"Peaks" an bewölkten Tagen

  • Hallo zusammen,


    ich beobachte bei der Analyse meiner Leistungskurve, dass an bewölkten Tagen die Leistung, wenn mal die Sonne durch eine Lücke kommt, teilweise deutlich über der Leistung zur selben Uhrzeit an einem wolkenlosen Tag liegt.


    gelb (30.03) war praktisch ein perfekter Tag.

    grün war etwas Bewölkung.

    Erst dachte ich, das liegt an der Temperatur der Module. Dagegen spricht, dass die Leistung vor dem Einbruch erstmal ansteigt (11:00).


    Ist es vielleicht so, dass bei Bewölkung die Luft irgendwie klarer ist und damit die Leistung höher ist wenn da mal ein Loch zwischen den Wolken liegt?



    11/2019: 15x Sharp NU-AK310 A:15°/DN:22° / 15x Sharp NU-AK310 A:105°/DN:22° / Fronius Symo 7.0-3-m (9,3kWp)

  • Ich beobachte den selben Effekt auf der Nordseite!

    Dort ist der Ertrag deutlich höher, wenn es bewölkt ist.

    Führe dies auf erhöhtes Streu- bzw. reflektiertes Licht zurück.

  • Das ist der diffuse Anteil der Globalstrahlung, der bei Bewölkung (nicht: dicke Regenwolken) höher ist.

    Lässt sich sehr schön sehen, wenn du selbsttönende Brillengläser hast. Eigentlich ein wolkiger Tag, aber das Ding dunkelt komplett ab...

  • Wenn es viele Wassertröpfchen in der Atmosphäre hat (Höhendunst oder ähnlich) wird das harte Sonnenlicht durch die Tröpfchen gebrochen und es entsteht ein weichere, weniger gerichtes Licht. Die Tröpfchen können zugleich eine Lupenwirkung haben wodurch die Sonnenstrahlung zwar gebrochen, nicht aber abgeschwächt wird. Darum ergibt sich eine höhere Strahlungsenergie pro m2.


    Meine Anlage läuft an solchen Tagen oftmals in die Leistungsbegtenzung.

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    Anlagenhersteller: SolarEdge

    Leistung: 10.2kWp

    Module: 30 x LG NeON2 340W Cello

    --Süd-Südostausrichtung 168°, 5° Aufständerung (Pultdach)--

    Wechselrichter: SE10K

    Batteriewechselrichter: SE3500H

    Batterie: LG Resu10H (10kWh)

    Anlage in Betrieb seit: 12.06.2019

  • Also mein Gedanke wäre da, dass es auf die Temperatur der Module zurückzuführen ist. Ich habe das auch bei meinen Anlagen beobachtet.


    Meine Module haben einen Temperaturkoeffizienten von 0,45 oder so. Das heißt pro Kelvin (Grad) mehr Oberflächentemperatur des Moduls sinkt die Leistung um 0,45%.


    Blitzt die Sonne nur mal kurz durch, ist das Modul viel weniger aufgeheizt, als wenn durchgehend die Sonne drauf knallt.


    Und bei 20 Grad Unterschied in der Modultemperatur sind das gleich mal schnell 10 %.