Darf ich einspeisen noch vor der Zählersetzung?

  • Da der Zaehler wegen des Entfallens der gesetzlichen Grundlage wieder abgebaut wurde, durfte er wieder den Subunternehmer beauftragen, den Zeahler wieder auszubauen.

    Die Kosten muss vollständig der Netzbetreiber tragen? (Ist bei mir auch MSB). Also muss ich ihn darauf hinweisen, dass der Generatorzähler ausgebaut werden soll? Von sich aus kommen die da sicher nicht drauf.

    Wie wird dann eigentlich der Eigenverbrauch berechnet? Sollte doch weiterhin für das Finanzamt relevant sein?

  • Vor zwei Wochen ging die nächste low cost ( 230€/kWp) 5,5kWp Anlage bei meinen Freund in Betrieb. Auch da ist eine Ferarrizähler verbaut, die schon munter rückwärts drehe. Jetzt steht der Zählerstand wo vor halben Jahr stand.

    Ich habe alles mit Fertiganzeige gemeldet.

    Da mein Freund kein Papierkram ( VNB, BNA, FA, Steuerberater ) nicht am Hals haben will, obwohl er von mir eine günstige Anlage gebaut bekam, ist er Eigentümer der Anlage und ich bin der registrierter "Betreiber", da ich ohnehin mehrere Anlagen habe und ganze Papier selbst mache.

    Ich gehe davon aus, daß seine erzeugte Strom keine EEG Umlage zahlen muß, wenn er selbst verbrauche.

    Mich betrifft dann nur die Einspeisung, wo über meine Steuerangelegenheiten abgewickelt wird.

    Gibt dazu eine EEG Regelung ?

    Dem FA dürfte Sch...ß egal sein, weil diese Anlage fast 100 % ohne Rechnung und privat aufgebaut wurde.

    Wie verhält sich das ?

    16, 53 kWp 04.2012
    9, 75 kWp 04.2014
    10,00 kWp 05.2015
    40 kWp Huawei 33KTL-A 05.2019

    45 A BlueSolar, 6 x Pylontech US 5000 , 2 x ESS-Victron Multiplus II

    11 kW Dimplex Sole WP mit RGK, 5 kW Heisha LWWP

    55 kWp Huawei 33KTL/36KTL 2023 (unter 300 €/kWp)

  • Du bringst da was durcheinander, das NAB muss gestellt werden

    Ok, hab wohl unaufmerksam gelesen.

    NAB sollte man gleich stellen wenn man konkrete Absichten hat eine PV zu errichten und beim Solateur möglichst erst unterschreiben wenn man die Zusage hat.


    Ich hatte die IBN im Kopf und da gilt "gleich einschalten". :)

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp; 2020: 1106 kWh/kWp; 2021: 1035 kWh/kWp; 2022: 1139kWh/kWp; 2023: 1089 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

    Steuern und Finanzamt (Dank an pflanze :))

  • Da der Zaehler wegen des Entfallens der gesetzlichen Grundlage wieder abgebaut wurde, durfte er wieder den Subunternehmer beauftragen, den Zeahler wieder auszubauen.

    Die Kosten muss vollständig der Netzbetreiber tragen? (Ist bei mir auch MSB). Also muss ich ihn darauf hinweisen, dass der Generatorzähler ausgebaut werden soll? Von sich aus kommen die da sicher nicht drauf.

    Wie wird dann eigentlich der Eigenverbrauch berechnet? Sollte doch weiterhin für das Finanzamt relevant sein?

    Nicht selbst den MSB direkt beauftragen, den Zaehler auszubauen.

    Stattdessen den Errichter der Anlage beauftragen, dass Messkonzept zu Aendern und das dem VNB/MSB zu melden (an die selbe Stelle wie das IBN). Der Zaehler wird dann wegen dem anderen Messkonzept ausgebaut.


    Wichtig ist hierbei die Begruendung fuer die Aenderung des Messkonzepts: Entfallen der gesetzlichen Grundlage (Messpflicht wegen EEG-Umlage).


    Zaehler werden nicht einfach so ein- oder ausgebaut. Das passiert nur um das Messkonzept umzusetzen.

