Newbie bittet um Einsteiger-/Entscheidungshilfe

  • Hallo in die Runde,


    auch ich befasse mich gerade (zum ersten Mal wirklich) mit dem Thema Photovoltaik und überlege, evtl. eine Anlage zu installieren und hoffe, Ihr könnt mir helfen, Anfängerfehler zu vermeiden, da ich selbst dem Thema relativ misstrauisch (Kosten/Nutzen/Sicherheit) gegenüber stehe, aber sowohl den ökologischen, als auch den ggf. finanziellen Aspekt sehr interessant finde.


    Unser 2018er Neubau-EFH mit 45° Satteldach hat beinahe Ost/West-Ausrichtung und beidseitig etwa Platz für 12 Platten (á 165x100cm), da beide Hausseiten eine Gaube haben, würde ich jeweils auf die "Südhälfte" installieren wollen. (ggf. noch auf die Nord/West-Seite, falls empfehlenswert)
    Die Anlage müsste komplett finanziert werden, wo ich auf "Unterstützung" durch die kfw hoffen würde. Ich habe im Familienkreis Elektriker, sowie Dachdecker, die die Anlage für mich installieren würden, sodass Personalkosten wohl weitestgehend wegfallen würden. Der Platz für einen zweiten Zähler ist bereits im Schaltkasten vorgesehen und Leerrohr zum Dachboden ist auch vorhanden.

    Ich habe mal einen Screenshot vom Entwurf angehängt, damit man die Gegebenheiten auf dem Dach evtl. erkennen kann.


    Im Netz habe ich Angebote von Direktverkäufern gefunden, die uns die Anlage liefern würden. (Sind Links dazu hier überhaupt angebracht?)

    Ein interessantes Angebot, welches ich gefunden habe, wäre:

    20x Solarmodul polykristallin a 250Watt deutsche Herstellung / München Solar

    1x SolaX Wechselrichter 5000Watt X1 5.0-TD Dual-MPPT

    1x W-Lan Modul zur Internetüberwachung

    + Material zur Pfannendachmontage

    Gesamtpreis wären 3.849€


    Alternativangebot

    20x Solarmodul polykristallin a 250Watt deutsche Herstellung / München Solar
    1 x Netz-Batterie-Wechselrichter Growatt SPH4000

    1 x Growatt 3 Phasen Sensor zur Strommessung

    1 x Growatt WiFi Modul zur Internetüberwachung (auch für 48V Bleibatterien nutzbar)


    mit 2,4KW Lithium Speicher wären 6.266€

    mit 4,8KW Lithium Speicher wären 7.389€


    Meine Fragen, die mir derzeit dazu einfallen:

    1) Macht es überhaupt Sinn, die Anlage selbst aufzustellen, oder verbaue ich mir damit irgendwelche rechtlichen Belange? (Mein Elektriker traut sich den Papierkrieg zu)

    2) Macht eine Anlage bei beinahe Ost/West-Ausrichtung überhaupt richtig Sinn?

    3) Was übersehe ich bei diesen Angeboten? Sprich: Kosten/Voraussetzungen, die mir als Laien nicht auffallen (zus. Hardware/schlechte Hardware-Kombination oder Ähnliches)

    4) Rechnet sich auch in diesem Fall der Speicher nicht? (z.B. da es ein Noname-Produkt ist?)


    Weitere Infos gebe ich natürlich gerne, wenn es hilft, mir zu helfen. Mir ist bewusst, dass ich noch sehr weit am Anfang stehe, daher bin ich für jeden gut gemeinten Hinweis dankbar. :danke:

  • Wie steil sind denn die Gaubendächer?

    Also wenn die so aussehen wie auf der Zeichnung, dann gibt es keinen Grund, die Nordhälfte nicht mitzubelegen und sebstverständlich die Dreiecke zwischen Gaube und First. Auch die Gaubendächer selbst sind eine Überlegung wert.


