5KW Insel - hätte ich gerne.

  • Hallo von unterwegs, ich lese hier gerade reichlichst und wäre für Infos dankbar. Zeitnah möchte ich eine 5 KW Inselanlage auf einem schattenfreien Dach errichten (lassen), Südausrichtung, ca. 20 grad , in Portugal ! Ich bin alleine , größter Verbraucher wahrscheinlich WAMA, können jedoch noch folgen. Hauptsächlich interessiert mich die Wahl des WR, Speicher. WICHTIG, einfach, robust, zuverlässig. Wahrscheinlich tendiere ich zur Zeit zu Victron, doch welche Kombinationen ? Die Komplexität mit sämtlichen WLAN, Bus , usw, Möglichkeiten, bei vielen WR sehe ich fehleranfällig. Speicher gerne Blei, muss nicht riesig sein, Zyklen sind mir zweitrangig. Finanzierung ist gesichert. Achso : STUDER Vario String Vs-70 ist mir für meine Zwecke aufgefallen , macht das Sinn... OK, nun bin ich gespannt und 'danke. Anhang: 'Lebe lange im LKW mit 2 Hausmodulen auf dem Dach, ohne GEN, würde ich mal als Insel bezeichnen.

  • Vielleicht bekommst du in Portugal einen Infini von Voltronic nachgeworfen, sonst kann ich dir die Solis-Serie empfehlen.

    Die klassischen Hybriden sind ohne Netzanschluss üblicherweise zu teuer.

    einstein0

    30 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    1 kW- Insel im Camper ohne PV! EV; Mitsubishi Imiev. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Servus und willkommen im Forum :)

    Hier werkelt ein alter ASP Top Class 2024 ohne jeden Schnickschnack, mittlerweile gute 22 Jahre alt und seit 8 Jahren

    bei mir fast ununterbrochen im Einsatz. Würde ich mal als extrem zuverlässig bezeichen;)

    Für den WaMa- und EBoiler-Heizstab hab ich einen billigen Rechteckwandler, auch seit 8 Jahren ohne Probleme.

    Durch diese Aufteilung halten sich die Kosten schön niedrig und der gute Sinus muss nicht so riesig sein.

    Den Heizstab-WR kann man ja auch nur bei Bedarf anschalten, spart unnötige Standby-Verluste..

    Extrem wichtig ist ein guter Akku und in Portugal auch ein kühles, schattiges Plätzchen für ihn.

    Bei einer nicht zu knapp ausgelegten OPzS kannst Du mit 12-15 Jahre Gebrauchsdauer rechnen.

    Als Systemspannung wird bei vielleicht max 3kW Verbraucher- Leistung wahrscheinlich 24V reichen,

    wenn Du mit mehr rechnest sind eher 48V zu empfehlen.

    Bei 5kWp Modulen kannst an schönen Tagen bei 24V knapp 150A Ladestrom ernten, der Akku sollte daher nicht weniger

    als 1000Ah Kapazität haben (wären bei 48V entsprechend 75A Ladestrom und mind. 500Ah Batterie-Kapa)


    Ob Du 5kWp Modulleistung in Portugal brauchst halte ich für fraglich, ich versorge hier Haus, Hof und kleines Gewerbe

    10 Monate/Jahr mit 4,4kWp, wir sind 3-5 Personen, in Niederbayern.

    lg,

    e-zepp

  • Die Voraussetzungen sind schon mal gut!

    Die Frage ist jetzt noch, welche anderen Verbraucher möchtest du installieren?

    Wie hoch schätzt du den täglichen Verbrauch ein?

    Wie oft läuft die Wama pro Woche?

    Und klar, wohnst du dort für längere Zeit, den Sommer über oder ganzjährig?

    Mit 5 kWp kommt man im Sommer auf gut 25 kWh Ertrag pro Tag.

    Aber brauchst du die überhaupt? Deshalb die obigen Fragen.

  • Wahrscheinlich tendiere ich zur Zeit zu Victron, doch welche Kombinationen ? Die Komplexität mit sämtlichen WLAN, Bus , usw, Möglichkeiten, bei vielen WR sehe ich fehleranfällig.

    Kommunikation ist optional, also klappt ein Mix verschiedener Hersteller noch genauso wie auch schon vor 20 Jahren. Man muss die Komplexität also nicht ausnutzen, wenn man nicht möchte :)


    Zunächst wäre aber mal wichtig wie du auf die 5kWp kommst. Möchtest du einfach mal das Dach zupflastern oder hast du bereits eine grobe Kalkulation durchgeführt?


    Ich bin alleine , größter Verbraucher wahrscheinlich WAMA, können jedoch noch folgen.

    Die Voraussetzungen sind schon mal gut!

    Ich finde das sind eher schlechte Voraussetzungen für eine Planung :lol:



    WICHTIG, einfach, robust, zuverlässig

    Bleibt ja nicht mehr viel übrig :). OPzS fix und Hardware von SMA/Victron/Studer.


    Das ganze andere vorgeschlagene Zeug ist noch nicht lange genug auf dem Markt um beurteilen zu können ob es robust und zuverlässig ist. Es ist aber schonmal nicht simpel.

    Das gilt auch für den neuen Victron Inverter RS 48/6000, obwohl er inkl. Reserven gut passen würde.



    Gruß


    schlossschenke

    980Wp - Victron 100/50 - Soltronic MPPT7520 - 12V 260Ah - Multiplus 12/2000 - BMV700

  • Schlossi,

    ich meinte Portugal (wo dort?), ein Haus und 20° DN. :)

    Der Rest an Info über Verbraucher muß noch beigebracht werden.