    Wenn da ein Element wegen einer gesetzlichen Regelung reinkommt, ist der Verursacher ja nicht der Anlagenbetreiber und man kann deswegen nicht die Privatrechnung machen, sondern ist an die Deckelung gebunden.

    Hat man aber freiwillig das Angebot fuer einen Zaehler angenommen, muss man auch die Kosten des Ausbaus wieder tragen.


    Das gibts oft, dass es die selbe Leistung mal als "hoheitliche Aufgabe" und mal als "privatrechtliche Leistung" gibt. Besonders witzig dabei, dass das eine andere steuerliche Behandlung hat (Einmal mit, das andere mal ohne MwSt.).

  • ist er Eigentümer der Anlage und ich bin der registrierter "Betreiber", da ich ohnehin mehrere Anlagen habe und ganze Papier selbst mache.

    Ich gehe davon aus, daß seine erzeugte Strom keine EEG Umlage zahlen muß, wenn er selbst verbrauche.

    Da liegst Du leider falsch!


    betreiber und Verbraucher des Stroms müssen personenidentisch sein.


    In deinem Fall ist das Drittbelieferung mit 100% EEG Umlage und EZ Pflicht!

    Die Gedanken die uns lenken, führen uns in ein großes Nichts. Wir illusionieren das Vollkommene und vergessen die Welt in der Wir Leben!


    Gefangener des EEG mit Volleinspeisung und Netzbezug!

    Oberer Zähler: 156kwp an 3 Huawei mit 139 kw Max. Wirkleistung!

  • Ich möchte hier noch mal einen weiteren Gedanken in die Diskussion einbringen. Die VNB legen es ja so aus, dass die Zählersetzung erst nach Abschluss der PV-Installation und IBN beauftragt werden könne. Meines Erachtens ist das auch eine Erfindung der VNB und lässt sich nirgends herleiten.


    Ganz im Gegenteil könnte man ggf. sogar eine Verpflichtung des MSB (meist ist es ja der gMSB = VNB) ableiten, zeitnah eine geeignete Messeinrichtung zu installieren, nachdem er Kenntnis vom geplanten Bau der Anlage erhalten hat. Insofern müsste der MSB nach Eingang eines NAB prüfen, ob die derzeit installierte Messeinrichtung dafür geeignet ist, in beide Richtungen zu zählen, auch um das leidige Thema der Ersatzwertbildung zu vermeiden. Tut er das nicht, macht er sich ggf. auch schadenersatzpflichtig. Dann wäre es egal, ob man die vor Setzen des 2RZ eingespeiste Energie als Ersatzwertbildung vom VNB erhält oder als Schadenersatz vom MSB. Einzig intern würde sich ein Unterschied für den VNB = gMSB ergeben, da er die Einspeisevergütung als Ersatzwertbildung ja nur weiterleitet, während er im Falle des Schadenersatzes auf den Kosten sitzen bleibt.


    Das würde auf jeden Fall auch den Spieß umdrehen, so dass der gMSB ein Eigeninteresse daran hat, den Zähler nach Kenntnis über den geplanten PV-Bau schnellstmöglich zu ertüchtigen. Zumal man als Anlagenbetreiber das NAB ja im Eigeninteresse bereits frühzeitig stellt, um ggf. auch die bis zu 8 Wochen zulässige Antwort vor Bau der Anlage abzuwarten.


    Lediglich in dem Falle, dass man bereits einen wMSB gewählt hat, wäre der Anlagenbetreiber natürlich selbst in der Verantwortung, diesen frühzeitig über die PV-Planung zu informieren (z.B. NAB zur Kenntnis weiterleiten), um auch von diesem möglich schon im Vorfeld der IBN den Zähler gewechselt zu bekommen. Aber das ist ja auch jetzt schon im Eigeninteresse und betrifft ja aktuell noch die Minderheit der Anlagenbetreiber, die meisten sind ja noch beim gMSB, der oftmals mit dem VNB identisch ist.


    Verstärkt wird der Gedanke noch dadurch, dass aktuell turnusmäßige Zählerwechsel mindestens bei einigen MSB auch ohne eine PV-Anlagenplanung mit einem 2RZ ausgerüstet werden.

