Energiewende!

  • „Oha. Und warum werden dann regelmäßig die Windparks im Norden abgeregelt?“


    Da reden wir über einen einstelligen % Bereich und die Konventionellen Kraftwerke fahren ja nicht auf 0 Leistung zurück.

    Was kann man auf 0% Leistung schnell und einfach abschalten ?


    Die erneuerbaren !


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    „Wie kommst Du auf diese kühne Behauptung? Quelle?“


    Das kann man du doch schnell selbst überschlagen.

    Mit einer PV und einen Speicher werden noch 20% bis 40% aus dem Stromnetz gezogen im Jahr.

    So nun kommen noch 1/3 der Jahresstrommenge aus dem Netz und davon hat ja auch nur ein kleiner Teil der kWh die HGÜ-Leitungen „gesehen“, benutzt.


    Was kosten die HGÜ und der Unterhalt mit den Konvertern / Wechselrichtern und noch die ca. 9% Garantierendite beim Netzausbau ?


    Da ist man schnell bei 10 bis 15 Cent/kWh wenn man das kWh von Hamburg nach München überträgt.


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    Hfrik hat auf Seite 558 geschrieben das bei der Erdverkabelung 16.000€/m fällig sind.


    Nehmen wir nur 100km von den 800km Hamburg - München sind das bereits 1,6 Milliarden nur für die 100km Leitung an Baukosten, ohne Konvertern / Wechselrichtern u.s.w. und wir bauen nicht nur eine HGÜ-Leitung !


    Von den in Deutschland eingesetzten ca. 550TWh Strom kommen doch nur einige TWh über die HGÜ.

  • @ Werner


    Du haust so viele Sachen durcheinander - da weiß man gar nicht wo man anfangen soll...


    Zitat

    Mit einer PV und einen Speicher werden noch 20% bis 40% aus dem Stromnetz gezogen im Jahr.

    So nun kommen noch 1/3 der Jahresstrommenge aus dem Netz und davon hat ja auch nur ein kleiner Teil der kWh die HGÜ-Leitungen „gesehen“, benutzt.

    Das trifft vielleicht auf Privathaushalte zu, die noch mit Öl oder Gas heizen. Womit heizt im Winter eine Wärempumpe, wenn es über Wochen keine Sonne gibt oder einfach nur Schnee auf dem Dach liegt? Womit wird das BEV aufgeladen? Was machen Betriebe mit zum Teil sehr großen Strombedarf? u.s.w.


    Zitat

    Was kosten die HGÜund der Unterhalt mit den Konvertern / Wechselrichtern und noch die

    ca. 9% Garantierendite beim Netzausbau ?

    Garantiert ist die Eigenkapitalrendite. Die gibt es nicht für das Gesamtinvest. Und selbst die liegt meines Wissens seit der letzten Regulierung niedriger. Bin grad zu faul nachschauen. Du solltest Dich vielleicht mal ein wenig mit dem Thema Unternehmensfinanzierung beschäftigen, bevor Du hier solche Schoten raushaust.


    Zitat

    Von den in Deutschland eingesetzten ca. 550TWh Strom kommen doch nur einige TWh über die

    HGÜ.

    Wir werden zukünftig viel mehr Strom verbrauchen, wenn wir erst mal daran gehen, Verkehr, Heizung und industrielle Prozeßwärme von fossilen Energieträgern auf Strom umzustellen. Und in einen Europäischen Stromverbund kommt dann auch noch Transit hinzu. Je besser das Netz ausgebaut ist, umso wenig Backup-Kraftwerke werden benötigt.


    Das scheint aber alles nicht in Dein Weltbild zu passen und wird daher offenbar komplett ausgeblendet.

  • Es gibt zwei Probleme bei der HGÜ, die nur mit Speicher gelöst werden können.


    Wenn nachts der Wind an der Küste weht und die Windturbinen brummen, braucht man im Süden keinen Strom, da die Industrieproduktion steht, genau wie am Wochenende. Für Wenige was man in der Nacht dennoch brauchen könnte, reicht das jetzige Übertragungsnetz völlig aus.

