Geld für Einspeisung

  • Hallo an das Forum,


    ich betreibe seit September 2018 eine 9,9 kWp Soalranlage mit 10 kW Speicher für mein Einfamilienhaus, Vorrangig zur Eigenstromversorgung, Die Panels sind auf meiner Wiese montiert. Was übrig ist wird ins öffentliche Netz gespeist. Im Monatsdurchschnitt sind das ca. 370 kWh. Als Ansprechpartner für die Einspeisung sind mir meine Stadtwerke genannt worden, mit denen ich allerdings keinerlei Vertrag habe und die mir bis heute nicht einen Cent für den eingespeisten Strom bezahlt haben. Ich habe den Eindruck, die wollen mich auflaufen lassen. Kann ich meinen überschüssigen Strom an einen freien Abnehmer auf dem Markt verkaufen. Wenn ja, wie finde ich den???


    Danke schon mal für mögliche Antworten


    Mark B

  • Wer hat die Anlage gebaut (Selbstbau oder Solateur)? Wer hat den "Papierkram" erledigt? Wenn du einspeist, solltest du auch Vergütung bekommen, wenn alles ordnungsgemäß angemeldet wurde. Bei einer solchen Anlage, ich gehe mal davon aus, das sie mit mit Speicher mind. 20.000 Euro gekostet hat, hast du dir doch sicherlich auch die Vorsteuer vom Finanzamt zurück geholt, oder?


    Schick mal ein paar Details zu deiner Anlage.

    22 x Q CELLS Q.PEAK DUO BLK-G5 315 (6,93 kWp)
    Fronius Symo 7.0-3-M mit Smart Meter 63A-3
    Azimut SSO (-30°) mit 40% Dachneigung
    Installiert 11/2018

    Ertrag 2019 - 6,96 MWh (1.004 kWh/kWp)

  • Die Anlage habe ich selber montiert und von einem Installateur abnehmen und anmelden lassen. Die Anlage sind 30 BenQ Module mit Leistungsoptimierer a 330 Watt. Die Hardware dahinter stammt alles von Solar Edge, der Speicher von LG. Der Papierkram wurde alles erledigt und liegt auch meinen Stadtwerken entsprechend den Vorschriften vor. Die Anlage betreibe ich ausschließlich privat als Rentner mit dem Ziel meinen Eigenverbrauch zu maximieren. Damit wird auch eine Erdwärmeheizung versorgt. Mit irgendwelchem Steuermist befasse ich mich nicht und habe auch nicht vor das zu tun.

  • Die Anlage betreibe ich ausschließlich privat als Rentner

    Sobald du etwas verkaufst bist du Unternehmer auch wenn du dich als Privatmann siehst.


    von einem Installateur abnehmen und anmelden lassen

    Hat dir der Installateur dann wenigstens Kopien überlassen was er angemeldet hat?


    Ist BNA-Anmeldung erledigt bzw. wiederholt am Markstammdatenreigister?


    Die Stadtwerke sind dein VNB hattest du mit denen schon mal Kontakt?

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

  • gibts für die Anlage denn überhaupt eine Vergütung ?

    wenn ja, Rechnung schreiben , mahnen, klagen.

    viel Aufwand für (fast) nix

  • edit

    IBN 18.07.2017
    Module 29 x Aleo Solar S59 HE 305
    WR SMA SB 3.6-1-AV-40
    WR SMA SB 4.0-1-AV-40
    Speicher RWE Storage flex 6 kWh

  • Natürlich habe ich von dem ganzen Anmeldepapierkram Kopien. Die Papiere sind auch streng nach Vorschrift hier in Sachsen ausgefertigt worden und den Stadtwerken zur Verfügung gestellt worden. BNA Anmeldung und Markstammdatenreigister sind alle erfolgt. Aus meiner Sicht liegt ein Vergütungsanspruch nach §48 Abs. 1 Nr. 3 EEG vor. Nach meinem Kenntnisstand sind dazu für den Errichtungszeitpunkt eindeutig 8,27 Cent pro kWh für Anlagen auf Freiflächen ausgewiesen.

    Ich hatte mit den Stadtwerken schon Kontakt in der Form, dass die nach Papieren gekräht haben, die sie eigentlich schon hatten, die aber wegen eines Mitarbeiterwechsels verloren gegangen sind. Zudem wollten die mir einreden, das meine Anlage keinen Anspruch auf Vergütung nach §48 Abs. 1 Nr. 3 EEG hat. Begründung dafür - keine. Die haben wir freigestellt mich als nicht registrierter Einspeiser anzumelden mit 1,5 Cent/kWh Vergütung. Das habe ich natürlich abgelehnt. Sei dem ist da Schweigen im Walde. Die haben bei mir einen Zweiwegezähler eingebaut, ansonsten habe ich mit denen keinen Vertrag.

  • Da scheint mächtig etwas schief zu laufen. Ggf. mit dem Installateur sprechen, die haben ja oft gute Kontakte.

    22 x Q CELLS Q.PEAK DUO BLK-G5 315 (6,93 kWp)
    Fronius Symo 7.0-3-M mit Smart Meter 63A-3
    Azimut SSO (-30°) mit 40% Dachneigung
    Installiert 11/2018

    Ertrag 2019 - 6,96 MWh (1.004 kWh/kWp)

  • Du brauchst keinen Vertrag - Vergütung nach EEG ist in selbigem Gesetz geregelt. Ich würde mal noch schnell eine Rechnung für 2019 schreiben - 2018 ist vermutlich nicht mehr zu holen.

    Du bekommst (reduzierte) Vergütung für eine Freiflächen Anlage wenn diese als solche auch angemeldet wurde.


    Informer dich selbst und geh deinen Weg - oder nimm einen entsprechenden Anwalt zur Hilfe - die Infos was dir zusteht sind frei zugängig. Was nicht bereits klar im EEG geregelt ist hat die Clearingstelle in aller Regel präzisiert - sie wäre auch ein Möglicher Ansprechpartner (aber KEINE Beratungsstelle) für dein Problem.


    Wenn wir hier über 4000kWh reden - sind das fast 300€ Vergütung - nichts vor was man sich fürchten muss - das bewegt sich im Steuerfreibetrag - auf 10-20 Jahre gesehen ists aber schon was! -> könnte deine Strom bezugskosten mehr als decken!


    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!

  • "mit dem Ziel meinen ...verbrauch zu maximieren". Das Gegenteil ist empfehlenswert und spart richtig Geld.

    IdR wollen sie für Auszahlung eine Steuer- oder UstID-Nr. Wenn du die nicht abgibst wird es nix mit Vergütung.

    Rechnung schreiben ist Unternehmen vorbehalten. Da du das FA ablehnst sehe ich keine Grundlage, Rechnungen zu schreiben.


    Vergütungsanspruch besteht vermutlich. Stadtwerke anrufen und sprechen.