Frage zu Warmwasser- Wärmepumpe

  • Hallo,


    ich hätte mal eine Frage zur Thema Warmwasser- Wärmepumpe.


    Zur Ausgangssituation.


    Ich habe eine PV Anlage mit 25 kwP Leistung (ca. 7000 kw/Jahresverbrauch). Einspeisevergütung liegt bei 0,09 EUR (Anlage wurde frisch installiert). Wir haben eine 30 Jahre alte Ölheizung. Der Wasserspeicher ist genau so alt.


    Wegen dem Alter des Wasserspeichers bin ich am überlegen ihn gegen einen neuen zu tauschen. Mein Installateur hat mir eine Dimplex Warmwasser- Wärmepumpe DHW 300+ angeboten (SG Ready). Anschaffungspreis liegt bei 1800 EUR. In einigen Jahren werden wir wahrscheinlich an ein Nahwärmenetz angeschlossen.


    Macht es unter den Gesamtumständen Sinn den überschüssigen PV Strom für sowas herzunehmen. Realisiert man sowas erst wenn der Ölpreis wieder deutlich teurer wird? Kennt einer das angebotene Modell und kann über die Effizienz etwas berichten?


    Danke für eure Hilfe.

  • grundsaetzlich:

    macht absolut sinn! sg ready laesst sich gut mit schaltausgaengen des WR steuern!


    achtung:

    nahwaerme hat oft den pferdefuss, dass sie im sommer abgeschaltet wird, da brauchst dann sowieso was fuer die WW-aufbereitung in den monarten ohne "r"!


    auch wenn die oelheizung jetzt noch laenger in betrieb bleibt, dann wuerd ich das sofort umsetzen. so kannst du den oeler nach der heizperiode den ganzen sommer ausgeschaltet lassen. spezifischer oelverbrauch pro waermeeinheit im sommer ist unverhaeltnismaessig hoch, stromverbrauch fuer die steuerung sparst du dir auch!

  • Es kann eventuell viel sinnvoller sein, den Öler komplett rauszuschmeissen und komplett auf WP zu setzen. Bei 25kWp kann man von Februar bis November große Teile der Heizleistung mit PV abdecken.

    Wärme aus der PV kostet dann <3ct/kWh.

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE,

    Nibe F1155-6 mit RGK im sanierten Altbau von 1909

  • Mit dem Thema habe ich mich überhaupt noch nicht beschäftigt. Die Frage wird sein, ob ich da die hohen Vorlauftemperaturen herbekomme, da wir Heizkörper haben. Interessant wäre es eh erst, wenn wir keine Nahwärme bekommen sollten und der Termin zum Ölheizungsverbot näher rückt.

  • welches land? deutschland?

    welches bundesland?

    welcher netzbetreiber?

    stromverbrauch pro jahr? 7000kWh

    waermebedarf pro jahr?

    ww-waermebedarf pro jahr?


    hast du schon einmal versucht, die VL-temperatur so weit wie moeglich zu senken, ohne dass es zu (massgeblichen) komforteinbussen kommt?

  • Was wird denn die Nahwärme kosten? Das liegt ja oft bei 10ct/kWh, bei 12000kWh wären das 1200€ im Jahr, eine WP mit PV-Unterstützung verursacht Kosten in Höhe von <400€ bis 800€. WP spart also jährlich 400€ - >800€ ein.


    Man kann auch bei Heizkörpern mit niedriger Vorlauftemperatur heizen, wenn die Heizkörper groß genug sind. Dämmen kann auch sinnvoll sein, da gibt es einige sehr wirkungsvolle Möglichkeiten, die günstig umzusetzen sind. Einblasdämmung in der Luftschicht der Aussenwand, oberste Geschossdecke, neue Fenster, ...

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE,

    Nibe F1155-6 mit RGK im sanierten Altbau von 1909

  • Heizkörper und eine irgendwann viel zu hoch eingestellte Vorlauftemperatur sagen erst mal gar nix über die Eignung für WP-Betrieb aus.


    Viel interessanter:

    - -Ölverbrauch pro Jahr

    - Wohnfläche


    Der Energieverbrauch pro m² und Jahr sollte nicht über 100 kWh/m²*a, maximal aber bei 120 kWh/m²*a liegen.

    Der Energieverbrauch selbst ergibt sich aus dem Ölverbrauch * 10 * 0,85 und allen anderen Quellen (Holzverbrauch!!!).

    Der Ölverbrauch * 10 * 0,85 geteilt durch 3000 ergibt die ungefähre Heizlast.


    NACH DIESEN Abschätzungen kann mal schon mal sagen, ob ein Umbau auf WP energetisch Sinn macht.

  • Zum Thema Nahwärme kann ich noch nichts sagen, da sie sich noch in der Machbarkeitstudie befindet.


    Ansonsten hat unser Haus ca. 280 m² Wohnfläche (3 Wohnungen, alles Familie). Im Schnitt brauchen wir ca. 2800 Liter Heizöl. In zwei Wohnungen ist ein Kamin. Im Jahr brauchen wir gesamt ca. 11 Ster Holz.


    Haus ist in Bayern. Energieversorger ist Bayernwerk (EON)

  • Dach wurde jetzt neu gedämmt (U-Wert 0,14). Dachfenster neu (U-Wert 1.0). Die übrigen Fenster werden jetzt auch noch nach KfW Anforderungen getauscht. Das einzige war wir nicht machen ist Fasadendämmung. Energieberater sagt, dass die Wände dick genug sind.


    Der o.g. Öl und Holzverbrauch bezieht sich noch auf den unsanierten Zustand.