Mehrwertsteuer auf Speicher, Rückerstattung?

  • Anscheinend wird von den Finanzämtern üblicherweise neben der MwSt für die PV Anlage auch die der Speicherkomponenten rückerstattet, wenn die Anlage en Block angeschafft wird.


    In wie fern ist der Speicher zur gewerblichen Einspeisung von EE nötig und damit die Rückerstattung rechtens, da gewerblich genutzt?


    Wird ein Speicher separat angeschafft gibt es (für mich selbstverständlich) keine Erstattung, da rein private Nutzung?


    Oder werden bei der komplette Neuanlage die FiÄmter schlicht weg verarscht, da sie sowieso nicht den Unterschied zwischen E3/DC und Huawei 33KTL-A kennen und damit nicht klar eingrenzen können was zur Einspeiseanlage gehört...


    Ich persönlich finde ein Speicher ist immer Privatsache und damit sollte die MwSt nicht erstattet werden...

  • NUr weil es gemacht wird, ist es sicher nicht richtig.


    Gar nicht.


    Speicher ist immer privat.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Genau so seh ich das auch. Der Solarteur kann genauso gut ne Waschmaschine in der Gesamtrechnung verstecken.


    ok der vergleich hinkt, die WaMa könnte man gewerblich nutzen

  • Ähnliches findet man auch zu Hauf hier im Forum in den Beiträge von unserem Szeuerprofi kpr... Oder hier vor kurzem im Pv-magazin: https://www.pv-magazine.de/202…riespeichern-praezisiert/


    Die aber auch nur der Ansicht des Bayrischen Finanzamts folgen...

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015


    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)

  • Da hilft nur Niebuhrs Gebet:


    Herr, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,

    den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,

    und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

    Excel-Tools mit VBA-Makros zu Buchführung und Steuer für PV-Anlagen:
    Einspeise-, Direktverbrauchs-Anlagen und Kombinationen beider Arten
    DV-Tools auch für MAC OS - DV-Tools für je 1 Anlage auch mit KUR
    Informationen unter https://www.pv-steuer.com

  • Ihr könnt beide mal kucken, was eine OFD für eine Meinung dazu hat. => https://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/542103/ Punkt 4.1 Vorsteuerabzug aus der Anschaffung eines Stromspeichers


    Kenne ich ja, zeugt aber eigentlich nur davon, dass man das Thema Null,Null verstanden hat.


    "4.1 Vorsteuerabzug aus der Anschaffung eines Stromspeichers

    Wird eine Photovoltaikanlage mit einer Batterie zur Speicherung des Stroms angeschafft, liegt ein einheitliches Zuordnungsobjekt vor. Photovoltaikanlagen bestehen regelmäßig aus einer Vielzahl von Einzelkomponenten, die leitungs- und schaltungstechnisch verbunden sind und umsatzsteuerlich bei einer gemeinsamen Anschaffung einen einheitlichen Gegenstand bilden. Für die Frage der unternehmerischen Mindestnutzung kommt es auf die Verwendung des insgesamt erzeugten Stroms an. […]

    Ein Vorsteuerabzug aus der Anschaffung der Batterie ist nicht zulässig, wenn der gespeicherte Strom zu weniger als 10% für unternehmerische Zwecke des Anlagenbetreibers verbraucht wird."


    Den Nachweis der unternehmerischen Nutzung stelle ich mir schwierig bis unmöglich vor.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Ist das jetzt ne Folge aus "wie betrüge ich durch geschicktes Zitieren / Weglassen"?


    So heisst es richtig:

    Zitat

    Wird eine Photovoltaikanlage mit einer Batterie zur Speicherung des Stroms angeschafft, liegt ein einheitliches Zuordnungsobjekt vor. Photovoltaikanlagen bestehen regelmäßig aus einer Vielzahl von Einzelkomponenten, die leitungs- und schaltungstechnisch verbunden sind und umsatzsteuerlich bei einer gemeinsamen Anschaffung einen einheitlichen Gegenstand bilden. Für die Frage der unternehmerischen Mindestnutzung kommt es auf die Verwendung des insgesamt erzeugten Stroms an.


    Wird die Batterie erst nachträglich angeschafft (nachträgliche Herstellungskosten), liegt ein eigenständiges Zuordnungsobjekt vor (Abschn. 15.2c Abs. 9 UStAE). Ein Vorsteuerabzug aus der Anschaffung der Batterie ist nicht zulässig, wenn der gespeicherte Strom zu weniger als 10 % für unternehmerische Zwecke des Anlagenbetreibers verbraucht wird.

    In dem Fall des ersten Absatzes sind die 10% ganz leicht zu erreichen und nachzuweisen, da insgesamt erzeugter Strom maßgebend!


    Im zweiten Absatz geht es um den gespeicherten Strom, und da 10% zu erreichen ist ungleich schwieriger... Deswegen bei nachträglicher Anschaffung im allg. Keine Vorsteuer-Erstattung da eigenständiges Zuordnungsobjekt.


    Das hat mit Technik nix zu tun, sondern nur mit Umsatzsteuer-Recht!

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015


    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)

  • wer schon ein Unternehmen besitzt und eine USV für seine EDV Anlage benötigt, könnte so einen Speicher gewerblich unterbringen. Vorsteuer und Abschreibung sollten dann kein Problem sein.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!