Fragen zum Erzeugungszähler

  • Ich hoffe, das Thema ist hier an der richtigen Stelle eingestellt.


    Ich möchte evtl. meine bestehende 9,88 kWp-Anlage (Inbetriebn. 2015) um eine Anlage >10kWp (also mit EEG-Umlagepflicht) ergänzen.


    Sind folgende Aussagen zum Erzeugungszähler (EZ) korrekt?

    Der EZ

    a) darf vom Anlagenbetreiber gestellt werden

    b) wird vom Elektroinstallateur (also nicht vom VNB/MSB) eingebaut

    c) muß geeicht sein (S0-Zähler mit Genauigkeitsklasse 1, Rücklaufsperre, ungeeicht wäre dann nicht erlaubt)

    d) muß eine Rücklaufsperre haben

    e) darf an beliebigen sinnvollen Ort im Gebäude installiert werden

    f) darf als Hutschienenzähler ausgeführt werden


    Weitere Fragen:

    - Was kostet so ein Zähler?

    - Kann jemand ein Beispiel-Modell nennen? (wenn erlaubt, dann für Hutschiene)


    Danke.

  • Danke. Ich habe das mit dem Datum mal als Anregung dorthin geschickt.


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    Im Moment haben wir ca. 1100 kWh/Jahr EV, mit der neuen Anlage kommen wir angenommen auf ca. 200 kWh mehr (?).


    Wenn nun der MsB (Bayernwerk) einen 2RZ (kostet angeblich 20€/Jahr) verlangt und stellt, dann zahle ich dafür 20€/J.*20Jahre=400€ in 20 Jahren. Dazu noch den Einbau, also grob ca. 500€ für den 2RZ.

    Und das alles für vielleicht +200 kWh/Jahr EV á 2,7Ct/kWh, d.h. ca. 5,40€/Jahr*20Jahre=108€ EEG-Umlage.


    Also 500€ Zusatzkosten für 108€ Abgaben. Das ist doch verrückt.


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    Was ist, wenn die EEG-Umlage in 1-2 Jahren wegfallen sollte. Somit wäre auch die Pflicht zu messen hinfällig. Muß ich dann die 20€/Jahr für den 2RZ weiter zahlen? Oder ausbauen lassen?

  • Was ist, wenn die EEG-Umlage in 1-2 Jahren wegfallen sollte. Somit wäre auch die Pflicht zu messen hinfällig. Muß ich dann die 20€/Jahr für den 2RZ weiter zahlen? Oder ausbauen lassen?

    Die Umlage ist dereit der einzige Grund für den Erzeugungszähler. Wird die abgeschafft, brauchst du ihn auch nicht mehr und kannst ihn ausbauen lassen.

  • Derzeit für immer. Bzw. natürlich so lang es die Umlage halt gibt, also mindestens so lang es was zu bezahlen gibt. Bevor man geplant hat eine "CO2-Steuer" einzuführen und diese teilwesie in den Umlagetopf zu geben, wäre das mindestens 20 Jahre nach der letzten geförderten PV.

    OT: und, wenn sie nicht in die Gänge kommen den deckel abzuschaffen, wird die bald gebaut werden :(

    edit: die 20 Euro sind brutto - ich wäre mal so frech die als Betriebsausgabe anzusetzen (wenn der Finanzer Ahnung hat, wird er das ablehnen, weil die alleine durch deien privaten Verbrauch vor Ort bedingt ist und mit der Firma nichts zu tun hat ;) ), dann gibt es wenigstens die Mehrwertsteuer zurück so lang du nicht zur KUR wechselst.

  • Der Verfasser der Seite des o.g. Links hat tatsächlich auf meine Anregung hin seinen Artikel aktualisiert und auch das Datum dazugeschrieben. Hutschienenzähler hat er rausgenommen.

    Aber er sagt nach wie vor, daß man "eigenen, geeichten Einspeisezähler einsetzen" darf. Hat aber vergessen (?), daß dann der eigene Meßstellenbetrieb MsbG-konform sein muß. Ich denke ja, daß das noch immer so ist. Habe es dort nochmal moniert.


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    War meine Rechnung zur Höhe der EEG-Umlage aus #5 mit 108€/20 Jahre nicht falsch?


    Mein VNB =MsB Bayernwerk hat was von Einbau eines zweiten 2RZ und Aufteilung des EV nach der installierten Modulleistung gesagt. Somit würde ich ja bei Aufbau einer zweiten 10 kWp-Anlage evtl. nur wenige Hundert kWh EV mehr generieren, aber auf die Hälfte des gesamten EV wäre EEG-Umlage zu zahlen.

    Bsp. 1100+200=1300 kWh, aber EEG-Umlage nicht auf 200kWh durch die neue Anlage, sondern auf 1300/2=650 kWh.


    Kann man da den MsB aufgrund der letzten Jahre von einer realistischen Aufteilung überzeugen oder seht Ihr da keine Chance, da es ja nur notierte Werte aus meiner WR-Anzeige bzw. solarweb sind?