Welcher Laderegler für mein Vorhaben?

  • Hallo liebe Forumler,


    ich bin in Sachen Solaranlage noch Neuling und habe mich bereits etwas eingelesen.


    Ich habe auch bereits Solarmodule geschenkt bekommen und möchte diese nun anschließen. Hierzu suche ich den, bzw. einen passenden Laderegler bis ca. 150 Euro. Es muss zwangsläufig ein MPPT Regler sein.


    Bei meinen Solarmodulen handelt es sich um 10 Dünnschichtmodule. Ich lade ein Foto mit den Spezifikationen hoch, damit ihr seht, womit ich arbeite.


    Der Plan lautet wie folgt:


    Ursprünglich wollte ich je 2 Module in Reihe schalten und dann 5 Paralellschaltungen, also quasi 2 Module x 5. Dadruch würde sich aber die Spannung verdoppeln. Ich würde dann also auf über 100 V kommen. Davon bin ich nun abgekommen, da die Laderegler über 100 V für mich zu teuer sind.


    Also habe ich mir überlegt, die 10 Module alle parallel zu schalten, dann bleibt es bei der maximal Voc von 62,7 V. Die Ampere wären dann jedoch recht hoch.


    Ich möchte am anderen Ende des Laderegler einen 12V Bleiakku nutzen, zunächst als Test, eine Autobatterie. Wenn ich jetzt anfange zu rechnen und mit den Maximalwerten der Panele den "worst case" ausrechne, komme ich auf Folgendes:


    Das Panel schafft laut Angabe (Voc Ioc) maximal 1,2 A bei 67,2 V. Was ich nicht verstehe ist, dass laut P = U * I dann über 80 Watt rauskommen. Aber ich rechne mal weiter. Wenn ich nun die 67,2 V auf 12 V umwandle kommt bei mir Folgendes raus: 67,2 V / 12V = 5,6 * 1,2 A = 6,72 A. Ein Modul würde dann also 6,72 A Leistung bringen (worst case oder best case, je nach Sichtweise). Alle 10 Module dann also 67,2 A. Das erscheint mir sehr unrealistisch.


    Ich habe also entweder die falschen Werte genommen (Voc und Ioc) und muss eher die Werte Vm und Im zur Berechnung heranziehen, oder der Fehler liegt anderswo.


    Kann mir jemand vielleicht helfen, oder einen Link schicken, wo ich mich diesbezüglich einlesen kann?


    Denn eigentlich hatte ich den Epever 40 im Blick, der macht aber eben 40 A und bei mir kommen ja 67,2 A raus...


    Danke!!!:):):)

  • Hallo Xtrem85,


    willkommen im Forum. :)

    Guter Rat am Anfang: Laß dir in PV nie was schenken, besonders keine DS Module!

    Es gibt Ausnahmen, in der Regel jedoch bedeutet es erst mal Trouble.


    Für die Berechnung der Leistung bei 1.000 W Einstrahlung gilt Pmpp = Impp * Umpp. P steht für Leistung.

    Dann kommst du auf 43 Wp. Im Feld hängt die Modulleistung von der tatsächlichen Einstrahlung am Ort ab und von der Stellung (winkelmäßig) der Sonne in Bezug auf die Module.

    Wenn du Module parallel schaltest, einfach die Impp oder Isc Werte addieren, also 1 Amp * 10 = 10 Ampere.

    Mehr wird es nicht.

  • 43Wp Dünnschicht = eigentlich Sondermüll, verschenkt man am besten an unwissende

    PV1 = Insel: 10xTalesun 320Wp + 6xRisen 310 + 6x JaSolar 410Wp+ 8xLonghi350Wp + 3x MPPT150/60 + Multiplus 5000/48 + Cerbo + Touch+ 36,3kWh Pylontech
    PV2 = EEG: 31x Hanwha QCells 315 black + 2 Huawei SUN2000-4KTL
    Haushalt somit zu 99,5% elektrisch autark.
    In der Übergangszeit wird mit Panasonic Geisha geheizt. WW per Heizstab. eletric pocket rocket Smart EQ Fortwo.


