Suche SelfPv / Balkon Pv Anlage mit der Möglichkeit einer Steuerung

  • Ich habe einige Angebote eingeholt, mit und ohne Speicher. Diese waren mir schlichtweg zu teuer (im Mittel ca 25t€) und der Zeitraum bis zur Amortisation zu lang

    25t€ sagt ja gar nichts aus. Wie viel kWp? Bei 25 kWp wäre der Preis doch ok?

    Stell deine Angebote mal vor.

    Ein großes Dach leer zu lassen ist m. E. verrückt ;) Du findest bestimmt gute Solarteure die angemessene Preise machen!

  • Du findest bestimmt gute Solarteure die angemessene Preise machen!

    Darin liegt nich selten die Herausforderung. Leider. Anfängern wird Wucher angeboten, dreist. Aber leider funktioniert das weil es gekauft wird.

  • Erst mal vielen Dank für die vielen Meinungen.

    Meine Absicht ist natürlich Stromkosten zu sparen da ich eine relativ hohe Grundlast (Standby) habe.

    Im Sommer mehr als im Winter.


    Die Angebot die ich bekommen habe waren ca 9 bis 10 kWp aber auch relativ hochwertig. Ich wollte auch nicht das ganze Dach voll haben. Walmdach in L Form mit ca. 15m Länge pro Seite ohne Beschattung


    Hab lange überlegt und mich erst mal dagegen entscheiden eine große Anlage zu kaufen. Natürlich hauptsächlich wegen den hohen Investitionskosten.

    Aber so ganz habe ich das Thema noch nicht abgeschlossen, daher kamen mir die kleinen Pv Anlagen ganz gelegen.


    Ich verstehe nur nicht warum die alle bei 600 Watt begrenzt sein sollen ?

    Es werden doch Anlagen mit ca 1800 kWp und drei WR verkauft, warum werden diese Anlagen dann Angeboten ?

    Was wäre wenn ich zwei oder drei Anlagen mit 600 kWp getrennt betreiben würde ?


    Eine 600 kWp Anlage deckt ganz sicher sehr viel von meinem Standby bedarf und ich würde davon sicherlich nahezu nichts einspeisen. Daher würde ich eine davon ganz sicher kaufen. Einige bieten 15 Jahre Garantie und warum soll sich diese Anlage nicht nach ca. 7 Jahren amortisieren ?

    Die Steuerung ist sicherlich eher ein Hobby und irgendwie dem Fakt geschuldet, dass ich gerne Kontrolle über die Komponenten habe.


    Ich bin weiterhin davon ausgegangen, dass wenn ich eine kleine Anlage mit max. 1800 kWp kaufe und selbst installiere, es mich max 2500€ kostet. Alu Schienen und Dachhalter haben ich schon sehr günstig gebraucht bekommen, da ich diese mal Zweckentfremdet genutzt habe und noch einiges über ist.


    Damit hatte ich mir vorgestellt nicht nur den Standby Strom zu decken sondern auch eine Umwälzpumpe für Wasser und eine kleine Klimaanlage, die nur dann laufen soll wenn wirklich viel Leistung von der Sonne geliefert wird, weil dann auch das Haus mehr erwärmt wird.


    Die Marktübersicht bei pv-magazin erschlägt einen aber mit Herstellern.

    Nun wollte ich über das Forum eine Empfehlung welcher Anbieter dieser kleinen Pv Anlagen empfehlenswert ist.

  • Hab lange überlegt und mich erst mal dagegen entscheiden eine große Anlage zu kaufen. Natürlich hauptsächlich wegen den hohen Investitionskosten.

    So ähnlich geht es mir auch, wobei ich beruflich bedingt kaum im Haus bin, und es dort für mich und Handwerker wichtigere Dinge zu tun gibt als eine große PV-Anlage aufs Dach zu bauen, wie Sturmschäden und Waschbären beseitigen.


