Kontoverbindung im Kundendatenblatt bei Abtretung Vergütung

  • Hallo,


    auf dem Kundendatenblatt RWE (und auch vieler anderer VNBs) ist bei Vorliegen einer Abtretung der Einspeisevergütung an die finanzierende Bank als Kontoverbindung die Bankverbindung (??) anzugeben, an die die Abtretung erfolgte. Weiterhin sind die Vertragsdaten der Abtretungserklärung anzugeben.


    Wo gebe ich denn meine Giro-Kontoverbindung für die Zahlung der Einspeisevergütung an (z. B. separates Girokonto)?


    Der Netzbetreiber wird die Vergütung ja wohl kaum direkt auf das Darlehenskonto der finanzierenden Bank leisten oder sehe ich das falsch?


    Die Abtretung der Vergütung zu verschweigen halte ich auch nicht für sinnvoll, oder?


    Danke vorab
    AH

    _________________


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  • Hallo Alex,
    das glaube ich nicht, daß dem so ist.


    Die Einnahmen und die Finanzierung sind getrennte Rechtsgeschäfte. Durch eine solche Konstruktion könne eine eigene Kontrolle gar nicht mehr erfolgen.


    Die Umsatzsteuer müßte dann ja getrennt überwiesen werden, weil diese ans Finanzamt weitergeleitet werden muß.


    Leider kenne ich mich momentan mit den Abtretungserklärungen nicht aus, aber Geldströme aus den Händen geben, dürfte dadurch nicht gegeben sein (außer man hat mit den Darlehenszahlungen Schwierigkeiten).

    Viele Grüße
    Scheerbaum


    (PV-Anlagenbetreiber seit 30.7.08)

  • Zitat von scheerbaum


    das glaube ich nicht, daß dem so ist.


    Diesen Glauben teile ich.


    Zitat von scheerbaum


    Die Einnahmen und die Finanzierung sind getrennte Rechtsgeschäfte. Durch eine solche Konstruktion könne eine eigene Kontrolle gar nicht mehr erfolgen.


    Auch das sehe ich genau so.


    Zitat von scheerbaum


    Die Umsatzsteuer müßte dann ja getrennt überwiesen werden, weil diese ans Finanzamt weitergeleitet werden muß.


    Wenn es noch eines letzten Beweises bedurft hätte, ja das ist so und dazu nimmt das FA dich in die Pflicht!
    Der VNB überweist dir die Rate, den Rechnungsbetrag, je nachdem halt, wie der Einzelne abrechnet, zuzüglich der darauf anfallenden MwSt.
    Diese Umsatzsteuer ist an das FA anfangs monatlich, später dann 1/4-jährlich oder gar jährlich weiterzuleiten.
    Dies vom VNB zunächst dem Darlehenskonto gutschreiben zu lassen ist Humbug!


    Um zur Eingangsfrage zurückzukommen. Der VNB (RWE, E.On, EnBW,..) ist dein Geschäftspartner. Wenn du deinem Geschäftspartner Angaben zu einer Abtretungserklärung machen willst, so ist das deine Entscheidung. Wüsste aber nicht, was dies den VNB angeht. Du fragst ja als Stromkunde dein EVU auch nicht, wie denn dessen Finanzierung des neuen Kraftwerks aussieht und verlangst dazu Angaben. :?
    Aber bitte, mache meinetwegen diese Angaben. Im gleichen Zug kannst du aber dem VNB angeben, formlos auf einem Begleitschreiben wenn es der VNB-Vordruck nicht hergibt, auf welches Konto er die Zahlungen zu überweisen hat.
    Ich sehe das wie scheerbaum: Geldströme derart aus der Hand zu geben, dass man sie im Zweifelsfall nicht mehr ad hoc kontrollieren kann ist maximal die zweitbeste Möglichkeit. Von der USt.-Meldung und deren Weiterleitung ans FA mal ganz zu schweigen.


    Thomas

  • Hallo,


    stimme scheerbaum und za-ass vollkommen zu.


    Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Auch ich habe diesen Bogen vom EVU erhalten - und in diesem Abschnitt NICHTS eingetragen.
    Auch die Bank wollte von der EEG-Vergütung nichts wissen :wink:


    Meine Kontoverbindung habe ich in einer anderen Abteilung des Fragebogens eintragen müssen! Evtl. musst Du diese seperat mitteilen :?::!:


    Aber der Bank ist das egal von wem das Geld kommt - Die Hauptsache ist, es ist da :lol:


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  • Das mit der Abtretung kommt ja erst zum Tragen, wenn du zahlungsunfähig bist. Die Bank will sich damit die Einnahmen sichern, damit der Insolvenzverwalter das Stromgeld nicht auf andere Leute aufteilt.


    Auf jedem Fall die Einnahmen auf dein Konto und die Bank bucht von deinem Konto die Raten ab. Falls du zahlungsunfähig wirst setzt sich deine Bank dann schon mit dem EVU in Verbindung :wink:


    Kato

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  • Also verstehe ich das richtig?
    Wenn ich bei der Bank wo ich den Kredit aufnehme ein Konto eröffne muss dieses Konto nicht das Konto sein auf das vom EVU die Einspeisevergütung eingezahlt wird. :idea:


    Das bedeutet ich könnte zB ein Tagesgeldkonto eröffnen und dort die Einspeisevergütung einbezahlen lassen und von dem Konto einen Dauerauftrag laufen lassen für das Konto bei der Bank wo der Kredit getilgt wird. 8)


    D.h. ich könnte mir zumindest die Zinsen sichern von eventuell höherer Einspeisevergütung im Gegensatz zum Ratenzahlungsbetrag. :juggle:


    MfG


    gelig

  • Ob das mit einem Tagesgeldkonto geht weiß ich nicht, das ist in der Regel nicht für laufenden Geldverkehr geeignet. Meistens kann man nur auf ein Referenzkonto zurücküberweisen.


    Du kannst die Raten von einem normalen Girokonto abbuchen lund die Vergütung dorthin überweisen lassen. Wenn dann dort mal ein Überschuss steht überweist du das auf dein Festgeldkonto, oder? Von dem Girokonto bezahlst du dann alles was mit der PV-Anlage zu tun hat (Versicherungen, Reparaturen usw.) und hast es sauber getrennt.


    Kato

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