    88 x JA Solar JAM60S10-340/MR mit 45 Solaredge P730 an Solaredge SE27.6K

    2 Wallboxen DaheimLaden V2 (auf 11 kW gedrosselt)

    Nissan Leaf

  • dass aktuell turnusmäßige Zählerwechsel mindestens bei einigen MSB auch ohne eine PV-Anlagenplanung mit einem 2RZ ausgerüstet werden.

    das hat nur damit was zu tun das ein 2 RZ genau so teuer ist wie ein 1 RZ, daher sagt man sich:


    2RZ und für später ist ruhe, kostet ja quasi nichts.

    Die Gedanken die uns lenken, führen uns in ein großes Nichts. Wir illusionieren das Vollkommene und vergessen die Welt in der Wir Leben!


    Gefangener des EEG mit Volleinspeisung und Netzbezug!

    Oberer Zähler: 156kwp an 3 Huawei mit 139 kw Max. Wirkleistung!

  • Ich möchte hier noch mal einen weiteren Gedanken in die Diskussion einbringen. Die VNB legen es ja so aus, dass die Zählersetzung erst nach Abschluss der PV-Installation und IBN beauftragt werden könne. Meines Erachtens ist das auch eine Erfindung der VNB und lässt sich nirgends herleiten.


    Ganz im Gegenteil könnte man ggf. sogar eine Verpflichtung des MSB (meist ist es ja der gMSB = VNB) ableiten, zeitnah eine geeignete Messeinrichtung zu installieren, nachdem er Kenntnis vom geplanten Bau der Anlage erhalten hat. Insofern müsste der MSB nach Eingang eines NAB prüfen, ob die derzeit installierte Messeinrichtung dafür geeignet ist, in beide Richtungen zu zählen, auch um das leidige Thema der Ersatzwertbildung zu vermeiden. Tut er das nicht, macht er sich ggf. auch schadenersatzpflichtig. Dann wäre es egal, ob man die vor Setzen des 2RZ eingespeiste Energie als Ersatzwertbildung vom VNB erhält oder als Schadenersatz vom MSB. Einzig intern würde sich ein Unterschied für den VNB = gMSB ergeben, da er die Einspeisevergütung als Ersatzwertbildung ja nur weiterleitet, während er im Falle des Schadenersatzes auf den Kosten sitzen bleibt.

    Sorry, aber wo möchte man im Gegenzug ableiten das es eine Verpflichtung des VNB gäbe (bitte Auszug, §, Absatz aus dem EEG nennen......um die Leute mal Ihren eigenen Waffen u schlagen) eine geeignete Messeinrichtung zu installieren.

    Es wird NICHT (und ist auch so) jedes NAB zu einer Anlage führen, die umgesetzt wird.


    Hier dürften (rechtliche Absicherung des VNB) erstmal die lt. VDE-AR-4105 (notwendigen Formulare diese gilt !) vorliegen müssen. Z.b. E8 usw. dann kommt Zähler.


    Es ist nicht so wie man es gerne hätte...................

    -es gibt eine Verpflichtung des VNB eine geeignete Messeinrichtung einzusetzen

    Wie man hieraus eine Verpflichtung nach Stellen eines NAB für eine „nicht zur Umsetzung verpflichteten“

    PV-Anlage herleiten möchte, ist mir schleierhaft. Selbst nach erfolgter Zusage durch den VNB wird nicht jede Anlage umgesetzt.

    Man denke z.B. an beantragten 31kVA mit 32kWp - umgesetzt würden aber nur 29,00kVA mit 29,92kWp. (Z.B. weil der Betreiber keine EEG-Umlage abführen möchte - hatten den Fall) soll der VNB dann vorab einen Erzeugungszähler auf Basis des NAB installieren?

    Sorry war nix, darfst in wieder abbauen + Thematik RSE.


    elektro-michel

  • Für die Zählersetzung ist ja nicht der VNB zuständig, sondern der MSB. Richtig ist, dass es in vielen Fällen dieselbe Rechtsperson ist. Der VNB ist dazu verpflichtet, den EE-Strom unverzüglich vorrangig abzunehmen (§11 EEG). Dazu gehört mE logischerweise auch, dass die Anlage nicht nach Fertigstellung noch unnötig außer Betrieb zu sein hat bzw. nicht vergütet wird, wie es Teile der VNB gerne hätten.


