Hilfe mein Zähler dreht rückwärts

  • So was meint ihr nun dazu. Soll ich hier reagieren?

    du könntest auf jeden Fall die Abschläge für den Strombezug kürzen...

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Du hast, bei "23,3 kWp" keine nach den Regeln für BKW geltenden erleichternden Regeln erlaubten Solaranlagen.

    Eine Anlage wied eine muss mit dem VNB vorher geplant und von diesem auch genehmigt werden.

    Auch ist eine vereinfachte Inbetriebnahme, sie sie bei einem BKW erlaubt ist, nicht möglich.

    Deine Antwort geht am Thema vorbei. Keiner möchte hier eine 23,3 kWp-PV-Anlage wie ein Balkonkraftwerk anschließen!

    Diese Anlage muss weder mit dem VNB geplant werden, noch von diesem genehmigt werden. Was ein Betreiber bauen möchte, bestimmt er ganz allein. Der VNB muss lediglich überprüfen, ob und wo ein Netzanschluss möglich ist und vorgeben, welche Rahmenbedingungen dafür gelten. All das dürfte bei Dr. Wolpertinger bereits geschehen sein, aber dazu kann er sich ja noch äußern.


    Ich würde den MSB zum unverzüglichen Einbau des erforderlichen Zählers gemäß EEG-Vorgabe auffordern.


    Zitat

    Jedoch hat der Gesetzgeber seit Mai diesen Jahres ein Selbstvornahmerecht in § 3 Abs. 3a MsbG vorgesehen, welches selbstverständlich auch von Ihnen ausgeübt werden kann. Jedoch müssen dafür die dort genannten Voraussetzungen eingehalten werden und erst dann wird der von Ihnen eingespeiste Strom auch vergütet.

    Ja, das ist ja mal wieder eine Super-Regelung:

    Zitat von § 3 Abs. 3a MsbG:

    (3a) Der grundzuständige Messstellenbetreiber ist verpflichtet, einer von einem Anschlussnehmer oder Anschlussnutzer verlangten Änderung oder Ergänzung einer Messeinrichtung im Niederspannungsnetz spätestens innerhalb eines Monats nach Auftragseingang durch Vornahme aller erforderlichen Arbeiten nachzukommen. Hat der grundzuständige Messstellenbetreiber sechs Wochen nach Zugang des Änderungsbegehrens nach Satz 1 die erforderlichen Arbeiten nicht oder nicht vollständig vorgenommen, ist der Anschlussnehmer unter Einhaltung der für den Messstellenbetrieb geltenden allgemein anerkannten Regeln der Technik abweichend von Absatz 3 zur Durchführung durch einen fachkundigen Dritten auf eigene Kosten (Selbstvornahme) berechtigt. An die technischen Mindestanforderungen gemäß § 8 Absatz 2 in Bezug auf die Art der einzubauenden Messeinrichtung ist der Anschlussnehmer oder Anschlussnutzer im Falle der Selbstvornahme nach Satz 2 nicht gebunden, sofern die einzubauende Messeinrichtung im Übrigen die mess- und eichrechtlichen Vorschriften sowie die Vorgaben dieses Gesetzes einhält. Die Zuständigkeit des grundzuständigen Messstellenbetreibers für die betreffende Messstelle, einschließlich der Berechtigung zum Einbau eigener Messeinrichtungen unter Beachtung der Preisobergrenzen dieses Gesetzes, bleibt von einer Selbstvornahme im Sinne des Satzes 2 unberührt. Der Anschlussnehmer stellt dem grundzuständigen Messstellenbetreiber alle erforderlichen Informationen über die im Wege der Selbstvornahme vorgenommenen Änderungen an der Messstelle unverzüglich nach Abschluss der Selbstvornahme zur Verfügung. Die Sätze 1 bis 5 gelten nicht, sofern ein Smart-Meter-Gateway bereits Bestandteil der betroffenen Messstelle ist.


    Bedeutet also:

    Man muss 6 Wochen warten und wenn der MSB nicht reagiert, darf man einen Zähler auf eigene Kosten einbauen lassen. Und als Belohnung verbleibt die Messstelle dann beim MSB und er kann dafür auch noch die Gebühren abrechnen?

    Gott sei Dank steht da ja nicht, dass man dann auf eigene Kosten tauschen muss. Damit dürfte die von Dr. Wolpertinger beschrittene Lösung die eindeutig Bessere sein, auch wenn die Meinung der Clearingstelle keinen Gesetzescharakter hat. Das haben VDE, TAB, NAV,.........etc. auch nicht.

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)