Über die KfW ist der Bund schon mit 20 Prozent am Betreiber 50Hertz beteiligt und mit 24,95 Prozent bei TransnetBW eingestiegen.

    Einige nennen es Ideologie, es ist Haltung.

    <unbekannter Autor>

  • Wer was von Buchführung versteht, der weiss, dass das Ausreden sind. Das Netz stellt einen Wert dar, der auf der Haben-Seite verbucht wird. Dem gegenüber steht der Kaufpreis auf der Soll-Seite. Unterm Strich gleicht sich das aus - falls der Kaufpreis dem Wert der Netze angemessen ist.

    Das Problem ist, daß der Staat keine kaufmännische (doppelte) Buchführung betreibt bzw. betreiben muß. Da würden zwar die Reichsbürger jubeln, aber ich hielte es für sinnvoll, wenn der Bund genau so eine Bilanz nach HGB vorlegen müßte wie ein Unternehmen. Dann sieht man, wie es den Staatsfinanzen wirklich geht, und man kann deutlich schlechter etwas beschönigen. Man hat automatisch eine deutliche Trennung zwischen Investitionen für die Zukunft und laufendem Verbrauch, der einfach weg ist. Man kann dann auch nicht von Vermögen reden, wenn es Schulden sind. Jeder würde sehen, auf welcher Seite der Bilanz es wirklich steht.