Batterie-WR mit 2 unabhängigen PV Anlagen?

  • Du könntest die Anlagenkonfiguration bitte etwas konkreter darstellen. Frei nach dem Motto: Nichts ist unmöglich, können wir uns hier über alles Mögliche den Gehirnschmalz auskochen - ohne nennenswertes Ergebnis.

    Die Frage ist schon sehr diffiziel!

    Wechselrichter speisen keine Batterie!

    Claus

  • Gebäude 1: 27kW Fronius 3ph, 33kWp Süd PV am Dach, Volleinspeiser, Zähler

    Gebäude 2: 5,7kWp PV mit SMA 6kW 3ph, 30kWp Ost/West PV mit SMA 17kW 3ph, Zähler (2x)


    Kabellänge zwischen Geb1 und Geb2 wären ca. 150m. Teils mit Freileitung, aber durchaus möglich.


    Gebäude 2 bekommt einen Batteriespeicher (Start ca.20-30kWh, 15-20kW, erweiterbar).

    Gebäude 2 ist ein Doppel-Wohnhaus mit allen Abnehmern die man sich vorstellen kann, 2xKüche, 2xWaschen, 2xWP Heizung, usw. uvm... und zukünftig auch E-Auto(s). Aktuell noch auf 2 Zählern, das kann sich aber ändern um vorallem mit der Batterie beide Wohnung zu bedienen.


    Nun ist die Überlegung von Geb1 die Energie zu nutzen. Der Volleispeiser ist schön, aber nicht notwendig. Der Gedanke ist soviel Energie abzusaugen, was in Geb2 rüber kann. Technische Möglichkeit ist hier die Frage, kann das und wie kann das???


    Ich kann (so wurde es mir mitgeteilt) die 2 Gebäude nicht mit einander verbinden, das ist mir auch klar, wäre eine Ringleitung zum Traffohaus. Aber Nulleiter, Masse bzw. Erde wäre die Frage zwecks Potential und Sicherheit, oder es wird auch nicht benötigt.


    Die Leistung von Geb1 soll per Leitung zum Geb 2 geleitet werden (DC oder AC), damit dort die Batterie geladen wird oder wenn nicht möglich, große Verbraucher per Wahlschalter (manuell) bedient werden.

    Die manuelle Sache fkt. lt. Fachmann, ein Wahlhebel zw. 2 verschiedenen Versorgungen zBsp. für das E-Auto. Stellung 1 PV Geb1, Stellung 2 Energie von Geb2.

    Ich sehe das als möglich an, aber weit ab von praktikabel.

    Geht die Sonne unter und der Wahlhebel ist auf Geb1, würde dort über das Netz zum Geb2 Strom fließen um das E-Auto zu laden und genau das will ich nicht, hier sollte Smart die Energie aus dem Batteriespeicher kommen (soweit dieser noch Energie hat, denn im Winter wird das Ganze ans Limit getrieben, wenn zu wenig PV-Leistung vorhanden ist).


    Wie kann das gelöst werden, wer von euch sieht das als möglich an und wie könnte es umgesetzt werden ?


    Danke !!!

  • Ferndiagnose:

    Um Energie "abzusaugen" könnte man vor dem Einspeisezähler einen WR installieren, ein Hybrid wie den Xtender von Studer, der kann alles was das Bastlerherz begehrt .... es gibt sicher auch preiswertere Geräte aus China.

    DC-seitig "absaugen" geht auch, wenn die Eingangs-Spannung des Ladereglers mit der PV-Spannung zusammenpasst. Einspeise-WR und die zugehörigen PVA arbeiten überwiegend im DC-Bereich >300V, momentan ist mir kein LR bekannt, der damit umgehen kann.

    Ein Hobby kostet eben richtig Geld, da fragt man besser nicht, ob sich "das lohnt".

    Wenn ich eine Einspeise Anlage hätte (hab aber keine, nur eine Insel) würde ich alles ins Netz "schicken", also Einspeisen, um bei Bedarf problemlos so viel Energie beziehen zu können wie der Zähler und die Sicherung aushält. Das ist die einfachste und preiswerteste Variante.
    Notstrom ist natürlich auch nicht zu verachten, falls das Netz mal streikt, dann aber "nur" für Licht, Radio, Fernseher .... Kaffee-Automat (wenn´s eben sein muß)


    Also - machbar ist alles! (Und nicht fragen: Darf man das.....?)


    Gruß Claus

  • DC-Bereich >300V, momentan ist mir kein LR bekannt,

    ... hab eben den hier gefunden: Fronius Symo Hybrid 4.0...https://www.googleadservices.com/pagead/aclk?sa=L&ai=DChcSEwib1tToq7DpAhXD5HcKHZGiBvgYABACGgJlZg&ohost=www.google.com&cid=CAASEuRoXmEAB1g9uKFMDzcMsOHiHA&sig=AOD64_0oRSDFa13lKHAY0NnwaeC8JC1rEg&q=&ved=2ahUKEwi5oszoq7DpAhXBwKQKHQkICWYQ0Qx6BAgNEAE&adurl=https://www.googleadservices.c…QkICWYQ0Qx6BAgNEAE&adurl=https://www.googleadservices.c…QkICWYQ0Qx6BAgNEAE&adurl=https://www.googleadservices.c…QkICWYQ0Qx6BAgNEAE&adurl=

  • Hallo Claus,


    ich kann deiner Ausführung folgen, sie ist mM aber nicht vollständig bzw. auf meine abgeziehlte Situation bezogen.


