Anlagenplanung Neubau | ca. 18kWp | Region Brandenburg 157XX

  • Hallo zusammen,


    seit geraumer Zeit lese ich hier schon leise mit und sage erst einmal vielen vielen Dank für die vielen hilfreichen Tipps, die ihr jedem PV-Interessierten und potentiellen Bauherren mit an die Hand gebt! :danke:


    Wir sind nun ebenfalls in der Planung unseres EFH. Dank euch hat sich der Wunsch nach einer PV-Anlage nur noch verfestigt. Wir haben bereits bei der Bauplanung (hoffentlich) vieles berücksichtigen können, so dass wir eine freie Süddach-Fläche zur Verfügung haben.

    Da es eigentlich ein "einfaches" klassisches Satteldach ist, habe ich schon mal einige Solateure kontaktiert. Nun gehen die Ideen der Belegung doch in unterschiedliche Richtungen und ich brauche euren Rat, um den Solateuren eine optimale Vorgabe machen zu können.


    Anbei die Eckdaten:

    - Bungalow mit 22° Satteldach, Nord-Süd-Ausrichtung

    - Erdwärmepumpe mit RGK geplant

    - Maße der Dachfläche Süd: 19,3m x 6,07m

    - Zur Info weitere geplante Stromfresser in der Zukunft: Sauna, E-Auto


    Meine Idee:

    - Süddach voll belegen: mit PVSol habe ich 54 Module auf die Dachfläche bekommen, ca. 18kWp (bsp. mit Heckert 325Wp)

    - kein Speicher


    Meine Fragen an euch:

    1. Ich habe bisher zwei Angebote erhalten. Angebot A plant 51 Module mit einer Lücke in der Mitte (siehe Bildanhang) und einem Fronius Symo 15.0.

    Ist die Lücke in der Mitte der Modulfläch bei der Länge von 19m denn überhaupt erforderlich? MIt 51 Modulen kommt er auf 16,5 kWp.


    2. Angebot B möchte mir einen Kostal Hybrid Plenticore plus 4.2 verkaufen, der allerdings nur eine max. Leistung von 10,31 kW hat und bei 70%-Regelung die PV-Anlage (lt. Aussage des Solateurs) nur 14,7 kWp groß sein darf. Sein Argument: Um später einen Speicher nachzurüsten, hat der Kostal bereits ein "Batteriemanagementsystem" enthalten, was ich später nicht für 2.500 EUR zusätzlich kaufen muss. Ist da was dran? Die Anlage notgedrungen zu verkleiner, um später ggf. einen Speicher nachzurüsten erscheint mir nicht sinnvoll. Wie seht ihr das?


    3. Das Dach ist 6,07m hoch. Lohnt es sich hier ggf, die Dachfläche etwas zu "ziehen", um über 72-Zeller nachzudenken? Wenn ich damit in PVSol spiele, müsste die Dachfläche um ca. 15cm erweitert werden. Oder wäre es sogar denkbar, bei drei übereinanderliegenden 2m-Modulen etwas über den First zu gehen? Was meint ihr?


    Ich würde mich sehr über eure Gedanken zu unserem Projekt freuen und sage schon mal vielen Dank für euren Input!


    Viele Grüße

    Marko

  • Gut dass du hier bist. Als langer Leser müsstest du deine Anfängerfragen beantworten können.

    Egal. Nord voll belegen, beherzt über 30 kWp gehen, du hast beste Voraussetzungen dafür!

    3. ist fast die einzig gute Idee in deiner Planung - ich habe Module die sich über dem First fast küssen.

  • Vermutlich wurde die Lücke gelassen, damit man für eine eventuelle Reinigung besser an die Module herankommt.


    Wegen der Erweiterung (über den First hinaus) - würde ich nur machen, wenn ich in einer Gegend wohne mit geringer WLZ, also 1 oder 2.