    Gar nix tun und immer nur rumüberlegen ist aber auch keine Lösung. Der Einfachheit halber habe ich mir eine "Balkonanlage" vorab liefern lassen, also ein einzelnes 300Wp-Modul, das ich auf einem Flachdach aufgestellt und belastet habe. Das liefert derzeit, also an einem sonnigen Tag im Mai, maximal 1,3 kWh laut PVGIS, wenn es nach Süden ausgerichtet ist und nicht abgeschattet wird. Es wird aber morgens und abends abgeschattet und wird kaum über 1 kWh kommen. Mein alter Zähler läuft tagsüber also etwas rückwärts weil fast nichts in Betrieb ist, aber sobald abends etwas eingeschaltet wird ist der "Gewinn" schnell wieder verloren. Ist halt ein Spielzeug, zum lernen. Amortisieren tut sich das wohl nie.


    Langer Rede kurzer Sinn: bei deinem deutlich höheren Verbrauch sind die für Mini-Anlagen erlaubten 500 Watt bzw. 600Wp (nicht kWp, da kommst du öfters durcheinander) fast nichts, aber Aufwand hast du trotzdem. Vielleicht ist dein Denkfehler dass du meinst die angegebene Spitzenleistung kommt dauerhaft?

    Dem ist leider nicht so. Mein 300Wp-Modul wird so 8 Stunden im Sonnenlicht sein, dabei aber keine 2,4 kWh liefern, sondern eher 0,9. Es ist also praktisch ein 110W-Modul (ohne "peak") wenn im Frühling ständig schönes Wetter ist. Im Winter und bei schlechtem Wetter kommt nichts nennenswertes raus.


    Besorge dir halt die 1800Wp-Anlagen, stelle sie auf, sammle eigene Erfahrungen, und dann wirst du schon sehen ob du damit zufrieden bist oder mehr willst. Ich warte noch auf eine schon bezahlte 1200Wp-Anlage mit kleinem Speicher, die als Insel legal laufen kann und Homeoffice unterstützen soll. Da spare ich mir Ärger und Kosten mit Zähler und Anmeldung.

    Smart Electric Drive EZ 2013 mit 17,6-kWh-Akku (SOH ca. 90%) und 22-kW-Lader (ausgetauscht)

    Solmate G Minispeicher mit vier Modulen (zwei Ost, zwei West)

    Für 1 Liter Kraftstoff an der Tankstelle wurden ca. 1,6 bis 2 kWh Energie verbraucht, größtenteils als Brennstoff und in der Raffinerie. Wer von "42 kWh Strom" redet hat keine Ahnung und plappert Fehler nach!

  • "hauptsächlich wegen den hohen Investitionskosten." PV kostet unterm Strich nix sondern liefert Gewinn. Ja, NOCH gibt es die großen Anlagen geschenkt wenn man die Liquidität hat.

  • Ich verstehe nur nicht warum die alle bei 600 Watt begrenzt sein sollen ?

    Es werden doch Anlagen mit ca 1800 kWp und drei WR verkauft, warum werden diese Anlagen dann Angeboten ?

    Wiel über 600W das vereinfachte Verfahren nicht mehr geht.

    Weil es nicht verboten ist etwas zu verkaufen und den Kunden im Regen stehen zu lassen, wenn er es ordetlich anmelden will.

    und warum soll sich diese Anlage nicht nach ca. 7 Jahren amortisieren ?

    Dann rechnen wir mal schnell. Mal angenommen es bleibt bei den 1300€ (tut es nicht, Kleinvieh macht auch Mist), dann mußt du für 7 Jahare jedes Jahr 185€ Stromkosten sparen oder bei 25ct/kWh (brutto) 750kWh. Die Anlage wird um die 1000kWh im Jahr produzieren, das paßt einfach nicht, wenn du nicht wie Casamatteo71 (bei einer viel kleineren Anlage) zeitweise deinen Zähler rückwärts drehen läßt.

    Du überschätzt deine Dauerlast vermutlich deutlich. Der Kühlschrank zieht halt nicht dauernd 100W sondern jede Stunde für 10 oder 15 Minuten, dazwischen fast nichts usw. Anrechnen kannst du aber nur, was du zeitgleich verbrauchst (außer eben der Zähler läuft rückwärts).

