Teilwertermittlung

  • Moin an alle,

    ich betreibe einen PV Anlage im Rahmen der KUR, habe jetzt meinen ersten Bescheid nach Inbetriebnahme zur Einkommenssteuer bekommen, und das Finanzamt möchte nun mit dem nächsten Jahr Unterlagen zur Ermittlung des Teilwertes für den Eigenverbrauch haben.

    Ich hatte das jetzt so verstanden dass ich nach dem Ansatz der Opportunitätskosten einfach die Einspeisevergütung von 0,1033 € angegeben habe??????

    Ist das so korrekt?

    Bedeutet Unterlagen zur Ermittlung, dass ich denen das so einfach aufschreibe???


    Schönes Wochenende noch:)

  • Es gibt eine Richtlinie (Bayer. Finanzamt ?), da werden die 3 Möglichkeiten, Einspeisevergütung, Herstellungskosten und 20ct/kWh-Pauschale aufgeführt.


    Ich würde mich die Richtlinie zitieren mit Verweis auf die Einspeisevegütungs-Variante und das bei dir aufgrund des EEG und des Anmeldemonats du 0,1033€/kWh bekommst.

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

  • Die Herstellungkostenmethode ist wenn man einen Speicher hat vermutlich nicht die günstigste Methode im Vergleich zur Vergütung der Einspeisung. Welche Anlage mit Speicher schafft Herstellungskosten von weniger als 10ct/kWh? :/


    Die nächste Frag wäre was bringen die wenigen Cent?

    Wären die Herstellungkosten 5ct/kWh günstiger als die Einspeisevergütung reduziert das die Einnahmen um 50€/1000kWh Eigenverbrauch. Wenn man keine weiteren Einkünfte/Gewinne aus selbständiger Tätigkeit hat dürfte man mit PV alleine meist unter 410€ Gewinn bleiben und das bleibt dann steuerfrei!


    Macht mal eine Muster-EÜR für eure Anlage dann seht ihr was steuerlich als Gewinn rauskommt. :)

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

  • Du machst KUR, dann ist der Rest doch wirklich auch egal.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Ich würde als Nachweis den Schrieb der BNA beilegen woraus die EEG-Vergütung ersichtlich wird.

    Vielleicht noch mit dem Hinweis, dass das schliesslich die einzige valide Teilwertvermutung bei der Sachentnahme ist, die die Unternehmensbilanz nicht beeinflusst. Ein Vorteil den andere Unternehmer nicht haben... Dann hat der FA-Beamte vielleicht auch noch was über Steuerrecht gelernt...


    Und ja, von kpr gibt es zig sehr eloquente Ausführungen im Forum, die das noch schöner ausführen. :)

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015


    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)

  • Also ich mache keine KUR und habe auch keinen Speicher. Und wenns nur 50 Euro im Jahr sind, warum sollte man die nicht "mitnehmen"? Sind immerhin 1000 Euro auf 20 Jahre.

  • Hat mit KUR oder nicht so gar nix zu tun... Geht ja um ESt.

    Seppel meinte oben wohl nur, wenn man wegen KUR schon soviel Geld bei USt verschenkt, dass es dann bei der ESt auch nicht mehr draufankommt...


    Und natürlich sind Herstellungskosten noch besser,... WENN du denn mit der höheren (aber einfacher zu rechtfertigenden) EEG-Vergütung für die Bewertung der Sachentnahme steuerpflichtig wärest (>410€ Gewinn im Jahr). Was du mit <10kWp aber normalerweise nicht bist...

    Weshalb sollte ich also ne Schlacht schlagen, wenn mir der Sieg eh nix bringt?

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015


    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)