Eigenverbrauch mit Plenticore + Smart Meter (+ Stromspeicher)

  • Demnächst wird bei mir die Installation einer PV-Anlage mit Plenticore Plus 7.0 + Smart Meter + 21 Module a 340 Wp abgeschlossen. Die Batterie kommt später dazu.


    Der Netzbetreiber, der demnächst einen Zweirichtungszähler einbauen möchten (anstelle des alten Ferraris-Zähler), hat mir Folgendes mitgeteilt:


    "Gemäß § 61h EEG 2017 kann hinsichtlich einer ggf. befreiten EEG Umlage nur der Strom berücksichtigt werden, der innerhalb eines 15-Minuten-Intervalls (Zeitgleichheit) erzeugte und selbst verbraucht wird. Ist die Zeitgleichheit nicht mehr gewährleistet, z.B. durch den Einsatz von Speichern, müssen die Mengen der Eigenversorgung mit geeigneten Messeinrichtungen nachgewiesen werden."


    Ich habe ein paar Verständnisfragen. Vielleicht kann mir jemand bestätigen, dass ich folgende Punkte richtig auffasse:

    1. In bestimmten Fällen muss der PV-Betreiber eine EEG-Gebühr auf den Eigenverbrauch (Strom, der er selbst produziert) zahlen. In diesen Fällen muss generell dieser Anteil für die Abrechnung getrennt erfasst werden.

    2. Wenn eine PV-Anlage kleiner als 10KWp ist (wie meine), ist der zeitgleich verbrauchte Eigenstrom von der EEG befreit (zeitgleich= innerhalb von jeweils 15 min).

    3. Wenn ein Stromspeicher eingesetzt wird, wird die EEG auf dem Strom, den der Speicher zur Verfügung stellt, fällig (da ja Erzeugung und Verbrauch zeitversetzt stattfindet).


    Wenn das alles stimmt, habe ich nun folgende Fragen:

    Bin ich mit der o.g. Ausstattung technisch in der Lage, diesen EEG relevanten Stromanteil zu erfassen? (Info: der Smart-Meter ist noch nicht eingebaut).


    Welcher Strom wird für die EEG berücksichtigt: denjenigen, den ich in den Stromspeicher einspeise oder denjenigen, den ich aus dem Stromspeicher entnehme? (Weil die Speichereffizienz nicht 100% ist, gibt es hier einen Unterschied).


    Vielen Dank!

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    Blutiger Anfänger

  • Frag deinen Installateur, ist vielleicht besser.

    Selber machen........

    32x 310W Q.Cells 9,90kwp 6x MultiPlus2 3t

    30X 410W Sunket 12,30kwp. 2x Mppt 250/85

    30x 280W Heckert 8,50kwp 2x Mppt 250/60

    4x 300W 1,20kwp. 1x Mppt 150/70

    4x 195W. 0,78kwp. 2x Mppt 150/45

    1x SMA Tripower 6000

    1x Wallbox Menekes 11Kw

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  • "Gemäß § 61h EEG 2017 kann hinsichtlich einer ggf. befreiten EEG Umlage nur der Strom berücksichtigt werden, der innerhalb eines 15-Minuten-Intervalls (Zeitgleichheit) erzeugte und selbst verbraucht wird. Ist die Zeitgleichheit nicht mehr gewährleistet, z.B. durch den Einsatz von Speichern, müssen die Mengen der Eigenversorgung mit geeigneten Messeinrichtungen nachgewiesen werden."

    Das finde ich jetzt mal interessant

    Wer weiß da mehr drüber oder anderst gefragt, da heißt jetzt was?

    Gruß PV-Express



    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012

  • 1. In bestimmten Fällen muss der PV-Betreiber eine EEG-Gebühr auf den Eigenverbrauch (Strom, der er selbst produziert) zahlen. In diesen Fällen muss generell dieser Anteil für die Abrechnung getrennt erfasst werden.

    2. Wenn eine PV-Anlage kleiner als 10KWp ist (wie meine), ist der zeitgleich verbrauchte Eigenstrom von der EEG befreit (zeitgleich= innerhalb von jeweils 15 min).

    3. Wenn ein Stromspeicher eingesetzt wird, wird die EEG auf dem Strom, den der Speicher zur Verfügung stellt, fällig (da ja Erzeugung und Verbrauch zeitversetzt stattfindet).

    zu1) Ab 10 KWp muss EEG Umlage bezahlt werden, also Du nicht, weil Du darunter bist.

    zu2) Am Jahres Ende machst Du eine Steuererklärung, da wird der Eigenverbrauchte Strom mit z.B. 20 ct als Betriebsentnahme aus Deiner Gbr als Verkauf versteuert. In Deinem Eikommen wird Dir der Mehrwert, also die Differenz von Deinem Stromlieferant zu den 20 ct versteuert. Das habe ich so beim Steuerberater verstanden, ob das stimmt sehe ich wenn der Bescheid kommt :) Also mit EEG-Umlage hast Du nichts zu tun, s.o zu1)

    zu3) nein, das ist Eigenverbrauch mit einem etwas schlechteren Wirkungsgrad.

    Bei Dir wird der KSEM wird bei Dir am Netzeinspeisepunkt, also direkt hinter dem Zähler eingebaut.

    Wegen des Speichers muss die rs485 zum Plenticore angeschlossen werden.

    Ich logge mir die Statistiken des Plenticore über FHEM in eine SQL Datenbank und habe dann direkt die Jahres Werte für die Steuererklärung. Die solltest Du Dir zumindest am 31.12 des Jahres auslesen, da sie ansonsten vom folge Jahr überschrieben werden, was bei mir der Fall war ;)


    Deine Fragen entfallen, da unter 10 KWp und somit keine EEG-Umlage.


    Achtung, zwischen 7 und 10 KWp möchte der Netzbetreiber eine Ertragsprognose, dass Du garantiert nicht über eine gewisse Jahres Grenze kommst, was mit 7KWp eh nicht möglich ist.


    Gruß

    Christian