Neubau DHH ohne Keller mit Photovoltaik - WR unter Dach oder in Garage?

  • Hallo,


    ich möchte gerne beim Neubau unserer DHH eine Photovoltaikanlage mit 20 Panels (also ca. 6-7 KWP) auf dem Süddach einplanen.


    Da das Haus keinen Keller hat dachte ich, der beste Ort für den WR wäre eine Abstellkammer im Studio. Nachdem ich jetzt etwas gelesen habe, bin ich mir diesbezüglich aber nicht so sicher.


    Alternativ könnte ich den WR in einem Technikraum in der Garage unterbringe. Ob diese natürlich im Sommer wesentlich kälter als das isolierte Studio (Raum wäre auf Nordseite des Studios) ist weiss ich auch nicht wirklich. Der Abstand Garage zu Zähler wäre aber deutlich kürzer (3m zu ca 15m).


    Was wäre denn da zu bevorzugen hinsichtlich der Aufstellung?


    Vielen Dank.


    Viele Grüße,


    Christian

  • Prüfe auch ob ggfs. Nord Sinn macht.


    WR mögen es kühl und schattig.

    Abstellkammer könnte klein sein ...

    Der ein oder andere WR hat in der Größe auch vielleicht einen Lüfter, den man hören könnte.

    Die meisten kommen aber ohne Lüfter daher und sind praktisch lautlos.


    Tendenziell würde ich den WR immer so nah wie möglich zum Zählerschrank sezten und NICHT ins DG, falls Studio bei Dir gleichbedeutend mit DG ist.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Studio ist im DG, der Raum hat etwa 6qm und liegt unter der Nordseite des Dachs. Lüftergeräusche wären mir da nicht wichtig.


    Du würdest folglich für die Garage plädieren. Dort soll der Hausanschluss liegen und auf der anliegenden Innenwand des Hauses soll der Zählerschrank installiert werden.


    Ich denke, dass ich bei 20 Panels zwei Strings nehmen würde und lege dann die Gleichstromkabel vom Dach in Leerrohren in die Garage.

  • Wie gesagt ... Norddach und auch Garage selbst auch prüfen.

    Es tut nicht weh mehr PV zu bauen und auch über 10KWp macht eher mehr Spaß, als dass es schmerzt.


    Gerne vorab mal eine Skizze mit Nordpfeil und Dachneigung hier einstellen.

    Dann kann der Plan schon einiges konkreter werden.


    Je nach WR sind 20 Module ein oder 2 Strings.

    Beim Bau einfach nicht mehr Leerrohr sparen!

    Da sollten problemlos bis zu 6 Stingkabel mit 4mm² und ein Potentialausgleich mit 16mm² eingeplant werden.

    Potentialausgleich vorzugsweise in separatem Rohr.

    Von den verbreiteten 25mm Flexrohren würde ich z.B. mal mindestens 3 einziehen, eher 4 ... einfach nicht sparen, das erspart einem später viel Schweiß und ärger.

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  • Hallo,


    vielen Dank schonmal! Das mit de Leerrohren werde ich auf jeden Fall umsetzen, ich habe auch einen zentralen Technikschacht geplant.


    Bei den Modulen dachte ich an Q-Cells (habe ich in unserem jetzigen Haus auch schon seit ein paar Jahren auf dem Dach).


    Anbei mal die Ansichten und der Lageplan mit Nordpfeil. Das Haus soll in 50769 Köln gebaut werden.


    Aktuell plane ich oberhalb der Dachfenster auf der Südseite auf der grossen Fläche (ca. 4,6m hoch, 10m breit) die 20 Module zu platzieren. Man könnte dort ggfs. natürlich auch neben den DFF noch Module anbringen, meine Frau findet die Idee aber aus optischen Gründen nicht so prall, daher plane ich derzeit nur mit dem großen rechteckigen Cluster.


    Die Nordseite zu berücksichtigen hatte ich tatsächlich nicht auf dem Schirm. Ich dachte immer, dass das eher nicht lohnt. Optisch passend könnte ich da unter Berücksichtigung der Dachterasse und des Schornsteins u.U. zwei Blöcke (links/rechts) mit je ca. 6 Modulen (in Summe also nochmal 12 Module extra nach Norden.


    Auf die Garage kommen OKU Absorber für den Pool. Gäbe es hierfür auch noch eine bessere Alternative, die direkt vom Poolwasserdurchströmt werden könnten?


    Aktuell habe ich die OKU Module im Einsatz (wir wohnen jetzt auf dem Grundstück auf der anderen Seite).


    Mit den 70% Regelungen habe ich mich noch nicht so ganz auseinander gesetzt, wäre in meinem Fall dann 70% weich anzustreben?


