Verwirrung über Wechselrichter bzw. welcher Wechselrichter für E-Auto

  • Vieles davon habe ich mir schon gedacht. Je höher die Auslastung eines WR umso höher ja auch der Wirkungsgrad, und umso höher ja auch die Leistung im Teilbereich, da der Wirkungsgrad ja logarithmisch ansteigt, und umso niedriger oft auch die Startspannung.


    Aber nochmal z.B. der SUNNY TRIPOWER 3.0.


    6000Wp MaxEingang aber nur 3000Wp Ausgang? Das heißt also im Klartext, für einen 6000Wp Generator ungeeignet, da 3000Wp wegfielen. Also in etwa so sinnvoll wie ein 5m hohe Hauseingangstür oder ein Rasentraktor für 20qm Rasenfläche?


    Marketinggag oder realer Nutzen?


    Der wäre also eher für 3500Wp bis 4000Wp Generatoren gedacht?

    Muss man ja erst mal wissen.


    Sucht man sich den passende Wechsel über die Maximale Generatorleistung, ist bei SMA eben diese Diskrepanz.


    Das man die Wechselrichter eher etwas kleiner dimensioniert, habe ich erkannt und ist nachvollziehbar. Bringt bei Wolken mehr Ertrag als bei Vollsonne Verlust durch Peak. Außerdem altern die Module ja auch.


    Dass ich mein Auto meistens nicht alleine mit Solarstrom tanken kann, glaube ich auch. An 220V bei 2,3kW braucht er 16 Stunden. Solange scheint die Sonne ja nicht (auf unserer Seite). Zweiphasig kann er 7,2 kW und je mehr dabei von der Anlage kommt umso billiger für mich. Kommen 5 Stunden lang 4kW ist das besser als 5 Stunden nur 3kW. Der Rest kommt dann ja eh aus dem Netz, aber eben so wenig wie möglich.

  • Irgendwie hast du nicht alles gelesen (oder verstanden) was nicht nur ich sondern auch andere versuchen dir zu erklären :-?

    6000Wp MaxEingang aber nur 3000Wp Ausgang? Das heißt also im Klartext, für einen 6000Wp Generator ungeeignet, da 3000Wp wegfielen.

    Bei einem Ost-West Dach mit 50° Dachneigung fällt nichts "weg" , trotz 3000 Wp auf Ost und 3000 Wp auf West wird dieser Generator niemals 6000 Watt liefern, noch nicht mal annähernd.

    Da sind maximal ~60 % davon drin weil die Sonne eben nicht gleichzeitig auf beide Dachseiten scheint, auch der Einstrahlungswinkel ist dort aufgrund der Dachneigung und der Ausrichtung alles andere als optimal.

    Ein kleinerer Wechselrichter macht also bei entsprechender Ausrichtung durchaus Sinn und zwar nicht nur aufgrund des besseren Wirkungsgrades sondern schon allein aus rein monetären Gründen.


    Edit : Kleine Info für dich am Rande, die Netzspannung beträgt in Deutschland schon seit einigen Jahrzehnten 230 Volt und nicht 220 Volt ;)

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Warum fragt der Themenersteller wenn er die Antworten nicht verstehen möchte? Wohl nur um Forenressourcen zu binden?

  • Hallo,


    warum gleich so pampig? Ich bin genauso frustriert wie Ihr, dass ich Eure ausweichenden Antworten nicht auf meine Frage abbilden kann, wie Ihr, dass ich anscheinend nicht verstehe, was Ihr mir sagen wollt. Aber höflich sollte man doch bleiben.


    Vielleicht solltet Ihr auch mal zu Ende lesen, dass ich das sehr wohl verstanden habe. Der Generator bringt nicht so viel wie er soll. Habe ich schon beim ersten Mal verstanden. smoker59 Du machst es an einem Beispiel fest, dass ich verstehe und da macht es auch Sinn. Ich will dir ein anderes geben:

    Ok, was bringt denn eine 6000Wp-Anlage auf 38° SSW an einem sonnigen kalten Frühlingstag um 12.00 Uhr mittags?


    Kann ich da die SMA 3.0 guten Gewissens nehmen?


    Was bringt mir da eine SMA 3.0, was eine ABB?


    Beantwortet mir doch bitte einfach die Frage:

    Warum ?

    ABB: 6kWp Eingang und 6kWp Ausgang

    SMA: 6kWp Eingang und 3kWp Ausgang


    Oder weiß das keiner. Ist ja keine Schande, ich weiß es ja auch nicht.


    Ich bin gelernter Elektroniker und weiß die Themen hier durchaus zu lesen, aber die technischen Datenblätter geben mir mitunter Rätsel auf.


    Warum redet hutschiwutschi in der dritten Person über andere obwohl das doch so unhöflich ist, wenn derjenige das auch lesen kann?

    Will er damit verschleiern, dass er selber keine Ahnung hat und es einfach nicht erklären kann? Mir unerklärlich wie so jemand Premiummitglied in auch nur irgendeinem Forum sein kann. Wohl nur um Forenblindleistung zu generieren?


    Danke an Boelckmoeller3 der meine Frage soweit beantwortet hat, dass ich mir nun zusammengereimt habe, dass man den Wechselrichter eher an der Ausgangsleistung festmachen kann, da die maximale Eingangsleistung eher ein Wert dafür ist, wie viel der Wechselrichter "verträgt", und nicht wie viel er umwandeln kann. Also wie ich vermutet hatte.