    Biete ab sofort Hilfe / Inbetriebnahme von Victron ESS-Systemen für verzweifelte Forum-User an.

    Anfragen bitte per Konversation.

  • hi.

    Da wäre es beser gewesen ein gebrauchtes 60 Zeller mit 230-300Wp zu kaufen, die gibt es für ~50€

    Aber jetzt hast die schon.


    Deine Rechnung verstehe ich nicht.

    Wo kommen diese 5,6 her, das ist Qatsch.

    P= U x I

    Die Modulspannung hatt nichts direkt mit dem Ladespanung zu tun und dan noch mit den Strom.


    Anderst wäre es wen man einen PWM Regler nehmen würde.

    Da werden die 42Vmp auf die Akkuspannung heruntergezogen.

    12V x 1Amp =12W.


    Du must mit Vmp und Imp rechnen.

    Voc ist nur im Leerlauf.

    Der MPPT Regelt das Modul aud die Vmp ein, das ist auch der Maximale Leistungspunkt.

    Voc x 0A = Null Leistung (Kein Verbaucher)

    Ioc x 0V = Null Leistung ( Kurzschluss)

    Vmp x Imp = Maximale Leistung

    Dan kommst auch auf die Nenleistung.


    430W / 12V = 35A Ladestrom.



    Einen MPPT kann man Überbelegeg.

    Es würde also auch einer mit 20A landen.

    Es kommen halt nicht mehr als diese 20A, dafür kommt aber auch bei etwas schlechteren Wetter noch mehr als wie mit weniger Modulleistung.


    Die Nennleistung kommt auch nur selten, man kann mit 80-90% Rechnen.

    Die Module werden auch nicht mehr die Volle Leistung bringen.


    eSmart3 40A, Trancer AN 20, ToYo ML2420, Victron MPPT 75-15 100-20.


    Alle Module Pararell.

    Da reicht 4mm2.

    Insel mit Schütz Netzumschaltung über BMV702
    3,24kWp O/S, 1,44kW W/N, 0,54Wp S/W an MPPT

    ~1-2kWp Restleistung O 14x250W Hagelschadenmodule an PWM, 1,4kWp W/N Dünnschicht an MPPT

    10-12kWp die noch warten verbaut zu werden....
    PZS 48V 420Ah ~10jahre alt ~360Ah Restkapazität SD 1,21-1,25, 1400kWh runter

    ECTIVE SI 4kW Sinus Wechselrichter.

    6000kWh Jahresverbrauch, Boiler im Sommer.

  • Danke schonmal für die vielen Antworten!


    @scouter2008:


    Du schreibst: 430 W / 12 V = 35 A Ladestrom

    Also muss ich beim MPPT Laderegler nicht darauf achten, was vor dem Regler produziert wird, nämlich 10 x 1 A = 10 A, sondern der für die Wahl des Ladereglers wichtige Wert sind die 35 A, richtig?


    Und du schreibst, man kann den MTTP Laderegler Überbelegen ohne, dass er kaputt geht. Er regelt also von allein runter. Dann wäre es doch in meinem Fall sinnvoll gleich einen 40 A Regler zu nehmen und wenn ich doch noch weitere Solarzellen anschließe, habe ich noch Puffer und muss keinen neuen Regler kaufen? So viel teurer sind die 40 A Regler ja nicht.


    Wieviel Ah sollte meine Batterie deiner Meinung nach haben? Ich möchte ja in absehbarer Zeit eine kaufen.


    Mit 4mm2 meinst du den Kabelquerschnitt? Sollte ich die beiden Kabel, an dem alle 10 Panele zusammenlaufen stärker wählen, oder reicht da auch 4mm2?


    Danke!!!

  • Ja richtig soweit.


    Klar kann man gleich eine mit 40A nehmen.


    Akkugröße kommt auf die Verwendung und den verbrauch an.


    Wie Lange wird den das Kabel ?

    Für 10A reichen 4mm2.

    Das 6mm2 ist aber auch nicht viel teurer und kann etwa 30A.


    Wen du mal erweitern wilst nimm 60/72 Zeller.

    Da kann man dan auch zwei Module in reihe schalten.