    AC oder DC von Gebäude 1 ist richtig, aber in Gebäude 2 wäre meine Vorstellung ein Anschluss am vorhandenen Batterie-WR (was ist ein LR?).

    Also Kosten der Leitung, für immer gratis Strom in der Batterie. Der Einspeisetarif ist nicht mal ein 1/3 von dem gekauften Strom. Der gekaufte Strom verursacht auch massig an Erhaltungs-/Steuerkosten in OÖ!

    D.h. jede kWh gratis, verdoppelt sich mM in €.


    Victron, ich meine dort von weiteren Energielieferanten (Notstromaggregat) gelesen zu haben, könnte das nicht ein Lösung sein, nicht ein Notstromaggregat sondern die andere PV (AC) einzuschleusen?

  • ich kanns mir noch nicht ganz genau vorstellen, mach bitte mal eine skizze.

    die haeuser gehoeren alle dir? ist oeffentliches gut dazwischen oder auch dein grund?

    seh ich das richtig, haus1 trafo und haus2 stehen quasi im dreieck und sind mit stichleitungen mit dem trafohaus verbunden, jedoch nicht untereinander?

  • erstmal vorweg, haushalte nach dem zaehler zusammenschalten, wie eingezeichnet, ist nicht moeglich. nur, wenn du z.b. den zaehler deiner eltern aufloest und z.b. durch einen privaten subzaehler ersetzt...


    der elternteil und der wohnteil ist unter einem dach, in dem die ac-verteilerkabel hausintern sind?

    dann die pv als gemeinschaftsanlage betreiben, strom hausintern weiterverkaufen, was du dafuer verlangst, ist ja dir ueberlassen.

    kannst es ja den eltern quasi gratis abgeben...


    jetzt zu duennerem eis:

    die verbindung zwischen beiden haeusern wird schwieriger.

    ac-kopplung faellt wiederum raus,

    das einzige, was mir spontan einfaellt waere ein DC-waehlschalter, wo du die pv zwischen zwei wr umschaltest, die in den jeweiligen haushalten montiert sind. dann kannst du wahlweise beide haeuser versorgen.

    ob das abrechnungstechnisch legal machbar ist, keine ahnung...

    wenn du fix auf einen teil der pv im haus 1 verzichten kannst, dann einfach DC-seitig fix einen teil der module auf den batterie-WR klemmen



    sind da irgendwelche foerdertarife drauf?

  • Hallo Cobra,

    zunächst die Erklärung zum LR = Laderegler, wird für Inselanlagen installiert, und passt die von den Modulen kommende DC der Batteriespannung an. Mppt- LR sind praktisch DC-DC-Wandler.


    aber in Gebäude 2 wäre meine Vorstellung ein Anschluss am vorhandenen Batterie-WR

    Ja, wenn der Batterie-WR die umgekehrte Stromrichtung, also "Laden", beherrscht, ist das eine Möglichkeit.

    Das kann aber nicht jeder Einspeise-WR! Wichtig dabei ist, das die Ladespannung einstellbar ist, das Laden also ab einer best. Batteriespannung in Ladeerhaltung geht. Richtwert ist dabei 2,27V/Z für Bleibatterien. (Wolltest du Li-Batterien?)


    Zum Schaltplan: Die Verbindung (grün) zwischen Modul und Fronius 27kW geht so nicht: Das eine ist DC, das andere AC. Die Verbindung muß raus. Der Abgang vor dem Einspeisezähler ist richtig gewählt. Die AC-Kopplung ist mMn die beste Variante. Bei der Leitungslänge von 150m muß Querschnitt der Leitung in Abhängigkeit der zu übertragenden Leistung berechnet werden.

    Als WR/Batterielader käme eine Hybrid 3-phasig infrage. Er muß den geltenden Anschlußbedingungen am Standort entsprechen. (Bei uns ist das die AR4105)

    Ein brauchbarer Hybrid lässt sich so einstellen, dass er erst Strom vom Netz "bezieht", wenn die Batteriespannung (für eine best Zeit) unter den eingestellten Grenzwert sinkt. Umschalter sind dann nicht erforderlich.

    Du wirst sicher einen "Elt-Fachmann" zu Rate ziehen müssen, auch für die praktische Realisierung/Abnahme/Prüfung.....


    Für Wohnhaus und 2. Wohnhälfte würde ich getrennte Geräte installieren.

    Welcher Leistungsbedarf liegt denn an?


    Gruß Claus