Planung eine PV-Anlage Haus + Garage

  • Hallo Zusammen,


    bin neu hier. Ich plane eine Photovoltaikanlage und würde gerne mal eure Meinung hören.


    Kleines EFH mit Ost-Südost (S - 60°) und West-Nordwest-Ausrichtung + freistehende Doppelgarage (gleiche Ausrichtung).

    Auf der Südost-Seite stehen einige recht große Bäume, die in den Morgenstunden zu Teilverschattungen (bei aktuellem Sonnenstand könnten ca. 6 Module betroffen sein) führen. Ich halte das aber nicht für dramatisch.


    Anfangs wollte ich unter 10KW bleiben und habe auch bereits Kontakt zu Solarteuren aufgenommen. Nachdem ich mich in den letzten Wochen aber doch recht intensiv mit der Thematik beschäftigt und auch hier im Forum viel gelesen habe, denke ich jetzt etwas anders.

    Jetzt würde ich die Garage auch mit belegen und die Wärmepumpe mit einbinden (denke die Kaskadenlösung ist trotz des zusätzlichen Zählers recht interessant).


    Meine Planung wäre:

    Ost-Südost 16 Module (quer), habe unten einen Schneefang, so würde ich hochkant bei drei Modulreihen direkt am Gitter enden (und einen Mix aus hoch und quer möchte ich vermeiden) - teilweise Verschattungen in den Morgenstunden

    West-Nordwest 22 oder 23 Module (bei der Stringlänge ist wohl bei vielen WR bei 22 Schluss...?)

    Garage: beide Seiten je 14 Module hochkant - teilweise Verschattungen in den Morgenstunden (Süd-Ost-Seite)

    Gesamt 66 bzw. 67 Module möglich

    Siehe Bilder

    Module: IBC MonoSol 330 MS-HC oder etwas vergleichbares

    Leistung: dann ca. 22 KWP

    Die Garage steht ca. 8 Meter vom Haus entfernt und ich muss einen Kabelkanal buddeln und dann mit dem Kabel durch den halben Keller.

    Ich würde gerne nur mit einem WR arbeiten und die jeweils beiden Süd-Ost und Nord-West-Dächer an einen MPP-Tracker anschließen.

    WR Fronius Symo 17.5-3-M oder so in der Richtung. Wäre ein WR mit 4 MPP-Trackern sinnvoller?

    Natürlich wurde mir auch ein Speicher empfohlen, vor allem wegen der evtl. angedachten Einbindung der Wärmepumpe. Aber das macht für mich (Stand heute) wenig Sinn. Allerdings bin ich am überlegen, ob ich einen Hybrid-WR, zwecks einfacher Nachrüstungsmöglichkeit, nehme.

    Zum Montagesystem wurde mit von 2 Solarteuren nahegelegt, Metalldachpfannen zu verwenden

    Beim Haus (Fertighaus Holzständerbauweise) habe ich einen außergewöhnlichen Sparrenabstand von 1,25m. Der Dachstuhl ist zusätzlich mit diagonal über das gesamte Dach laufenden Stahlbändern fixiert.

    Deshalb halte ich beim Haus die Metallpfannen durchaus für sinnvoll. Bei der Garage würde ich am liebsten Haken nehmen und die selber montieren. Begeisterung löst das natürlich nicht aus.


    Unklar ist mir jetzt die Verschaltung am WR: Wenn ich 2 Stings auf einen MPP-Tracker lege, müssten die exakt gleich lang sein? Wenn ja, dann wäre ich fast gezwungen auf 4x14 Module zu gehen oder einen WR mit 4 MPP-Trackern oder gleich 2 WR zu nehmen. Ich wäre gerne aus Kostengründen bei einem WR geblieben. Was meint Ihr?


    Danke für euer Feedback:danke:


    VG Lehmi

  • Garage höher an den First.

    Auf 10,33 m passen 10 Module je Reihe.

