Umstellung nach 28 Jahren auf Eigenverbrauch? Fragen über Fragen

  • hallo forumsfreunde,


    nach 28 Jahren betrieb meiner photovoltaikanlage fällt die ende des jahres endgültig aus der förderung...die läuft aber immer noch wie am ersten tag mit ihren uralt-siemens-modulen.. und liefert so ungefähr 1000 kw/h im jahr...in den ganzen 28 jahren gab es nur zwei ausfälle des wechselrichters. beim letzten austausch vor ca. 5 jahren habt ihr mir im forum schwer geholfen, weil ich technisch null-ahnung hatte und mir diverse solateure immer wieder erzählten, dass ein ersatz so eigentlich gar nicht ginge.....


    damit ich vor dem gespräch mit den elektrikern/solateuren etwas ahnung habe, könnt ihr mir vielleicht im vorfeld der umstellung auf den eigenverbrauch vielleicht ein paar tipps geben / einige fragen beantworten....


    variante a) unser stromvebrauch im haus beträgt ca. 3.500 kw/h.. in der einfachsten variante stelle ich die anlage nur auf eigenverbrauch um... wenn ich das richtig sehe, brauche ich da neue zähler, die angeschlossen werden...

    meine fragen:

    aa) woher kommen die zähler, wer bezahlt material (zähler) und montage?

    ab) muss ich in dieser kleinen variante noch etwas anders kaufen/installieren(machen?

    ac) ist der einsatz eines solarspeichers sinnvoll, v.a. wenn ich wie in der variante b demnächste ein elektroauto aufladen will.


    variante b) ich plane ggf. für das nächste jahr die anschaffung eines kleinen elektroautos, was ich natürlich gern mit meinem solarstrom betreiben würde...unabhängig davon, ob ich mir draußen dafür nur eine steckdose legen lasse, oder gleich eine leistungsstarke wallbox.......

    meine frage:

    ba) muss ich hier irgend eine besonderheit beachten?



    insgesamt stellt sich einfach die frage, was mach ich mit meiner altanlage.. kann auch nicht wg. 1000 kw im jahr tausende von euronen für eine umstellung ausgeben, das gibt ja auch keinen sinn...


    entschuldigt das niedrige niveau... wie gesagt, hatte 28 jahre keinen grund mich mit der technik zu bechäftigen, lief einfach...

    freue mich daher besonders über eure vorschläge/ratschläge

  • Ich würde sofort 10 kWp planen wenn das passt und eine neue Anlage auf das Dach bringen die noch 20 Jahre Förderung bringt + Hausversorgung + E-Auto. Die alte Anlage demontieren und Spenden ...

    3.2018 40 x BenQ Solar Sun Vivo PM060MB2 -> 12kWp bei DN 38° mit ca. -18 ° SO

    8.2019 22 x Ja Solar JAM60s03 - 325 WP mit 22 X SE P370 + SMI35-> 7,15 kWp bei DN 10 mit ca. -18° SO

    WR 25000TL-30 mit SHM 2.0 + SBS 3.7 und BYD HV 10,2 kWh
    PVGIS - Prognose 980 kWh/kWp (für die 12 kWp)

    Zähler von ComMetering

    07.2020 VW e-up! Style Honey + go-eCharger HOME+ an OpenWB

    Tibber - der günstige Stromanbieter (50€ für dich und mich): https://tibber.com/de/invite/12e2ff71

  • Oder das Geld für neue Anlage in Energiegenossenschaft stecken und/oder neue Anlage woanders bauen.

    Möchtest du dennoch mal ALLE deine Dächer vorstellen? Wie schnell doch 28 Jahre um sind ...


    Die Bedingungen für die Messung sind leider noch alles andere als betreiberfreundlich. Stattdessen greift sich das BMG durch Änderung des Infektionsschutzgesetztes diverse Rechte. Bleibt aufmerksam! Aber PV wird gegen die Wand gefahren.

    Deshalb kann ich dir, Stand heute, nur raten gegen allen Widerstand weiter einzuspeisen. Überschusseinspeisung ist das Ziel. Elektriker deines Vertrauens verbindet den WR mit deinem Verbrauch. Davor kommt ein Zweirichtungszähler vom MSB deiner Wahl. Was für Zähler hast du aktuell?

    Speicher ist m.E. bei 1000 kWh nicht rentabel. Könnte/müsste man rechnen. Ein Großteil des Bedarfs wird tags gedeckt, da bleibt nicht so viel zu speichern. Wie ist denn die Anlage verstringt, welcher WR, welche Module?

    Auto tags laden ist vernünftig - hat die Anlage ca. 1 kWp? Da kann das Auto eh nur langsam laden.

    Wandkiste ist für das Laden eines Autos nicht zwingen - und mit deiner Pionieranlage - danke! - wird es eh auf gemütliches Laden hinauslaufen.

  • Oder das Geld für neue Anlage in Energiegenossenschaft stecken und/oder neue Anlage woanders bauen.

    Möchtest du dennoch mal ALLE deine Dächer vorstellen? Wie schnell doch 28 Jahre um sind ...

    ich hatte die ganze sache hier schon mal vor 10 jahren diskutiert :-) und dann gab es nochmal vor ein paar jahren eine diskussion zum wechselrichter und zur verschaltung der module . guckst du ggf. hier... das ganze sieht so aus, wie im anhang.... weitere dächer hab ich nicht :-(

  • Schön zu lesende Threads - danke für die Zeitreise! Was hälst du davon die Module kompakter aufs Dach zu legen und die frei werdende Fläch eüfr eine Neuanlage zu nutzen? Die schlanken Module könnten um die ST Platz finden und bei der Gelegenheit könnte man die Verstringung anpassen um auf höhere Ernte zu zielen.

