Bitte um Hilfe für Anlagenplanung EFH, Ost-Westdach,15-17kWp

  • Moin, auch im Norden scheint die Sonne, deshalb möchte ich auf unserem Dach eine PV-Anlage installieren (lassen).


    Die Abmessungen vom Haus sind 10x16m, die Dachneigung 35 Grad in Ost-Westausrichtung. Laut online Fotovoltaik-Planungstools circa 65 Grad West.

    Die Gaube wirft gegen Mittag dann natürlich Schatten.


    Unser Stromverbrauch liegt bei 3500kWh im Jahr, kein E-Auto, keine absehbaren Grossverbraucher.

    Im Zählerschrank würde ein Platz frei, da der nicht benötigte Zweitzähler für Wärmestrom abgebaut werden soll, es gab nie eine Wärmepumpe, der Vorbesitzer betrieb ein großes Aquarium mit Wärmestrom.


    Preislich dachte ich an max. 16000-17000 Euro netto und eine Anlagengrösse von 17-18 kWp, mehr wenn preislich mehr drin ist, verteilt auf die Ost-und die Westseite für eine gleichmäßigere Stromproduktion über den Tag. Auf das Dach passt sicher mehr, aber die Preise werden irgendwann doch utopisch und das Ganze wird kreditfinanziert.


    Anbei Fotos von Ziegeln und vom Haus (so gut es ging ohne Drohne).

    Ein Angebot für 1070 Euro/kWp habe ich schon (ist das fair im Mai 2020, Bauchgefühl sagt bei>15kWp doch etwas teuer?), ich möchte aber bei so einer Investition gerne Euren Rat einholen. Geolant ist das Ganze in den nächsten drei Monaten.


    Danke für Euren Input.

  • das Ganze wird kreditfinanziert.

    umso besser, dann einmal alles, dein Dach gibts her. Erst die Gaube belegen!

    PVGIS für WNW nachsehen. Ich würde sinnVOLL belegen, bedruckte Baumwolle kann man sehr günstig bei der Bank mieten.

  • Danke für Eure Tipps. Nördlich der Gaube gibt es doch recht viel Schatten, das würde ich dann nicht belegen, weil sonst der Mehraufwand für Optimierer steigt, oder?

    Habe nochmal nachgemessen, unterhalb der Gaube bis zur Traufkante wäre auch 1,30m Platz, da passt doch was hin ;)

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  • Nördlich der Gaube gibt es doch recht viel Schatten, das würde ich dann nicht belegen, weil sonst der Mehraufwand für Optimierer steigt, oder?

    Ob die Belegung sich lohnt kannst du mit einer Verschattungsanalyse (z. B mit Pvsol, gibt's als 30-Tage Testversion) ermitteln, bei der Berechnung wird Verlust durch Verschattung mit berücksichtigt.

    Ich denke aber das lohnt bei der Ausrichtung und Verschattung eher nicht.


    Optimierer machen aus Schatten keine Sonne, wenn sich die Belegung gem Verschattungsanalyse nicht lohnt dann ändern Optimierer daran auch nichts.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • umso besser, dann einmal alles, dein Dach gibts her. Erst die Gaube belegen!

    PVGIS für WNW nachsehen.

    PGVIS gibt mir für das Westdach (33 Module mit je 355kWp, also 11,715kWp einen Jahresertrag von knapp 9600kWh an, für das Ostdach (18 Module, 6,4kWp) 4100kWh, in Summe also knapp 16000kWh/Jahr. Für 18kWp installierte Leistung und Norddeutschland finde ich das ganz respektabel.

    Bei 8,5ct Einspeisevergütung bringt das 1360 EUR Rohertrag, abzüglich Steuern, Wartung etc hätte sich die Anlage nach 16 Jahren bezahlt.

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  • 640h auf ONO kann man noch bauen.

    Ganz im Norden evtl. "Dreieck" hochkant um dem Gaubenschatten gerecht zu werden.

  • Im Zweifel würde ich eher die Gaube belegen als die linke Dachfläche, denn Symmetrie sieht besser aus (auch wenn Gaube nicht genau in der Mitte ist), obendrein ist da etwas mehr Sonne, da flacher.


    Hier aber ruhig beides. Gaube möglichst vollpacken, dann mit derselben Modulausrichtung links davon ein Feld mit optisch angemessenem Abstand.

    Der Streifen vor dem Gaubenfenster ist schon mittags von der Gaube verschattet, also schlechter als andere Dachflächen.


    Der Querschnittsplan passt nicht zum Photo.


    Anbieter ggf. ein Angebot machen, und nur, wenn er nicht drauf eingeht, Alternativangebote einholen. Vielleicht reicht der Wechselrichter und er kann nur ein paar Module "drauflegen"? Aber hier geht vielleicht noch mehr an Leistung.


    Luftbild sieht komisch aus: Linke Dachseite kleiner oder unten überall verschattet? Sind doch eigentlich beide gleich groß. Passen vielleicht 4 Modulreihen übereinander oder 3 große mit 72 Zellen (zu 2 Metern)?

    10 Meter Hausbreite = 5 Meter je Seite, dort Dachhöhe bei 35 Grad 2,87 m, Diagonale Länge 5,76 m, das ist noch ohne den Dachüberstand, Insgesamt dann vielleicht 6,40 m? Wird mit 3*2 Metern etwas knapp, könnte aber gehen. Der Anbieter hat offenbar noch nicht groß optimiert, sondern recht fix ein Raster aufgemalt.

  • Bei der Gaube wäre eine Dachintegration bis zur Kante optisch wichtiger als im übrigen Dach, weil man die "aufgesetzten" Module mit ihrem Abstand zum Dach dort stärker sieht. Ist aber vermutich hier bislang nicht angedacht.


    Kann jemand hier im Forum einen Vorschlag dafür machen? GIbt es günstigire Lösungen, wenn man bis zur Kante gehen kann und dann keinen Randabschluß zur restlichen Dachfläche mehr benötigen würde?

  • Paar cm Abstand zum Rand wirken Wunder. Ich freue mich die Anlage, die Module und die nahezu modulbündigen (etwas länger schadet nicht) Schienen von der Seite zu sehen.