Plug and Play Solar Werkstattdach

  • Hallo zusammen,


    über Wochen bin ich nun stiller Leser des Forums gewesen, bin aber immer noch nicht wirklich sicher wie ich die Sache angehen sollte...


    Zu unserer Situation:


    Haus (in der Gegend von 51597 Oberbergischer Kreis) vom Vater übernommen und 2 Dächer zur Verfügung.

    1. Dach Haupthaus mit knapp 50-55 qm. Hier soll in 4-5 Jahren eine große Anlage entstehen (im Zuge eines neuen Daches)

    2. Dach ist eine Werkstatt, hier soll eine ca. 600 Watt Anlage am liebsten dieses Jahr in Betrieb genommen werden.


    Frau aktuell in Elternzeit und Jahresverbrauch bei 5.800+. (Warmwasser und teilweise Fußbodenheizung über Strom)


    Wie siehts aktuell bei unserer "Planung" aus:


    1.) Beim Marktstammdatenregister (MaStR) registriert und die Solaranlage als in Planung angemeldet.

    - war recht unkompliziert und wurde erledigt.


    2.) Formular zur vereinfachten Anmeldung vom Stromlieferanten erhalten und hier beigefügt.

    - So wie ich das Formular verstehe, wird hier tatsächlich auf die AC des Wechselrichters geachtet und somit wäre etwas mit einem EVT560 und 2x320iger Modulen möglich oder? (siehe das Komplettset von GreenAkku: https://greenakku.de/selfPV/se…ettpaket-640Wp::2792.html)


    3.) Zähler ein alter Ferraris ohne Rücklaufsperre. Rheinische Netzgesellschaft angerufen und angeschrieben. Wollen sich melden.

    - Besonders ist hier, das der Sachbearbeiter den ich am Telefon hatte meinte, bei unserem Verbrauch könnte man auch auf den Zählerwechsel verzichten.

    Er würde es an die Kollegen weiterleiten und die würden sich melden... Ich möchte dies gerne schriftlich haben, bevor ich nachher doch wechseln muss...

    Aussage zum Smart-Meter Rollout -> Bis jetzt noch nicht geplant in unserer Gegend...


    4.) Überprüfung des Stromkreises.

    - Der Stromkreis der Werkstatt ist über eine 40A Sicherung abgesichert (Drehstrom Sicherung zusehen in beigefügtem Foto)... Nun habe ich öfters gelesen, das man eine 16A durch eine 13A Sicherung reduzieren sollte...

    Was mache ich nun mit meinem Stromkreis und der 40A Sicherung? Ich habe 2 Schuko Steckdosen direkt unter dem Dach der Werkstatthütte. Hier wollte ich eine durch eine Wieland ersetzen, allerdings ist damit das Problem mit der Sicherung nicht behoben...


    5.) Vorliegende Unterlagen/ Begebenheiten:

    - Anmeldevormular des Stromanbieter

    - Lageplan des Grundstücks

    - Unterlagen von GreenAkku zu Wechselrichter und Modulen

    - Foto des Daches (beigefügt) Steigung beträgt 15% und ist sehr leicht mit einer Leiter begehbar.


    -> Was hält mich auf:

    - Rückantwort meines Netzbetreibers Rheinische Netzgesellschaft zum Zählertausch (würde mich dann zusätzlich was kosten)

    - Der Stromkreis und dessen Eignung für eine "mini" Photovoltaikanlage


    Wie sollte ich weiter vorgehen?

    Hatte bereits mit einem örtlichen Solarteur gesprochen, für den jedoch das Projekt zu klein ist.

    Für die große Anlage darf ich mich später gerne melden ;)


    Eigentlich würde ich jetzt eine der beiden Schukosteckdosen durch eine Wieland ersetzen, das Paket bei GreenAkku ordern, das Anmelde-Formular ausfüllen/abschicken und auf Rückantwort der rheinischen Netzgesellschaft warten...


    Bereits im Vorfeld vielen Dank an alle die dieses Forum mit leben füllen.

    Auch bei unangenehmen Antworten finde ich das ganze Thema hoch interessant und werde weiter die Entwicklungen mitverfolgen.


    Danke fürs Lesen

    Gruß René

  • Bevor du dir eine teure Wielanddose + Stecker kaufst, nimm doch eine Abzweigdose und klemm die Anlage fest an.

    Zu der Absicherung, das ist keine Sicherung, das ist nur der FI. 40A ist die maximale belastbarkeit der Kontakte. Da muss noch eine Sicherung irgendwo sein.


    Zu dem Paket von Greenakku:

    Guck mal ob du in der Nähe einen Händler findest, der dir 2 Module verkauft. Ich habe 1 350Wp Modul für 130€ bekommen und keine Versandkosten gehabt. Den Wechselrichter gibt es über Alpha Solar (ebay) mit Anschlussleitung und Bettery Stecker.

  • Anmeldevormular des Stromanbieter

    Normalerweise meldest du beim VNB an, der Stromanbieter/EVU hat nichts damit zu tun.

    Nur kleinere Stadtwerke dürfen noch beide Funktionen gleichzeitig anbieten.


    Also nimm das verlinkte Formular und melde deine Anlage dort an. :)


    Rheinische Netzgesellschaft angerufen

    Wer das jetzt sein soll ist damit diffus und der Ansprechpartner dort hatte keine Ahnung. ;)


    Der Zählerwechsel ist auch bei einer Balkonanlage obligatorisch und kostet zwischen 0 und ca. 100€. Jeder VNB hat da seine eigene Preispolitik.

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp; 2020: 1106 kWh/kWp; 2021: 1035 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

    Steuern und Finanzamt (Dank an pflanze :))

  • Vielen lieben Dank das hilft mir bereits sehr weiter.