    Welche Neigung hat das rückseitige Dach? Ist es ein Norddach?


    Schau dir auch

    http://www.sfv.de/artikel/guta…ieb_von_pv-altanlagen.htm

    https://weact.campact.de/petit…laranlagen-nach-20-jahren

    an. Das beantwortet den derzeitigen Stand zum Weiterbetrieb von Altanlagen auf Basis der aktuellen Gesetzgebung. Leider.


    Daher nochmal die Frage nach deinen Zählern - was ist vorhanden? Wenn es bereits einen Zähler mit Rücklaufsperre oder einen Zweirichtungszähler gibt könnte dein Elektriker die Anlage relativ simpel auf Überschusseinspeisung umklemmen.

  • Schön zu lesende Threads - danke für die Zeitreise! Was hälst du davon die Module kompakter aufs Dach zu legen und die frei werdende Fläch eüfr eine Neuanlage zu nutzen? Die schlanken Module könnten um die ST Platz finden und bei der Gelegenheit könnte man die Verstringung anpassen um auf höhere Ernte zu zielen.

    Welche Neigung hat das rückseitige Dach? Ist es ein Norddach?



    Daher nochmal die Frage nach deinen Zählern - was ist vorhanden? Wenn es bereits einen Zähler mit Rücklaufsperre oder einen Zweirichtungszähler gibt könnte dein Elektriker die Anlage relativ simpel auf Überschusseinspeisung umklemmen.

    was meinst du mit kompakter aufs dach legen.. ich finde, die module liegen doch schon ziemlich dicht auf der rechten dachseite und den dachgauben.. das rückseitige dach geht nach nordosten, fällt also ohnehin aus. dahinter das dach des anbaus gehört mir aber auch, wird aber ein wenig vom vorderen dach verschattet...


    verschattung ist mittlerweile ohnehin ein problem. das dach liegt zwar optimal nach südsüdwest, wir liegen aber sehr natur- und v.a. waldnah... im osten des grundstücks fängt der wald an. die sonne braucht eine ganze zeit, bis sie über die bäume kommt.. hauptproblem ist die eiche, die direkt vor unserem grundstück steht.. die ist in den 28 jahren auch mächtig gewachsen. auf der terrasse kommt mittags die sonne abgesehen von mai-juli nur noch morgens und nachmittags an der eiche vorbei...perspektivisch wird der schatten auch das dach erreichen... im westen stehen beim nachbarn auch hohe bäume, die abends früh verschatten.. das u.a. bild ist bestimmt abends aufgenommen, da sieht man das schon


    die zähler sind eher nostalgisch... sind meines erachtens nie gewechselt worden, seit das haus vor 28 jahren auf (damaligen) niedrigenergiestandard umgebaut wurde..... neben einen tag-/nachstromzähler für den bezug (mittlerweile unterscheiden wir bei unserem derzeitigen tarif bei ews schönau nicht mehr zwischen tag- und nachtstrom), gibt es den zähler für die einspeisung der solaranlage.. der geht m.e. nur in eine richtung...


    blöde frage: darf ich eigentlich an der genau gleichen stelle wie die altanlage eine neue errichten?


    so richtig motiviert bin ich im übrigen noch nicht für die großen lösungen. hört sich alles nach deutlich mehr als 10 tsd euronen plus baustelle an :-( ob ich mir das mit knapp 70 lenzen noch ans bein binden soll?? oder das lieber der nachwelt überlassen sollte....

    gruß aus ostwestfalen

  • Ja, die "Baustelle" würde mich auch von einem Repowering abhalten. Und es ist mutig, die alten M55 gegen Chinaware mit bis zu 4-facher Leistung/m² auszutauschen und zu schreddern. Gerade letzten Monat hatte ich eine "Neuanlage" mit alten Komponenten aufs Flachdach gehisst, sozusagen in einem Coronafenster, wo man sowieso nichts schlaues anstellen kann.

    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Ja, die "Baustelle" würde mich auch von einem Repowering abhalten. Und es ist mutig, die alten M55 gegen Chinaware mit bis zu 4-facher Leistung/m² auszutauschen und zu schreddern. Gerade letzten Monat hatte ich eine "Neuanlage" mit alten Komponenten aufs Flachdach gehisst, sozusagen in einem Coronafenster, wo man sowieso nichts schlaues anstellen kann.

    einstein0

    sprichst mir aus dem herzen... und hättest du eine "kleine" lösung für mich:/

    gruß aus ostwestfalen

    klaus

  • könnte dein Elektriker die Anlage relativ simpel auf Überschusseinspeisung umklemmen.

    Zustimmung , umklemmen und "Überschuss" selber verbrauchen :thumbup:

    lg.

    auf eine speicherlösung auch in verbindung mit dem e-auto im nächsten jahr würdest du wg. der geringen kapazität der anlage auch verzichten?


    ps: woher kommt/kommen die neuen zähler? vom netzbetreiber (westfalen weser)? muss ich die kaufen? oder sozusagen mieten wie bisher? erledigt die montage der netzbetreiber oder mein elektriker?

    gruß aus ostwestfalen

    klaus