Planung Terrassenüberdachung, zählweise der Anlagen

  • Hallo,


    meine Frau und ich möchten nun noch eine Terrassenüberdachung mit PV Modulen transparent in Eigenregie errichten. Die Idee dazu kam, leider, recht spontan. Nun habe ich bedenken, das ich mir ins Knie schieße wegen der anteiligen EEG Umlage. Vielleicht hat jemand ein Rat für mich?


    Zur Lage:


    PV Hausdach 9,86KWP IBN: 31.7.18


    PV Erweiterung nach 12 Monaten: 1,74KWP IBN:31.12.2019


    PV Carport 7,02KWP IBN: 22.02.2020


    und nun das Terrassendach...


    geplant 4,41KWP geplante IBN: Juni 2020.


    Nachdem ich herausgefunden habe das es u.U. doch EEG Förderung gibt - ist das die selbe Kategorie wie das Hausdach?- Komme ich nun bei Betrachtung der 12 Monatsregel vom 31.12.2019 - 31.12.2020 auf 1,74KWP+ 7,02KWP + 4,41KWP auf 13,17KWP. Damit ergibt sich die Pflicht zur Zahlung der 40% EEG Umlage oder sehe ich das falsch?

    Eigenverbauch ca. 4000- 6000kwh pro Jahr (WP etc.) Die Vergütung müsste sich doch für die 3 Anlagen auf Dezember 2019 beziehen oder?


    Ich danke für Ratschläge und Tipps.


    Frohe Ostern!


    André

    Gruß


    Andre

  • Soweit richtig bis auf die Vergütung. Die hängt primär von IBN ab.

    Stückeln oder Umlage für den neueren Teil des Parks. Mit Kaskadenmessung für die es nur 2 Zähler braucht könnte die umlagefreie 2018 bevorzugt werden.

    Hast du einen Park an WR an der Wand?

  • Hallo, bis dato nur zwei WR. Einmal fronius Symo 10 für die 9,86 und 1,74 ;2x 20x 290wp sowie einmal Symo 6 für den Carport (7,02) 1x 18x 390 wp; allerdings sehr flach ausgerichtet. Die Idee ist nun den 6er gegen einen zweiten 10er zu wechseln und den zweiten String für die Terrasse zu nutzen.

    ...

    Stückeln oder Umlage für den neueren Teil des Parks. Mit Kaskadenmessung für die es nur 2 Zähler braucht könnte die umlagefreie 2018 bevorzugt werden.

    ...

    kannst du die zwei Sätze präzisieren? Ich kann dir da gedanklich nicht folgen.


    Danke und Gruß


    Andre

    Gruß


    Andre

  • Siehe 1. MK in meiner Signatur am PC.

    Du musst entscheiden. Erzeugungsmessung für die neueren Teile oder 1,24 kWp im Dezember sowie Rest später, oder, das würde ich empfehlen, schnell ans Netz mit allem und den umlagefreien Strom aus 2018 bevorzugen.

  • ich muss zugeben dass es etwas gedauert hat bis ich das kapiert habe was du meinst. Das Problem dürfte aber sein das die 9,86 und die 1,74 zusammen am 10er Fronius hängen.


    Formal dürften das zwei Anlagen sein da mehr als zwölf Monate zwischen der IBN liegt, obwohl sich beide Anlagenteile ja einen WR teilen. Es wurde der zweite String von 14 auf 20 Module, symmetrisch zum 1.String, erweitert.


    Die im Februar auf dem Carport errichtete Anlage (7,02kwp) mit dem Symo 6 zählt doch zu den 1,74 kwp, da innerhalb 12Monate oder doch nicht? Wenn nun die Terrassenüberdachung dazu kommt, geht auf den WR vom Carport 2.String, habe ich mehr als 10kwp innerhalb von 12 Monaten. Das heisst ich kann nicht 3 Anlagen (Erweiterung, Carport, Terrasse) messtechnisch erfassen da die Erweiterung in den WR der Hausdachanlage aus 2018, geht.


    Vom VNB habe ich seit Februar nichts gehört. Telefonisch ist der Bearbeiter auch nicht zu erreichen... Auf E-Mails reagiert er ebenso nicht.


    pflanze :Ich hoffe wir reden nicht an einander vorbei

    Danke für deine Erläuterungen der doch komplizierten Materie.


    Gruß

    Gruß


    Andre

  • Wir verstehen uns. Es gab letztes Jahr einen Thread in dem die "Zusammenfassung" diskutiert wurde, d.h. ob mit IBN 1 12 Monate laufen - und alles was in diesem Zeitpunkt läuft zu IBN 1 addiert wird, sobald die 12 um sind kann von vorne begonnen werden (alles auf 0) - oder ob es ein sliding window ist. Ich erinnere das Ergebnis nicht mehr. Auf der sicheren Seite ist man bei Betrachtung als wanderndes Fenster.

    alterego und jodl waren möglicherweise am Thema beteiligt.