  • Das ist die Krux bei Balkonanlagen. Sie amortisieren umso schneller, je kleiner und billiger sie sind. Wenn du dir ein 150Wp-Modul mit einem Mikrowechselrichter aufbaust, wirst du kaum Überschuss produzieren, den du verschenkst. Und wenn das Ganze dann noch für 49.95€ beim Chinamann aus dem Container gefallen ist, hat sich die "Anlage" schnell amortisiert.


    Eine EEG-Anlage funktioniert genau anders herum. Je größer du sie baust, desto preiswerter wird sie relativ (€/kWp).

    Dein möglicher Eigenverbrauch ist prinzipiell begrenzt aber die Erzeugung und den Überschuss kannst du mit der Anlagengröße erhöhen bis dein Dach optimal voll belegt ist.

    Ideal wäre wenn der Erzeugungspreis deines überschüssigen Stromes unter der Einspeisevergütung liegt. Dann bezahlt die Überschusseinspeisung deine Anlage und der Eigenverbrauch ist eine echte Einsparung, weil du ihn nicht mehr für die Finanzierung der Anlage wieder ausgeben musst.


    Ich hatte glücklicherweise die Möglichkeit eine unverschämt große Anlage zu errichten. Ich habe noch nicht ausgerechnet, wann die sich amortisiert, denn das ist nicht relevant. Ich weiss aber genau, dass die Einspeisevergütung jeden Monat die Finanzierung und Betriebskosten (Versicherung, Rücklage) deckt und der zusätzliche Eigenverbrauch dadurch eine echte Einsparung darstellt. Ausserdem habe ich in den vergangenen 12 Monaten ca. 23MWh ziemlich sauberen Strom ins Netz eingespeist und leiste damit einen bescheidenen Beitrag zur Energiewende.


    Und fast noch vergessen: Ich kann meinen üppigen Überschuss auch dazu verwenden, zukünftige Energieverbraucher ( E-Autos, Wärmepumpe) zu versorgen und die Verbrennung fossiler Energieträger weiter zu reduzieren. Und bei solchen Verbrauchern macht die von dir angedachte Steuerung durch den PV-Ertrag richtig Sinn.

  • Ok ich sehe schon so viele Erfahrungswerte existieren nicht wirklich mit den kleinen Anlagen.


    Dann sage ich mal vielen Dank für eure Meinungen.


    Ich werde weiter recherchieren.

  • Ok ich sehe schon so viele Erfahrungswerte existieren nicht wirklich mit den kleinen Anlagen.

    :D wenn du meinst dass DAS der Grund für die Antorten ist lies nochmal. Oder lass es :roll:

    Anschlusskosten sind quasi Fixkosten - egal ob 1100Wp oder 10kWp.

    Anmeldeverfahren und kosten (Zählertausch) sind ebenso identisch.

    Die Große Anlage wird durch die Vergütung bezahlt - Eigenverbrauch bleibt als Vorteil -

    die kleine Anlage gebzahlöst du von deiner Ersparniss.

    Amortisiert sich früher - bringt am Ende aber weniger ein.

    Relativ vs absolute Rendite.


    Achja:

    eine 1100Wp bringt im Winter so 0-200W. Viel Spass beim steuern der Haustechnik :D


    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Ok ich sehe schon so viele Erfahrungswerte existieren nicht wirklich mit den kleinen Anlagen.

    Hier ein Erfahrungsbericht aus erster Hand.


    Wir haben ein 310Wp Modul mir Wechselrichter gekauft. Liefert irgendwas zwischen 20-300W. Aber tendenziell immer zu wenig.

    Nach einem Monat waren die Zweifel verstummt und wir haben eine 30kWp Anlage aufs Haus gebaut. Liefert genug Strom um den zukünftig iD3 mit 11kW zu laden und für die Wärmepumpe wird auch noch was übrig bleiben.

    Jetzt werden auch noch die Gewerbehallen mit jeweils etwa 130kWp belegt.


    Jetzt zur Frage, warum die ganzen Dächer noch nicht belegt waren?!

    Es gab jemanden aus der Familie der immer gegen Pv-Anlagen geredet hat.

    Damit der familiäre Frieden gewahrt bleibt, hat man lieber nichts gemacht.


    Bis jetzt! Denn dem Klimawandel sind wir alle egal.