    Wenn aber unter der Woche die Fließbänder rollen und Mittags der Stromverbrauch am höchsten ist,

    dann liefert die HGÜ auch nichts, wenn sich die Windräder wegen Flaute an der Küste langsamer drehen und das Wenige im Norden selbst gebraucht wird


    Nur, wenn man diese Probleme mit Speichern lösen möchte, braucht man auch keine HGÜ mehr.

    Tesla P85+ seit 8/13 >452.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.

  • Die Leitungen müssen halt was länger sein.

    Warum sollten die denn an den Landesgrenzen enden?

  • eba, Du scheinst Dich ja in der Industrieproduktion gut auszukennen:roll:

    Da wird also um 17.00Uhr "das Licht abgedreht" oder wie?

    Erkundige Dich doch einmal was z.B hier um Burghausen rum (Wacker, OMV ect. ) in der Nacht an Strom fließt.

    Oder im benachbarten Ranshofen wo die Amag ihr Aluwerk betreibt (ca 185GWh/Jahr)

    Du solltest nicht Dein warmes Mittagsessen oder sowas als Mass aller Dinge betrachten;)


    Ohne ein gut ausgebautes HGÜ-Netz haben wir nicht den Hauch einer Chance den Klimawandel auch nur ein wenig

    einzubremsen. Da geht es auch nicht um von Hamburg nach München sondern um rund um die Welt:!:


    lg,

    e-zepp

  • Es gibt zwei Probleme bei der HGÜ, die nur mit Speicher gelöst werden können.

    Speicher sind ja nicht nur Akkus und Pumpspeicherkraftwerke, sondern auch Wärmepumpen und E-Autos.

    Es gibt in D über 40 Mio Wohngebäude, wenn in jedem eine WP läuft und man diese zeitweise mit z.B. 250W höherer oder niedrigerer Leistung fährt, dann sind das 10GW Speicherleistung mit etlichen GWh Kapazität.

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE,

    Nibe F1155-6 mit RGK im sanierten Altbau von 1909

  • wenn in jedem eine WP läuft und man diese zeitweise mit z.B. 250W höherer oder niedrigerer Leistung fährt, dann sind das 10GW Speicherleistung mit etlichen GWh Kapazität.

    Aber nur, wenn der WP Betreiber überhaupt ne Ahnung davon hat. Aktuell würde ich vermuten, dass da eher mehr Strom verballert wird, als sinnvoll das Haus zu temperieren. Von "Estrichspeichern" ganz zu schweigen.

    Gruß PV-Express


    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012

  • Speicher sind ja nicht nur Akkus und Pumpspeicherkraftwerke, sondern auch Wärmepumpen und E-Autos.

    Es gibt in D über 40 Mio Wohngebäude, wenn in jedem eine WP läuft und man diese zeitweise mit z.B. 250W höherer oder niedrigerer Leistung fährt, dann sind das 10GW Speicherleistung mit etlichen GWh Kapazität.

    Jain. Bei Wärmepumpen fehlt derzeit zum einen die übergeordnete Steuerung für solch einen Einsatz und ich sehe aktuell auch keine Bestrebungen, hier etwas zu ändern. Zum anderen werden zukünftig Wärmepumpen immer häufiger auch im Bereich der Altbauten nicht nur im Kombination mit Flächenheizung sondern auch mit klassischen Radiatoren eingesetzt. Ich habe gerade eine entsprechende Planung für ein großes EFH am Wickel. Das Haus ist so gut gedämmt, dass ich in der Kombination PV+Sole-WP mit den bestehenden Radiatoren (nur minimale Änderungen nötig) mit einer Vorlauftemperatur von 45 Grad gut hinkomme. Da rechnet sich es nicht, mit viel Aufwand jetzt noch auf Fußboden- und/oder Deckenheizung zu gehen. 5 Grad weniger Vorlauf bringen mir gerade mal 50 Euro geringere Heizkosten im Jahr. Dafür auf 350 qm Wohnfläche auf Flächenheizungen umzustellen bringt selbst mit der Förderung kein wirtschaftliches Ergebnis. Sicherlich wird man das mal Zug und Zug bei eh anstehenden größeren Renovierungen aus Komfortgründen angehen. Aber ich denke, dass man solche Lösungen in Zukunft immer öfter sehen wird. Also wird m.M.n. zukünftig nicht mehr jede WP auch als Speicher dienen können.