Planung PV-Anlage für Neubau EFH & Garage

  • Hallo,


    wir sind aktuell in der Rohbauphase und ich beschäftige mich aktuell mit der Planung einer PV-Anlage.

    Ursprüngliche Planung war nur das Dach des EFH zu belegen, durch ein wenig Mitlesen bin ich zum Entschluss gekommen das Garagendach auch zur Debatte zu stellen.


    Für das EFH Dach (160° SSO, 45° Neigung) hatte ich bereits schon ein schlüsselfertiges Angebot für knapp 10kWp erhalten.

    30x QCELLS Q-PEAK DUO-G5 330Wp

    Fronius Symo 8.2-3-M

    netto 1219€/kWp


    Auf das Dach passen auf jeden Fall noch 2 weitere Module (siehe Bild welches eine andere Konfiguration am selben Dach zeigt).

    Da ich ja jetzt sowieso über 10kWp hinaus denke, vielleicht auch mehr, ich weiß allerdings nicht wie nah man an den Rand bauen kann ? Aktuell sind auf beiden Seiten 66cm Platz laut Skizze.

    Dachmaß 10,46mx7,234m mit einem Dachflächenfenster 80x140cm


    Überlegung geht also natürlich Richtung Vollbelegung der SSO Seite, vielleicht seht ihr auf Anhieb eine bessere Auslastung des Daches anhand des Fotos.


    Auf die O/ONO Seite des Hauses soll eine Garage Platz nehmen mit (ca. Maße, da nur Projekt-Status) 22° Satteldach 3,5x9,5m pro Dachseite, Firsthöhe ca. 4m. Frontseite der Garage beginnt relativ bündig mit der Rückseite des Hauses, dennoch wird eventuell etwas Verschattung durch's Haus am Abend vorhanden sein, das kann ich aber noch nicht beurteilen.

    Trotzdem erachte ich hier eine Vollbelegung auf beiden Seiten als sinnvoll an. Hierzu gibt es allerdings noch keinen Belegungsplan oder Angebot, da noch frisch.


    Falls ihr bis jetzt was anzumerken habt, gern her mit euren Meinungen.

    Mir geht es jetzt u.a. auch um Vorbereitungen, die ich treffen kann und dazu hätte ich ein paar Fragen an die Wissenden.


    Wo seht ihr den WR am sinnvollsten installiert ?

    In der Garage (abgetrennter Raum zu den Fahrzeugen, wird im Sommer wahrscheinlich trotzdem warm/Südseite) oder im HAR (ziemlich klein mit seinen 5,6qm, Nordseite mit Fenster).


    Für den Fall der Garage könnten die Solarkabel vom EFH an der Hauswand im Rohr unterirdisch zur Garage verlegt werden. (plus/minus getrennt?)

    Und vom WR mit NYY in's Haus, oder ? Zusätzlich noch ein Datenkabel extra.


    Für den Fall im Haus müssten die Kabel von den Modulen der Garage in's Haus geführt werden (auch hier plus/minus getrennt?).


    Mir geht es darum welche Kabel und wie viele Rohre ich am besten vom HAR zur Garage führe, um später nicht wieder mit Durchbrüchen anzufangen.

    Was, wenn eine Wallbox dazu kommt ?


    Welche Variante wäre hier unkompliziert bzw. überhaupt am sinnvollsten (Am Verlegen von Rohren und Kabeln soll es nicht scheitern, lieber eins mehr als zu wenig)


    Gibt es beim Zählerschrank etwas zu beachten, sollte man größer planen? Den Standard-Zählerschrank könnte ich sicher in Erfahrung bringen, aber das wird sicher nichts Extravagantes sein, gibt es sonst noch (zukunftsweisende) Tipps ?


    Habt vielen Dank für eure Anregungen.


    Viele Grüße

  • Moin,


    so wie immer: PVGIS Werte für die Flächen? Zeichnung sieht nach PVSol aus? Selber gemacht oder aus dem Angebot?


    Bei den Dachflächen komme ich ganz grob übern Daumen auf 73qm nutzbare Fläche, das teilen wir mal grob durch 1,7qm für nen Standard Modul (1m x 1,7m) komme ich grob bei >=40 Modulen raus das a 340Wp machen schonmal irgendwas >13 kWp. Bei SSO und ONO bei einem Neubau mit Wärmepumpe gehen ich aus, gerne auch beide Seiten vollmachen. Aber: Ohne Pläne alles oraklen :) Kannst du mal Dachpläne bzw. Schnitte vom Haus zeigen?


    Mir geht es jetzt u.a. auch um Vorbereitungen, die ich treffen kann und dazu hätte ich ein paar Fragen an die Wissenden.