    Auf dem Filetstück SO so viel frei zu lassen ist sehr schade und kurzsichtig. Wenn du speichern möchtest zählt erst recht jedes Modul!

    Möglichst wenig WR, das stimmt.


    Erst sinnvoll belegen, dann auslegen.

  • Mir wurden als "minimal einzuhaltende Randabstände" 20 cm genannt. Die Begründung mit der Windanfälligkeit bzw. Windlast war für mich plausibel. Die Ränder habe ich jetzt mal auf 10 cm verkleinert, um 10 Module nebeneinander zu bringen. Somit würde ich auf die NW-Seite 26 Module hinbringen. Die beiden Lücken am Fenster belege ich aber sicher nicht quer, sieht Kacke aus.

    Für die SO-Seite habe ich jetzt mal - meiner Meinung nach - das Maximum rausgeholt. Aber der von mir derzeit favorisierte Solarteur macht das wohl grundsätzlich nicht, dass her hoch und quer auf einer Dachseite kombiniert. Mal sehen...

    Bei der Garage bin ich jetzt auf 10 cm an den First gegangen. Bei Quermontage würden auch 16 je Seite draufpassen, aber damit erhöhen sich wohl auch die Kosten für das Montagematerial (Kreuzmontage... wurde mir erklärt). Auf der NW-Seite habe ich einen Schneefang und an den würde ich auf wenige Zentimeter herankommen. Somit wäre auch denkbar Quermontage auf SO-Seite (16 Module) und Hochkant auf NW-Seite (14 Module)

    Somit wäre jetzt das Maximum bei 75 bzw. 77 Modulen (siehe Bilder).


    Wie könnte man die jetzt sinnvoll auslegen, auch unter Beachtung der teilweisen Verschattungen auf der SO-Seite?


    Danke schonmal!

  • Bitte Gesamtansicht samt Angabe Module je Fläche. Gleich Schattenanalyse dazu. Viel ändern wird sich nicht auf der Garage.

    In Windzone 1 und 2 sind keine 20 cm nötig. Ich hab auf der Wetterseite in beginnender Winzone 2 fast auf Kante - läuft seit bald einem Jahrzehnt - die Sparren müssen dafür nah am Ortgang sein.


    72-Zeller mit ca. 2*1m² angeschaut? Die könnten besser passen. Evtl. Module die minimal kleiner sind nehmen.


    Idee: den Bereich um das DAchfenster komplett quer belegen, dann hättest du zwei saubere Blöcke. Ob es mehr bringt, k.A. - aber zeichnen sollte man es, einfach um es gesehen zu haben.


    Die Sperrfläche auf SO hat welchen Grund? Schatten? Kein Dach dort? Schneefang?


    Quer hieß früher zweilagig bauen. Heute sind viele Module für einlagige Quermontage freigegeben - dann braucht es nur anderen Schienenabstand und ein bisschen mehr Vorbereitung. Wer damit überfordert ist käme mir nicht aufs Dach. Den Schienen ist es egal in welchem Abstand sie montiert werden, den meisten Modulen ist die Ausrichtung auch egal.

    Das sind meist nur noch Denkbarrieren - keine technische Sache.

  • Hallo Lehmi,


    hoch und quer nicht mischen ist okay - jedoch würde ich das mit notfalls schwarzen Modulen nicht als problematisch und funktion über Optik sehen.

    Lass uns tüfteln vll finden wir doch was vertretbares:

    NW "ultra"

    34=2*17

    Alternativ mit 2*14st 144Halbzellern (2x1m)


    SO solltest du wenn du wirklich maximal belegen willst prüfen ob sich die Solarthermie (?) verschieben lässt - etwas nach rechts und oben -dann geht da deutlch mehr. Wer baut ST mit WP?! oder ist die Sperrfläche was anderes?

