Eigenbedarfserhöhung kleine Anlage Möglichkeiten mit/ohne Speicher

  • Hallo zusammen,


    wir haben uns überlegt, wie man den Eigenbedarf unserer bestehenden kleinen 4,95kWp-PV-Anlage aus 2014 erhöhen kann. Der erste Wechselrichter war schon defekt und wurde 2017 1:1 ausgetauscht. Damals war der Gedanke, die Anlage auf dynamisch, sprich 70% weich umzurüsten, wovon ihr mir abgeraten habt. Das war auch gut so. Bisher haben wir rund 25% Eigenverbrauch und nachts verbrauchen wir geschätzt 2,5-4,5 kWh (keine Heizperiode mit Wärmepumpe).

    Wie lange der Kostal Piko 4,2 noch hält, steht in den Sternen, aber es gibt ja noch andere Möglichkeiten, mit oder ohne Austausch des diesen.

    Ich habe noch nicht mit meinem Netzbetreiber gesprochen, aber normal sollte meine Überlegung 1. passen, da die Module/WR und Gesamtleistung nicht geändert wird.


    Überlegung:

    1. Anlage Erweiterung mit Batteriespeicher

    - Batteriewechselrichter z.B. Sunnyboy Storage 2.5 (nur 1-phasig) oder 3.7 (oder Sunny Island mit 48V Zellen.....teurer)

    - Energiespeicher LG Chem Resu 3,3

    oder Energiespeicher BYD 2,5 oder 3,5 (möglichst kleine Lösung)

    - Sunnyboy Homemanager oder einen Energiemeter ?? (benötige ich einen 2. Zweirichtungszähler?)

    - Wechselrichter zunächst lassen oder doch SMA SB3.6-1AV-41 wegen Kommunikation untereinander?

    2. Anlage ohne Batteriespeicher

    - Leistungsoptimierer Tigo oder Solaredge >ich habe keinerlei Verschattung, also bringt vermutlich eher nichts

    - Wechselrichter zunächst lassen oder dann beim Wechsel (spätestens wenn kaputt) Umstellung auf 70% weich

    3. Anlage erweitern ohne Speicher

    - Module ergänzen um 2-3 Stück im Oststring, wo momentan 8 Module liegen. Stringspannung optimieren.

    - Kostal WR DCStart= erst bei 180V....mit Erweiterung eher oder länger Sonnenenergie nutzbar

    - doch anderen WR wie SMA oder ABB nehmen und Kostal verklopfen? (wir bestimmt nicht mehr viel bringen)

    - Ergänzung würde bedeuten...Veränderung der Anlage :rolleyes:

    4. Neue Anlage als Ergänzung?

    - auf meiner Garage wäre auch noch Platz für ein paar Module (mit Teilverschattung stundenweise)

    - müsste dann ohne Einspeisung und mit Batteriespeicher sein.... aber wohl zu aufwendig und umständlich


    Was meint ihr insbesondere zur teuersten Idee (1.Überlegung) von mir? Oder gibt es noch andere Möglichkeiten in meinem Fall?

    Gruß Ralf

  • Bedarf erhöhen? Gegenteil ist mein Ziel!


    Vieles klingt nach teurem Holzweg. Stell deine Anlage kurz vor und deine Ertrags- und Verbrauchskurven. Ausrichtung/en?


    Genordetes Luftbild, sonstige Dächer? Belegungsplan für Ergänzung?

  • Die 25 % Eigenverbrauchsquote wirst Du nicht erhöhen können - jedenfalls nicht nennenswert.


    Bei unserer Anlage aus 2013 hatte ich bis zu meiner Pensionierung (= tagsüber niemand zu Hause, der Verbraucher hätte einschalten können) eine Eigenverbrauchsquote von 27,4 %


    Seit meiner Pensionierung (= tagsüber jemand zu Hause, der gezielt Verbraucher einschalten kann) hat sich diese Quote auf 28,9 % erhöht...


    Also jegliche Geldausgabe für diese 1,5 Prozentpunkte mehr Eigenverbrauch ist "rausgeschmissenes" Geld.


    Vor allem einen teueren Speicher für diese mikrige Erhöhung kaufen - geht m. E. gar nicht.