    Der MSB ist dafür verantwortlich, eine geeignete Messeinrichtung zu betreiben, um den Strom zu messen - falls notwendig in beide Richtungen. Andersherum gefragt: Wo steht, dass der Zähler erst nach Herstellung des Netzanschlusses gesetzt werden darf, das ist eine Erfindung der VNB/gMSB. Mit dem Thema Netzsicherheit hat der Zähler in jedem Fall nichts zu tun, hier geht es lediglich um ein kaufmännisches Thema Messung/Abrechnung). Und die Netzsicherheit wird durch die Unterschrift des Zugelassenen Elektrikers dokumentiert. Falls der VNB dem Zugelassenen nicht vertraut und den Bedarf hat, das stichprobenartig zu kontrollieren, kann er das ja gerne auf eigene Kosten tun. Wenn er freundlich ist, hat er sogar die Aussicht auf einen kostenlosen Kaffee.


    Ob ein NAB schon ausreicht, den MSB ins Tun zu setzen, ist sicher diskussionswürdig, deshalb habe ich das ja auch zur Diskussion gestellt. Vermutlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Auf jeden Fall führt eine Zählersetzung erst Wochen oder Monate nach Fertigstellung der Anlage systematisch zu einem Verstoß gegen §11 EEG, zumindest so lange man seitens des VNB gleichzeitig das Thema Ersatzwertbildung mittels den Daten aus dem WR/Energymeter in Abrede stellt.

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  • Für die Zählersetzung ist ja nicht der VNB zuständig, sondern der MSB. Richtig ist, dass es in vielen Fällen dieselbe Rechtsperson ist. Der VNB ist dazu verpflichtet, den EE-Strom unverzüglich vorrangig abzunehmen (§11 EEG). Dazu gehört mE logischerweise auch, dass die Anlage nicht nach Fertigstellung noch unnötig außer Betrieb zu sein hat bzw. nicht vergütet wird, wie es Teile der VNB gerne hätten.


    Der MSB ist dafür verantwortlich, eine geeignete Messeinrichtung zu betreiben, um den Strom zu messen - falls notwendig in beide Richtungen. Andersherum gefragt: Wo steht, dass der Zähler erst nach Herstellung des Netzanschlusses gesetzt werden darf, das ist eine Erfindung der VNB/gMSB.

    Aha................ der VNB soll also den (im vielleicht noch nicht bekannten) Messstellenbetreiber informieren

    Hier ist ein NAB hereingekommen, setz bitte schonmal einen Zähler (auch wenn wir nicht wissen ob die Anlage so umgesetzt/überhaupt umgesetzt wird)................................ wie soll das funktionieren ?


    Oder wir ergänzen das NAB - es ist übrigens festgelegt was da drinzustehen hat !

    "Bitte teilen Sie uns mit welchen Messtellenbtreiber Sie wünschen."

    Das oder ähnliches, steht da eben nicht drin !

    Und nochmal, nicht jedes NAB führt zu einer PV-Anlage.



    Es kann so nicht funktionieren......................

    Wo steht, dass der Zähler erst nach Herstellung des Netzanschlusses gesetzt werden darf, das ist eine Erfindung der VNB/gMSB.

    Wo steht das der Zähler vor Herstellung des Netzanschlusses gesetzt werden muss. Das lässt sich aus der Anfrage

    (gem. EEG) nicht ableiten............das ist Dein Wunsch bzw. Vorstellung. So ist es aber eben nicht.............nochmal:

    Nicht jedes NAB führt zu einer Anlage - es gibt keine gesetzliche Verpflichtung und es läst sich auch nicht ableiten.


    Der VNB ist dazu verpflichtet, den EE-Strom unverzüglich vorrangig abzunehmen (§11 EEG). Dazu gehört mE logischerweise auch, dass die Anlage nicht nach Fertigstellung noch unnötig außer Betrieb zu sein hat bzw. nicht vergütet wird, wie es EINIGE der VNB gerne hätten.

    Das ist unstrittig, deshalb gibt es die Ersatzwertbildung - und ist doch besser als das hier ->

    Was ist unverzüglich ? Welche Frist gilt gesetztlich ?

    https://www.juraforum.de/lexikon/unverzueglich

    UND Du verallgemeinerst - es klingt so - wirfst alle VNB in einen Topf. Hab deshalb mal in Deinem Text ein Wort eingefügt.



    elektro-michel