    Ich habe nun die Sicherungskasten genauer begutachtet und die dazugehörenden Schraubsicherungen gefunden.


    Diese werden wir nun durch Schraubsicherungen mit 13 Ampere austauschen, die Festverdrahtung wird dann auch bevorzugt angebracht.


    Das Formular werde ich dann mit den Daten der GreenAkku Anlage ausfüllen und abschicken.


    Alternativ frage ich bei unserem örtlichen Solarteur einmal an, ob er ähnliche Komponenten nicht auch zur Abholung bereit hat.


    Mal gucken wie sich dann unser Netzbetreiber aufstellt.


    Das geplante Dach hat eine Steigung von 15 Grad.

    Laut PVGis steigt die Leistung der Module um ca. 30 kwh wenn ich die Panels auf 35 Grad stelle.

    Der Aufwand für 30 kwh mehr im Jahr ist relativ groß finde ich, allerdings stellt sich mir die Frage der Belüftung für den Wechselrichter.


    Bei 35 Grad habe ich doch einiges mehr an Luft zwischen Dach und Panel.

    Wie viel "Luft" braucht ein Wechselrichter denn ungefähr um die Abwärme abzuführen bei Montage unter dem Panel?

    Überlege eher auf 25 bis 30 Grad zu gehen und mit Hilti-Schienen eine Konstruktion selber zu erstellen. (Bautenschutzmatten + Randsteine)


    Gruß René

  • Laut PVGis steigt die Leistung der Module um ca. 30 kwh wenn ich die Panels auf 35 Grad stelle.

    Aufs Jahr gesehen ist das nicht viel, aber mit einem Westdach wird im Winter etwas mehr für den EV bleiben. Das schlägt dann evtl. mehr durch als der Jahresvergeleich.

    (Bei einer 600Wp-Anlage bleibt je nach Grundlast und Gewohnheiten 100-200kWh ungenutzt von der Jahresausbeute, sprich wird eingespeist. )


    In Euro gerechnet sind das aber absolut auch keine riesigen Summen.


    Wie viel "Luft" braucht ein Wechselrichter denn ungefähr um die Abwärme abzuführen bei Montage unter dem Panel?

    Kein Platz an der Nordseite der Gartenlaube?

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp; 2020: 1106 kWh/kWp; 2021: 1035 kWh/kWp

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  • Ich habe gerade bei PVGis noch einmal die paar Daten eingegeben.


    Optimum wäre Süd-Ausrichtung (-1°) und eine Steigung von 37 °.


    Denke das werde ich anpeilen und so auch aufbauen, hält ja hoffentlich 10-20 Jahre oder länger.


    Wie weit darf der WR denn von den Panels weggeführt werden? Ich könnte auch die Module auf das Dach und den WR vorne unter das Vordach der Gartenhütte hängen (bei obigem Bild ziemlich direkt unter dem Kasten "Module").


    Wären dann allerdings bestimmt 2-3 Meter von WR zu Panel-Anschluss.


    WR bis zur Verteilerdose wäre nur noch einmal durch die Holzwand und somit immer im Schatten und Wettergeschützt.

  • Gesucht, gelesen, gefunden...


    Die 2-3 Meter sind ziemlich egal, werden die Kabel an den Panels eben um das bisschen verlängert.


    Vielen lieben Dank!


    Ich denke ich such mir jetzt einiges zusammen und schau mal wie weit ich in den nächsten Wochen komme ;)


    Gruß René

  • Kurzes Update


    Zähler wurde nun getauscht gegen einen mit Rücklaufsperre ;)


    Betreiber hatte sich erst geziert einen und wollte einen 2-Richtungszähler verbauen.

    Nach einen sehr netten Gespräch mit dem Zuständigen für den Zählereinbau wurde sich dann doch auf einen "einfacheren" Zähler mit Rücklaufsperre geeinigt.


    Anfänglich wurde mir geraten einen SLS-Schalter einbauen zu lassen und einen BKE Adapter vorrätig haben zu müssen.

    Dies wurde aufgrund der "Mini"-PV dann jedoch auch verworfen und der Zähler ohne jegliche weitere Anforderungen innerhalb von 10 Minuten getauscht (Ohne jegliche Kosten).


    Bis jetzt sehr zufriedenstellend.

    Nun gehts auf die Suche nach Modulen, Wechselrichter und Montagematerial.


    Aktueller Wunsch ist folgende Kombination:


    AP-Systems YC600

    2 x Module mit 300-330 Watt


    Montagesystem???

    Es handelt sich um ein Dach mit 15% Steigung.

    Mein Gedanke war mit Gewindestangen (M16) durch das Dach und mit Balken an der Decke gegenkontern.

    Das ganze Abdichten mit Bitumenkleber und Dichtscheiben (werde noch unseren Dachdecker fragen).

    An die M16er Gewindestangen dann die Halter für die Module und diese festschrauben.


    Macht so etwas Sinn?

    Vorteil wäre ich könnte die Gewindestangen einkürzen und somit den Neigungswinkel des Moduls etwas erhöhen.


    Die Console+ als Ballastwanne wurde von mir verworfen, da ich nicht davon ausgehe das diese bei 15% Steigung sicher zu montieren ist...


    Somit würde ich 12 mal durch das Dach bohren und jedes Modul an 6 Gewindestangen befestigen wollen.

    Halten die Module der Schneelast / Windlast ohne richtige Unterkonstruktion stand, oder sollte ich auf den Gewindestangen Alu-Profile montieren und darauf dann die Module befestigen?


    Vielen Dank!


    Gruß