  • Vermutlich wurde die Lücke gelassen, damit man für eine eventuelle Reinigung besser an die Module herankommt.

    Hilft bei so großen Modulfeldern imho gar nichts - ich denke auch dass das eher eine "Dehnfuge" nach 10m ist.


    Ich plädiere für 3 Zeilen a 18st 144 Halbzellern (2*1m) im Einlegesystem - beidseits.

    108*410Wp (z.B JA Solar) =44,28kWp am bewährten Huawei 33 KTL-A begrenzt auf 30kVA.

    Bei der hohen Modulzahl könnte man sich auch günstige "Restposten" z.B 380Wp gestatten.

    6*10-11 st 120 Halbzeller QUER würde ebenfalls gut decken und ähnliche Peakleistung (>40kWp) erreichen.


    ggf sollte Man (isb. auf Süd) den Dachüberstand etwas erhöhen - nicht nur wegen der PV sondern auch um das Haus mehr vor Regen/Sonne zu schützen. 20cm können viel ausmachen.


    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für eure schnelle Rückmeldungen!


    Green_Pirate: Deine Idee mit 3 Zeilen a 18st 144 Halbzellern finde ich super. Damit käme ich auf 22,14 kWp. Bei 380W-Modulen wären es immerhin noch 20,52 kWp.

    Habe das mal auf die Dachfläche gelegt. Bei einem Abstand von 15cm zur Traufe (PVSol plant mit 20cm) müssten wir den Dachüberstand noch etwas verlängern. Das ist sicherlich machbar und würde so aussehen:



    Für 6 Zeilen a 120 Halbzeller müsste das Dach noch etwas weiter nach unten gezogen werden als bei der ersten Variante, bzw. der Abstand zur Traufe auf 10cm verkürzt werden. 66 Module a 325W ergeben 21,45 kWp. Hier wäre natürlich mehr Schienenmaterial notwendig:



    So attraktiv das Norddach auch ist, ich muss es erstmal ausklammern. Die gesamte Anlage wird im Zuge des Hausbaus fremdfinanziert. Um das Kapital gezielt einzusetzen, bin ich der Meinung, dass ein volles Süddach auch ohne Norddachbelegung eine gute Wahl ist.


    Mein Favorit geht deutlich zu Plan A mit 3 Zeilen a 18st 144 Halbzellern.

    Hättet ihr dafür eine Empfehlung für einen Wechselrichter?


    Ich danke euch ganz herzlich!


    Viele Grüße

    Marko

  • Zunachst einmal würde ich mit modernen Modulen nicht unter 400 besser 410Wp planen.

    Das Norddach würde ich ebenso nicht so schnell aufgeben - bei den Wattagen würde ich es nicht ganz, aber doch mit 1, besser 2 Reihen belegen - der WR "kann" das - nennenswerte Abreglung würde ich nicht erwarten - aber deutlich bessere "Schlechtwetter" Leistung.

    Mehrpreis sind nur die Module und Montage - ich würde mit nicht mehr als netto 7-8k€ (?) rechnen die aufgrund des geringen Mehrpreises sogar rentabler als die Restanlage laufen können. Zusammen gebaut dürften Skaleneffekten den Preis weiter drücken als wenn du in 3 Jahren auf die Idee kommst "nachzulegen". Auch habe ich langsam Zweifel dass das die Bedingungen für PV besser werden als sie sind.


    Meine WR Empfehlung ist ganz klar - passend zu dem Industrie-Design seitens Solarkraftwerks der bewährte und sehr Preiswerte Huawei Sun2000 33 KTL-A.

    PlexLog 40 und RSE dazu - "gedrosselt" auf 30kVA um die Wandlermessung zu umgehen ergibt sich das absolute Maximum an Wirtschaftlichkeit. Bezüglich eines Solateure würde ich dir raten Kontakt mit bauerkiel aufzunehmen.


    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Moin moin aus Kiel,


    cooles Dach.