    Vorausgesetzt EZ wird nötig, somit Kaskadenmessung mit insges 2 (!) Zählern ohne Aufpreis möglich:

    Symo 10 für die 9,86 und 1,74 ;2x 20x 290wp

    Symo 6 für den Carport (7,02) 1x 18x 390 wp; sehr flach -> solll Symo 10 werden

    Stell doch bitte Luftbild/Skizze (Ausrichtung usw. enthaltend) mit Bestand samt jew. IBN-Datum ein, dann können wir vlt. rangieren.

    Einen WR "umlagefrei" belegen, alles andere auf den 2.


    Das musst aber du rechnen ob die Idee was taugt.

    Wenn ich das richtig sehe würde das die sehr schönen Strings zerlegen und 6 Module aus 12/2019 hingen "in der Luft". Technisch ungünstig.


    Wichtig ist aufs Dach und guten Sommer samt Vergütung sichern - und auf entfallende EEG-U hoffen.

  • Hallo, war ein wenig Arbeit aber wenn es zu guten Ideen führt, gerne ;)


    Lage: Landkreis Bitterfeld. Ausrichtung Süd. Dachneigung 38°. Wärmepumpe über separaten Zähler (6000kwh/a)


    Bild oben: Dachanlage 9,86Kwp IBN 31.07.2018 : Teilung Strings 20 / 14 Module á 290Wp Trina Full Black, Fronius Symo M10


    Bild oben:Erweiterung 1,74Kwp IBN 31.12.2019: 6 Module á 290WP


    Bild oben: Fertige Dachanlage 11,6 Kwp; 2 Strings á 20 Module 290WP an Fonius Symo M10


    Bild oben: Carport: IBN 22.02.2020; 18 Module JA Solar á 390Wp an Fronius Symo M6; ein String.


    Situation heute:


    Nun soll auf dem rechten Teil der Terasse; LxB 6,30m x 5,10m; insgesamt 18 Sonnstromfabrik Excellent M48 245Wp = 4,41Kwp auf Leimbindergestell in Eigenregie errichtet werden. Idee war den Symo M6 raus und einen zweiten Symo M10 in der Teilung: String 1 Carport 7,02Kwp; String 2 Terrassendach 4,41Kwp einzubauen.


    Nun wird das allerdings zur anteiligen Abgabe der EEG Umlage führen.


    Alternativ habe ich mir überlegt auf den Anschluss der Wärmepumpe, die Terrasse mit einem Primo 4.6 oder Symo viel Arbeit zu legen. Dann habe ich eben einen dritten WR.


    Habe sogar ein Schaltbild von MITNETZ (VNB) gefunden was dies zulassen würde. Problem oder vielleicht auch gut hieran ist, das meine Frau -nicht Ehefrau- Inhaber des Anschlusses ist.

    So, viel Arbeit das aufzuarbeiten. Feuer frei für gute Ideen zur Vermeidung der EEG Umlage.

    Gruß


    Andre

  • Wie einfach wäre die Welt, wenn man auf das ganze EEG-Umlage und Steuergedöns verzichten könnte bei Anlagen bis 20 kW und einfach nur einen Zweirichtungszähler bräuchte. Die eingespeiste Energie * ca. 0,33 wird mit der bezogenen Energie verrechnet, wenn man also 5000kWh verbraucht und 15000 einspeist, zahlt man nichts, bekommt aber auch nichts. Erst wenn man mehr einspeist, muss man das als Gewinn versteuern. Man darf sich den Stromanbieter mit dem besten Einspeise /Bezug Verhältnis aussuchen.

  • 2 Erzeuger und zwei Verbraucher können nur mit teilweiser RLM abgegrenzt werden.

    Kaskadenmessung mit WP, jetzt bauen und volle EEG-U auf alles. Oder warten und stückeln, dafür weniger Vergütung.

    Oder 2 Überschusseinspeiser. Hilft aber nix in Bezug auf die Umlage.

    WP schon im HTD besprochen? Für Neubau e wären 6 MWh/a zu viel.

  • Danke, also ist die Situation verfahren. Ist halt wirklich blöd wenn man stückchenweise baut.

    Die Wärmepumpe ist von 2004 und etwas zu groß ausgelegt. Meine Frau wollte das damals so. Ich war da noch nicht in. Wenn die kaputt geht gibt's ne modulierende Version.

    Wäre das möglich das die Terrassen PV als separate Anlage via die WP über meine Frau läuft?


    Danke und Gruß

    Gruß


    Andre