Neubau DHH mit Flachdach ca 42qm - wie für PV vorbereiten?

  • Hallo,

    wir sind gerade kurz vor der Ausführungsplanung unseres Neubaus einer Doppelhaushälfte mit ca 42qm (6x7) Flachdachfläche (leider etwas klein - lohnt das dann überhaupt? (Wärmequelle Wärmepumpe)).

    Wir werden nicht von Anfang an eine PV Anlage bekommen aber würden die gerne in 3-4 Jahren nachrüsten.

    Jetzt versuche ich herauszufinden was ich vermeiden sollte damit ich später, bei der Realsierung der PV Anlage, keine Probleme bekomme. Also jetzt keine "Sackgasse" bauen.

    Hab hier quergelesen und viele Hinweise auf Montagesysteme erhalten - meine Frage geht aber eher in die Auslegung der Dachfläche (Warmdach).

    Geplant ist auf einer Betondecke mit EPS zu dämmen und mit Bitumen abzudichten. Das Gefälle (ca.3Grad) wird über die zugeschnittene EPS Dachdämmung realisiert.

    Laut Statiker ist die Traglast für ext Begrünung (werden wir aber vermutlich nicht machen) und PV Anlage geeignet.

    Was muss ich bei der Auswahl der EPS Dämmung und der Bitumenbahnen beachten? Wir würden die PV Anlage gerne durchdringungsfrei montieren, also mit Ballast fixieren.

    Hab mal mit Bauder telefoniert. Die empfehlen natürlich ihr System und ihre Produkte. Daher eher PU und Bitumenbahnen mit eingearbeitetem Polyesterflies.

    Für ihre Trägersysteme müsste die Dämmung 150kPa druckfest sein.

    Sind das Werte mit denen ich arbeiten kann? Ob die Module später ca 10-15Grad aufgeständert oder flächenparalell verarbeitet werden ist noch nicht klar...

    grüsse, fliegerbulli

  • Ich würde einfach Dachhaken installieren lassen, alle 1-2 Meter einen. Also Gewindestangen in den Beton und Bitumen drumrum, dann kann man es auch dicht machen. Und natürlich ein Kabel bzw. Leerrohr.

    Mit Ballast auf Bitumen ist immer doof. Mit Dachhaken wird did Deckschicht gar nicht belastet und du bist frei bei der Aufständerung.

  • Ich würde einfach Dachhaken installieren lassen, alle 1-2 Meter einen.

    Ja, könnte mann machen. Dann "fliegt" nichts mehr weg. Aber an der Dachhaut möchte ich ungerne was machen.

    Leerrohr wird natürlich gezogen. Wie dick sollte das eigentlich sein? Und kann ich da ohne weiteres auch das SAT Kabel durchschieben ohne das sich da was "stört"?

  • Das Sat-Kabel ist gut genug geschirmt. Gibt aber bestimmt Vorgaben. Naja, ich würde lieber die Dachhaut um die Stangen drumherum verlegen als das EPS belasten. Wenn die Haken vor dem Bitumen kommen, dann kann ja auch ordentlich verlegt werden, nachher ist sicherlich „gefährlicher“.

  • Aber an der Dachhaut möchte ich ungerne was machen.

    Leerrohr wird natürlich gezogen. Wie dick sollte das eigentlich sein?

    Die üblichen Flachdachdurchführungen haben 70 oder 100mm, sehen aus wie ein umgedrehtes U. Das reicht dann dicke für alles was da evtl. kommt. Die Anzahl der Durchdringungen zu minimieren ist richtig, lieber nur eine für PV plus SAT als dafür 2 getrennte.

    Ich hab' das gerade machen lassen, PV nachträglich mit 10° Ost/West-Aufständerung auf DHH. Befestigung ausschließlich mit Ballast (Terrassenplatten, wieviel da nötig ist kann man z.B. bei K2-Systeme berechnen lassen). Sind bei mir mit 14 Modulen (müsste nachschauen) ca. 200kg, verteilt auf relativ viel Fläche. Einmal drüberlatschen ist bestimmt stressiger für den Dachaufbau. Und Dachhaken als Durchdringung durch die Dämmung, die dann dynamische Windlasten aufnehmen müssten sind bestimmt keine gute Idee - habe ich auch noch nie von gehört.