PV Anlage in Zusammenspiel mit einer Luft-/Wasserwärmepumpe

  • Hallo zusammen


    Ich bin aktuell an der Einholung diverser Offerten für die Installation einer PV auf dem Dach unseres Einfamilienhauses in der Schweiz. Wir haben vor, unser Gibeldach auf der Ost- und Westseite mit PV Paneelen auszustatten mit einer Gesamtleistung von ca. 14 kWp.

    Unser EFH verfügt über eine Luft-/Wasserwärmepumpe von HOVAL, Belaria SR14. Diese verfügt über keine Smartgrid Schnittstelle. Über die WP wird unser 400 Liter Boiler geheizt sowie unsere Fussbodenheizung gespiesen. Die Wärmepumpe schafft es, das Brauchwasser im Boiler auf 48 Grad aufzuheizen, was für uns genügend ist. Einmal in der Woche, Freitag Nacht, wird der Boiler mittels des eingebauten Elektroeinsatzes auf 63 Grad erwärmt, um die Legionellen abzutöten.


    Nun stellt sich mir die Frage, wie ich die Wärmepumpe nach Installation der PV Anlage am besten betreibe?

    Die Wärmepumpe macht alles automatisch und ich habe keine Ahnung, wann und wie oft und wieviel sie am Tag / Nacht Strom verbraucht.


    Ich möchte natürlich, dass sie Strom braucht, wenn die PV Anlage Strom produziert. Daher habe ich mir vorgestellt, dass ich zu diesem Zeitpunkt einfach das Warmwasser über den Elektroeinsatz auf bis zu z.B. 70 Grad erwärmen lassen könnte. Danach müsste die Wärmepumpe ja nicht mehr gross laufen in den restlichen Tages- und Nachtstunden. Ist diese Überlegung richtig?

    Falls ja würde ich den Elektroeinsatz über einen Schalter bedienen und diesen in mein SmartHome (FHEM) steuern.


    Bin ich da auf der richtigen Schiene?

    Gibt es noch weitere Einstellungen, welche ich verändern könnte?


    Besten Dank für die Hilfe an einem Newbie :)


    Gruss aus der verregneten Schweiz

    mumpitz

  • Der Elektroeinsatz im Boiler ist ein Heizstab. Dieser kann Wärme nur im Verhältnis 1:1 erzeugen. 1 Teil Strom ergibt 1 Teil Wärme. Die Wärmepumpe kann das effizienter. Die macht zb aus 1 Teil Strom 3 Teile Wärme, dann spricht man von COP=3.


    Um deinen PV Strom am besten nutzen zu können, solltest du die Zeiten, wo Warmwasser von der WP erzeugt wird, in die Sonnenstunden legen. Das kann man meist am Gerät einstellen. Dein Legionellen-Programm mit dem Heizstab solltest du auf Freitag Mittag verlegen.


    Wenn du Warmwasser mit dem Heizstab täglich auf 70 Grad erwärmen willst, ist das trotz PV reine Energieverschwendung.


    Es gibt außerdem noch die Meinung, dass ein Legionellen Programm im EFH gar nicht notwendig ist, aber das ist ein anderes Thema.

    Viele Grüße,

    Dominic

  • ok, danke für die Info. Nun, der Nachteile dieser Einstellung ist einfach, dass ich dann die Energie für die Wärmepumpe immer zum Hochtarif beziehe wenn die PV nicht genügend produziert! Sprich Winter / schlechtes Wetter. Gibt es da Erfahrungswerte ob sich das lohnt?


    die Wärmepumpe ist ja „dumm“ und kann das nicht automatisch umstellen!

  • Da ich erst in der Anschaffungsplanung bin, kann ich dir keine Erfahrungswerte liefern. Aber ich würde mir einfach eine Tabelle mit den Sonnenstunden für deinen Ort hernehmen und dann mal in einer Tabelle ausrechnen, in welchem Monat sich welche Einstellung lohnt.

    Viele Grüße,

    Dominic

  • ok, danke für die Info. Nun, der Nachteile dieser Einstellung ist einfach, dass ich dann die Energie für die Wärmepumpe immer zum Hochtarif beziehe wenn die PV nicht genügend produziert!

    Das liegt eher wohl daran, dass du einen Extrazähler/Tarif für deine WP hast (sonst gäbe es keinen HT= Hochtarif oder NT ;) ). WP sollte direkt auf den HH Zähler laufen. Spart auch die 2. Zählergebühr.

    Gruß PV-Express



    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012

  • Ich möchte das Thema doch nochmals aufgreifen. Heute morgen auf dem Weg zu Arbeit mit meinem Elektrorad habe ich mir nochmals ein paar Gedanken über das ganze gemacht und bin nochmals auf ein paar Fragen, teilweise sehr theoretisch gekommen. Leider finde ich auf Google keine Antworten dazu, weshalb ich das Schwarmwissen nochmals anzapfen möchte.


    Also wie erwähnt leistet die Wärmepumpe 48 Grad für unser Boiler. Die Wassertemperatur ist auch auf diesen Wert eingestellt. Wenn ich den Boiler nun auf 55 Grad stellen würde, dann würden ja die restlichen 7 Grad über den Elektroeinsatz erreicht werden. Somit quasi 1:1 Energieverbrauch.

    Wenn ich nun diesen Elektroeinsatz schaltbar machen würde mit einer smarten Steckdose, dann könnte ich doch diesen bei schönem Wetter zu schalten und so das Wasser auf diese 55 Grad erwärmen. Wenn schlechtes Wetter ist und ich somit kein Strom produziere, könnte ich die Steckdose abschalten und somit würde das Wasser langsam wieder auf 48 Grad runtersinken.


    Jetzt meine Fragen zu dieser Überlegung:

    - Wie verhält sich die Luft-/Wasserwärmepumpe wenn sie merkt das das Wasser unter den Wert fällt, welcher eigentlich eingestellt ist? Wird sie dann die ganze Zeit versuchen mit ihrer Leistung diesen Wert zu erreichen und damit eigentlich das Gegenteilige machen was ich möchte. Nämlich das sie immer laufen würde?


    - oder würde sie denken ach mein Wasser ist ja mehr als diese 48 Grad also kann ich mich ausruhen und machen ncihts mehr bis das Wasser unter 48 Grad fällt das sie bringen kann?


    - oder ist ihr verhalten genau gleich wie jetzt, sie bringt die maximal Leistung und alles andere denkt sie macht dann der Elektroeinsatz schon?


    - Nimmt die Wärmepumpe Schaden durch diese Einstellung?


    Besten Dank für Eure Gedanken dazu!

  • hä?

    Was ist unverständlich?

    deine Wirren Überlegungen, die weder Hand noch Fuß haben ;)


    Sorry, was soll denn der Mumpitz? Wenn die WP auf 48° eingestellt ist, dann macht die das. Wenn dann dein Tauchsieder das Wasser nochmals auf 55° puscht, ist das der WP sowas von egal, weil die davon doch gar nichts weiß. Sollte die Temp nicht unter 48° fallen (Entnahme) schläft sie den Schlaf des Gerechten. Was kaputt gehen kann ist deine Kuckucksuhr, aber das ist ein anderes Thema

    Gruß PV-Express



    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012