SMA Energy Meter mit STP 8.0 ausreichend für 70% weich?

  • Moin aus dem hohen Norden.


    Ein bekannter Elektriker, welcher gelegentlich/selten auch PV-Anlagen installiert, hat mich heute um Rat gebeten. Von seinem Großhändler wurde ihm für eine PV Anlage ein Tripower 8.0-3AV-40 angeboten, und dazu ein SMA Energy Meter, welches für die weiche 70% Regelung eingesetzt werden soll.


    Ich habe 70% weich bei meiner eigenen Anlage noch mit dem Sunny Home Manager und optischem Tastkopf am Netzbetreiber-Zähler umgesetzt. Jetzt war ich vorhin vor Ort und habe mit ihm versucht, das ganze zu konfigurieren. Leider bin ich auch nach 2stündiger Internetrecherche nicht viel schlauer geworden - daher zwei Fragen, vielleicht kann das hier jemand ja direkt beantworten:


    1. Reicht ein SMA Energy Meter in Verbindung mit diesem WR für die 70% Weich-Regelung aus, oder ist dafür der SHM 2.0 erforderlich?

    2. Falls ja, wo werden die entscheidenden Einstellungen vorgenommen?



    Vielen Dank schonmal!


    Gruß Dennis

  • Hallo Dennis,


    ja, bei diesem WR reicht ein SMA Energy Meter aus. Beschrieben ist das Ganze in der Betriebsanleitung unter https://files.sma.de/dl/33037/STP8-10-3AV-40-BE-de-12.pdf

    auf Seite 67:

    "Einstellungen für Anlagen mit manueller Sollwertvorgabe vornehmen

    1. Im Reiter Wirkleistungsverfahren den Schalter Netzanschlusspunktregelung auf [Ein]

    stellen.

    2. Die gesamte PV-Generatorleistung in das Feld Anlagen-Nennleistung eintragen.

    3. In der Dropdown-Liste Betriebsart Wirkleistungsvorgabe auswählen, ob die

    Wirkleistungsbegrenzung durch eine feste Vorgabe in Prozent oder in Watt erfolgen soll.

    4. Im Feld Eingestellte Wirkleistungsgrenze den Wert eintragen, auf den die Wirkleistung am

    Netzanschlusspunkt begrenzt werden soll. Für Nullwirkleistung muss der Wert auf 0 eingestellt

    werden.

    5. Wirkleistungsvorgabe auf [Ein] stellen.

    6. Für manuelle Vorgabe, den Eintrag Manuelle Vorgabe in % oder Manuelle Vorgabe in

    W wählen und den jeweiligen Vorgabewert eintragen.

    7. Wenn der Wechselrichter die Wirkleistung selbst auf den Netzanschlusspunkt regeln soll,

    folgende Schritte durchführen:

    • In der Dropdown-Liste Betriebsart Wirkleistungsvorgabe den Eintrag Externe

    Vorgabe wählen.

    • In der Dropdown-Liste Rückfallverhalten den Eintrag Rückfallwerte übernehmen

    wählen.

    • In der Dropdown-Liste Netztrennung bei 0%-Wirkleistungsvorgabe den Eintrag

    Nein wählen"

    Außerdem muss der SMA Energy Meter unter "Energiezähler" ausgewählt sein.

    Gruß

    Andreas

  • Der SMA STP8.0 kann mit SMA EnergyMeter 70-weich und natürlich auch Verbrauchslogging.

    Gerätesteuerung über Funksteckdosen ginge nicht. Das kann nur SHM/SHM2,0


    Wie und wo ... ich weiß es nicht noch nicht gemacht,

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Ja, das reicht. Habe gerade so eine Konfiguration in Betrieb genommen. Der WR und das Energymeter müssen per Netzwerk verbunden sein. Wenn man dann den WR im SMA-Portal anmeldet, wird auch das Energymeter automatisch erkannt. Die Einstellungen werden dann nur im WR gemacht (70% der Generatorleistung) und der WR bekommt die Werte vom Energymeter, welches den momentanen Hausverbrauch mit einbezieht. Achtung, diese Einstellungen können nur innerhalb der ersten 10 Einspeisestunden vorgenommen werden, danach braucht man einen kostenpflichtigen Code von SMA.

  • Vielen Dank schonmal, das hat mir schon sehr geholfen (ich habe die Anleitung zwar schon durchgeschaut, aber irgendwie war mir das alles noch nicht so ganz klar...)


    Leider hat sich die Oberfläche scheinbar etwas verändert, im Vergleich zur Anleitung. Ich habe mal einen Screenshot angehängt.



    Wenn ich das untere Feld "Anlagensteuerung und Leistungsbegrenzung" ebenfalls aktiviere, regelt der WR wieder auf 70% "Hart" ab. Daher habe ich es deaktiviert gelassen, ich gehe davon aus, dass das dann korrekt ist, wenn nur "Einspeisemanagement am Netzabschlusspunkt" aktiv ist...?

  • Hi


    Darf ich fragen, ob deine Einstellungen so korrekt waren ?

    Ich stehe vor der gleichen Aufgabe in den kommenden Wochen, da ich dann meine Anlage in Betrieb nehmen möchte.

    Da meine Anlage 2 WR hat, wäre eine weitere Frage, ob ich die Einstellung in beiden Wechselrichtern machen muss oder es in einem ausreicht, da ich ja die gesamte Anlagen Nennleistung angebe.


    Beste Grüße
    Sebastian

  • bigbaerchen: Die Einstellungen sind so für einen STP8 oder 10 korrekt - das sog. Anlagensteuerobjekt wird mit dem EM nicht verwendet und bleibt daher aus.


    Wie es bei zwei WR ist - könnte funktionieren oder auch wegen Interferenz der beiden Regelkreise nicht :/

  • bigbaerchen


    Die Lösung, dass ein WR selber 70% weich macht, geht NUR wenn nur ein(!!!) Wechselrichter vor Ort verbaut ist. Die 70% weich müssen ja am Netzanschlusspunkt gelten und in Verbindung mit nur einem EM denkt der WR er wäre alleine. Die Wechselrichter wissen nichts voneinander. Mit mehreren WR passt das dann am Netzanschlusspunkt nicht. Ab 2 WR musst(!) du einen Sunny Home Manager nutzen. Dieser kennt dann die Werte am Netzanschlusspunkt und regelt die einzelnen WR so, dass nicht mehr als 70% eingespeist werden.

  • bigbaerchen


    Die Lösung, dass ein WR selber 70% weich macht, geht NUR wenn nur ein(!!!) Wechselrichter vor Ort verbaut ist. Die 70% weich müssen ja am Netzanschlusspunkt gelten und in Verbindung mit nur einem EM denkt der WR er wäre alleine. Die Wechselrichter wissen nichts voneinander. Mit mehreren WR passt das dann am Netzanschlusspunkt nicht. Ab 2 WR musst(!) du einen Sunny Home Manager nutzen. Dieser kennt dann die Werte am Netzanschlusspunkt und regelt die einzelnen WR so, dass nicht mehr als 70% eingespeist werden.

    Vielen Dank für deine Information. Dann werde ich wohl das Energy Meter einmal gegen den Home Manager wechseln müssen.

  • Noch ne andere Meinung:

    1) Kann man ne Steuerung auf einem Rechner dazwischen setzen und das Anlagensteuerobjekt beider WR ansteuern

    2) Sollte je nach Anlagenkonfiguration auch das Abregeln eines WR reichen - dann natürlich unter 70%, je nach

    dem Verhältnis der Peak Werte. Könnte sich lohnen, da nochmal nachzudenken und zu rechnen ;)