    Insel mit Schütz Netzumschaltung über BMV702
    3,24kWp O/S, 1,44kW W/N, 0,54Wp S/W an MPPT

    ~1-2kWp Restleistung O 14x250W Hagelschadenmodule an PWM, 1,4kWp W/N Dünnschicht an MPPT

    10-12kWp die noch warten verbaut zu werden....
    PZS 48V 420Ah ~10jahre alt ~360Ah Restkapazität SD 1,21-1,25, 1400kWh runter

    ECTIVE SI 4kW Sinus Wechselrichter.

    6000kWh Jahresverbrauch, Boiler im Sommer.

  • Bei den Modulen würde ich ganz schnell schauen, dass ich die nachts bei jemandem aufs Dach baue, den ich nicht leiden kann.

    Kaufe besser für schlankes Geld zwei gebrauchte 60 Zeller. Die kann man in Reihe schalten und fertig.


    Bei den Dünnschicht braucht man erstmal Unterkonstruktion für jedes Modul, Kabel für jedes Modul, Sicherungsmaterial für jedes Modul...

    Also vermutlich mehr Kosten, mehr Platzverbrauch, mehr Aufwand aber weniger Leistung. Da kommt das Geschenk in Summe teurer als ein Gebrauchtkauf, der dann nahezu Plug&Play fertig ist.


    Gruß


    schlossschenke

  • Danke für die rege Beteiligung an alle. Ich merke schon, es gibt Freunde und Feinde der Dünnschichtmodule :)


    Für mich sind Dünnschichtmodule als erste Erfahrung im Bereich Energiegewinnung mittels Sonne eine gute Wahl, zumals sie gratis sind UND auch wenn die sonstigen Posten teurer ausfallen.


    @ scouter2008: Der eSmart3 40A gefällt mir echt gut! Eine Frage dazu: Der Regler verträgt bis zu 130V. Ich könnte doch dann je 2 Module in Reihe schalten und 5 parallel, richtig? Die Voc der Module sind 67,2V, da käme ich bei 2 Modulen über die 130V. Ich nehme aber an, dass ich auch hier wieder mit der Vm rechnen muss, korrekt?


    Schaut euch mal die Skizze an, die ich angefertigt habe. Darauf ist die Kabeldicke eingezeichnet. Ist das so plausibel? Die Kabeldicke vom Regler zur Batterie und von der Batterie zum Wechselrichter kann ich noch nicht bestimmen.


    Noch einige Fragen:


    1. Ich möchte vor den Regler eine Sicherung verbauen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich jedes Modul sichern muss. Es reicht doch, wenn ich direkt vor dem Regler eine 15 - 20A Sicherung verbaue, oder? Sind Sicherungen auch für einen gezielten Volt Wert abgestimmt? Dann müsste ich wohl was um die 70V nehmen?


    2. Auch nach dem Regler möchte ich eine Sicherung verbauen. Bei 430Wp bekomme ich nach dem Regler bei einer 12V Batterie einen maximalen Ladestrom von 35A (430Wp / 12V). Wie sichere ich das ab? An dem Kabel vom Regler zur Batterie, oder beim Rücklauf? Und: Schadet es der Batterie nicht, wenn sie einen Ladestrom von satten 35A zugeleitet bekommt? Also verträgt die das? Welcher Kabelquerschnitt wäre vom Regler zur Batterie angebracht?


    3. Es macht doch Sinn Sicherungsautomaten zu nutzen, die man öfter nutzen kann, keine Einmalsicherungen, richtig?


    4, Muss ich auch zwischen Batterie und Wechselrichter eine Sicherung einbauen?


    5, Laderegler haben häufig einen Temperaturfühler. Wozu ist dieser? Braucht man diesen zwingend?


    6, Um die Solarzellen zu einem Kabel zu verbinden, nämlich zu dem, das zum Regler führt, kann ich doch so einen 1 : 5 Verteiler nehmen, oder? Siehe hier: https://www.ebay.de/itm/MC4-St…CesxR2eA&var=442516640193


    7, Macht es Sinn einen Akku Aktivator an dem Akku zu betreiben?


    Danke für eure Hilfe! :)