    Leehrohr vom Technikraum (>DN32) auf den Dachboden und in die Garage/Carport einplanen. Ich habe direkt Kabel für die vielleicht kommende WallBox verlegen lassen, 3-5m einfach rausgelegt, fertig ist der Lack. Das gleiche mit Netzwerk: Doppeladern in den Abstellraum/Carport das die Wallbox dann nicht über WLAN dinge tun muss, wenn überhaupt.

    Gibt es beim Zählerschrank etwas zu beachten, sollte man größer planen? Den Standard-Zählerschrank könnte ich sicher in Erfahrung bringen, aber das wird sicher nichts Extravagantes sein, gibt es sonst noch (zukunftsweisende) Tipps ?

    Kabel/Strom Sachen: Mache ich keine Aussage wie der verlegt werden sollen/müssen, bin kein Profi. Aber den Häuslebauer bztw. Elektriker direkt daraufhinweisen, das da eine PV Anlage kommt, geplant ist, dann kann der das vorsehen.

  • Ja, auf 10,42 m bitte 10 Spalten setzen! Maß Höhe ist abgeschnitten. Der freie Platz ums Fenster gefällt mir nicht.

    Mir geht es darum welche Kabel und wie viele Rohre

    Stop! Nimm ein richtig dickes Rohr, 10, 12 cm, auch 15 cm! Dann hast du Ruhe und kannst später was nachziehen. Fotos auf Papier für die Nachwelt erhalten! Wenn du jetzt schon nicht sicher bist was du brauchst was glaubst du wie es in 5 oder 10 Jahren aussieht wenn du dich über die vertane Chance ärgerst weil du kein gscheites Rohr gelegt hast?

    + - und PA parallel führen. Die dürfen in einzelnen Rohren laufen aber parallel, keine Leiterschleifen!


    ZS würde ich mit einem Zählerplatz mehr als du jetzt brauchst ausführen. Dh. ÜZ + EZ + 1 Reserve => 3 Felder. Ich würde auf BKE setzen, kein veralteter Dreipunkt.

  • Guten Morgen,


    korrekt, Zeichnung ist PVSol (aus dem Angebot), damals ging es allerdings nur um 10kWp, deshalb auch die Auslegung. Die Belegung wäre also sowieso neu zu "verhandeln". Wärmepumpe hast du auch richtig vermutet, es wird ein RGK. Werde mir mal einen Dachplan besorgen und nachreichen.


    PVIGS sagt (10% Verlust?):


    Garage ONO 787kWh

    Garage WSW 928kWh


    EFH SSO 1035kWh

    EFH NNW 502kWh - bringt also keine Punkte


    Die Frage nach Vorbereitungen richte ich natürlich auch noch an meinen Elektroinstallateur, wenn wir auf der Baustelle sind, allerdings wollte ich schon mal eine grobe Idee dazu haben. Den Vorschlag mit dem zusätzlichen Platz im ZS nehme ich mit, danke. Die Rohre Richtung Garage werde ich entsprechend groß dimensionieren.


    Dabei wäre mir jetzt noch wichtig, welche Option die in euren Augen bessere wäre.

    Option WR in Garage oder in HAR, denn davon hängt ja auch ab, welche Art Kabel ich schon jetzt in die Rohre ziehen kann.

    Die Hausanschlüsse werden ja irgendwann gelegt und abgedichtet und ich möchte die Kabel möglichst mit dort durchziehen.


    Besten Dank


    Viele Grüße

  • Rohr schön und gut, aber wenn das vor der Wand endet und dort dicht ist musst du buddeln für ne neue Leitung. Welche Lösungen gibt es dafür? Rohr ins Haus und Brandschutz-Dichtung um das Rohr reversibel zu verschließen? Oder vor Wand eine Kiste / Anschlussbox wie sie in Straßen zu finden sind und eine Art "Siphon" bauen? Ja, wie löst man das am besten?

    Garage und SSW sidn geeignet, Nord vergessen.

    Wenns wenig Strecke ist - wie viel ist es - WR in die Garage. DC muss nicht ins Haus.

  • Moin,


    gerade nochmal "nachgemessen", die Strecke dürfte sich so auf 25m belaufen (zu verlegende Kabellänge WR-Einspeisezähler), also doch nicht ganz soooo wenig. So auf das Garagendach passen wahrscheinlich auch >=10kWp + großzügig gerechnet 13kWp für das Haus macht in Summe ca. 23kWp.


    Jetzt bräuchte ich bitte Hilfe bei der Berechnung der Kabelverluste, um zu wissen welchen Querschnitt ich dann zum HAR ziehen muss, bin mir nicht sicher, ob das geplante NYY 5x6qmm reicht. Hat da jemand einen nützlichen Link ?


    Vielen Dank