    Ich weiß nicht, was Du für deine Strom bezahlst - ich zahle zur Zeit 23,6 Cent/kWh - und dieser Preis ist m. E. konkurrenzfähigt zum Preis von Strom aus dem Speicher - also sehe ich das Netz als meinen Speicher an und kaufe einfach was ich brauche, wenn die PV nicht (ausreichend) produziert...

    2014: 887,2 kWh/kWp - 2015: 938,2 kWh/kWp - 2016: 908,2 kWh/kWp - 2017: 845,8 kWh/kWp - 2018: 999,2 kWh/kWp - 2019: 936,3 kWh/kWp - 2020: 963,6 kWh/kWp

  • Ergänzen lohnt sich schon wenn die Infrastruktur eh da ist und der WR noch geeignet ist.

  • Hallo pflanze,

    Ich habe noch keinen Belegungsplan für ggf ergänzende Module.

    Mit dem jetzigem WR könnte ich bis zu 3 Module ergänzen. Diese würden auf der Garage Platz finden.

    Bsp. anstatt 22Stück >>> 25Stück*225Wp*0,7/0,95=4145VA (Kostal = 4200VA SACmax)


    Bildquelle: google.maps


    Verbrauchskurven habe ich keine/sind nicht angeschlossen/verbunden.

    Ertragskurven kann ich erst seit dem 2.Gerät ab 2017 sehen via App.

    Dass die 3465W erreicht werden, und das Gerät kappt, passiert nicht oft und dann max. 2 Stunden.

    Mehr Dächer habe ich nicht. Die Westseite ist ungünstig wegen dem Wald direkt neben dem Haus.

  • Hallo Udo,


    was du beschreibst ist in der Tat sehr sehr wenig Eigenverbrauch bzw Quote.


    Mit Elektroauto und einem Speicher sollten nahezu 80 % möglich sein. Pauschal von mikrig zu sprechen halte ich für falsch.

  • Du hast ja noch 5 (!) Dächer frei und redest von 3 weiteren Modulen8| Und die zwei belegten Dächer sind mit Verlaub gesagt nicht optimal genutzt. Du solltest dir wirklich überlegen, Nägel mit Köpfen zu machen und alles voll zu legen (Querformat). Das würde dann natürlich einen neuen oder zweiten WR bedeuten.


    Wenn du das nicht willst, kannst du natürlich den vorhandenen WR stärker belegen. Mehr Autarkie (ich hoffe, das ist der Begriff, den du meinst, wenn du von mehr "Eigenbedarf" sprichst - denn mehr Eigenbedarf im eigentlichen Sinne wird sich wohl niemand wünschen) ergibt sich dann ganz von alleine.


    Vergiss Speicher und Optimierer und ähnliches, solange du noch freie Dachfläche hast. Und auch noch so viel!

  • Die einzige vernünftige Dachfläche ist die nach Süden zur Garage, und die wird vom deutlich höheren Haus früh/vormittags verschattet. Die Westseite zum Haus könnte auch noch gehen, aber gerade abends hab ich ganz schnell Schatten wegen dem Wald gleich neben mir, der höher liegt. Nordseite müsste ich ja ein Gestell wegen negativer Dachneigung machen und das will meine Frau nicht.


    Mit einem 2. Wechselrichter und vielen weiteren Modulen bekomme ich doch nicht unbedingt mehr Eigenanteil.

    Der Eigenanteil ist ja der Eigenverbrauch, wenn die Sonne scheint und der WR aktiv ist.

    Selbst in diesen Stunden verkaufe ich Strom, da ich nicht alles abrufe.

    Die Eingangs/Startspannung sollte möglichst schnell erreicht werden und abends länger halten.

    Momentan sind das 180V...neuere Geräte können schon ab 125V starten und produzieren.


    Wenn ich tatsächlich mehrere Module belegen sollte, was muss ich dann tun wegen meinem laufenden Vertrag?

    Dort ist doch die Größe festgehalten und darf nicht geändert werden?

  • Quote hin oder her. Altanlage belassen, unbelegte Dächer belegen an eigenem WR als neue Anlage, dann Mischvergütung.