    Ich würde, in der "Ideenblase" auf Trapezblech gehen, K2 Speedrail Unterkonstruktion drunter, mit je Seite 3 Reihen 410Wp Modulen arbeiten. Beidsetig bummelig 44kWp. Huawei 33 KTL-A auf 30KVA drosseln, Plexlog Datenlogger dazu, fertig.

    2 Modbuszähler zur Erfassung Wärmepumpe und Haushalt dazu.


    Bei Eiegnmontage mit 2 Kumpels ist sowas in 3-4 Tagen fertig. Montage auf 22° Trapezblech sind Traumvoraussetzungen.


    Mal so als Richtpreis für Materialpaket:


    Module 39ct/Wp netto (frei Baustelle)

    Huawei WR 33KTL 2.350€

    700m DC Kabel 6mm² mit MC4 Stecker Zubehör 600€

    K2 Unterkonstruktion ca. 3.000€


    Ca. 23.000€ für 44kWp...


    Das wäre möglich heutzutage.


    Bisschen Elektriker eurerseits, 2 Zählerplätze, Anmeldung und Papierkram mit dem Netzbetreiber.

    Ich komme zum montieren helfen oder einweisen, Inbetriebnahme WR und Datenlogger.


    Oder so irgendwie.


    Ja, jetzt Dächer voll. Für WP, E-Auto etc.


    Mal sacken lassen ;)


    Gruß, Andreas

    Andreas Witt
    Industrieservice und Montage
    Am Dorfplatz 7, 24214 Neudorf
    Tel.: +49 151 44 555 285
    info@pvservice.net
    USt-ID: DE 292086601, Handwerkskammer zu Flensburg



    Dienstleistungen rund um Photovoltaik: Wartung, Repowering, Datenlogging, Direktvermarktung & Redispatch 2.0, Anlagenplanung und -Neubau, Huawei Wechselrichter, Zubehör und PV- Komponenten

  • Hallo zusammen,


    bauerkiel: Vielen Dank für dein Angebot. Da würde ich auf jeden Fall noch mal drauf zurück kommen! Kumpels gibt es ja auf dem Dorf zum Glück genug :) D.h. eine Selbstmontage unter vorheriger Anleitung könnte ich mir sehr gut vorstellen. Das macht dann natürlich auch das Norddach deutlich attraktiver. In Summe >40kWp - ich werd verrückt. Bis jetzt haben alle Solateure schon die Hände übern Kopf zusammengeschlagen, als ich vom vollen Süddach redete...


    Für ein Trapezblech werde ich meine bessere Hälfte leider nicht begeistern können. Ich bin froh, dass ich die PV auf Nord- und Süddach genehmigt bekommen habe. :) D.h. die Unterkonstruktion wird wohl etwas teurer.


    Vielen Dank schon mal an euch für die vielen Hinweise und Gedanken zu unserer Anlage. Sobald es Neuigkeiten gibt, werde ich berichten!


    Viele Grüße

    Marko

  • Überleg dir das gut mit der Dachhaut - ist später eh kaum was zu sehen vom Trapez. Theoretisch kann man "außenrum" sogar DekoPfannen aufbringen halte ich aber für unnötig.

    Sandwichtrapez - billiger kann man nicht bauen - oder soll's 120Jahre halten?

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Bis jetzt haben alle Solateure schon die Hände übern Kopf zusammengeschlagen, als ich vom vollen Süddach redete...

    Nur noch gierige Geier unterwegs? Hauptsache dem Kunden Speicher aufschwatzen.

    40 kWp? Lecker! Ich drück dir die Daumen und würde, nachdem was ich hier lese, sofort mit Andreas bauen!

    meine bessere Hälfte leider nicht begeistern können. Ich bin froh, dass ich die PV auf Nord- und Süddach genehmigt bekommen habe

    Lebst du in einer Demokratur?

    Vom Dach ist kaum was sichtbar - energetisch passen soll es!