Frage zum Sunny Tripower 6.0 - STP6.0-3AV-40

  • Hallo,

    ich plane meine vorhandene Anlage (SMA HomeManager 2 + SB 3000TL 21) um einen String mit dem STP6.0-3AV-40 zu erweitern.

    Dieser ist schon mit der neuen Norm konform (VDE AR 4105:2018).


    Jetzt frage ich mich ob standardmäßig die Q(U)-Regelung zur Blindleistungserzeugung aktiviert ist oder aktivierbar, anstelle der alten Q(P)-Regelung.


    In der Anleitung konnte ich nur finden, dass man in den ersten 10 Einspeisestunden Parameter verstellen kann und dies nicht mehr über den Sunny Explorer macht (wie beim SB 3000TL 21) sondern direkt im Browser per IP. Welche Art der Blindleistungbereitstellung möglich ist, steht nicht in der Anleitung.


    Die Q(U)-Regelung also Blindleistung in Abhängigkeit von der Netzspannung finde ich viel sinnvoller, als stur nach eingespeister Leistung.


    MfG

  • Der VNB hat überhaupt keinen Plan davon ;-)

    beim letzten Mal musste ich ihm erklären, dass bei 3kW cosphi = 1 reicht, das hat er dann in seinen Akten vermerkt.


    Aber gut zu wissen dass Q(U) implementiert ist, werde mal nachfragen beim VNB, aber vermutlich wird da nur Axelzucken bei rum kommen.

  • Ich hab keinen Tripower, bei mir läuft noch der Vorgänger STP. Blindleistungseinstellungen sind hier nur mit Grid Guard Code zu ändern.

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE,

    Nibe F1155-6 mit RGK im sanierten Altbau von 1909

  • Falls es noch Jemanden interessieren sollte, nach dem Firmwareupdate auf 3.10.10.R kann man nun folgendes auswählen:

    (rot markiert -> neu)



    Anschließend bekomme ich folgende Werte:


    Wie ich das verstehe speist der WR nur 84var Blindleistung ein, ob unter- oder übererregt wird leider nicht angezeigt.


    Bin gespannt ob es bei 240-241V (wie wir heute mittag hatten) dann mehr wird.


    Er ist jetzt erst mal an dem alten String angeschlossen (3,36kWp) wo vorher der SB3000TL-21 dran war.


    Dieser drückt jetzt bis zu 3600W :thumbup: 8|


    Bis der neue String kommt dauert es leider noch.

  • Update:

    habe mit dem Länderdatensatz ein wenig rum probiert, hier meine Erkenntnisse:

    -Wenn man "[DE] VDE-AR-N4105:2018 Erzeuger >4,6 kVA" wählt wird standardmäßig gar keine Blindleistung abgegeben.

    -Wenn man cos phi auf 1,00 stellt, bleibt es bei den etwa 50var Blindleistung - also speiste er gar keine Blindleistung ein beim o.g. Beispiel.

    -Wenn man mal 0,95 untererregt fest vorgibt, dann speist er -300 var Blindleistung ein, also negativ = induktiv, dann sinkt die gesamte Blindleistung am Netzpunkt, denn diese ist bei mir immer etwa 500var kapazitiv (also positiv).


    Habe jetzt wieder auf "[DE] VDE-AR-N4105:2018 Erzeuger >4,6 kVA" gestellt mit Q(U):



    was mich ein wenig stört ist:


    "Sondereinstellung" - hört sich an als hätte ich irgendwelche Parameter geändert.


    Zur Q(U) Regelung finde ich nur das:


    was das bedeuten soll weiß vermutlich nur ein Entwicklungsing. bei SMA


    Bin jedenfalls gespannt ob der WR mit steigender Spannung nun Blindleistung zur Spannungssenkung bereit stellt (negativ var) oder nicht.


    Werde berichten.

  • Bist du dir sicher dass Q(U) richtig ist? Müsstest du nach der aktuellen Norm nicht cosφ(U) einstellen, bei der alten Norm war es ja noch cosφ(P).


    Edit:


    Die Vorgabe ist doch dass der cosφ in Abhängigkeit der Netzspannung sich von 1 bis 0,9 (je nach Anlagengröße nur 0,95) bewegen soll.

  • Q(U) ist für dich wahrscheinlich eher schlecht weil er dann ja abhängig von der Netzspannung eine eingestellte Menge Blindleistung bereitstellt unabhängig davon wie viel Wirkleistung du gerade einspeist. Bei cosφ(U) hängt die Menge der Blindleistung ja von der Wirkleistung ab.


    Die Q(U)-Kennlinie die man auf deinem Bild sieht ist ja eigentlich eindeutig. Es sind 4 Punkte definiert von 0,93 x Netzspannung (214V) bis 1,07 x Netzspannung (246V). Die Prozentzahlen beziehen sich vermutlich auf die Scheinleistung des Wechselrichters, somit macht er wohl maximal 43,6% Blindleistung.