Planung Teil-Insellösung mit nächtlicher Einspeisung

  • Hallo Leute,


    ich bin Anfang März auch unter die Solarteure gegangen. Ich wohne in einem Zweifamilienhaus zur Miete und kann daher "nur" ein Flachdach zur Aufstellung von Salolarmodulen nutzen (Ausrichtung S mit 35° Aufständerung). 2x 310wP full black mono Panele habe ich jetzt als Balkonanlage (Netzgebunden) laufen. Die beschert mir auch tagsüber ne super Leistung.


    Da auf das Dach mindestens noch ein weiteres Modul passt, ohne das die vorhandenen Module nennenswert ein weiteres beschatten, habe ich überlegt, dass ich das System um ein baugleiches Modul erweitere, dieses aber als Insel Lösung betreibe, um den nächtlichen Standby meiner Aquarien, Router, Kühlschrank und einer Videoüberwachung von rund 80-100watt zu überbrücken, bis die Sonne wieder scheint.


    Überlegt habe ich folgendes:


    Ein Ja Solar Modul mit 310wP (s. Anhang)


    Laderegler: https://smile.amazon.de/gp/aw/…?smid=A2QT5L58TGTO1&psc=1


    Überlegung zur Batterie:

    100w *15 Stunden (18-9h bis die Sonne wieder ausreichend scheint) ergäben bei 24v 62,5ah. Ich würde dann die doppelte Größe (120ah) nehmen um die Batterie nur zu 50%-70% je nach Batterietyp zu entladen und vielleicht noch einen kleinen Rest für sonnenarme Tage.


    Es wäre jetzt nicht kriegsentscheidend, wenn bei miesen Tagen die Batterie nicht vollständig geladen würde, ich möchte einfach nur möglichst viel Strom selbst nutzen, aber nicht ein horrendes Vermögen hierfür ausgeben. Vielleicht gibt es ja was Preis-Leistungsmäßig Gutes?!


    An die Batterie würde ich gerne eine Zeitschaltuhr und einen Batteriewächter packen, damit die Anlage nur in der angegebenen Zeit läuft, nicht tiefentladen wird und von der Batterie bspw. mit einem Soladin Wechselrichter 120 oder https://www.ebay.de/itm/Grid-T…2be409:g:tyYAAOSwbEFdoY50 - evtl mit Strombegrenzer ins Netz einspeisen, um die Grundlast zu decken und den Zähler nachts zu stoppen.


    Jetzt die Fragen:

    - funktioniert die Idee so wie gedacht?

    - ist die Batterie ausreichend dimensioniert und packt das eine Modul das?

    - Welchen Batterietyp nimmt man dafür am besten? Die Ströme sind bei 24v ja nicht so sonderlich hoch für 100watt.. Man liest ja überall was anderes bezüglich des Batterietyps :(


    Danke schonmal für eure Anmerkungen! :)


    EDIT:

    Die Batterien werden vermutlich in einem (kühlen) Abstellraum oder auf dem Balkon (im Schatten) in einer Kiste stehen, die ich auch isolieren könnte.

    Daher kommen wohl eher wartungsfreie Batterien in Frage?!

  • Hi.


    Der Strom aus dem Akku kostet mehr als der Netzstrom, das sollte dir bewusst sein.



    Ein Bleiakku darf man nur zu 50% Entladen, eher 30%

    Also 70% Entladen und dann noch mal 10-20% für den Notfall sollte man nicht machen.

    Wartungsfreie Akkus sind nicht so gut, normal Nass.


    100W + 10% Wechselrichterverluste über 15 Stunden sind 1550Wh

    1550Wh / 12V = 130Ah

    50% 260Ah


    Ein 300Wp Modul bringt bei z.b 4 Sonnenstuten nur 1200Wh.

    Dazu kommen noch Verluste beim Akkuladen.

    Das müssen schon mindestens 2 Module sein.


    Der Victron ist ein MPPT Laderegler kein Wechselrichter.

    Kann man nehmen für ein 60/72 Zellen Modul.


    Am Lastausgang schließt man eine Relais an mit den man den Wechselrichter ein und aus schaltet, oder halt den Akku auf den Eingang vom Soladin schaltet.


    So hat man ein Tiefentladeschutz, Zeitsteuerung müsste der Victron auch können.


    Der Soladin fängt wohl bei 24Vmp erst an, da müsstest sowieso einen Aufwärtswandler vorschalten.

    Insel mit Schütz Netzumschaltung über BMV702
    3,24kWp O/S, 1,44kW W/N, 0,54Wp S/W an MPPT

    ~1-2kWp Restleistung O 14x250W Hagelschadenmodule an PWM, 1,4kWp W/N Dünnschicht an MPPT

    10-12kWp die noch warten verbaut zu werden....
    PZS 48V 420Ah ~10jahre alt ~360Ah Restkapazität SD 1,21-1,25, 1400kWh runter

    ECTIVE SI 4kW Sinus Wechselrichter.

    6000kWh Jahresverbrauch, Boiler im Sommer.

  • Danke für den Hinweis bzgl. des Victron, hatte mich verschrieben - wurde geändert.


    Welche Batterie (ggfs. mit Link) würdest du denn empfehlen für die Art der Anwendung? Ich denke dann würde ich eher auf den zweiten verlinkten Wechselrichter umschwenken, der geht schon bei 22v los.

  • Hallo,


    ich würde das sein lassen. Um das Maximum selbst zu nutzen benötigt man ein netzparalleles Speichersystem (Li) und sollte dafür die gesamte Anlagenleistung nutzen.

    In einem Mietshaus wird das eher schwierig. Die Mini-Insel mit dem einen Modul, das dann nur ein paar einzelne Verbraucher kurzzeitig versorgt, bringt dich da leider nicht wirklich weiter.



    Gruß


    schlossschenke

    980Wp - Victron 100/50 - Soltronic MPPT7520 - 12V 260Ah - Multiplus 12/2000 - BMV700

  • Nass z.b

    https://www.autobatterienbilli…2gRQsDEAYYASABEgINy_D_BwE

    Geht man von 600 50% Zyklen aus, landet man bei 830kWh.

    Von den 830kWh gehen noch 10% beim Wechselrichter verloren, sind 750kWh.

    300€/750kWh= 40 Cent die kWh.



    Die Spannung kann man ja an einen Aufwärtswandler einstellen.

    Diese billigen Inverter halten wohl nicht lange, VDE Zulassung wohl auch so eine sache....

    Insel mit Schütz Netzumschaltung über BMV702
    3,24kWp O/S, 1,44kW W/N, 0,54Wp S/W an MPPT

    ~1-2kWp Restleistung O 14x250W Hagelschadenmodule an PWM, 1,4kWp W/N Dünnschicht an MPPT

    10-12kWp die noch warten verbaut zu werden....
    PZS 48V 420Ah ~10jahre alt ~360Ah Restkapazität SD 1,21-1,25, 1400kWh runter

    ECTIVE SI 4kW Sinus Wechselrichter.

    6000kWh Jahresverbrauch, Boiler im Sommer.

  • Soladin Wechselrichter

    wird wohl kaum eine Zertifikat für die Konformität nach VDE 4105:2018 besitzen - ist also nicht offiziell anmeldefähig.

    Deinen Wunsch kann man sehr gut nachvollziehen - aber so einfach ist die Lösung nicht.


    Es gibt hier seitenlange Threats um die Grundlastkompensation.

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Schade, dachte das wäre etwas einfacher zu bewerkstelligen! Danke für die Hinweise! Ich bleibe dann erstmal bei meiner Balkonanlage :)