  • Also ich versuche einmal, ganz vorne anzufangen.

    Ein 6 kWp PV-Generator liefert unter STC (Standard Test Conditions) 6 kW. Nur dafür muss die Sonne senkrecht auf die Module scheinen, der Weg durch die Atmosphäre 1.5 betragen und die Module noch 25°C haben.

    Das ist nicht sehr wahrscheinlich.

    Daher nimmt man aus wirtschaftlichen Gründen hier einen Wechselrichter, der hier etwa 85% der Nennleistung aufnehmen kann, also bei 6 kWp etwa 5,1 kW. Das mal Wirkungsgrad ergibt dann die Ausgangswirkleistung von ca. 5 kW. Nun musst Du für den Netzbetreiber noch Blindleistung zur Verfügung stellen (i.d.R. hier cos Phi von 0.95) und landest so bei theoretisch nötigen 5.2 kVA. D.h. ein Wr mit 5.5 kVA kommt dem üblicherweise am nächsten, einer mit 5 kVA wird länger in der (Leistungs-)Begrenzung hängen.


    Ciao


    Retrerni

  • Also, bei einem recht gut ausgerichteten Süddach, welches du ja , mit geringen Abstrichen, zu haben scheinst, müsste der Wechselrichter die von Retrerni angesprochene Ausgangsleistung inetwa bringen. Für die genaue Kalkulation mit Dachausrichtung, Neigung gibt es spezielle Auslegungssoftware der Wr-Hersteller die dir auch geeignete Geräte ausweist. Auch gibt es da herstellerunabhängige Software dafür . Für deine Zwecke kannst du bei SMA dann aber den 3.0 höchstwahrscheinlich nicht gebrauchen sondern musst schon den 5.0 oder 6.0 nehmen. Je nach dem was die Kalkulation ergibt. Wie schon hier geschrieben, die Wr-Serie gibts ja von 3.0 bis 6.0 bei SMA.

    "Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen"
    Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"

  • Das laden des Elektroautos und die PV Anlage sind erstmal zwei verschiedene Dinge. Dein Dach ist , wie es ist. Dort solltest du die optimale Anlage bauen. Sprich: So groß es geht.

    Anschließend solltest du dich um die Ladung des elektroautos kümmern. Ein heisser Tipp ist hier in der Tat die OpenWB Wallbox. OpenWB gibt es auch OpenSource zur Installation auf einem RaspBerry. Damit kann man unglaublich viele Kombinationen an WR, Ladestationen und EAutos zu einem effizienten System kombinieren.

    1. PV Anlage planen

    2. Ladeinfrastruktur planen


    VG!

  • Ja, so groß wie es geht, hat auch eine finanzielle Komponente ;)

    Mein Dach ist aber überschaubar, da werde ich eher Probleme von zu wenig Fläche haben.


    0000 Ja, mit der OpenWB habe ich auch mit geliebäugelt, aber ehrlich gesagt scheint mir die ein bisschen zu konfigurationslastig. Es sei denn, Du sagst mir: "Alles gaanz easy." Ich kenne sie nur vom Hörensagen. Kann man mit der auch von der WB unabhängige Komponenten managen? Ist mir nicht so klar geworden beim drüberlesen.

    Im Moment gefällt mir als reine Wallbox die go-e etwas besser. Sie ist etwas mehr "out of the box" und bietet auch einige Möglichkeiten. Nicht so viel wie die OpenWB, zugegeben, aber ich arbeite tägl. als Softwareentwickler und will daher zu Hause auch ein bisschen Ruhe haben.

    ;)

    Dat Ding soll laufen. Gelegentliche Lastjustierungen übers Jahr mach ich noch mit, so eine Art Winter/Sommerkonfiguration.


    Aber das ist alles noch nicht in Stein gemeisselt.


    Boelckmoeller3 Du erwähntest herstellerunabhängige Software zur PV-Anlage. Kannst Du etwas empfehlen?


    Ach und eine Frage habe ich noch:

    Technisch finde ich SolarEdge interessant. Aber bringt diese Leistungsoptimierung bei einem so schön ausgerichtetem Dach ohne Verschattung, wie ich es habe, überhaupt einen Mehrwert? Oder reicht bei mir "Standardtechnik" und ich sollte wegen Wartungsrisiko in Verbindung mit Dachmontage, lieber darauf verzichten? Eine Garantie deckt ja nur den Materialfehler nicht den Handwerker der das Teil austauscht.

  • Wenn du Softwareentwickler bist wird das kein Problem für dich sein. Du musst nicht unbedingt die OpenWB Hardware kaufen, der Entwickler stellt seine Software auf GitHub als OpenSource. Klar, Spenden sieht er auch gerne und hab ich auch schon gemacht dafür das ich seine Software benutze.

    Die OpenWB Software kannst du dann mit vielen WR Herstellern und der Go-e kombinieren. Das ist genau mein Setup. Fronius WR mit go-e Charger, es gibt nichts Flexibleres als die OpenWB.

    Klar, bisschen an den Einstellungen fummeln muss man, aber alles halb so wild und wenns einmal läuft dann läufts. Die Lösungen für viele 1000€ anderer Hersteller sind nicht halb so gut.

    Hab heute entspannte 11kWh gelanden weil dann 80% erreicht waren. Seit dem HomeOffice fahre ich nicht mehr so viel.