  • Hallo und VIELEN Dank, vorerst. Also ich will ständig darin wohnen. Es liegt im Süden Portugals und das Dach möchte ich voll belegen. Wama über 'einfach Wandler klingt gut, läuft natürlich nicht ständig. An zusätzlichen Verbrauchern kommen evt. noch Wasserpumpe(n). Ich weiß die Kommunikation ist optional, doch große Komplexität birgt meines erachtens auch mehr Fehleranfälligkeit. Ich lehne ja da nichts grundsätzlich ab, habe nur eine andere Skepsis....und bin auch noch Laie. Zumindest was heutige Elektronik / Regeltechnik betrifft. Mit großer Sicherheit greife ich auf einen hier ansässigen Fachbetrieb zurück , wenn es losgeht, die machen bestimmt einen guten Job. Jedoch möchte ich ja auch dazulernen. Und das geht hier ja super, wofür ich nochmals danke... Tschüss

  • nutzt du einen el. Wasserkocher?


    Bei blei würde ein Studer AJ 2400-24 alles abdecken können


    Dazu ein VT-80



    Oder pylontech li speicher

    2x us2000

    Victron phoenix smart 48/3000

    smartsolar MPPT 250/100 MC4

    Elektromobile: Renault ZOE ZE40 Car Sharing und Pedelec

  • Morgen sundevil,


    da hast du dich etwas verhauen, aber war auch schon spät :)


    Der AJ2400-24 ist ein 24V Wechselrichter und liefert 2,4kVA (nicht kW!) für 30min bei 25°C. 2,8kVA nur noch für 5min. Je nach Waschgang und Temperatur ist das zu klein gewählt. Der VT-80 bringt bei 24V auch nur knapp 2kW.

    Hinzu kommt die Wasserpumpe, von der man noch nicht weiß ob sie ein Hauswasserwerk ist oder eine Gartenpumpe zur Bewässerung. Eventuell muss beides zeitgleich funktionieren.


    Ein deutscher Singlehaushalt bewegt sich irgendwo im Bereich zwischen 1000-2300kWh Jährlich. Rechnen wir mit 1500kWh zzgl. WR-Eigenverbrauch kommen wir auf etwa 5kWh täglich. Zwar gibt es keinen E-Herd (oder?), dafür aber die Wasserpumpen.


    Während man in Deutschland mit 5kWp verloren wäre kommt man im Süden Portugals gut hin. Dennoch sind auch dort einige Tage Pufferspeicher nötig, sodass die zwei Pylontechs zu klein ausfielen. Auch beträgt der empfohlene Ladestrom dort nur 25A/Block und würde somit überschritten.

    Bei Blei sollte die Kapazität mindestens das 5-fache des Spitzenentlade-/Ladestroms betragen. Nehmen wir einfach mal die fünffache PV-Leistung an, dann kommen wir auf 25kWh Kapazität. Damit hätte man 3,5 Tage Puffer bis ein SOC von 30% erreicht ist. Eine Überprüfung mit PVGIS ergibt, dass man damit in Portugal gut hinkommt, während in Deutschland im Winter etwa 8 Tage nötig wären. Ein Li-Speicher könnte hinsichtlich der Strombelastbarkeit zwar kleiner ausfallen, aber man sieht recht gut, dass ein Speicher mit 10kWh bereits zu größeren Einschränkungen führen würde. Andererseits ist man natürlich auch etwas flexibel. Sollte es einmal knapp werden, dann muss im Januar die Wäsche eben mal ein paar Tage liegen bleiben. Was man aber nicht vergessen darf ist, dass so ein LiFePO4-Speicher bei einem Fehler sofort abschaltet und unnutzbar ist, während Blei sich nur beschwert und weiterläuft.


    Zum Wechselrichter: Hier hängt es sehr vom Aufstellungsort ab, denn mit erhöhter Temperatur tritt ein Temperatur-Derating ein, also eine Leistungsreduzierung. Empfehlenswert wäre also ein kühler Keller, aber in Portugal würde ich vorsichtshalber auch dort eher mit dem 40°C als dem 25°C Wert kalkulieren. Nun sollte man davon ausgehen, dass man zusätzlich zum Waschgang vielleicht einmal versehentlich (oder gewollt) einen Kaffee durchlassen möchte und/oder die Wasserpumpe auch mal zeitgleich funktionieren sollte ohne, dass der Wechselrichter gleich aussteigt.

    In Hochverfügbarkeitssystemen sollten 80% der Nenndauerleistung nicht überschritten werden. Damit würde man bei einem Quattro 8000 landen, der bei 40°C noch immer eine Dauerleistung von 5500W schafft, abzüglich 20% also 4400W.

    Da es sich "nur" um ein Wohnhaus handelt würde ich, vor allem auch aufgrund des hohen Eigenverbrauchs des Quattros, zu einem Phoenix 5000/48 raten. Die Systeme sind für eine gewisse Zeit überlastfähig, sodass ein 5kVA in der Regel kurzzeitg mit zwei Großverbrauchern klar kommt. Man könnte auch einen Multi 5000 verwenden und einen Teil der Anlage zur Entlastung per AC-Coupling realisieren. Bei AC-Coupling kann man sich auch einmal den Sunny Island 6.0H ansehen. Für DC alleine genügt ein 250/85 Laderegler.


    Leider ist bisher alles ins Blaue hinein geraten. Es gibt keinerlei Verbrauchsangaben und zu viel Wahrscheinlichkeiten und Eventualitäten.


    Ich meinte Portugal (wo dort?), ein Haus und 20° DN. :)

    Servus Kalle,

    weiß ich doch und damit hast du auch vollkommen recht :):thumbup:



    Gruß


    schlossschenke

    980Wp - Victron 100/50 - Soltronic MPPT7520 - 12V 260Ah - Multiplus 12/2000 - BMV700