    Der Schneefang wird dabei maximal Richtung Traufe versetzt (Auf dem Dach ist PV Chef!)

    2*14=28

    Alternativ könnte man auch hier mit 2*11st 144 Halbzellern arbeiten.


    Auf die Garage passen die 144er genau wie du die 10 "kleinen" skizziert hast.

    144er haben derzeit >400Wp - gute 120er >340Wp.


    Wenn man Haus und Garage zusammen verstringt ergeben sich schön lange Strings (z.B 2*22NW+2*19SO)

    damit wärst du bei >27kWp (mit den neusten 365Wp=29,93kWp!!!) dafür einen SMA STP25000 und Energymeter und du hast eine richtig tolle Anlage die neben reichlich Strom für die WP im Sommer hohe Einspeisevergütung generiert und sich dicke selbst bezahlt.


    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Danke für die Rückmeldungen. Ich habe heute nochmal mit meinem favorisierten Solarteur telefoniert und einen Termin in den nächsten Tagen vereinbart.

    Auf der SO-Seite (Haus) werde ich den Schneefang auf die unterste Reihe versetzen, somit passen drei Modulreihen hochkant :thumbup::)

    Die Sperrfläche ist ein 4,8 qm Indach-Solarkollektor, für Warmwasser (500 Liter Schichtenspeicher), war im Pakte mit Luft-Wasser-Wärme-Pumpe und Lüftungsanlage. Der wird nicht verrückt und ich habe auch nicht vor, den jetzt komplett rauszubauen.

    Da meine Sparren nicht nah am Ortgang sind (50 cm) und wir doch recht windanfällig sind, wäre mir das zu heiß, jeden Zentimeter auszureizen. Aber ich werde das beim Vor-Ort-Termin besprechen.

    Hoch und Quer möchte ich echt nicht mischen. Sorry!

    Die Vorschläge zu den Modulen haben mich zum Basteln angeregt und der Solarteur hat mir das absolut zugestimmt... aber ich möchte das möglichst sofort realisieren und nicht erst in einem halben Jahr. Die Förderung sinkt jeden Monat und was mit dem 52GW-Deckel passiert weiß auch keiner.

    Bei der Garage könnte man über die Quermontage 4x4 Module draufbringen, aber auf der NW-Seite kommt dann auch der Schneefang... aber auch das besprechen wir vor Ort.

    Bis dahin würde ich das mal so wie in den Anlagen abgebildet belassen.

    Haus SO: 19 Module (evtl. wären 21 möglich, dann müssten wir aber auf Kante gehen)

    Haus NW: 23 Module

    Garage: 2x14 Module

    Ich melde mich nach dem Gespräch wieder...

  • Die Sperrfläche ist ein 4,8 qm Indach-Solarkollektor, für Warmwasser (500 Liter Schichtenspeicher), war im Pakte mit Luft-Wasser-Wärme-Pumpe und Lüftungsanlage. Der wird nicht verrückt und ich habe auch nicht vor, den jetzt komplett rauszubauen.

    Ich werde verrückt wenn ich so einen seltendämlichen Wahnsinn lese.

    (nicht auf dich sonden den "Schöpfer" dieser irren Wirkungsgradvernichtungsstrategie gemünzt)

    Dass dich der Wahnsinn 6-7 Module kostet und die ST bei weitem nicht diese Energie liefert sollte dir bewusst sein.


    Das Modul mit dem ? - sowie das unter dem DF sollte aber imho mindestens installiert werden.

    21er statt 19er String.

    Hoch und Quer möchte ich echt nicht mischen. Sorry!

    Das ist deine Entscheidung dafür musst du dich nicht (bei mir/uns) entschuldigen.


    Haus NW: 23 Module

    mies. 22 gehen in einen String. - ICH würde ein quer über das DF legen und recht sie beiden neben dem DF weglassen.


    Gruß und viel Erfolg!

    Flo

    Achtung Schattentheoretiker!