Einkommenssteuer / Umsatzsteuer auf Eigenverbrauch

  • Hallo zusammen,


    die Tage wird bei mir gerade die PV-Anlage mit 8kwp installiert.

    Ich werde die Option eines umsatzsteuerpflichtigen Unternehmens wählen, um die MwsT zurückzuerhalten.


    Nun habe ich eine Verständnisfrage:


    Ich bezahle demnach Einkommens und Umsatzsteuern (richtig?)


    Auf der Seite der Einkommensteuer kann ich die Anschaffungskosten anteilig auf 20 Jahre anrechnen lassen, sodass hier ein Verlust generiert wird.

    Hier habe ich wohl auch die Wahl, wie ich die Einkommen berechnen lasse:



    Sinnvoll würde hier ja ein möglichst geringer Preis sein. Wie handhabt ihr das?


    Andererseits bezahle ich auch auf den Eigenverbrauch 19% UmsT.

    Diese beziehen sich auf den Nettostrompreis.


    Frage: Wer definiert diesen Nettostrompreis?

    Es gibt ja unterschiedliche Stromanbieter? Kann ich hier dann den günstigsten angeben?

    Oder einen Mittelwert?

    Oder legt dies gar das FA selbst fest?


    Danke schonmal und Grüße

    Cy

  • sodass hier ein Verlust generiert wird.

    Wenn bei deiner jährlichen EÜR/EKSt immer ein Verlust rauskommt, bescheinigt dir das FA das du keine Gewinnerzielungsabsichten hast und fordert die Steuervorteile auch rückwirkend zurück.

    (Das nur zu Klarstellung, denke du hast dich nur unglücklich ausgedrückt. ;))

    Hier habe ich wohl auch die Wahl, wie ich die Einkommen berechnen lasse: .....

    Du bist jetzt Unternehmer und berechnest/deklarierst dein Einkommen selbst. ;)

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

  • Wenn bei deiner jährlichen EÜR/EKSt immer ein Verlust rauskommt, bescheinigt dir das FA das du keine Gewinnerzielungsabsichten hast und fordert die Steuervorteile auch rückwirkend zurück.

    Nicht unbedingt - ich weise von Beginn an eine Verlust von ca. 50 € aus - bisher hat das FA mir nicht unterstellt, dass ich keine Gewinnerzielungsabsicht hätte....

  • Nicht unbedingt

    Es gibt immer eine Ausnahme von der Regel.

    Ich hoffe auch in Zukunft für dich das keiner beim FA aufwacht. ;)

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

  • Danke, nun noch eine weitere Frage:

    Um die MwSt für den Anlagenpreis vom Finanzamt zurückzuerhalten - geschieht dies automatisch dadurch, dass ich beim Fragebogen zur steuerlichen Erfassung nicht die KUR wähle und den Kaufpreis dann bei der ersten Umsatzsteuervoranmeldung eintrage?

  • Liebe Community, ich behellige euch nochmals mit Fragen:


    1. Die Einkommenssteuer für 2019 kann ich noch wie gewohnt machen, auch wenn der Kaufvertrag der Anlage auf November 2019 datiert ist? Die Rechnung bekomme ich ja erst noch dieses Jahr.


    2. Das bedeutet dann, dass ich für dieses Jahr erstmal nur die monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen einreichen muss, und ab 2021 dann bis Juli neben der bisherigen Einkommenssteuer dann auch die Umsatzsteuererklärung - richtig?


    3. Kann ich beim Fragebogen für die steuerliche Erfassung den Tag der Gründung einfach auf Januar 2020 legen und damit den Beginn der Voranmeldungsfristen vordatieren? Dann bräuchte ich nur "Nullen" absenden. Oder muss das Datum zwingend das Kaufdatum sein?

  • 3 x JA, aber .....


    wenn du das Gründungsdatum auf Dez. 2019 legst und nachmeldest bist du die VA Anfang 2021 los. Wenn du erst in 2020 gründest bist du die VA erst Anfang 2021 los. Mit deiner Strategie lt. (3) machst du daher 24 VA nach meiner Empfehlung nur ggf. 13 Meldungen. Ok die EÜR/EKSt und die jährliche USt-Erklärung ist dann auch für 2019 fällig. Das sind aber nur wenige Zahlen und Muster für 2020 damit schneller für 2020 erledigt.

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp

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