    Zudem habe ich noch im Kopf, dass es etwas bei mehr als 10 KWP zu beachten gibt. Mit den 32 Modulen würde ich ja vermutlich knapp darüber kommen. Spielt es eigentlich dort auch eine Rolle, dass ich bereits eine 6,25 KWP Anlage auf unserem jetzigen Haus betreibe? (Das und damit auch die Anlage behalte ich ja, da ich das Haus vermieten werde).


    Ich habe denke ich dauerhaft hohen igenanteil (LW-Wärmepumpe für Heizung und WW, die im Sommer auch kühlen soll + Pooltechnik im Sommer).


    Würde Nordbesetzung zusätzlich bei mir Sinn machen?


    Vielen Dank.


    Viele Grüße,


    Christian

  • Welche DN hat das Haus?
    Sieht aber steil aus ... DN35 oder steiler ... und damit fällt Nord flach.


    Süd sollte man schon voll machen und auch die Dachüberstände an Modulefläche anpassen.

    Man kann heute sehr schön mit schwarzen Modulen und Einlegesystembauen.

    Und ... Gruß an die Frau ... Energiewende fängt am besten auf dem eigenen EFH statt.

    Einfach mal machen ... woher dieser blöde Gedanke "PV ist hässlich" kommt, verstehe ich einfach nicht. :twisted::twisted::twisted:


    Bei 10m Dachbreite und alleine 4,6m Fläche über den Fenstern, kannst Du bereits auf dem Süddach an die 10KWp ran kommen und das solltest Du dann auch mindestens machen.


    Thema OKU Dinger ... kenne ich nicht ... einen modernen Pool würde ich aber eher mit Wärmepumpe anstatt Thermie Modulen bauen. Die WP läuft einfach mit Strom ... Garage dann auch mit PV planen ...


    Ich habe denke ich dauerhaft hohen igenanteil


    Hoher Eigenanteil sollte nicht das Ziel sein. Das ist Holzweg.

    Generator so groß wie möglich und so viel wie möglich auf sinnvollen Flächen erzeugen ... deswegen ggfs. Norddach und Garage dazu nehmen.


    Denk mal an EAuto usw. man kann gar nicht strom genug haben.

    Thermie und WW ist dagegen sehr gut durch WP zu ersetzen.


    Weg von Steinzeittechnk und auf zu neuen Ufern.

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  • Hi!


    Die Dachneigung liegt bei 38 Grad.


    Ich werde mir die Südseite dann nochmal genauer anschauen. Mit Dachüberstand sind es vermutlich sogar 10,3 Meter Breite.


    Da würden so wie ich das sehe 6 Q Cells G7 nebeneinander passen (1,685m). Die G8 haben aber 1,74m, da würde es nicht so ganz passen. Mit 6 nebeneinander wäre ich so schon mal bei 24 Modulen (24x 325 KW sind dann schon 7,8 KWP).


    Vielleicht kriege ich ja noch 6 weitere Module unter, dann wäre ich bei 10 KWP.


    Aber mit meiner Bestandanlage 6,25 KWP auf dem anderen Haus gibt es da für mich nichts zu beachten oder (die würde ja über das gleiche Gewerbe laufen)?


    Das mit der Wärmepumpe für den Pool habe ich mir auch schon angeschaut. Da unser Grundstück aber nicht so gigantisch ist, fällt es mir schwer die vernünftig unterzubringen (neben der LWP für das Haus ansich). Zudem sind die auch recht teuer in der entsprechenden Größe (23 KW aufwärts).


    Mit Eigenanteil meinte ich eher den schon jetzt grundlegenden Eigenverbrauch. Da macht es in meinen Augen auf jeden Fall Sinn Photovoltaik von Anfang an zu installieren.


    Viele Grüße,


    Christian

  • Wie kommst du auf 23KW.

    Die hat die Thermie doch auch nicht...

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  • Hallo zusammen,


    es ist eine Doppelhaushälfte.


    Die 23KW hatte ich so im Kopf, meine ich hätte das mal für die ca. 45 Kubikmeter Wasser als gute Größe ausgerechnet.


    Bei den OKU Panels würden denke ich 18 (also auch ca. 19qm) auf die Garage passen. Das wären dann natürlich auch deutlch weniger KW (vermutlich zwischen 10 und 15 KW Heizleistung). Aber ich hätte nicht das Problem, dass ich irgendwo die Wärmepumpe verstecken muss (auf die Garage geht die nicht, da Grenzbebauung).


    Anstatt der 18 OKUs würden 10 Q Cell Module auf die Garage passen, die würden dann 3,25 KWP schaffen. Beim COP von 4 bis 5 kämen damit ja ähnliche Werte raus.


    Vg,


    Christian