    Bedenken wegen Kosten/Nutzen/Sicherheit sind unangebracht, dass PV funktioniert ist millionenfach bewiesen :) Einen zweiten Zähler brauchst du erst ab 10 kWp, aber da kommst du wohl gut drüber.


    Jetzt puzzelst du erstmal einen möglichen Belegungsplan, dann sehen wir weiter.

  • Bitte lies die FAQ in meinem Benutzerprofil. Tröten kürzen. OW 45 ist steil, das kann hart gebaut werden außer du möchtest Verbrauchskurven sehen, das hilft Strom zu sparen und ist deshalb sehr empfehlenswert.

  • "20x Solarmodul polykristallin a 250Watt deutsche Herstellung / München Solar"


    Sollten diese Module wirklich erste Wahl sein?

    Bei ähnlichen Abmessungen müßte es doch Module > 300 Wp mono geben.

  • Wie steil sind denn die Gaubendächer?

    Die sind so steil, wie auf dem Plan, ja (ca. 43 bzw. 45°) - ich denke auch, nach dem, was ich hier im Forum bisher gelesen habe, wäre es sogar sinnvoller, das Geld in die Platten, statt in einen Speicher zu investieren. Nur das eine viertel des Daches lässt sich halt nicht gut belegen, da dort die Schornsteine und das Dachfesnter im Weg sind.


    Zitat

    Bedenken wegen Kosten/Nutzen/Sicherheit sind unangebracht, dass PV funktioniert ist millionenfach bewiesen :) Einen zweiten Zähler brauchst du erst ab 10 kWp, aber da kommst du wohl gut drüber.

    Ich hatte jetzt so grob überschlagen, dass ich mit 36 x 250Wp (=9000) noch unter den 10KWp bleiben müsste - der Ertrag, wird ja durch die Ost/West-Verteilung auch stark "leiden".

    Zitat

    Jetzt puzzelst du erstmal einen möglichen Belegungsplan, dann sehen wir weiter.

    So, wie auf dem zweiten, angehängten Bild dürfte es doch schon recht nahe an eine mögliche Realität kommen, oder übersehe ich da noch etwas?



    Bitte lies die FAQ in meinem Benutzerprofil.

    Werd ich machen, danke!


    Zitat

    Tröten kürzen. OW 45 ist steil, das kann hart gebaut werden außer du möchtest Verbrauchskurven sehen, das hilft Strom zu sparen und ist deshalb sehr empfehlenswert.

    Ok, da bin ich grad raus - da werde ich mich erstmal einlesen müssen. Sowohl die Tröten, als auch "hart bauen" sagt mir aktuell nichts. Ich stöbere mal in Deinen FAQs!


    Danke Euch schonmal!

    Könnt Ihr etwas zu den Angeboten sagen, die ich da bekommen habe? Erscheint mir auf den ersten Blick doch sehr günstig zu sein?!

  • "20x Solarmodul polykristallin a 250Watt deutsche Herstellung / München Solar"


    Sollten diese Module wirklich erste Wahl sein?

    Bei ähnlichen Abmessungen müßte es doch Module > 300 Wp mono geben.

    Das ist halt ein Angebot, welches ich gefunden habe - ich kann aktuell nicht beurteilen, wie brauchbar - oder auch nicht - die sind. Mit diesen Paketen wäre halt eine Bestückung meines Daches für unter 10.000€ inkl. Speicher zu machen. Bzw. bei ca. 6000€ ohne Speicher, was mir finanziell natürlich (im ersten Moment) entgegenkommen würde.

  • Vergiss den Speicher genauso wie 250 Wp.

  • Vergiss den Speicher genauso wie 250 Wp.

    Ok, die Marschrichtung habe ich mittlerweile raus gelesen: so viele Module/kWp, wie möglich und den Speicher weglassen :thumbup:

    Gibt es hier Erfahrungen mit guten/günstigen Lieferanten, wo man mal bzgl. Beratung und Lieferung (ggf. zum Elektrobetrieb) anfragen kann?